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Schlagzeilen

01.07.08 - Demonstranten dürfen Strassen nicht blockieren

Eltern und Lehrer der Rachawinit-Schule haben mit ihrer Klage gegen die People`s Alliance for Democracy (PAD) einen Teilerfolg errungen. Ein Zivilgericht verfügte am Montag, dass die seit Wochen in Bangkok demonstrierenden Regierungsgegner die beiden Hauptverkehrsstrassen Rama V und Phitsanulok nicht mehr blockieren und in der Zeit von 7.30 bis 16.30 Uhr für ihre Durchsagen und Reden keine Lautsprecher benutzen dürfen. Die Kläger hatten ihre Eingabe mit dem Verkehrschaos an der Schule und den ständigen Durchsagen über Lautsprecher begründet, die den Unterricht stören würden. Sprecher der PAD haben bereits angekündigt, gegen das Urteil des Zivilgerichts in die Berufung zu gehen.

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01.07.08 - Ministerium verwarnt LPG-Spekulanten

Bangkoks Taxifahrer stehen vor Gas-Tankstellen Schlange. Nach der Ankündigung der Regierung, den Preis für LPG-Sprit freizugeben, gibt es über Nacht nicht genug Flüssiggas. Eine Reihe von Tankstellen musste bereits schliessen, weil ihnen das Gas ausgegangen war. Vor den restlichen stauten sich Fahrzeuge, deren Motoren mit LPG angetrieben werden. Das Energieministerium hat die Ursache erkannt und beim Namen genannt: Einige Händler würden Gas horten, um es bei einem höheren Preis auf den Markt zu bringen. Das Ministerium hat die Spekulanten verwarnt und droht mit Strafen. Der staatliche Öl-Konzern PTT sieht einen drastisch gestiegenen Verbrauch und will einen Engpass durch LPG-Importe beheben. Der derzeitige Versorgungsengpass hat das Energieministerium veranlasst, die angekündigte Preisfreigabe auf unbestimmte Zeit auszusetzen.

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01.07.08 - Tsunami-Alarm in sechs Provinzen

In sechs Provinzen entlang der Andamanischen Küste werden am Montag, 7. Juli, um 9.45 Uhr die Sirenen heulen. Die Behörden haben für diese Region einen Tsunami-Alarm mit Evakuierung der Bevölkerung angesetzt. Einwohner und Touristen in Phuket, Phang Nga, Krabi, Trang, Ranong und Satun sollen beim Sirenengeheul umgehend höher gelegene Gebiete aufsuchen.

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01.07.08 - Preisabsprachen: THAI soll 300 Millionen Dollar zahlen

Wegen Preisabsprachen im Frachtgeschäft droht der Thai Airways International (THAI) ein Bussgeld in Höhe von 300 Millionen US-Dollar. Die THAI zählt zu den 30 Fluggesellschaften aus den USA, Europa und Australien, gegen die in der Europäischen Union (EU) und den USA ermittelt wird. Vier internationale Airlines, darunter die Air France-KLM, hatten sich in der Vorwoche gegenüber dem amerikanischen Justizministerium bereit erklärt, Strafzahlungen in Höhe von 504 Millionen Dollar zu akzeptieren. Ein Sprecher der thailändischen Fluggesellschaft sagte in Bangkok, die THAI würde sich schuldig bekennen und das Bussgeld zahlen.

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04.07.08 - Keine Geschenke mehr für Häftlinge

Für die in Gefängnissen einsitzenden Häftlinge gibt es keine Geschenke mehr. Die für die Haftanstalten zuständige Behörde hat angeordnet, dass Geschenke weder durch Besucher noch auf postalischem Weg angenommen werden dürfen. Der Grund: Kontrollen haben ergeben, dass mit den Päckchen Drogen in die Zellen geschmuggelt werden. Die Haftanstalten haben zu wenig Personal, um alle Geschenke und Sendungen eingehend zu untersuchen. Die Versorgung der Verurteilten mit Drogen hat ein Ausmass angenommen, als wären die Häftlinge in Freiheit. So wurden tote Kröten über Gefängnismauern geworfen, in denen sich Rauschgift befand. Die Gefangenen sollen sich künftig in den Geschäften der Haftanstalten mit Waren des täglichen Bedarfs eindecken. In den 30 Gefängnissen des Landes sitzen derzeit 170.000 Frauen und Männer ein, von denen 90.000 wegen eines Drogendeliktes ihre Strafe verbüssen.

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04.07.08 - Thai AirAsia fliegt keine Gewinne ein

Trotz weiter explodierender Kerosinpreise denkt Thai AirAsia derzeit nicht an eine Anhebung des Treibstoffzuschlags. Passagiere zahlen auf Inlandsstrecken 550 Baht pro Etappe und bei Flügen ins Ausland zwischen 640 und 1.000 Baht. Weil die Spritausgaben inzwischen 50 Prozent der Operationskosten ausmachen, fliegt die Billigairline nach 2007 auch in diesem Jahr Verluste ein. Durch Sonderangebote soll das Defizit gering gehalten werden. Grossen Unternehmen wird für Mitarbeiter-Tickets ein Discount eingeräumt, weiter möchte die Tochtergesellschaft der AirAsia in ihren Fliegern mehr Speisen, Snacks und bei Auslandsflügen Duty-Free-Waren verkaufen. In diesem Jahr will Thai AirAsia 4,6 Millionen Passagiere gegenüber 4,2 im Vorjahr befördern.

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04.07.08 - Demonstranten blockieren weiterhin Strassen

Die People`s Alliance for Democracy (PAD) setzt sich über einen eindeutigen Gerichtsbeschluss hinweg. Obwohl ihre Berufung gegen ein am Montag vom Zivilgericht verhängtes Urteil von den Richtern zurückgewiesen wurde, blockieren die Demonstranten nach wie vor Hauptverkehrsstrassen, und PAD-Sprecher nutzen weiterhin tagsüber Lautsprecher für ihre Durchsagen. Auf Antrag der Rachawanit-Schule hatte das Gericht verfügt, die Regierungsgegner dürften die Strassen Rama V und Phitsanulok nicht mehr blockieren und während des Unterrichts von 7.30 bis 16.30 Uhr für ihre Durchsagen und Reden keine Lautsprecher benutzen. In der Berufungsverhandlung sagten die Richter, die PAD und ihre Sympathisanten hätten nach der Verfassung das Recht zu demonstrieren, doch die Proteste dürften nicht die Rechte anderer Bürger verletzen. Bangkoks Polizeichef hat die PAD nachdrücklich darauf hingewiesen, dass die Aufhebung der Strassenblockaden nicht befristet ist, sondern rund um die Uhr gilt.

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05.07.08 - Gericht verurteilte 88 Strassen-Rennfahrer

Ein Jugendgericht hat 88 Jugendlichen die Fahrerlaubnis entzogen und die Angeklagten zu einer Haftstrafe von 15 Tagen auf Bewährung verurteilt. Die jungen Frauen und Männer sind über 15 Jahre und hatten mit weiteren Auto- und Motorradfahrern im Februar in Bangkok auf der Rama VI an einem illegalen Strassenrennen teilgenommen. Die Verurteilten müssen sich ständig bei ihren Bewährungshelfern melden, dürfen des Nachts keine Entertainment-Lokale aufsuchen und müssen ihren Urin auf Drogen untersuchen lassen. Darüber hinaus haben die Jugendlichen 48 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten. Bei dem Strassenrennen hatte die Polizei 16 frisierte Autos und 150 Motorräder sichergestellt.

