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Letzte Aktualisierung: 30.04.2010
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01-04-10 - Tourismusindustrie fordert ein Ende der Demos

Mehr als 1.000 Vertreter der Tourismusindustrie wollen am Freitag ein Ende der Demonstrationen der „Rothemden“ fordern. In Bangkok findet der Protest am Denkmal des Königs Rama VI. statt, weitere Demonstrationen sind in den Touristenzentren Chiang Mai, Phuket, Krabi und Pattaya geplant. Die Federation of Thai Tourism Associations (FETTA) erwartet, dass Regierung und “United Front for Democracy against Dictatorship” (UDD) ihre politischen Differenzen beilegen. Ein Sprecher der FETTA sagte: „Die Rothemden müssen ihre Proteste umgehend einstellen, die Tourismusindustrie hat bereits zehn Milliarden Baht verloren.“ Von der Regierung erwartet die Tourismusbranche, dass sie die Gesetze durchsetzt und landesweit den Frieden wieder herstellt.

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01-04-10 - UDD warnt vor Einsatz von Soldaten

Einmal mehr kündigt die außerparlamentarische Opposition die bisher größte Demonstration an. Aus allen Landesteilen sollen am kommenden Samstag Regierungsgegner nach Bangkok kommen. Die „Rothemden“ drängen nach wie vor auf eine umgehende Auflösung des Parlaments. Dann, so einer ihrer Anführer, sei die “United Front for Democracy against Dictatorship” (UDD) bereit, weiter mit der Regierung zu verhandeln und den politischen Streit zu beenden. Die „Rothemden“ warnen nachdrücklich davor, am Samstag bei der Großdemo in Bangkok gegen UDD-Anhänger Soldaten einzusetzen.
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01-04-10 - Air Berlin kürzt Thailand-Flugplan

Um etwa 40 Prozent verringert Air Berlin ab 2. Mai ihr Sitzplatzangebot auf den Strecken von Deutschland nach Thailand. Die Geschäftsführung begründet die Streichung von Flügen in der Nebensaison mit einem Rückgang der Buchungen. Ab Mai wird Air Berlin nur noch acht Mal in der Woche nach Thailand starten, derzeit sind es 13 Verbindungen. Bangkok-München und Phuket-Berlin werden bis zum Winter ganz gestrichen. Künftig wird die Airline in der Woche viermal von Düsseldorf nach Bangkok, dreimal von Berlin nach Bangkok und einmal von Phuket nach München starten.

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02-04-10 - Bangkok auf Massendemo vorbereitet

Der stellvertretende Ministerpräsident Suthep Thaugsuban glaubt weiter an eine dritte Gesprächsrunde zwischen Regierung und außerparlamentarischer Opposition. Nur so könne der politische Zwist begraben werden. Beide Seiten sollten das Wohl des Landes und nicht ihre eigenen Interessen in den Vordergrund stellen, sagte er in Bangkok. Suthep Thaugsuban ist für den Bereich Sicherheit verantwortlich und wird am Samstag die angekündigte Massendemonstration der „Rothemden“ aufmerksam verfolgen. Bangkok sei darauf vorbereitet, so der Minister. Vorsorglich lässt die Regierung 45 Kompanien der Polizei ausrücken. Darüber hinaus stehen im Großraum Bangkok Zehntausende Soldaten bereit.
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02-04-10 - Vergossenes Blut mit HIV und Hepatitis infiziert

Für Empörung unter den „Rothemden“ hat eine Nachricht gesorgt, nach der das Blut, das am 16. und 17. März vor dem Regierungssitz und Haus des Ministerpräsidenten vergossen worden war, teilweise infiziert und mit Blut von Schweinen versetzt war. Mediziner haben in Blutproben HIV sowie Hepatitis B und C festgestellt. Mitte letzten Monats hatten Tausende Demonstranten Blut gespendet.
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02-04-10 - Inflation legte im März um 3,4 Prozent zu

Volkswirte erwarten von der Staatsbank schon bald eine Anhebung des Leitzinses. Denn im März ist die Inflationsrate zum sechsten Mal in Folge gestiegen. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres legten die Verbraucherpreise um 3,4 Prozent zu. Im Februar war ein Anstieg um 3,7 Prozent gemeldet worden. Die Bank of Thailand hat mit der Anhebung des Leitzinses ein probates Mittel, die Inflation zu bekämpfen.
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02-04-10 - Sechs Menschen in Narathiwat erschossen

Aufständische haben in der südlichen Provinz Narathiwat sechs Buddhisten erschossen. Bei einer Bombenexplosion auf einer Landstraße wurden zehn Polizisten verletzt. Nach Angaben der Behörden sind seit dem Ausbruch der Gewalt in 2006 in den vorwiegend von Muslims bewohnten Provinzen über 4.000 Menschen getötet und Tausende verletzt worden. Die Region war bis 1902 das autonome Sultanat Malay Muslim. Dann wurde es von Thailand annektiert.
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03-04-10 - Mehrheit gegen umgehende Parlamentsauflösung

Bei einer Umfrage von Abac Poll unter 1.191 Menschen in 17 Provinzen haben über 75 Prozent die „Friedensgespräche“ zwischen der Regierung und der „United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) begrüßt. 47,8 Prozent der Befragten sehen in einer umgehenden Auflösung des Parlaments, wie von den „Rothemden“ gefordert, keine Lösung, den politischen Konflikt zu beenden. Fast ebenso viele Frauen und Männer wünschen sich, dass die Regierung bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt bleibt. Nur 27 Prozent befürworten eine sofortige Parlamentsauflösung, jeweils 14 Prozent in sechs bzw. neun Monaten.

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03-04-10 - Mönch zwang Kinder zu Sex mit Ausländern

Ein Mönch und ein 51-jähriger Mann aus Chiang Mai sollen Minderjährige zu Sex mit Pädophilen gezwungen haben. Bei deren Festnahme entdeckte die Polizei im Haus des Mannes sechs Jungen. Sichergestellt wurden eindeutige Beweise. So fanden die Ermittler auf dem Handy des Mönchs mehrere Fotos, auf denen der Mann mit Minderjährigen Sex hatte, sowie eine Liste mit Namen von Mädchen und Jungen. Nach Angaben der Polizei soll der Mönch bei seinen Besuchen in Dörfern der Bergvölker Kinder und Jugendliche mitgenommen und seinem Kumpan übergeben haben. Dieser führte die Minderjährigen Ausländern zu.

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05-04-10 - „Rothemden“ wollen nicht weichen

In Bangkok hat sich die Lage zugespitzt. Ein Ultimatum der Regierung und die Androhung von Festnahmen sowie von Geldstrafen und Haft haben die „Rothemden“ nicht aus dem Einkaufsviertel an der Ratchaprasong-Kreuzung vertrieben. Während die Regierung heute ein Gerichtsurteil zur Räumung des Geschäftsviertels anstrebt, erklärten die Anführer der außerparlamentarischen Opposition: Sie wollten nicht weichen. Mehr noch: Die Demonstranten wollen weitere wichtige Stadtviertel besetzen. Das Centre for the Administration of Peace and Order hat darauf reagiert und elf wichtige Stadtgebiete zu Tabuzonen erklärt, darunter sind die Silom-, Sathorn-, Rama IV- und Ratchadapisek Road.
Nach Schätzungen der Polizei waren am Samstag zwischen 40.000 und 50.000 Anhänger der außerparlamentarischen Opposition in das von Einkaufszentren und Fünf-Sterne-Hotels beherrschte Stadtviertel gezogen. Die großen Shopping-Malls wie Siam Paragon, CentralWorld, Gaysorn, Siam Centre, Siam Discovery und Central Chidlom schlossen ihre Türen. Touristen konnten ihre Hotels zu Ausflügen und Einkauf nicht verlassen, oder aber sie steckten nach ihrer Rückkehr im Verkehr fest.
Vertreter der Wirtschaft schätzen den Einnahmeausfall auf bis zu 500 Millionen Baht und bezeichnen die Besetzung der Kreuzung im Herzen der Stadt als unannehmbar. Und Thanawat Polwichai, Direktor des Economic and Business Broadcasting Centre an der University of Thai Chamber of Commerce, sagt voraus: “Halten die Massenproteste bis zu Songkran, dem thailändischen Neujahrsfest vom 13. bis 15. April an, wird das Land 5 bis 10 Milliarden Baht an Einnahmen verloren haben.“
Die Strategie der „United Front für Democracy against Dictatorship“ (UDD) in ihrer vierten Protestwoche erinnert an die Situation im November/Dezember 2008. Damals blockierten Anhänger der „People`s Alliance for Democracy“ (PAD) eine Woche die beiden Bangkoker Flughäfen Don Mueang und Suvarnabhumi. Jetzt sind es die Thaksin-Anhänger, die in weiten Teilen Bangkoks den Verkehr und das Geschäftsleben lahm legen und mit dieser Taktik die Regierung zum Rücktritt zwingen wollen.

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05-04-10 - Amulette für die Fluggäste

Zum thailändischen Neujahrsfest überrascht der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) ankommende und abfliegende Passagiere auf Suvarnabhumi mit überlieferten Tänzen und traditionellen Zeremonien. Die Darbietungen sind in den Wartebereichen der Ankunfts- und Abflughallen in der zweiten bzw. vierten Etage zu sehen. Den Fluggästen steht ein Buddha-Bildnis für die traditionellen Waschungen zu Songkran zur Verfügung. Die Mitarbeiter der AoT werden im April in traditioneller Bekleidung zur Arbeit erscheinen. Der Flughafenbetreiber hat 35.000 Buddha-Amulette erworben. Sie werden am Gate 6 der Abflughalle an Passagiere verteilt und sollen vor Schicksalsschlägen schützen und Glück bringen.
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06-04-10 - Gericht: Staat hat alle Macht zum Eingreifen

Thaksin-Anhänger halten weiter die von Einkaufszentren und Fünf-Sterne-Hotels umgebene Ratchaprasong-Kreuzung besetzt. Für den heutigen Dienstag haben die Anführer der „United Front für Democracy against Dictatorship“ (UDD) Protestzüge auf elf wichtigen Straßen Bangkoks angekündigt. Hunderte „Rothemden“ hatten am Montag das Gebäude der Wahlkommission gestürmt. Die Demonstranten werfen der Wahlkommission vor, Ermittlungen über eine Spende von fast acht Millionen Dollar zu verzögern, die ein Zementhersteller der Demokratischen Partei von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva gezahlt haben soll. Gestern hatte ein Zivilgericht den Antrag, per Urteil den „Rothemden“ die Besetzung der Innenstadt-Kreuzung zu untersagen, zurückgewiesen. Die Richter sagten, die Leitung des Internal Security Operations Command (Isoc) habe nach dem Internal Security Act die Macht, gegen die Demonstranten vorzugehen, wenn diese die nationale Stabilität gefährdeten. Während die „Rothemden“ die Richter-Entscheidung als ihren Sieg feierten, sagte ein Regierungssprecher: Die Verfassung garantiere das Recht auf Demonstrationen, aber nur dann, wenn sie nicht gegen Gesetze und die öffentliche Sicherheit verstießen. Es wird nicht damit gerechnet, dass Polizei und Armee heute gegen die Demonstranten vorgehen. Denn der Dienstag ist mit dem Chakri-Tag ein hoher nationaler Feiertag.

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06-04-10 - Thaksin darf von Kambodscha aus nicht agitieren

Die verbalen Auseinandersetzungen zwischen den Regierungen in Bangkok und Phnom Penh gehören der Vergangenheit an. Auf der Konferenz der Mekong River Commission in Hua Hin hat der kambodschanische Ministerpräsident Hun Sen dem thailändischen stellvertretenden Premier Suthep Thaugsuban zugesichert, der gestürzte Ministerpräsident Thaksin Shinawatra werde sein Land nicht als Basis für politische Attacken gegen Thailand nutzen. Phnom Penh hatte Thaksin vor Monaten zum Wirtschaftsberater der Regierung ernannt, und Hun Sen Thailand für die Absetzung und juristische Verfolgung Thaksins heftig kritisiert. Jetzt, so scheint es, wollen beide Länder die ehemals guten Beziehungen fortsetzen. Offen blieb in Hua Hin, wann beide Länder ihre vor Monaten abberufenen Botschafter wieder zurückbeordern.

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06-04-10 - Songkran-Zeremonien vor dem Rathaus

Wegen der Demonstrationen der „Rothemden“ hat Bangkoks Stadtverwaltung die Zeremonien und Feierlichkeiten zum Neujahrsfest vom zentralen Platz Sanam Luang zur City Hall verlegt. Vor dem Rathaus wird die Prozession mit dem Bildnis von Phra Buddha Sihing stattfinden, die unterhaltsamen Veranstaltungen an der Silom Road. Bangkok feiert Songkran vom 12. bis 15. April. Die Silom Road wird am 13. und 14. April für den Verkehr gesperrt. Dort sind Muay-Thai-Boxkämpfe, Schönheitswettbewerbe, klassische Tänze, Konzerte und die Wasserschlacht geplant.

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06-04-10 - Dusit-Zoo leidet unter Demonstrationen

Seit Beginn der Massendemonstrationen wagen sich Thais und Ausländer kaum noch in den Bangkoker Dusit-Zoo. Das Gelände befindet sich nicht weit entfernt von der Royal Plaza und dem Parlament, Aufmarschgebiete der außerparlamentarischen Opposition. Vorsorglich hat die Zooleitung 14 Tiere zu den Zoos in Songkhla und Nakhon Ratchasima ausgelagert. Die Gehege liegen nicht weit von den Straßen entfernt. Im März passierten täglich nur etwa 1.000 Besucher den Eingang, im Vergleichsmonat des Vorjahres waren es jeweils zwischen 2.000 und 6.000. Den Demos zum Opfer fielen die für den 20. und 21. März geplanten Veranstaltungen zum 72-jährigen Bestehen des zoologischen Gartens. Die Leitung hat übrigens den Eintrittspreis für Ausländer von 100 auf den Thai-Preis (50 Baht) gesenkt. Kinder zahlen an den Kassenhäuschen nur 10 Baht.
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07-04-10 - „Rothemden“ rufen zu landesweiten Protesten auf

Weil es am Dienstag in Bangkok zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen „Rothemden“ und Sicherheitskräften gekommen war, warnt das österreichische Außenministerium vor dem erhöhten Sicherheitsrisiko. Wegen der weiterhin angespannten innenpolischen Lage könnten gewaltsame Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden, hieß es in Wien. Die deutsche Botschaft in Bangkok empfiehlt dringend, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden. Beim Versuch, eine Polizeisperre zu durchbrechen, hatten die Demonstranten gestern Polizisten mit Eiern und Plastikflaschen beworfen, einige gingen auch mit Stöcken gegen die Beamten vor. In Pattaya gingen rund 300 „Rothemden“ auf die Straße und blockierte den Zugang zur City Hall. Die Anführer der außerparlamentarischen Opposition haben ihre Anhänger landesweit aufgerufen, vor den Rathäusern und weiteren Verwaltungszentren zu demonstrieren und, sollten die Sicherheitskräfte in Bangkok gegen Demonstranten gewaltsam vorgehen, die Gebäude zu stürmen. Aus dem Krisenzentrum von Armeechef Anupong Paojinda verlautet, der General wolle keinen Befehl zum Einsatz der Soldaten geben. Der Oberbefehlshaber befürchtet blutige Auseinandersetzungen.
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08-04-10 - Regierung ruft Notstand aus