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05.07.08 - Gewalt wirkt sich auf die Psyche der Bevölkerung aus

Die Anschläge in den südlichen Provinzen Yala, Narathiwat und Pattani haben erhebliche negative Auswirkungen auf die psychischen und mentalen Prozesse der Bewohner. Über das geänderte Verhalten der überwiegend moslemischen Einwohner berichtete jetzt der Direktor des Mental Health Centre der drei Provinzen, Dr. Petchdao Tomeena, auf der 2nd National Conference on Mental Health Crisis. Unter besonderem Stress ständen die Mitarbeiter der Gesundheitsdienste, Soldaten, Polizisten und Lehrer, die seit Jahren vorwiegend Opfer der Gewalt werden. Nach Angaben der Behörden hat es von Januar 2007 bis März dieses Jahres im Süden 1.400 Gewalttaten gegeben. Dabei wurden 740 Menschen getötet und 2.800 verletzt.

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05.07.08 - Theos wird im September in den Orbit geschossen

Thailands erster Beobachtungs-Satellit soll im September von Yahni in Russland aus in die Umlaufbahn gebracht werden. Der ursprüngliche Termin November 2007 konnte nicht eingehalten werden. Die thailändische Regierung hatte den Auftrag über 6,2 Milliarden Baht an das französische Unternehmen EADS Astrium vergeben. Das Thailand Earth Observation System, kurz Theos genannt, soll auch dazu genutzt werden, die Bevölkerung vor den Auswirkungen eines Unwetters oder anderer Naturkatastrophen rechtzeitig zu warnen.

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05.07.08 - Kochgas im Tank gefährdet Menschenleben

Das Energieministerium hat die Motorisierten vor dem Gebrauch von Kochgas gewarnt. Um Geld zu sparen, betanken Autofahrer ihre Wagen mit dem preiswerten Kochgas anstatt an Tankstellen mit Liquefied Petroleum Gas (LPG) vorzufahren. Der Gebrauch von Kochgas gefährde Menschenleben und könne bei einer Explosion zu erheblichen Sachschäden führen, heisst es im Ministerium.

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07.07.08 - Nok Air kürzt Gehälter, Maschinenpark und Flugplan

Die Aktionäre der Nok Air haben der Billigairline eine Radikalkur verordnet. Damit die vor vier Jahren gegründete Fluggesellschaft in die Gewinnzone fliegt und überleben kann, muss sie die Hälfte der zehn von der Thai Airways International (THAI) geleasten Flugzeuge zurückgeben, den Flugplan ausdünnen und die Gehälter ihrer besser verdienenden Mitarbeiter um 20 Prozent kürzen. Seit Juli letzten Jahres hat die Nok Air Verluste in Höhe von 114 Millionen Baht gemacht - wegen des hohen Ölpreises. Erschwerend kommt für das Unternehmen hinzu, dass Passagiere Monate vor dem Flug ein Ticket buchen und bezahlen, und wenn die Maschine abhebt, muss Nok Air für Kerosin mehr bezahlen als beim Buchungstag angenommen worden war. Das Problem steigender Spritpreise bringt Geschäftsführer Pattee Sarasin auf den Punkt: "Bei einem Preis von 160 Dollar für ein Barrel Öl kann Nok Air nicht überleben, bei 170 Dollar wäre es besser, wenn ich Nudeln verkaufen würde." Die THAI hält an der Billigairline 39 Prozent der Aktien.

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07.07.08 - Neue Tarife für Bangkoks Taxis

Obwohl die neuen Tarife für Bangkoks Taxifahrer Ende letzter Woche in Kraft traten, zahlen zahlreiche Fahrgäste nach wie vor die alten. Der Grund: Die Umstellung der Taxameter braucht seine Zeit, auch weil nicht ausreichend Ersatzteile zur Verfügung stehen. Die Fahrgäste haben jetzt durchschnittlich 12 bis 14 Prozent mehr zu zahlen. Der Grundpreis von 35 Baht gilt für den ersten Kilometer (bisher für die ersten beiden). Die weiteren Tarife: 2. bis 12. Kilometer 5 Baht je Kilometer, 12. bis 20. 5,50 Baht, 20. bis 40. 6 Baht, 40. bis 60. 6,50 Baht, 60. bis 80. 7,50 Baht und ab 80. Kilometer 8,50 Baht für jeden weiteren Kilometer.

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07.07.08 - Thailand schiebt weitere Hmong ab

Trotz anhaltender internationaler Proteste setzt Thailand die Repratriierung der Hmong fort. Am kommenden Donnerstag sollen weitere 215 Frauen und Männer dieser ethnischen Minderheit auf der Freundschaftsbrücke in Nong Khai den laotischen Behörden übergeben werden. Nach der Rückführung von 837 Hmongs am 23. Juni hatten sich mehrere Staaten und internationale Organisationen besorgt über das Schicksal der aus Laos geflüchteten Menschen geäussert. In der Provinz Phetchabun leben mehrere tausend Hmong in Lagern. Die Hmong hatten während des Vietnamkriegs auf Seiten der Amerikaner gekämpft und waren nach dem Kriegsende vor dem kommunistischen Pathet-Lao-Regime nach Thailand geflohen. Die Regierung in Bangkok geht davon aus, dass die meisten Hmong illegal das Land betreten und thailändisches Recht verletzt haben.

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08.07.08 - Preah Vihear zum Weltkulturerbe erklärt

Die Unesco hat den Khmer-Tempel Preah Vihear zum Weltkulturerbe erklärt. Damit folgte der für die Anerkennung zuständige Ausschuss der Vereinten Nationen auf seiner Tagung in Quebec (Kanada) einem Antrag Kambodschas. Thailand scheiterte mit der Bitte, die Entscheidung zu vertagen. Der Ausschuss entschied, der Antrag sei bereits vor einem Jahr zurückgestellt worden und könne jetzt trotz der von Thailand vorgebrachten Bedenken angenommen werden. Thailands Regierung hatte dem Vorhaben Kambodschas im Vormonat zugestimmt. Doch wenige Tage später hatte ein Verwaltungsgericht entschieden, die Regierung müsse ihre Entscheidung ruhen lassen. Die Tempel-Ruinen Preah Vihear befinden sich auf kambodschanischem Gebiet, sind aber nur von Thailand aus zu erreichen. Seit Jahrzehnten streiten sich beide Länder um dieses Khmer-Heiligtum und um die Grenzziehung. Gegenwärtig gibt es weltweit über 850 von der Unesco anerkannte Welterbetitel, die sich in 140 Ländern befinden. Diese Staaten haben sich verpflichtet, ihr Kultur- oder Naturerbe zu schützen und zu erhalten.