Die Proteste der Regierungsgegner haben eine weitere Eskalationsstufe erreicht. Am Mittwochabend verkündete Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva den Notstand. Er gilt für Bangkok, Nonthaburi und Teile weiterer vier Provinzen. Der Premier begründete den Beschluss des Kabinetts mit den gewaltsamen Demonstrationen, die die nationale Sicherheit gefährdeten. Das Notstandsgesetz untersagt Menschenansammlungen von mehr als fünf Personen und ermächtigt die Behörden, die Pressefreiheit einzuschränken. Zudem können die Sicherheitskräfte gegen Demonstranten vorgehen, diese ohne Haftbefehl festnehmen und die öffentliche Ordnung wiederherstellen. Zuletzt hatte die Regierung den Ausnahmezustand im April 2009 ausgerufen - ebenfalls um Proteste der Thaksin-Anhänger in Bangkok und Pattaya zu stoppen. Gestern hatten mehrere hundert „Rothemden“ in Bangkok das Parlamentsgebäude gestürmt und Waffen der Sicherheitskräfte mitgenommen. Sie lieferten die Waffen später in einem Polizeihäuschen am Eingang zum Parlament ab. Der Tourismusminister Chumpol Silapa-archa nahm mit Hilfe einer Leiter Reißaus. Suthep Thaugsuban, der für Sicherheit zuständige stellvertretende Premierminister, machte sich ebenfalls über eine Mauer davon. Andere Politiker ließen sich von Militärhubschraubern evakuieren. Je länger die Proteste dauern, desto wahrscheinlicher werden gewaltsame Auseinandersetzungen, die sowohl die außerparlamentarische Opposition wie auch Premierminister Abhisit vermeiden wollen. Die Regierung setzt ihre Hoffnung in das thailändische Neujahrsfest. Zu Songkran in der kommenden Woche werden die meisten „Rothemden“ zu ihren Familien zurückkehren.
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08-04-10 - 558 zusätzliche Flüge zu Songkran

Hochbetrieb auf dem Bangkoker Flughafen Suvarnabhumi: Mit durchschnittlich täglich 130.000 Fluggästen auf internationalen sowie Inlandsstrecken rechnet der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) zum thailändischen Neujahrsfest. Zwischen dem 9. und 18. April haben Fluggesellschaften 558 zusätzliche Flüge angekündigt, davon 486 internationale. Zahlreiche Thais nutzen die Feiertage zu Songkran zu einem Urlaub im Königreich oder im Ausland. In vielen europäischen Ländern sind derzeit Schulferien, und Asiaten wollen das thailändische Neujahrsfest erleben.

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08-04-10 - Ehemalige Regierungschefs als Friedensstifter

Mehrere ehemalige Ministerpräsidenten sind dem Aufruf der National Human Rights Commission zu einer Friedensinitiative gefolgt. Es sind Chavalit Yongchaiyudh, Chuan Leekpai, Banharn Silpa-archa und Anand Panyarachun. Der Generalsekretär der Kommission, Chuchai Supawong, hofft, weitere ehemalige Regierungschefs sowie prominente Vertreter der Öffentlichkeit für die Initiative zu gewinnen. Gemeinsam soll nach Lösungen aus der verfahrenen innenpolitischen Situation gesucht und zwischen der außerparlamentarischen Opposition und der Regierung vermittelt werden.

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09-04-10 - Haftbefehle gegen sieben Anführer der „Rothemden“

Das Kriminalgericht hat Haftbefehle gegen sieben Anführer der „Rothemden“ erlassen, die am Mittwoch in Bangkok das Parlamentsgebäude gestürmt hatten. Die Richter befanden, die Demonstranten hätten mehrere Straftaten begangen. Sie müssen mit einer Haftstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen. Gestern hatte die Regierung den von der außerparlamentarischen Opposition betriebenen TV-Sender PTV geschlossen. Der Sender war in den letzten Monaten die Plattform des gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra für dessen Angriffe gegen die Regierung. Diese wirft den Betreibern vor, Unwahrheiten und Halbwahrheiten zuhauf verbreitet und zu Ausschreitungen aufgerufen zu haben. Ein Behördensprecher sagte, sollte ein Internet-Provider oder Medien die Sendungen verbreiten, müssten sie aufgrund des Ausnahmezustandes mit empfindlichen Strafen rechnen. Der Notstand hat im Großraum Bangkok die Pressefreiheit eingeschränkt. Trotz des verhängten Ausnahmezustands will die außerparlamentarische Opposition heute weiter demonstrieren. Die „Rothemden“ haben zu einem Marsch auf zehn nicht näher genannte Ziele aufgerufen, was die Lage weiter eskalieren dürfte. Bangkoks Stadtverwaltung hat alle offiziellen Zeremonien und Feierlichkeiten zum thailändischen Neujahrsfest in der kommenden Woche abgesagt.

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09-04-10 - TAT wirbt weltweit für Thailand-Urlaub

In den kommenden Monaten will die staatliche Tourismusbehörde (TAT) verstärkt in Europa, den arabischen Ländern, Indien, China und Australien für einen Urlaub in Thailand werben. Für Promotion in Europa und dem Nahen Osten stehen 350 Millionen Baht, für Indien und Australien 70 Millionen und für China 80 Millionen Baht bereit. Die TAT geht trotz der anhaltenden innenpolitischen Auseinandersetzungen weiter davon aus, dass in diesem Jahr rund 15,5 Millionen Ausländer in Thailand urlauben werden. Im Vorjahr waren es 14,1 Millionen. Die TAT verweist auf die bis März gestiegenen Passagierzahlen auf allen Flughäfen des Landes. Ein Trend ist allerdings erkennbar: Ausländer meiden derzeit in hoher Zahl die Hauptstadt. Sie lassen sich mit Bus oder Taxi gleich nach Hua Hin oder Pattaya bringen, oder nehmen auf Suvarnabhumi einen Anschlussflug nach Phuket, Krabi oder Koh Samui.

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09-04-10 - Suvarnabhumi zehntbester Airport

Auf der Rangliste der besten Flughäfen weltweit ist Bangkoks Suvarnabhumi um sechs Plätze auf Rang 10 vorgerückt. Bei der jährlichen Skytrax-Award-Umfrage unter 9,8 Millionen Passagieren landete Singapurs Changi-Airport auf den ersten Platz. Dann folgen Incheon (Seoul), Hong Kong, München, Kuala Lumpur, Zürich, Amsterdam, Peking, Auckland und Bangkok. Suvarnabhumi hat in der Kategorie „Dining“ den dritten Platz verloren. Hier führt Hong Kong vor Changi und München. Weitere Infos im Internet unter www.worldairportawards.com.

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09-04-10 - Tumulte vergrätzen Investoren und Urlauber

Ausländische Unternehmen und Investoren verlieren das Vertrauen in die Stabilität Thailands. Seit dem Jahr 2005 wird im Königreich demonstriert, inzwischen folgten Militärputsch und gewaltsame Ausschreitungen mit Toten und Hunderten Verletzten. In Bangkok tätige ausländische Handelskammern befürchten nach dem von der Regierung verhängten Ausnahmezustand langfristige Auswirkungen auf Investitionen und Tourismus. Urlauber planten überwiegend langfristig, das derzeitige innenpolitische Chaos werde sich erst in einigen Monaten auf die Zahl der Touristen auswirken. Handelskammern haben zudem festgestellt, dass ausländische Betriebe sich in Städten anderer Länder umschauen, so in Shanghai, Kuala Lumpur und Singapur.

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10-04-10 - Mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Demonstranten

In einer Fernsehansprache am Freitagabend hat Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva angekündigt, die Regierung werde alle Sicherheitskräfte mobilisieren und legalen Maßnahmen ergreifen, um in Bangkok die Ordnung wiederherzustellen und die Demonstrationen zu beenden. Stunden zuvor hatten Tausende Anhänger der “United Front for Democracy against Dictatorship” (UDD) das Gelände der Satelliten-Bodenstation Thaicom gestürmt. Die „Rothemden“ protestierten gegen die Abschaltung ihres TV-Senders PTV durch die Regierung. Erstmals setzten die Sicherheitskräfte Wasserwerfer und Tränengas ein. Nach Medienberichten sollen mehrere Personen verletzt worden sein. Die Demonstranten zogen sich später zurück und erreichten in Verhandlungen, dass der Hauskanal wieder ans Netz ging.