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08.07.08 - Tsunami-Alarm: Sirenen heulten nicht laut genug

Der weitläufige Tsunami-Alarm im Süden Thailands hat einmal mehr gezeigt, dass die in den letzten Jahren entlang der Küste aufgestellten Sirenen nicht einwandfrei funktionieren. Am Montag um 9.20 Uhr hatte das National Disaster Warning Centre mit Sitz in Bangkok in den Provinzen Ranong, Phang Nga, Phuket, Trang, Satun und Krabi den Alarm ausgelöst. Auf diesem vor Jahren vom Tsunami verwüsteten Küstenabschnitt stehen 79 Alarmtürme. Bevölkerung und Touristen waren aufgerufen worden, höher gelegenes Gelände aufzusuchen. Sirenen versagten besonders in den Provinzen Trang und Ranong. Sie heulten nicht laut genug, so dass ein Grossteil der Bürger den Alarm verpasste. Nach der Übung kündigte der stellvertretende Ministerpräsident Suvit Khunkitti an, die Regierung wolle in den sechs Provinzen innerhalb eines Jahres weitere 144 Alarmtürme installieren.

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08.07.08 - Die ersten Züge überqueren die laotische Grenze

Die ersten aus Bangkok kommenden Züge überqueren auf der Freundschaftsbrücke am Mekong in Nordostthailand die Grenze und halten im laotischen Bahnhof Thanaleng. Nach Fertigstellung der 3,5 Kilometer langen Eisenbahnstrecke zwischen Nong Khai und Thanaleng können Fahrgäste den Express Bangkok-Nong Khai bis zur Station Thanaleng nutzen. Vorerst ohne Ticket. Offiziell soll der Fahrbetrieb in einigen Wochen aufgenommen werden. Die neue Eisenbahnverbindung soll den Handel und Tourismus der beiden am Mekong liegenden Länder fördern. Geplant ist eine Erweiterung der Strecke bis zur laotischen Hauptstadt Vientiane.

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08.07.08 - Bei der TUI wird Thailand-Urlaub teurer

Weltweit steigende Energie- und Lebensmittelkosten haben in den meisten Zielgebieten der TUI zu höheren Einkaufspreisen für Flug-, Hotel- und Transferleistungen geführt. Bei der Vorstellung der neuen Winterprogramme sagte TUI-Deutschland-Chef Dr. Volker Böttcher: "Die Preissteigerungen fallen moderat aus." Teurer werden im Winterhalbjahr auch Reisen nach Thailand. In diesem Sommer haben beim deutschen Reiseveranstalter neben Thailand auch die Fernziele Dominikanische Republik, Mexiko und Südafrika an Boden verloren.

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10.07.08 - Regierung steht vor einem Scherbenhaufen

Thailand schlittert von einer Krise in die nächste. Weder die Regierung, das Parlament noch der Senat, sondern Gerichte bestimmen derzeit die Tagespolitik. Der Oberste Gerichtshof hat den ehemaligen Parlamentssprecher Yongyuth Tiyapairat des Wahlbetrugs überführt und ihn fünf Jahre aus der Politik verbannt. Der stellvertretende Vorsitzende der Regierungspartei People Power (PPP) hatte mehreren Dorfvorsitzenden in der Provinz Chiang Rai Geld angeboten, wenn sie seine Schwester bei den Parlamentswahlen im letzten Dezember zum Sieg verhelfen würden.

Der Richterspruch kann weit reichende Folgen haben. Nach der Verfassung darf das Gericht eine Partei auflösen, deren führendes Mitglied wegen Wahlbetrugs verurteilt wurde. Zudem können die Richter alle Vorstandsmitglieder dazu verurteilen, ihre Mandate nieder zu legen und sich fünf Jahre jeder politischen Tätigkeit zu enthalten. Somit droht der PPP die Auflösung.

Das Verfassungsgericht hat entscheiden, dass der angeklagte Aussenminister Noppadon Pattana am 18. Juni mit seiner Unterschrift unter der Vereinbarung zwischen Thailand und Kambodscha über den Antrag zur Aufnahme des Hindu-Tempels Preah Vihear in die Liste des Weltkulturerbes die Verfassung verletzt hat. Der Paragraf 190 schreibt vor, dass internationale Verträge, die die thailändische Gesellschaft, die Wirtschaft oder die Integrität der Grenzen berühren, der Zustimmung des Parlaments bedürfen.

Ein weiteres Urteil des Verfassungsgerichts betrifft Gesundheitsminister Chaiya Sasomsab. Er hatte nach seiner Ernennung bei der Angabe der Vermögensverhältnisse seiner Familie ein fünfprozentiges Aktienpaket seiner Frau an einem privaten Unternehmen nicht aufgeführt. Damit hatte der Politiker gegen die Verfassung verstossen und musste jetzt sein Amt niederlegen.

Nach den Gerichtsurteilen steht Ministerpräsident Samak Sundaravej unter erheblichem Druck. Politische Beobachter sehen für den Regierungschef mehrere Optionen: Er kann das Parlament auflösen und Neuwahlen ansetzen, zurücktreten oder sein Kabinett umbilden. Die Demokraten als einzige Opposition im Parlament und eine Gruppe von Senatoren haben ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Premierminister und sein Kabinett angekündigt.

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01.07.08 - Behörde regelt Umrüstung von Autos auf Flüssiggas

Landesweit stehen Autofahrer vor den Werkstätten Schlange, um ihren Wagen auf Flüssiggas (LPG) umzurüsten. Bisher laufen die Arbeiten ohne Regelungen oder Kontrollen ab. Das will das Land Transport Department umgehend ändern, zumal es in den letzten Monaten zu mehreren Explosionen gekommen war. Geplant sind folgende Vorschriften: Fahrzeugbesitzer müssen die Änderungen an ihrem Motor innerhalb von 15 oder aber 30 Tagen dem Strassenverkehrsamt melden. Besitzer von Kfz-Werkstätten müssen bei der Umrüstung Fachleute (Ingenieuren) einsetzen. Untersagt wird die Umrüstung von Motorrädern auf Gas. Modifizierte Motorräder, so das Land Transport Department, könnten schwere Unfälle verursachen und Menschenleben gefährden. Wer gegen das neue Gesetz verstösst, soll ein Bussgeld von 2.000 Baht zahlen oder dazu verurteilt werden, den Motor seines Fahrzeugs wieder in den alten Zustand umzurüsten. In Thailand fahren bereits über eine Million Autos mit Flüssiggas.

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10.07.08 - Ehemalige Ministerpräsidenten sagten vor Gericht aus

In dem Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Premierminister Thaksin Shinawatra haben die früheren Ministerpräsidenten Banharn Silpa-archa und Chuan Leekpai ausgesagt, während ihrer Regierungszeit hätte der Premierminister keinen direkten Einfluss auf den Financial Institutions Development Fund (FIDF) gehabt. Der FIDF habe dem Finanzminister unterstanden, dieser bekomme allerdings seine Anweisungen vom Regierungschef. Dem 58-jährigen Thaksin Shinawatra und seiner Frau Potjaman werden Korruption und Bereicherung vorgeworfen. Vor dem Obersten Gerichtshof in Bangkok wird ein Immobiliendeal aufgerollt. Potjaman Shinawatra hat im Jahr 2003 von dem FIDF ein 33 Rai grosses Gelände an der Ratchadapisek Road in Bangkok für 772 Millionen Baht erstanden, während dies mit dem Dreifachen des Preises veranschlagt war. Der Vorwurf geht dahin, Thaksin Shinawatra habe bei dem Kauf seine Hände im Spiel gehabt und Einfluss auf die Entscheidung der staatlichen Institution genommen. Der gestürzte Ministerpräsident hatte die ehemaligen Premierminister als Zeugen benannt. Bei einem Schuldspruch muss Thaksin mit bis zu 13 Jahren Haft rechnen. Das Verfahren wird am 15. Juli fortgesetzt.

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11.07.08 - Aussenminister Noppadon trat zurück

Nach seiner Rückkehr aus Kanada von der Tagung des Weltkulturerbe-Ausschusses der Unesco hat Aussenminister Noppadon Pattana noch auf dem Flughafen Suvarnabhumi seinen Rücktritt erklärt. Das Verfassungsgericht hatte den Politiker wegen seiner Unterschrift unter der Vereinbarung mit Kambodscha über den Antrag zur Aufnahme der Khmer-Ruinen Preah Vihear als Weltkulturerbe verurteilt. Die Richter entschieden, Noppadon Pattana habe die Verfassung verletzt. Der frühere Rechtsanwalt des gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra sagte vor den Medien, er habe nichts falsch gemacht. Die Zukunft werde zeigen, dass er mit seiner Unterschrift thailändisches Gebiet und das Land geschützt habe.

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11.07.08 - Premierminister bildet sein Kabinett um

Vor Vertretern der Koalitionsparteien hat Premierminister Samak Sundaravej eine umfassende Umbildung seines Kabinetts angekündigt. Er schloss eine Auflösung des Parlaments und vorgezogene Neuwahlen ebenso aus wie seinen Rücktritt. Der Ministerpräsident verfolgt weiterhin das Ziel, die im Vorjahr von den Militärs initiierte und vom Volk per Referendum gebilligte Verfassung zu ändern. Knackpunkt ist ein Paragraf, nach dem eine Partei aufgelöst und seine Vorstandsmitglieder mit einem fünfjährigen Politikverbot belegt werden können, wenn einem führenden Parteimitglied eine schwere Verletzung des Wahlgesetzes nachgewiesen werden kann.

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11.07.08 - Frauen wird Menschenhandel vorgeworfen

In Pattaya und Rayong hat die Polizei drei seit langem gesuchte Frauen festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Frauen nach Südafrika in die Prostitution verkauft zu haben. Im Dezember 2006 war eine Thai aus ihrer Bar in Johannesburg geflohen und hatte ihre Botschaft um Hilfe gebeten. Sie sagte vor den Behörden aus, ihr sei in Südafrika ein einträglicher Job versprochen worden. Dort angekommen, habe sie als Prostituierte in einer Bar arbeiten müssen. Zwei Monate lang, bis zu ihrer Flucht, habe sie das Gebäude nicht verlassen dürfen.

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11.07.08 - Koreaner wollte Langhals-Frauen "ausstellen"

Ein koreanischer Geschäftsmann soll einen Mitarbeiter der Provinzverwaltung Mae Hong Son mit drei Millionen Baht bestochen und aus Burma geflüchtete Padaung-Frauen in den Süden gebracht haben. Dort sollen die Langhals-Frauen als touristische Attraktion vermarktet werden - wie das seit Wochen auch in Sattahip in der Nähe Pattayas geschieht. Die Frauen gehören der ethnischen Minderheit der Karenni an und sind bekannt für ihren mit Hilfe von Messingringen künstlich verlängerten Hals. Ein Sprecher der Karenni sagte, Armut habe die elf aus ihrem Flüchtlingsdorf vertrieben. Jede Familie erhalte im Monat nur 1.500 Baht. Die sieben Erwachsenen und vier Kinder hätten beim Koreaner auf ein besseres Leben gehofft. Aus Burma geflohene Karenni dürfen sich aus dem ihnen zugewiesenen Dorf nicht entfernen. Ansonsten verlieren sie ihren Flüchtlingsstatus.

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14.07.08 - Hinterbliebene klagen gegen thailändische Airlines

Familien der am 16. September 2007 beim Flugzeugunglück auf der Ferieninsel Phuket getöteten Passagiere wollen in den USA über amerikanische Fachanwälte auf Schadenersatz in Höhe von 400 Millionen Dollar klagen. Das in Prozessen nach Luftfahrtkatastrophen weltweit erfahrene Rechtsanwaltsbüro Ribbeck Law Chartered mit Sitz in Chicago will insgesamt 70 Klagen einreichen. Sie richten sich u.a. gegen die Fluggesellschaft Orient Thai Airlines und ihre Tochtergesellschaft One-Two-Go und den Flugzeughersteller Boeing. In Thailand soll der Vorstandsvorsitzende und Gründer der beiden Fluggesellschaften vor Gericht gestellt werden. Eine MG-82 der Billigairline One-Two-Go war im Vorjahr bei schlechtem Wetter von der Piste abgekommen, gegen eine Böschung geprallt, auseinander gebrochen und in Flammen aufgegangen. 90 Insassen überlebten die Katastrophe nicht, 40 erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

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14.07.08 - Analysten geben der Regierung noch ein halbes Jahr

In Thailand werden Wetten angenommen, wann die Regierung das Handtuch werfen muss. Die meisten Analysten geben dem Kabinett unter Premierminister Samak Sundaravej noch ein halbes Jahr. So lange soll es dauern, bis das Verfassungsgericht über eine Auflösung der Partei des Regierungschefs, der People Power Party (PPP), entschieden hat. In wenigen Monaten wird bereits ein Gerichtsbeschluss über ein Verbot der beiden Regierungsparteien Chart Thai und Matchimathipataya erwartet. Weil führende Mitglieder dieser drei Parteien von Gerichten des Wahlbetrugs überführt wurden, kann das Verfassungsgericht nach der Verfassung aus dem Jahr 2007 eine Auflösung der Parteien beschliessen und die Vorstandsmitglieder fünf Jahre aus der Politik verbannen. Politische Beobachter sehen in der von Samak Sundaravej angekündigten Umbildung des Kabinetts keine Überlebenschance. Die von der Regierung weiter verfolgte Änderung der neuen Verfassung werde zu weiteren Demonstrationen und landesweit zu heftigen Protesten führen. Besser wäre: Samak Sundaravej löst das Parlament auf, schreibt Neuwahlen aus und zieht mit einer von ihm neu gebildeten Partei sowie unverbrauchten und nicht von Gerichten verfolgten Frauen und Männern in den Wahlkampf.

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14.07.08 - Räuber erbeutete 11,98 Millionen Baht

In nur zwei Minuten war ein maskierter und bewaffneter Räuber um 11,98 Millionen Baht reicher. Der Mann hatte in der Tiefgarage einer Filiale der Siam Commercial Bank (SCB) in der nördlichen Stadt Khon Kaen auf einen Geldtransporter gewartet. Als das Personal die Türen geöffnet hatten, um das im Wagen von zwei Verbrauchermärkten transportierte Geld in die Geschäftsstelle der SCB zu bringen, bedrohte der Räuber die Sicherheitsleute, griff nach den Beuteln mit Geld und feuerte Schüsse in die Luft ab. Auf einem Motorrad ohne Kennzeichen konnte der Mann unerkannt entkommen. Nach Angaben der Polizei hatte der Überfall gerade mal zwei Minuten gedauert.

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15.07.08 - Ranong zur Malaria-Zone erklärt

Die Gesundheitsbehörden haben die Provinz Ranong zur Malaria-Zone erklärt. Seit Anfang des Jahres wurden mit 1.464 Malaria-Infektionen wesentlich mehr registriert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Besonders betroffen ist der Distrikt Kra Buri, aus dem 76 Prozent aller Malaria-Fälle gemeldet wurden. Die Provinzverwaltung hat einen Notfallplan erarbeitet, um die Erkrankten mit Medikamenten zu versorgen. 57 Prozent sind Thais, 43 Prozent Burmesen, die in Ranong wohnen bzw. arbeiten.