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10-04-10 - China und UEA raten von Thailand-Urlauben ab

Das thailändische Außenministerium sieht trotz der Massendemonstrationen in Bangkok keine Gefahr für Urlauber. Auch der von der Regierung ausgerufene Ausnahmezustand treffe nicht ausländische Touristen. Allerdings sollten sie „wachsam“ sein, besonders in Gebieten, in denen demonstriert werde. Inzwischen haben 43 Länder wegen der anhaltenden Proteste Reisehinweise erlassen. Die meisten Staaten haben ihre Bürger aufgerufen, Menschenansammlungen sowie die von Demonstranten beherrschten Plätze und Straßen zu meiden. Die Volksrepublik China und die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) raten ihren Bürgern allerdings von Reisen nach Bangkok ab. China hat die Tourveranstalter aufgefordert, geplante Reisen in das Königreich zu streichen. Die Thai-Chinese Tourism Alliance Association hatte zum thailändischen Neujahrsfest mit 100 Charterflügen gerechnet. 70 wurden bereits vor der Reisewarnung der chinesischen Behörden gestrichen.

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10-04-10 - Polizei sucht die Rädelsführer

Polizeichef Pateep Tanprasert hat seine Beamten aufgerufen, die per Haftbefehl gesuchten 24 Anführer der „United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) festzunehmen, „wann und wo immer das möglich ist“. Sieben führende Mitglieder der „Rothemden“ werden für die Erstürmung des Parlamentsgebäudes gesucht, 17 Männer für die Blockade der Ratchaprasong-Kreuzung und Missachtung des Ausnahmezustands. Die Notstandsgesetzgebung ermächtigt die Sicherheitskräfte, Menschen ohne Haftbefehl festzunehmen und bis zu 30 Tage festzuhalten.

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11-04-10 - 19 Tote und über 800 Verletzte in Bangkok

Bei den schwersten Zusammenstößen zwischen Militär und Demonstranten seit Jahrzehnten sind in Bangkok mindestens 19 Menschen getötet und über 800 verletzt worden. Unter den Opfern sind auch Soldaten und ein Journalist. Der japanische Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters war von einer Kugel getroffen worden. Er erlag seinen schweren Verletzungen. Zehntausende Soldaten lieferten sich am Samstag und in der Nacht zum Sonntag mit ebenfalls Zehntausenden Regierungsgegnern Straßenschlachten. Nach Medienberichten, auch von ausländischen Journalisten, war eine große Zahl von „Rothemden“ bewaffnet, selbst mit Maschinenpistolen. Weil die Anhänger der “United Front for Democracy against Dictatorship” (UDD) weder an der Brücke Phan Fa zurückweichen noch die besetzte Kreuzung Ratchaprasong trotz wiederholter Aufforderungen nicht räumen wollten, hatte die Regierung den Einsatz der Soldaten gebilligt. In der Nacht zum Sonntag ließ die Regierung die Truppen abziehen in der Hoffnung, mit Anführern der „Rothemden“ ins Gespräch zu kommen und ein Ende der Kämpfe und Demonstrationen zu erreichen. Die außerparlamentarische Opposition demonstriert seit über vier Wochen in der Hauptstadt und fordert den Rücktritt der Regierung und Neuwahlen.

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12-04-10 - Ausländische Urlauber verlassen Bangkok

Nach den blutigen Unruhen in Bangkok haben Urlauber die Hauptstadt in hoher Zahl verlassen. Aus der bei Rucksacktouristen beliebten Khao San Road wird berichtet, junge Frauen und Männer hätten in Panik ihre Gästehäuser geräumt. So genannte „Backpackers“ haben aus nächster Nähe die Kämpfe zwischen Soldaten und „Rothemden“ miterlebt. Nach Medienberichte sollen bei den Ausschreitungen auch ausländische Touristen verletzt worden sein. Urlauber suchen sich jetzt andere Ziele im Süden oder Osten des Landes, um dort das thailändische Neujahrsfest zu erleben. Die Geschäftswelt an der Khao San Road berichtet über Mindereinnahmen von mehreren hundert Millionen Baht. Trotz der inzwischen 21 Toten und mehr als 850 Verletzten vom Wochenende rät das Auswärtige Amt in Berlin nicht von Reisen nach Thailand ab. Flüge nach und von Bangkok seien grundsätzlich weiterhin möglich, heißt es auf der Webpage. Bei erneuten Räumungsversuchen müsse jedoch mit weiteren Auseinandersetzungen gerechnet werden. Auch seien weitere gewaltsame Ausschreitungen an möglichen neuen Demonstrationsorten nicht auszuschließen. Das Auswärtige Amt empfiehlt dringend, die Versammlungsorte der „Rothemden“ (rund um die Brücke Phan Fa / Demokratiedenkmal / Rajdammoen Nok Road sowie Straßenkreuzung Ratchadamri / Ploenchit Road) sowie Menschenansammlungen und Demonstrationen im Allgemeinen weiträumig zu meiden und sich über die Medien über die weitere Entwicklung zu unterrichten. Die Federation of Thai Industries schätzt den durch den „blutigen Samstag“ für die Tourismusbranche entstehenden Einnahmeausfall auf rund 35 Milliarden Baht. Das Bruttoinlandsprodukt werde ein Prozent hinter den Voraussagen bleiben.

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13-04-10 - Armeechef schließt baldige Parlamentsauflösung nicht aus

Ungeachtet der bürgerkriegsähnlichen Zustände vom letzten Samstag mit 21 Toten und über 850 Verletzten feiern Thais ihr Neujahrsfest. Im ganzen Land kommt die Bevölkerung zu überlieferten Zeremonien zusammen, auf den Straßen mehreren Städte haben die Wasserschlachten begonnen. Unterdessen bahnt sich in Bangkok eine politische Wende an. Die regierende Demokratische Partei könnte über eine Parteispende in Höhe von 258 Millionen Baht stolpern. Die Wahlkommission hat ihre Ermittlungen abgeschlossen und das Verfahren an das Verfassungsgericht übergeben. Sollten die Richter einen Rechtsbruch erkennen, müsste die Partei nach der Verfassung aufgelöst werden. Alle führende Parteimitglieder, auch Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva, dürften fünf Jahre kein politisches Amt innehaben. Armeechef Anupong Paochinda hat sich am Montag überraschend vom Premier distanziert. „Wenn wir keine politische Lösung in diesem Konflikt finden, müssen wir das Parlament auflösen", sagte der General im thailändischen Fernsehen. Das ist eine zentrale Forderung der Rothemden, die seit vier Wochen gegen den Ministerpräsidenten demonstrieren. Abhisit hat eine Parlamentsauflösung bislang verweigert, sie am Wochenende nach den blutigen Straßenkämpfen aber für Oktober in Aussicht gestellt. Die Demonstranten halten nach wie vor eines der wichtigsten Geschäftsviertel und eine Brücke in Bangkok besetzt.

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14-04-10 - Regierung entschädigt Opfer

Die Regierung hat den Opfern der blutigen Kämpfe finanzielle Unterstützung zugesagt. Ein eigens ins Leben gerufenes Zentrum wird bei Verletzten die Behandlungskosten bis zu 200.000 Baht übernehmen. Hinterbliebene der Toten erhalten 400.000 Baht. Das gilt für alle, ob Polizisten, Soldaten, „Rothemden“ oder Journalisten. Am letzten Samstag waren bei den Unruhen in Bangkok 4 Soldaten und 17 Zivilisten getötet worden. Bei den meisten Opfern hat die Autopsie Schüsse in Kopf oder Brust als Todesursache ergeben. Von den 863 Verletzten liegen 276 noch in Krankenhäusern, davon 17 auf der Intensivstation.