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15.07.08 - Thaksin droht ein weiteres Gerichtsverfahren

Die Generalstaatsanwaltschaft hat gegen den ehemaligen Premierminister Thaksin Shinawatra ein weiteres Strafverfahren eingeleitet. Dem gestürzten Regierungschef wird vorgeworfen, während seiner Amtszeit dem von ihm gegründeten Shin-Konzern finanzielle Vorteile verschafft zu haben. Thaksin soll dafür gesorgt haben, dass der Mobilfunknetzbetreiber AIS, Tochtergesellschaft des Shin-Konzerns, Konzessionsabgaben in Verbrauchssteuer umwandeln konnte. Dadurch sollen den beiden staatlichen Kommunikationskonzernen TOT und CAT Einnahmen in Höhe von 6,6 Milliarden Baht entgangen sein. Der Oberste Gerichtshof will am 3. September entscheiden, ob die Klage angenommen wird.

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15.07.08 - Preiswerter Diesel aus Russland

Thailand will künftig von Russland monatlich 300.000 Liter Diesel beziehen. Dieser Kraftstoff minderwertiger Qualität soll Kooperativen im Land zur Verfügung gestellt werden. Der Sprit wird acht Baht unter dem Marktpreis an Landwirte, Transportunternehmen und Besitzer von Fischerbooten abgegeben. Das Energieministerium hat den russischen Kraftstoff untersuchen lassen mit dem Ergebnis: Der Diesel entspricht der Qualität dieses Sprits in Thailand vor fünf Jahren. Die ersten Tanker mit dem russischen Diesel sollen in etwa 60 Tagen in Thailand eintreffen. Der Billigsprit wird landesweit an 200 ausgesuchten Tankstellen erhältlich sein.

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15.07.08 - Gutscheine für einkommensschwache Familien

Die Regierung hat Details ihres Plans veröffentlicht, einkommensschwachen Familien den Kauf von Grundnahrungsmitteln zu erleichtern. Coupons sollen Familien, auch ältere Frauen und Männer, erhalten, deren Einkommen im Monat 6.000 Baht nicht übersteigt. Mit den Gutscheinen sollen sie in ausgewählten Geschäften auch Waren des alltäglichen Bedarfs wie Seife und Fischsosse erwerben. Die Demokratische Partei als einzige Opposition im Parlament hat das Vorhaben der Regierung scharf kritisiert. Die Demokraten befürchten bei der Ausgabe der Gutscheine einen massiven Missbrauch. Auf den Punkt gebracht: Das Geld werde auf dem Weg zu den bedürftigen Bürgern versickern.

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16.07.08 - Vergünstigungen für Geringverdiener

Um die Lebenshaltungskosten zu senken und die Wirtschaft anzukurbeln, hat die Regierung ein Hilfsprogramm beschlossen. Es wird 47 Milliarden Baht kosten und kommt vor allem einkommensschwache Familien zugute. Bereits zum 25. Juli senkt das Finanzministerium die Steuer für Kraftstoffe. Dadurch wird Gasohol 95 um 3,88 Baht je Liter und Diesel um 2,71 Baht je Liter preiswerter. Weitere Massnahmen gelten ab 1. August und vorerst ein halbes Jahr: Alle Haushalte, die im Monat weniger als 50 Kubikmeter Leitungswasser verbrauchen, bekommen keine Rechnung mehr. Eine ähnliche Vergünstigung gibt`s beim Strom: Bei einem Verbrauch unter 80 Einheiten monatlich zahlt der Staat, bei 81 bis 150 Einheiten im Monat muss nur die Hälfte bezahlt werden (die andere Hälfte trägt der Staat). Geringverdiener fahren kostenlos in 800 nicht klimatisierten Bussen und auf 73 Strecken der Bangkok Mass Transit Authority und müssen auch für eine Fahrt in der dritten Klasse der staatlichen Eisenbahn nicht zahlen. Zudem wurde der Preis für Kochgas eingefroren. Aufgegeben hat die Regierung den Plan, an einkommensschwache Familien und Senioren Gutscheine zum Kauf von Waren des täglichen Bedarfs auszugeben.

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16.07.08 - Verfassungsrichter attackiert die Regierung

Verfassungsrichter Jarun Pukditanakul hat die regierende Partei People Power (PPP) scharf kritisiert, weil sie trotz heftiger Proteste die erst Ende letzten Jahres in Kraft getretene Verfassung in einigen Punkten neu beschliessen will. Der ehemalige Staatssekretär im Justizministerium hält der Regierung entgegen, sie wolle das Gesetzeswerk zugunsten der PPP und weiterer Parteien ändern, denen die Auflösung drohe. Der Artikel 237 der Verfassung ermöglicht den Richtern, eine Partei zu verbieten, wenn führende Mitglieder des Wahlbetrugs überführt werden. Jarun Pukditanakul stellt die Frage: Dürfen auch Kriminelle das Strafgesetzbuch nach ihren Wünschen gestalten?

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16.07.08 - Anbau von Schlafmohn nimmt wieder zu

In Thailand wird wieder vermehrt Schlafmohn zur Herstellung von Opium angebaut. Das Office of the Narcotics Control Board (ONCB) gibt die Fläche mit 1.200 Rai gegenüber 700 im Jahr 2004 an. Mohn wächst auf Ackerflächen in 125 Dörfern in elf Provinzen, vornehmlich im gebirgigen Norden Thailands. Mitte der 80er Jahre nutzten Dorfbewohner noch rund 55.000 Rai für den Anbau von Schlafmohn.

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18.07.08 - Bilaterale Gespräche über Preah Vihear

Hochrangige Offiziere aus Thailand und Kambodscha treffen sich am kommenden Montag in der thailändischen Provinz Sa Kaeo mit dem Ziel, die Streitigkeiten um den Hundu-Tempel Preah Vihear beizulegen. Seit der Anerkennung der Khmer-Ruinen durch die Unesco als Weltkulturerbe hat sich die Lage an der Landesgrenze beider Staaten zugespitzt. Kambodschanische Truppen nahmen drei Thais fest, die auf ihrem Gebiet demonstrierten. Daraufhin hatten beide Länder ihre Armeeeinheiten verstärkt. Kambodscha wirft Thailand vor, Soldaten auf seinem Territorium stationiert zu haben. Thailand liegt seit Jahren mit Kambodscha im Grenzstreit und sieht das umstrittene 4,6 Quadratkilometer grosse Areal als sein Hoheitsgebiet an. Inzwischen haben thailändische Behörden ein zehn Kilometer breites Gelände um den Tempel zum Sperrbezirk erklärt. Der Tempel liegt auf kambodschanischem Gebiet, ist für Besucher aber nur von Thailand zu erreichen.

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18.07.08 - Aufständische verkünden Waffenruhe

Mitglieder der "Thailand United Southern Underground Group" (TUSU) haben eine Waffenruhe angekündigt. Die Aufständischen wollen in den seit viereinhalb Jahren von Gewalt beherrschten und überwiegend von Muslimen bewohnten Provinzen Pattani, Yala und Narathiwat ab sofort keine Angriffe und Überfälle mehr ausführen. Die TUSU spricht für elf Separatisten-Gruppen. Politiker und Militärs haben die Ankündigung mit Skepsis aufgenommen. Seit Januar 2004 sind im Süden Thailands mehr als 3.500 Menschen umgekommen.