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14-04-10 - Experten sagen 20 Prozent weniger Urlauber voraus

Nach dem Blutbad in Bangkok geht die Tourismusindustrie bei der Zahl ausländischer Urlauber von einem Rückgang um 20 Prozent gegenüber den bisherigen Prognosen aus. Das Fiscal Policy Office schätzt die Mindereinnahmen auf 20,8 Milliarden Baht. Die staatliche Tourismusbehörde hatte für 2010 15,5 Millionen Ausländer gegenüber 14,2 Millionen im Vorjahr vorausgesagt. Seitdem die Demonstrationen der „United Front for Democracy against Dictatorship” (UDD) an Härte zugenommen haben, ziehen nach Angaben der Staatsbank ausländische Finanziers ihr Gelder aus Thailand ab. Diese Investoren sehen kein Ende der innenpolitischen Auseinandersetzungen und wollen kein Risiko eingehen. Auch von den Ratingagenturen kommen schlechte Nachrichten. Sie erwägen eine Herabstufung des Kreditratings. Höhere Zinsen würde das Land hart treffen, will die Regierung doch zur Finanzierung ihres 1,4 Billionen Baht schweren Konjunkturprogramms im In- und Ausland Kredite aufnehmen.

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19-04-10 - Europäischer Luftraum weiterhin gesperrt

Da der europäische Luftraum wegen der Vulkaneruption auf Island weiterhin für den Flugverkehr gesperrt ist und nicht abzusehen ist, wann Flugzeuge wieder starten und landen können, appelliert der Flughafenbetreiber Airports oft Thailand (AoT) an die Passagiere, sich vor der Anreise zum Flughafen über die aktuelle Entwicklung zu informieren. Die wichtigen Telefonnummern: Flughafen Suvarnabhumi 02-132.9324, Thai Airways 1566, Air Berlin 02-267.1202. Lufthansa 02-134.2210. Swiss 02-204.777, Austrian Airline 02-267.0873. Tausende Geschäftsleute und Urlauber warten in Thailand seit Tagen auf ihren Heimflug.

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19-04-10 - Silom Road für „Rothemden“ gesperrt

Armeechef Anupong Paojinda hat die ranghohen Offiziere seines Stabes für den heutigen Montag zu einer Sondersitzung in das Hauptquartier eingeladen. Diskutiert werden soll die derzeitige politische Lage und die Lehren, die aus dem Blutbad vom 10. April mit 24 Toten und über 850 Verletzten zu ziehen ist. Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva hatte am letzten Samstag die Polizei der Armeeführung unterstellt. Aus dem Hauptquartier verlautet, die Soldaten würden nicht gewaltsam gegen die „Rothemden“ im Einkaufsviertel Ratchaprasong vorgehen. Das würde in einem weiteren, unkontrollierten Blutbad enden. Die Armeeführung hat die Demonstranten aber nachhaltig davor gewarnt, zur Silom Road zu ziehen und in Bangkok ein weiteres Geschäftsviertel zu besetzen. Sollten die „Rothemden“ ihren Plan umsetzen, würden die Soldaten die Demonstranten an den Checkpoints mit allen zur Verfügung stehen Mitteln aufhalten.

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19-04-10 - Demos schrecken Investoren ab

Die “United Front for Democracy against Dictatorship” (UDD) hat weitere Massenkundgebungen angekündigt. Bis zum 15. Mai will die außerparlamentarische Opposition die Regierung zu Fall bringen und Neuwahlen erzwingen. Die Universität der Thailändischen Handelskammer hat bereits den Schaden für das Land errechnet: zwischen 50 und 70 Milliarden Baht. In diesem Betrag sind nicht nur Einnahmeausfälle, zum Beispiel für die Tourismusindustrie, enthalten. Die Uni-Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Demonstrationen ausländische Investoren abschrecken. Und weitere Protestkundgebungen stehen bevor. Die „People`s Alliance for Democracy“ (PAD) hat am Sonntag nach langfristigen Lösungen für die Krise des Landes gesucht und die Regierung aufgefordert, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Anderenfalls würden die „Gelbhemden“ gegen die „Rothemden“ mobil machen.
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20-04-10 - 10.000 Urlauber sitzen in Thailand fest

Die Komplettsperre des deutschen Luftraums durch die Aschewolke aus Island ist aufgehoben. Der Flugverkehr in Europa läuft wieder an. Die Lufthansa fliegt Tausende Passagiere zurück, die im Asche-Chaos im Ausland gestrandet waren. 50 Langstrecken-Jets sollen heute in Nord- und Südamerika, Afrika und Asien starten. Air Berlin hat den ersten Rückholflug bereits absolviert - mit einer Ausnahmegenehmigung. Thailändische Reiseagenturen berichten, dass rund 10.000 Urlauber und Geschäftsleute in Thailand festsitzen und auf ihren Heimflug nach Europa warten. Tausende Thais sind in Europa gestrandet. Es wird Tage dauern, bis alle Passagiere ihren Zielflughafen erreicht haben. Vom Bangkoker Flughafen Suvarnabhumi wird berichtet, dass Urlaubern das Geld ausgegangen ist und sie auf die Hilfe von Reisebüros, der staatlichen Tourismusbehörde und ihrer Fluggesellschaft angewiesen sind.
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20-04-10 - Zu Songkran weniger Tote und Verletzte

An den Songkran-Feiertagen hat es im Jahresvergleich weniger Verkehrstote und Verletzte gegeben. Nach Angaben des Natural Disaster Prevention and Mitigation Department starben an den „sieben gefährlichen Tagen“ vom 12. bis 18. April 361 Menschen. Bei 3.516 Unfällen erlitten 3.802 Personen Verletzungen. Beim Neujahresfest in 2009 hatten die Behörden 373 Verkehrstote und 4.332 Verletzte gezählt. Hauptunfallursachen waren einmal mehr Alkohol am Steuer (30%) und überhöhte Geschwindigkeit (17%). An fast 80 Prozent der Verkehrsunfälle waren Motorräder beteiligt.

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20-04-10 - Sondersitzung des Parlaments gefordert

24 Senatoren haben von der Regierung eine Sondersitzung des Parlaments gefordert. Die Mandatsträger sollten ausgiebig über die derzeitige politische Krise diskutieren und nach Lösungen suchen. Die Senatoren befürchten, dass sich die Lage verschlechtern wird und es landesweit zu sozialen Unruhen kommen könnte.

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20-04-10 - Reiseziel Thailand boomt weiter

Thailands Tourismusindustrie klagt über ausbleibende Urlauber und Einnahmeausfälle in zweistelliger Milliardenhöhe. Finanzminister Korn Chatikavanij erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt bei weiteren Demonstrationen ein bis zwei Prozent hinter den Voraussagen bleibt. Während asiatische Urlauber aus China, Hong Kong, Taiwan und Singapur auf die anhaltenden Auseinandersetzungen in Bangkok sensibel reagieren und ihre Reisepläne ändern, berichten deutsche Reiseveranstalter über keine nennenswerten Umbuchungen. Die Deutschen lassen sich weiterhin ihren Urlaub in Thailand nicht vermiesen. Das liegt zum einen daran, dass die Konflikte lokal begrenzt sind. Zum anderen unterscheiden Urlauber offensichtlich sehr genau, ob sich die Aggression gegen sie oder andere richtet. Deshalb steht bei den Reiseveranstaltern TUI, FTI und Dertour das Fernziel Thailand in diesem Sommer weiter hoch im Kurs.

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22-04-10 - Kinderschänder in Pattaya gefasst

Zielfahnder des Bundeskriminalamtes haben in Pattaya einen in Deutschland gesuchten Kinderschänder ausfindig gemacht. Der 52-Jährige aus Dinslaken war seit einem Jahr auf der Flucht und in Thailand untergetaucht. Der mit Europäischem Haftbefehl Gesuchte war in Deutschland wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Vor Vollstreckung der Strafe setzte er sich nach Thailand ab, wo die Kripo Wesel seine Spur aufnehmen konnte. Der Mann ist inzwischen nach Deutschland überstellt worden.

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22-04-10 - Mehrere Innenstadthotels geschlossen

Als Folge der seit über zwei Wochen andauernden Besetzung des Geschäftsviertels Ratchaprasong in Bangkok durch die „United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) haben die Hotels InterContinental und Holiday Inn geschlossen. Sie können die Sicherheit ihrer Gäste nicht garantieren. Das Grand Hyatt Erwan und das Four Seasons nehmen zurzeit keine neuen Gäste mehr auf und halten ihre Restaurants nicht mehr geöffnet. Minor International, Besitzer des Four Seasons, beziffert den täglichen Einnahmeausfall auf 2,9 Millionen Baht: 1,5 Millionen entfallen auf den Hotelbetrieb, 800.000 Baht auf die Fast-Food-Restaurants und 600.000 Baht auf die Betreiber der untervermieteten Läden. Das Arbeitsministerium gibt die Zahl der vorübergehend frei gesetzten Beschäftigten im Viertel Ratchaprasong mit 63.000 an. Die Behörde hat an die Arbeitgeber appelliert, ihren Mitarbeitern weiter den Lohn zu zahlen und sie in einen bezahlten Urlaub zu schicken. Die arbeitslosen Frauen und Männer haben in 13 Hotels, fünf Kaufhäusern und 30 Bank-Filialen gearbeitet.

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22-04-10 - Großdemonstration gegen die „Rothemden“

Ein Netzwerk nationaler Vereinigungen hat zu einer Großdemonstration gegen die „United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) aufgerufen. Die Organisatoren erwarten am Freitag, 23. April, zwischen 16 und 19 Uhr auf der Royal Plaza in Bangkok bis zu 100.000 Menschen. Chamlong Srimuang, einer der Anführer der “People's Alliance for Democracy” (PAD), die Ende 2008 beide Bangkoker Flughäfen blockierte, hat die Regierung aufgerufen, endlich das Gesetz durchzusetzen und die Demonstrationen der „Rothemden“ aufzulösen. Anderenfalls drohe dem Land ein Bürgerkrieg.
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23-04-10 - Granaten töten drei Menschen

Bei der Explosion mehrerer Granaten im Bangkoker Finanzdistrikt Silom sind nach Angaben des stellvertretenden Ministerpräsidenten Suthep Thaugsuban drei Menschen getötet und mindestens 75 verletzt worden. Aus dem Krisenzentrum verlautet, „Rothemden“ hätten Granaten in das von Soldaten besetzte Geschäftsviertel gefeuert. Sprecher der außerparlamentarischen Opposition wiesen eine Beteiligung an den Anschlägen zurück. Mehrere Geschosse haben der Armee zufolge das Dach einer Skytrain-Station durchschlagen. Weitere Geschosse explodierten auf dem Gehweg nahe eines Fünf-Sterne-Hotels und in der Nähe einer Bank. Menschen seien in Panik durch die Straßen gerannt, berichteten Augenzeugen. Unter den Verletzten sollen sich auch Ausländer befinden.
Die Vereinten Nationen haben die Konfliktparteien in Thailand zu einem Gewaltverzicht aufgefordert. "Wir appellieren an die Demonstranten wie an die thailändischen Behörden, Gewalt und Todesopfer zu vermeiden und friedlich daran zu arbeiten, die Lage im Dialog zu lösen", sagte UN-Sprecher Martin Nesirky. Beide Seiten müssten ihren Willen zur Mäßigung zeigen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sei "sehr besorgt" angesichts der Entwicklungen in Thailand und befürchte eine Verschlimmerung der Lage.
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat seine Reisehinweise für Thailand verschärft. Den Touristen wird von Reisen in die thailändische Hauptstadt abgeraten. „Verkehrsbehinderungen, Demonstrationen, Ausschreitungen und Sabotageakte sind in der Hauptstadt, aber auch in anderen Landesteilen möglich, namentlich im Norden“, schreibt das EDA auf seiner Website. Transitflüge über den internationalen Flughafen von Bangkok seien jedoch weiterhin möglich. Das EDA rät Reisenden, sich über die Medien auf dem Laufenden zu halten und die Anweisungen der thailändischen Behörden zu befolgen. Vorsicht sei besonders auch in den bekannten touristischen Vergnügungsstätten, auf Märkten und bei Sehenswürdigkeiten geboten. Das Auswärtige Amt in Berlin hat seine Reiseempfehlungen nicht verschärft. Es rät Touristen bislang nur, in Bangkok Menschenansammlungen zu vermeiden.
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23-04-10 - Königshaus und Regierung entschädigen Opfer

Für die Opfer der gewaltsamen Auseinandersetzungen am 10. April in Bangkok hat das Kabinett 25 Millionen Baht bewilligt. Dem Sozialminister ist dieser Betrag allerdings zu gering. Er will alles versuchen, damit weitere 25 Millionen Baht zur Verfügung gestellt werden. Weitere Gelder kommen vom König und der Königin. Die Hinterbliebenen eines getöteten Soldaten oder Demonstranten erhalten jeweils 50.000 Baht, Verletzte sollen ihre Krankenhaus-Rechnung beim Royal Household Bureau einreichen. Von der Regierung erhalten Hinterbliebene jeweils 400.000 Baht, Verletzte zwischen 20.000 und 200.000 Baht. Minderjährige Töchter und Söhne der 20 getöteten Zivilisten und fünf Soldaten sollen monatlich eine Rente erhalten.
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23-04-10 - 80 Prozent der Pillenimitate gefälschte Potenzmittel

Der Anteil gefälschter Medikamente machte bereits ein Viertel der 2.516 im Vorjahr vom Zoll aufgegriffenen Sendungen nach Österreich aus. Die Herstellerländer für die Pillenimitate liegen mehrheitlich in Asien. Indien führt mit einem Anteil von 95 Prozent, gefolgt von Thailand und China. Dass der Gesamtschaden aller gefälschten Produkte inklusive Medikamente im Jahr 2009 von 83 Millionen auf 16 Millionen Euro gesunken ist, ist leicht erklärbar: Wegen des stark wachsenden Internetversands wurden großvolumige Fälschungskontingente am Zoll vorbeigeschmuggelt. Die Fälschungen werden an ein Verteilerzentrum nach Prag geschickt und von dort aus weiter nach Wien und Vorarlberg, berichten die Zollbeamten. Zum Endverbraucher gelangt das gefälschte Produkt per Post als Packet oder Kuvert. Am meisten gefälscht werden Potenzmittel, Diätpillen und Haarwuchsmittel. Insgesamt wurden laut Konsumentenschutz im Vorjahr 27.000 Pillenimitate konfisziert. Davon sind 80 Prozent gefälschte Potenzmittel.

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24-04-10 - Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Bangkok ab

Das Auswärtige Amt in Berlin hat seine Reisehinweise für Thailand verschärft. Auf der Webpage heißt es: „Vor dem Hintergrund andauernder politischer Proteste und der daraus resultierenden unübersichtlichen Sicherheitslage wird von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Bangkok derzeit abgeraten. Die Nutzung des Bangkoker Flughafens als Transitflughafen für Flüge innerhalb Thailands oder ins Ausland ist nicht beeinträchtigt. Die Tourismusregionen außerhalb Bangkoks sind von den Demonstrationen derzeit nicht betroffen. Allerdings kam es im Norden des Landes zu vereinzelten Protesten, die bisher friedlich verliefen.“
Nach den Granatenexplosionen im Geschäftsviertel Silom mit mindestens einem Toten und über 80 Verletzten rät eine Reihe von Staaten ihre Landsleute von Reisen nach Bangkok ab. Darunter sind die USA, Australien, Österreich, England und Frankreich. Die Auseinandersetzungen zwischen den „Rothemden“ und den Sicherheitskräften der Regierung haben bereits 26 Menschen das Leben gekostet. Die Zahl der Verletzten liegt weit über 900.
Am Freitag rückten die “Rothemden” von einer ihrer Maximalforderungen ab: Das Parlament solle nun innerhalb von 30 Tagen aufgelöst werden. Bisher wollten sie dies sofort. "Wir werden erst weichen, wenn die Regierung zurückgetreten ist und Neuwahlen ausgerufen werden", sagte ein Anführer der außerparlamentarischen Opposition. Die Lage hat sich insofern weiter verschärft, weil jetzt auch die „Gelbhemden“ und weitere Anhänger der Regierung täglich demonstrieren und sich ein Camp gebaut haben. Die Unruhen in Thailand könnten schon bald erhebliche negative Folgen für den Tourismus haben.