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18.07.08 - Regierungschef will über zehn neue Minister ernennen

Auf über zehn Posten will Ministerpräsident Samak Sundaravej sein Kabinett ändern und so das Vertrauen der Thais in die Arbeit der Regierung wiedergewinnen. Das wäre ein Drittel der Minister. Allerdings soll das Kabinett nicht vor dem 28. Juli umgebildet werden. An diesem Tag entscheidet sich, ob drei weitere Minister sich wegen eines Lotterie-Skandals zur Regierungszeit des ehemaligen Premierministers Thaksin Shinawatra vor Gericht verantworten und ihre Ämter niederlegen müssen.

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18.07.08 - THAI will Treibstoffzuschlag nochmals anheben

Die Thai Airways International (THAI) will wegen der weiter gestiegenen Kosten für Kerosin den Treibstoffzuschlag erneut anheben. Die THAI hatte den Zuschlag erst im Juni um durchschnittlich 35 Prozent erhöht. Die Ausgaben für Kerosin machen inzwischen 40 Prozent der Operationskosten aus. Wegen der hohen Treibstoffpreise hat die Bangkok Airways ihre Expansionspläne auf Eis gelegt. Die private Fluggesellschaft wollte von ihrem Airport auf der Koh Samui Kuala Lumpur, Bali, Macau, Shanghai, Trat und Hua Hin anfliegen.

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21.07.08 - One-Two-Go stellt Flugbetrieb ein

Ab Dienstag dieser Woche bleiben die Flugzeuge der One-Two-Go am Boden. Ein Sprecher der Billigairline begründete die Entscheidung mit den extrem hohen Kerosinpreisen und der schwachen Sitzplatzauslastung. Das Zivile Luftfahrtamt hingegen hat mitgeteilt, sie hätte ein Flugverbot verhängt. Die von der Airline eingesetzten MD-80-Flugzeuge entsprächen nicht den Sicherheitsvorschriften. Eine Maschine dieses Typs war am 16. September letzten Jahres beim Landeanflug auf Phuket von der Piste abgekommen und in Flammen aufgegangen. 90 Insassen starben, 40 erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Die Luftfahrtbehörde macht einen Pilotenfehler für das Unglück verantwortlich. One-Two-Go will ab 15. September wieder durchstarten. Bis zu diesem Termin wird das Management den Betrieb von Grund auf umorganisieren. Die Tochtergesellschaft der Orient Thai war Thailands erster Discounter und hatte seinen Flugbetrieb im Dezember 2003 auf der Strecke Bangkok-Chiang Mai aufgenommen. Orient Thai setzt ausschliesslich Boeing 747 ein und wird weiter Passagiere befördern.

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21.07.08 - Im Süden wird weiter getötet

Die in der Vorwoche von Mitgliedern der "Thailand United Southern Underground Group" (TUSU) angekündigte Waffenruhe wird nicht eingehalten. Im Süden Thailands werden nach wie vor Menschen getötet. Während die TUSU 30 Tage um Geduld bittet, haben Thailands Medien die Videobotschaft der Gruppe als "Ente" bezeichnet. Sowohl die thailändische Armee als auch die Malay-Muslim-Separatisten haben sich von der Ankündigung distanziert. Hohe Offiziere sehen die Gruppe als nicht mehr aktiv an. Ein Sprecher der Patani United Liberation Organisation sagte, ihre für eine Autonomie der Provinzen Pattani, Yala und Narathiwat kämpfenden Aufständischen hätten keine Waffenruhe beschlossen.

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21.07.08 - Sicherheitsrat über Grenzverletzungen informiert

Kambodscha hat den UN-Sicherheitsrat in New York über Grenzverletzungen durch thailändisches Militär informiert. Zudem hat die Regierung in Phnom Penh Diplomaten der USA, aus China, Frankreich und Vietnam per Hubschrauber zum Hindu-Tempel Preah Vihear geflogen. Die Vertreter der Botschaften sollten sich ein Bild vom Truppenaufmarsch machen. Im Grenzgebiet an den Khmer-Ruinen stehen sich inzwischen 2.400 thailändische und 2.000 kambodschanische Soldaten gegenüber. Kambodscha wirft seinem Nachbarland vor, in das 4,6 Quadratkilometer grosse Gebiet am Tempel eingedrungen zu sein, das Thailand für sich reklamiert. Dort sollen sich 500 thailändische und kambodschanische Soldaten aufhalten. Heute will sich das Thai-Cambodian General Border Committee in der Nähe von Aranyaprathet mit dem Konflikt befassen. Die Delegationen werden vom thailändischen Armee-Befehlshaber General Boonsrang Niempradit und Kambodschas Verteidigungsminister Teah Banh angeführt. Offiziere haben verlauten lassen, es gehe bei diesen Gesprächen ausschliesslich um militärische Fragen, nicht um die umstrittene Grenzziehung oder den Hindu-Tempel.

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22.07.08 - Gespräche über Grenzstreit in der Sackgasse

Ohne Ergebnisse sind am Montag die Gespräche des Thai-Cambodian General Border Committee über den seit Wochen schwelenden Konflikt am Hindu-Tempel Preah Vihear verlaufen. Beide Länder wollen ihre Truppen nicht zurückziehen, sie aber auch nicht verstärken. Die Verhandlungen sollen Mitte August in Siem Reap in Kambodscha fortgesetzt werden. Thailand und Kambodscha legten auf der Sitzung des Ausschusses bei Aranyaprathet unterschiedliche Dokumente vor, die ihren Anspruch auf das umstrittene 4,6 Quadratmeterkilometer grosse Areal an den Khmer-Ruinen begründen soll. Auf der Aussenminister-Konferenz der Asean-Staaten in Singapur hat Thailand eine Vermittlerrolle der Association of Southeast Asian Nations abgelehnt. Vertreter des Königreichs machten deutlich, nur über bilaterale Gespräche könnte der Streit über die Grenzziehung und den Tempel beseitigt werden.

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22.07.08 - Steuersenkung für Sprit kommt gut an

Bei einer Umfrage von Suan Dusit Poll haben zwei Drittel der Interviewten das in der Vorwoche von der Regierung beschlossene Hilfsprogramm begrüsst. Besonders gut kommt die Steuersenkung für Sprit an. Bereits ab 25. Juli können Motorisierten ihre Fahrzeuge preiswerter betanken. Vom Konjunkturprogramm profitieren einkommensschwache Familien. Sie werden künftig weniger für Leitungswasser, Strom und den öffentlichen Personennahverkehr ausgeben. Nach Berechnungen der Regierung sollen Haushalte im Monat rund 1.000 Baht einsparen. Kritiker des Hilfsprogramms weisen darauf hin, dass die Massnahmen nur ein halbes Jahr gelten, somit nur vorübergehend eine finanzielle Entlastung bringen und die Subvention von Sprit nicht zum Sparen anhält.

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22.07.08 - Im ersten Halbjahr 9,1 Prozent mehr Fluggäste

Im Jahresvergleich um nur knapp 3,9 Prozent haben im Juni die Passagierzahlen auf den sechs von der Airports of Thailand (AoT) betriebenen Flughäfen zugelegt. Die AoT begründet die gegenüber den Vormonaten geringe Steigerung mit den höheren Ticketpreisen der Airlines und dem eingeschränkten Flugbetrieb in der touristischen Nebensaison. Im Monat Mai hatte der Betreiber ein Plus von 8,9 Prozent notiert. Im ersten Halbjahr bewältigten die internationalen Flughäfen 30,35 Millionen Passagiere, im Jahresvergleich eine Zunahme von 9,11 Prozent. Bangkoks Airport Suvarnabhumi meldet für das erste Halbjahr bei den internationalen Fluggästen mit 17,57 Millionen ein Plus von 8,2 Prozent, bei den Inlandsflügen ging die Zahl der Passagiere allerdings mit 3,64 Millionen um 20,2 Prozent zurück. Die AoT ist verantwortlich für die Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang in Bangkok, Phuket, Chiang Mai, Chiang Rai und Hat Yai.

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22.07.08 - Acht Piloten vom Dienst suspendiert

Die Zivile Luftfahrtbehörde will gegen die Billigairline One-Two-Go und neun ihrer Piloten Strafanzeige erstatten. Nach Angaben der Behörden sollen die Piloten, sieben ausländische und zwei thailändische, über ihre Kenntnisse, Maschinen vom Typ MD 80 zu steuern, falsche Angaben gemacht haben. Die Piloten waren bereits am 8. Juli vom Dienst suspendiert worden. Die Luftfahrtbehörde hat der Fluggesellschaft eine Frist von 30 Tagen eingeräumt, alle Auflagen zu erfüllen und Sicherheitsstandards einzuhalten. Weil der Billigairline die Fluggenehmigung entzogen wurde, bleiben die Maschinen der One-Two-Go ab heute am Boden.

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24.07.08 - Samak: Tempel-Streit nach den Wahlen beilegen

Premierminister Samak Sundaravej ist zuversichtlich, dass der Streit zwischen Thailand und Kambodscha um das Tempelgebiet Preah Vihear nach den im Nachbarland für Sonntag angesetzten Parlamentswahlen beigelegt werden kann. Der Regierungschef sieht nach den Wahlen einen grösseren Spielraum für einen positiven Ausgang von Verhandlungen. Samak spielte mit dieser Einschätzung auf eine Erklärung des kambodschanischen Ministerpräsidenten Hun Sen an. Dieser hatte Thailand ungerechtfertigte Aggression vorgeworfen. Mit dem Einmarsch von Truppen in das umstrittene Gebiet am Hindu-Tempel hätte Thailand den Frieden in der Region gefährdet. Während Kambodscha den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eingeschalten hat, hat Thailand nochmals erklärt, der Streit könne nicht in diesem Gremium, sondern nur in bilateralen Gesprächen ausgeräumt werden.

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24.07.08 - Handel und Tourismus brachen ein

Der Streit um das Tempelgelände Preah Vihear hat Handel und Tourismus zwischen Thailand und Kambodscha schwer getroffen. Die Zahl der Thais, die den Khmer-Tempel Angkor Wat in Kambodscha besuchen, ist um 80 Prozent zurückgegangen. Gruppenreisen finden derzeit überhaupt nicht mehr statt. Auch Kambodschaner bleiben zu Hause. Nach Angaben der Behörden ist die Zahl von Kambodschaner, die den Markt im thailändischen Aranyaprathet besuchen, um 40 Prozent gesunken.

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24.07.08 - 900 Dörfer erhalten jeweils eine Million Baht

Die Regierung hat weitere 900 Millionen Baht für den so genannten Village-Fonds bereitgestellt. Das Geld geht in 900 Dörfer. Mit den Finanzspritzen sollen Arbeitsplätze geschaffen und die Wirtschaft in den ländlichen Gebieten angekurbelt werden. Im Februar hatte das Kabinett bereits 1,38 Milliarden Baht für den Fonds bewilligt. Weitere Gelder für die restlichen Dörfer sollen schon bald verteilt werden.

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25.07.08 - Ein Toter und 17 Verletzte bei Demonstration

Bei einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung wurde in Udon Thani ein Mann getötet. 17 weitere Menschen erlitten Verletzungen. 700 mit Messern, Äxten, Macheten sowie mit metallenen und hölzernen Stangen bewaffnete Mitglieder einer regierungsfreundlichen Gruppe namens "Wir lieben Udon" griffen 150 Demonstranten der People`s Alliance for Democracy (PAD) an. Der getötete Mann war Mitglied des Sicherheitsdienstes der PAD. Die Demonstranten werfen der mit 450 Beamten angetretenen Polizei vor, nicht eingegriffen zu haben.

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25.07.08 - Montag weitere Gespräche über den Grenzkonflikt

Thailands Ministerpräsident Samak Sundaravej und der kambodschanische Regierungschef Hun Sen haben sich bei einem Spitzengespräch auf die Fortsetzung der Verhandlungen über ein Ende des Grenzstreits um das Tempelgelände Preah Vihear geeinigt. Bereits am Montag wollen sich die Aussenminister beider Staaten treffen. In Phnom Penh hiess es zudem, die Regierung habe ihren Antrag für eine Sondersitzung des Weltsicherheitsrates zurückgezogen.

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25.07.08 - Song-Thaew-Fahrer wollen streiken

Bangkoks Song-Thaew-Fahrer drohen mit Streik. Die Betreiber haben wegen der hohen Kraftstoffpreise eine Anhebung ihrer Fahrpreise von derzeit 6,59 Baht auf 8 bis 10 Baht gefordert. Ein Sprecher der kleinen Taxis, die vornehmlich in schmaleren Strassen der Hauptstadt verkehren, sagte, die Fahrer würden pro Tag von rund 200 Fahrgästen etwa 1.300 Baht einnehmen. Sie müssten aber bis zu 1.200 Baht für Diesel-Sprit zahlen. Die bisherige Gebühr von 6,50 Baht basierte auf einen Dieselpreis von 30 Baht je Liter. Heute kostet dieser Kraftstoff 42 Baht. Die Song-Thaew-Fahrer drohen, bei ihrem Streik in Kolonnen zu fahren und so den Strassenverkehr massiv zu behindern. Die Transportbehörde hält den Taxifahrern entgegen, sie sollten ihre Fahrzeuge auf das preiswertere Gas umrüsten.

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25.07.08 - Neue Kabinettsliste ist geschrieben

Anfang kommender Woche will Ministerpräsident Samak Sundaravej sein umgebildetes Kabinett vorstellen. Die Liste ist fertig und wird in wenigen Tagen dem König zur Genehmigung vorgelegt. Der Regierungschef hatte angekündigt, über zehn neue Minister zu benennen. Die Neubildung des Kabinetts wurde erforderlich, weil mehrere Minister durch Gerichtsbeschluss ihr Amt verloren haben.