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24-04-10 - Hilfspaket für Unternehmen und Mitarbeiter

Am Dienstag will das Kabinett über ein Hilfspaket für die von den Demonstrationen an der Ratchaprasong-Kreuzung in Bangkok betroffenen Unternehmen und Beschäftigten befinden. Geschäften und vorübergehend entlassenen Frauen und Männern soll eine finanzielle Unterstützung angeboten werden. Diskutiert werden zinsgünstige Kredite und steuerliche Entlastungen bzw. eine Aussetzung von Steuerzahlungen. Die Mindereinnahmen der Shoppingzentren, Dienstleistern, Läden, Restaurants und Hotels sollen inzwischen eine dreistellige Millionenhöhe erreicht haben. Vor Tagen hatte das Arbeitsministerium die Zahl der freigesetzten Mitarbeiter auf 63.000 beziffert.

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26-04-10 - Hotlines für Touristen

Reisenden in Thailand oder Ausländern, die sich vor ihrem Flug nach Bangkok über die innenpolitische Situation und mögliche Ausflüge und Ziele informieren wollen, stehen mehrere Telefonnummern zur Verfügung: Ministry of Tourism Aid Center: +66 (0) 2356-0720 / +66 (0) 2356-0729 / 1414; Ministry of Foreign Affairs: +66 (0) 2575-1023 / +66 (0) 2981-7225 / +66-88-022-1540 / +66-88-022-1541; ATTA (Association of Thai Travel Agents): +66 (0) 2134-4263; Tourism Authority of Thailand: +66 (0) 2652-8313-4; TAT Call Centre: 1672; Ministry of Tourism and Sports: 1414; Tourist Police: 1155; Suvarnabhumi International Airport: +66 (0) 2132-1888; Don Mueang Airport: +66 (0) 2535-1669; Chiang Mai International Airport: +66 (0) 5392-2100 / +66 (0) 5392-2444. Die Regierung lässt weiter verlauten, ausländische Urlauber wären in Thailand sicher und könnten ihre gebuchten Ziele erreichen. Allerdings sollten Touristen Bangkoks Innenstadt, die Aufmarschgebiete der Demonstranten und größere Menschenansammlungen vermeiden.

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26-04-10 - Demonstranten rechnen mit Einsatz der Armee

Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Machtkampfs haben sich am Wochenende zerschlagen. Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva hat die Forderung der Opposition zurückgewiesen, dass Parlament innerhalb von 30 Tagen aufzulösen. Der Premier setzt im Konflikt zwischen der Regierung und der außerparlamentarischen Opposition auf Verhandlungen und hat den Rücktritt der Regierung für Ende des Jahres in Aussicht gestellt. Die „United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) hatte bisher die sofortige Auflösung des Parlaments als Bedingungen für ein Ende der Demonstrationen genannt, diese Forderung aber am Freitag abgeschwächt. Die UDD lehnt weitere Gespräche ab und glaubt, dass die Soldaten in den nächsten Tagen gegen die „Rothemden“ vorgehen werden. Denn ein Sprecher der Armee sagte, die gewaltsame Räumung des von den „Rothemden“ besetzten Stadtviertels sei nicht vom Tisch. Daraufhin hat die UDD-Führung ihre Anhänger aufgerufen, sich auf den Einsatz von bewaffneten Soldaten vorzubereiten.

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26-04-10 - „Rothemden“ stoppen Polizei-Konvois

Die „United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) hat am Sonntag ihre Demonstrationen ausgeweitet und mehrere Straßen in den Provinzen Pathum Thani, Udon Thani, Phayao und Ubon Ratchathani besetzt. Mit ihren Blockaden wollen die „Rothemden“ verhindern, dass die Polizeiführung Verstärkung nach Bangkok schickt. Auf der Phahol Yothin Road in Pathum Thani blieben 35 Vans mit rund 500 Beamten sowie 15 Transporter für Gefangene im Stau stecken. Ähnlich erging es Polizisten in den anderen Provinzen.

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27-04-10 - Reiseveranstalter streichen Bangkok-Reisen

Angesichts der Unruhen in Thailand haben die großen deutschen Reiseveranstalter in dieser Woche ihre Bangkok-Reisen abgesagt. Thomas Cook, TUI, Meier's und Dertour reagieren damit auf Sicherheitshinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, das seine Reisewarnungen für Bangkok verschärft hat. Alle Flüge zum und über den Großflughafen Bangkok-Suvarnabhumi finden statt. Auch in Badezielen wie Pattaya, Phuket, Khao Lak oder Koh Samui ist der Urlaub weiterhin uneingeschränkt möglich. Insgesamt sind bei den Touristikgruppen nur wenige Urlauber betroffen: Bei TUI befinden sich rund 140 Gäste in Bangkok oder Nordthailand, bei Dertour und Meier's Weltreisen sind es 308 in Bangkok, wie die Unternehmen mitteilten. Mit Thomas Cook sind derzeit 77 Touristen in Bangkok, ihnen wurden nach Angaben des Unternehmens Ersatzunterkünfte außerhalb der Stadt angeboten.

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27-04-10 - AoT schnürt ein Hilfspaket

Der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) will an diesem Mittwoch finanzielle Hilfen für Fluggesellschaften und Mieter von Geschäften, Restaurants und Imbissständen beschließen. Die AoT rechnet in den kommenden Monaten mit erheblich weniger Starts und Landungen. Zum einen hat die touristische Nebensaison begonnen, zum anderen werden viele ausländische Urlauber nach den blutigen Auseinandersetzungen in Bangkok Thailand als Reiseziel meiden. Bereits Anfang des Jahres waren für den Zeitraum März bis Dezember die Landegebühren um 10 Prozent und die Parkgebühren bis zu 20 Prozent gesenkt worden. AoT betreibt die Airports in Bangkok (Suvarnabhumi und Don Mueang), Chiang Mai, Chiang Rai, Phuket und Hat Yai.

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27-04-10 - „Rothemden“ sollen nicht mehr Rot tragen

Damit die aus allen Landesteilen anreisenden Anhänger der „United Front for Democracy against Dicatorship“ (UDD) ungehindert Kontrollpunkte von Polizei und Armee passieren können, sollen die Demonstranten sich nicht mehr in der Farbe Rot kleiden. Diese neue Strategie haben die Anführer der UDD verkündet. Nach dem Motto: Wer sich nicht als Gegner der Regierung zeigt, wird auch nicht bekämpft werden!
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27-04-10 - Thaksin: „Mir geht`s gut“

Nach Tagen des Schweigens hat sich der gestürzte Ministerpräsident Thaksin Shinawatra wieder zur Wort gemeldet. Er trat in thailändischen Medien und im Internet verbreiteten Gerüchten entgegen, er habe Hodenkrebs und unterziehe sich in Dubai einer Chemotherapie. Einige Medien spekulierten, der ehemalige Premier sei bereits gestorben. „Mir geht`s gut, ich bin nicht krank“, schreibt er auf seiner Twitter-Page.
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28-04-10 - Mehrheit der Thais befürwortet Verhandlungen

Bei einer Umfrage von Suan Dusit Poll haben sich 27,5 Prozent der Interviewten für Verhandlungen als Weg aus der innenpolitischen Krise ausgesprochen. 20 Prozent wünschen sich die umgehende Auflösung des Parlaments, 13 Prozent befürworten den Einsatz der Armee, um die seit Wochen anhaltenden Demonstrationen in Bangkok zu beenden. Und 3 Prozent fordern eine Regierung der nationalen Einheit. Die Umfrage fand Ende letzter Woche unter 1.269 Thais landesweit statt.

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28-04-10 - Richter schicken elf Rothemden ins Gefängnis

Richter haben elf Anführer der außerparlamentarischen Opposition zu einer Haftstrafe von 15 Tagen verurteilt. Die Männer hatten mit weiteren „Rothemden“ einen Highway in Thanyaburi blockiert, Fahrzeuge angehalten und Insassen kontrolliert. Das Gericht warf den Demonstranten vor, gegen den über Bangkok und mehrere angrenzende Provinzen verhängten Ausnahmezustand verstoßen zu haben. Danach sind Menschenansammlungen von mehr als fünf Personen verboten. Regierung und Sicherheitskräfte wollen gegen die protestierenden „Rothemden“ schärfer vorgehen. Die Demonstranten hatten in den letzen Tagen mehrere Highways blockiert und so kilometerlange Staus verursacht. In Bangkok blockierten die Oppositionellen den Zugang zu einer Skytrain-Station und warfen Reifen auf die Gleise. Der Zugverkehr musste mehrere Stunden unterbrochen werden.