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28.07.08 - Neuer Aussenminister führt Gespräche über Grenzstreit

Der am Samstag zum neuen Aussenminister ernannte Tej Bunnag wird heute die thailändische Delegation bei den Schlichtungsgesprächen zum Streit um das Gelände am Hindu-Tempel Preah Vihear anführen. Auf der kambodschanischen Seite wird beim Treffen in Siem Reap Aussenminister Hor Namhong sitzen. Ein Sprecher des thailändischen Aussenministeriums sagte, die Gespräche sollten auf der Grundlage der guten nachbarschaftlichen Beziehungen geführt werden. Thailand hofft, dass Kambodscha nach den Parlamentswahlen am Sonntag sich kompromissbereiter zeigt. Die erste Gesprächsrunde in Aranyaprathet war ergebnislos verlaufen. In den letzten Wochen hatten beide Länder die Zahl ihrer Truppen im Grenzgebiet stark erhöht. Mittlerweile sind dort rund 4.000 Soldaten stationiert.

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28.07.08 - Bangkok Airways streicht Flüge ins Ausland

Wegen des hohen Kerosinpreises und einer zu geringen Sitzplatzauslastung zieht die Bangkok Airways die Notbremse. Obwohl das Unternehmen nach eigenen Angaben weiter Gewinne einfliegt, werden vorsorglich drei internationale Routen gestrichen: Bangkok-Fukuoka (ab 1. Oktober), Bangkok-Shenzhen (ab 15. August) und Siem Reap-Hong Kong (ab 15. August). Die letztgenannte Strecke bedient die kambodschanische Schwestergesellschaft der privaten Airline, die Siem Reap Airways. Auf der Route Bangkok-Hiroshima fällt ab 1. Oktober einer der bisher drei wöchentlichen Flüge aus. Die 18 Maschinen der Bangkok Airways starten täglich über 100 Mal. 35 Prozent der Verbindungen gehen ins Ausland.

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28.07.08 - Höherer Kredit für Bau der Eisenbahnlinie

Der Bau eines Schienenstrangs von Bang Yai in der Provinz Nonthaburi über Bang Sue und Ratchaburana in Bangkok bis nach Thonburi ist finanziell gesichert. Die Japan Bank of International Cooperation (JBIC) hat ihre Kreditzusage über 32 Milliarden Baht um bis zu 5 Milliarden aufgestockt. Wegen steigender Kosten für Baumaterialien verteuert sich das Projekt erheblich. Die JBIC wird ein weiteres Darlehen über 80 Milliarden Baht für die Eisenbahnlinie von Rangsit in Pathum Thani bis nach Bang Sue im Norden der Hauptstadt zur Verfügung stellen.

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29.07.08 - Truppen werden aus umstrittenem Gebiet abgezogen

Thailand und Kambodscha haben sich am Montag bei den Schlichtungsgesprächen darauf geeinigt, die im umstrittenen Grenzgebiet am Hindu-Tempel Preah Vihear stationierten Soldaten so bald wie möglich abzuziehen. Zwölf Stunden verhandelten die Delegationen beider Länder in Siem Reap. Sie einigten sich weiter darauf, keine Gewalt anzuwenden, über die Grenzziehung zu verhandeln und das Areal an den 900 Jahre alten Khmer-Ruinen von Landminen zu säubern. Kambodschas Aussenminister Hor Namhong zog nach den Gesprächen eine positive Bilanz: "Das Treffen war ein Erfolg."

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29.07.08 - Lastwagenfahrer von einem Stein getroffen

Erneut ist ein Autofahrer von einem Stein getroffen und erheblich verletzt worden. Unbekannte hatten nachts in der Provinz Ayutthaya einen Stein auf einen Lastwagen geworfen. Der 32-jährige Fahrer wurde am linken Auge getroffen und musste im Krankenhaus behandelt werden. Nachdem sich ähnliche Vorfälle in drei weiteren Distrikten der Provinz ereignet haben, sieht Gouverneur Preecha Kamonbutr die öffentliche Sicherheit gefährdet. Der Verwaltungschef macht für die Unglücke jugendliche Banden verantwortlich.

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29.07.08 - Bangkok will mehr Touristen anlocken

Die Auszeichnung Bangkoks als weltweit bestes Reiseziel nimmt die Stadtverwaltung zum Anlass, über gezielte Kampagnen weitere Touristen in die thailändische Hauptstadt zu holen. Leser des amerikanischen Magazins "Travel & Leisure" hatten kürzlich Bangkok zur führenden Stadt gewählt. Das Magazin erscheint monatlich in einer Auflage von 900.000. Bangkok will die Gunst der Stunde nutzen und mit seiner reichhaltigen Kultur, dem Fluss Chao Phraya, den vielfältigen Einkaufszentren, dem bizarren Nachtleben und seinen schmackhaften Speisen werben.

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29.07.08 - Geringere private Investitionen

Private Investitionen blieben im ersten Halbjahr weit hinter den Erwartungen zurück. Das Board of Investment (BoI) meldet für privilegierte Projekte 300 Milliarden Baht gegenüber prognostizierten 600 Milliarden. Als Gründe für das geringere Interesse werden die hohe Inflation, die schwächelnde Konjunktur, die Finanzkrise in den USA, rapide gestiegene Ölpreise und die schwache Baht-Währung genannt. Nach Einschätzung des BoI sind ausländische Unternehmen, vor allem aus China, aber weiterhin an Investitionen in Thailand stark interessiert.

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31.07.08 - Puea Pandin will Regierungskoalition verlassen

Mit der Puea Pandin will eine der kleineren Parteien die Regierungskoalition verlassen. Vorsitzender Suwit Khunkitti sagte in Bangkok, die Partei sei mit der Regierungspolitik und der Haltung anderer Gruppierungen unzufrieden. Als Streitpunkte nannte er die von Ministerpräsident Samak Sundaravej geplante Änderung der Verfassung, die Rolle des Kabinetts im Grenzstreit um das Tempelgelände Preah Vihear und die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Kritikern und Anhängern der Regierung. Mehrere Mitglieder der Partei haben ihrem Vorsitzenden widersprochen und angekündigt, sie würden weiterhin die Regierung unterstützen. Puea Pandin hat im 316-köpfigen Parlament 24 Sitze und stellt fünf Kabinettsmitglieder. An der Regierung beteiligt sind weiterhin die fünf Parteien People Power, Chart Thai, Ruam Jai Thai Chart Pattana, Matchimathipataya und Pracharaj.

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31.07.08 - Thais schmücken sich mit Schweizer Uhren

Sowohl als Urlauber in der Schweiz als auch in ihrem Heimatland leisten sich Thais mit Freude Schweizer Uhren. Unter den Touristen nehmen Thais einen Platz unter den ersten fünf Käufernationen von Luxus-Zeitmessern ein. Und in Thailand wurden nach Angaben der Federation of the Swiss Watch Industry im ersten Halbjahr Uhren im Wert von 4,41 Milliarden Baht abgesetzt. Das war im Jahresvergleich ein Zuwachs von 22 Prozent. Damit steht das Königreich unter den Importländern auf Platz 14. Die schwächelnde Konjunktur und die hohe Inflation halten Thais nicht vom Erwerb einer teuren Uhr aus Schweizer Fabrikation ab.

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31.07.08 - Kongresszentrum für Chiang Mai

Für den Bau eines Kongresszentrums in der nördlichen Provinzhauptstadt Chiang Mai hat die Regierung 2,21 Milliarden Baht bewilligt. Das Bauvorhaben soll in drei Jahren eingeweiht werden. Damit der Staatshaushalt nicht über Gebühr belastet wird, wird für das Tagungs- und Messezentrum ein privater Betreiber gesucht. Über den Mietbetrag soll die Investition wieder zurückfliessen.

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