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29-04-10 - Ein Toter und 18 Verletzte in Bangkok

Bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten ist am Mittwochnachmittag ein Soldat erschossen worden. 18 Personen wurden mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. In der Nähe des Bangkoker Flughafens Don Mueang war es zu Ausschreitungen gekommen. Die „Rothemden“ warfen mit Steinen und Feuerwerkskörpern, die Soldaten antworteten mit Gummigeschossen. Nach Medienberichten haben Polizisten bei der Überprüfung eines Motorradfahrers an der Vibhavadi Rangsit Road 63 Granaten konfisziert. Der Fahrer stoppte an dem Checkpoint, versuchte dann aber zu entkommen.

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29-04-10 - 1,6 Milliarden Baht für Image-Kampagne

Mit 1,6 Milliarden Baht will die staatliche Tourismusbehörde (TAT) das durch die politischen Unruhen stark angeschlagene Image Thailands als Reiseland aufwerten. 600 Millionen Baht sollen im Inland für Werbung und Promotion ausgegeben werden, 1 Milliarde Baht im Ausland. Die von der TAT geplanten Aktivitäten sollen im Juni beginnen. Nach den blutigen Auseinadersetzungen in Bangkok mit inzwischen 27 Toten und fast 1.000 Verletzten ist die Zahl der auf dem Bangkoker Flughafen Suvarnabhumi ankommenden ausländischen Fluggäste von täglich 30.000 auf 21.000 gesunken. Nach Einschätzung des Tourism Council of Thailand werden im zweiten Quartal dieses Jahres rund 10 Prozent und im dritten Quartal etwa 20 Prozent weniger Ausländer Thailand bereisen als noch vor wenigen Wochen prognostiziert worden war.

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29-04-10 - Hitzeperiode hält an

Die derzeitige Hitzeperiode wird anhalten und Menschen das Leben kosten. Das sagt Smith Dharmasaroja voraus, Direktor des National Disaster Warning Council. Unter den Extremtemperaturen leiden vor allem Kinder und ältere Menschen. Und wegen des El-Niño-Wetterphänomens sollen die Temperaturen im kommenden Jahr weiter steigen. Vor Tagen wurden in Lampang 43 Grad gemessen, nur knapp unter dem Landesrekord von 43,6 im Jahr 1998 in Mae Hong Son.

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30-04-10 - Chulalongkorn-Hospital zieht die Reißleine

Rund 200 Mitglieder der “United Front for Democracy against Dictatorship” (UDD) haben am Donnerstagabend das Chulalongkorn-Hospital durchsucht und zwei Mitarbeiter zum Verhör mitgenommen. Die Anführer der Demonstranten verdächtigen die Spital-Leitung, Soldaten den Zugang zu den Gebäuden ermöglicht zu haben. Die zwei Beschäftigten wurden später auf freien Fuß gesetzt. Das im Herzen der Stadt gelegene Krankenhaus Chulalongkorn hatte in den letzten Tagen bereits Patienten verlegt. Die Hospitalleitung begründet ihre Entscheidung mit der prekären Sicherheitslage. Tausende „Rothemden“ lagern nur einen Steinwurf von den Spitalgebäuden entfernt, Demonstranten besetzen auch immer wieder Geländestreifen des Krankenhauses. Fazit: Chulalongkorn kann nicht die Verantwortung für die Sicherheit der Patienten und deren Besuchern übernehmen. Weiter hat die Hospital-Geschäftsführung das Operationsprogramm zusammengestrichen. Derzeit werden nur noch unaufschiebbare Operationen durchgeführt. Und die Aufnahme ist angewiesen, nur noch Patienten anzunehmen, die sich in einem kritischen Zustand befinden.

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30-04-10 - Chulalongkorn-Hospital zieht die Reißleine

Rund 200 Mitglieder der “United Front for Democracy against Dictatorship” (UDD) haben am Donnerstagabend das Chulalongkorn-Hospital durchsucht und zwei Mitarbeiter zum Verhör mitgenommen. Die Anführer der Demonstranten verdächtigen die Spital-Leitung, Soldaten den Zugang zu den Gebäuden ermöglicht zu haben. Die zwei Beschäftigten wurden später auf freien Fuß gesetzt. Das im Herzen der Stadt gelegene Krankenhaus Chulalongkorn hatte in den letzten Tagen bereits Patienten verlegt. Die Hospitalleitung begründet ihre Entscheidung mit der prekären Sicherheitslage. Tausende „Rothemden“ lagern nur einen Steinwurf von den Spitalgebäuden entfernt, Demonstranten besetzen auch immer wieder Geländestreifen des Krankenhauses. Fazit: Chulalongkorn kann nicht die Verantwortung für die Sicherheit der Patienten und deren Besuchern übernehmen. Weiter hat die Hospital-Geschäftsführung das Operationsprogramm zusammengestrichen. Derzeit werden nur noch unaufschiebbare Operationen durchgeführt. Und die Aufnahme ist angewiesen, nur noch Patienten anzunehmen, die sich in einem kritischen Zustand befinden.

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30-04-10 - EU-Botschafter: Konflikt friedlich beenden

Der Machtkampf zwischen Regierung und außerparlamentarischer Opposition hat sich ausgeweitet und die Vororte Bangkoks erreicht. Als Folge haben Sicherheitskräfte alle Zufahrtsstraßen zu dem von der „United Front for Democracy against Dicatorship“ (UDD) besetzten Innenstadtviertel gesperrt. Die „Rothemden“ folgern daraus, dass Armee und Polizei sehr bald den Befehl zur Räumung bekommen. In einem Brief an die Botschaft der Europäischen Union (EU) in Bangkok hat die UDD um die Entsendung von Beobachtern gebeten. Sie sollen vor Ort feststellen, dass die Regierung mit Gewalt gegen protestierende Bürger vorgeht. Bei Übergabe der Petition durch vier „Rothemden“ appellierte EU-Botschafter David Lipman an beide Seiten, den Konflikt friedlich zu beenden und alle Gesetze einzuhalten. In der Vorwoche hatten die Demonstranten bereits die Entsendung einer UN-Friedenstruppe gefordert.
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30-04-10 - THAI kürzt den Flugplan

Ab Mai wird die Thai Airways International (THAI) ihre Sitzplatzkapazität auf den Auslandsstrecken um 10 bis 15 Prozent zurückfahren. Die Staatslinie verzeichnet bei den Buchungen erhebliche Einbrüche. Ursachen sind die Unruhen und die touristische Nebensaison. So ist bei der THAI die Sitzplatzauslastung von 75 auf 65 Prozent zurückgegangen. „Wir wollen nicht mit zur Hälfte leeren Maschinen fliegen“, heißt es beim Vorstand. Die Aktionäre der finanziell gebeutelten Staatslinie haben eine Kapitalerhöhung um 10 Milliarden Baht beschlossen. Deshalb sollen eine Milliarden Aktion zu 10 Baht ausgegeben werden. Mit dem Erlös will die THAI das operative Geschäft finanzieren und Kredite zurückzahlen.

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30-04-10 - Erawan eröffnet dieses Jahr nur ein Hotel

Die Erawan-Gruppe hat wegen der Unruhen eine Gewinnwarnung herausgegeben. Das an der Börse gelistete Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit rund zehn Prozent weniger Einnahmen. Ursprünglich war die Gruppe von vier Milliarden Baht ausgegangen. Erawan erwartet einen deutlichen Rückgang der Touristenzahlen und wird in diesem Jahr nur ein neues Hotel eröffnen. Zwei weitere Projekte wurden erst einmal auf Eis gelegt. Zum Unternehmen zählt in Bangkok das Grand Hyatt Erawan Hotel, das wegen der Besetzung des Geschäftsviertels Ratchaprasong durch die „United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) geschlossen wurde.

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