01-05-10 - Bares für die Arbeitslosen
Über 20.000 wegen der Unruhen in Bangkok entlassene Beschäftigte von Hotels und Einkaufszentren erhalten in den kommenden Wochen Schecks über jeweils 3.000 Baht. Das ist Teil eines Hilfspakets der Regierung. 3.300 Frauen und Männer haben vorübergehend ihren Arbeitsplatz in zehn Hotels, weitere 17.000 in kleineren Geschäften im Umfeld der von den „Rothemden“ besetzten Kreuzung Ratchaprasong verloren. Die finanzielle Hilfe steht allen Arbeitslosen zu, die im Monat weniger als 15.000 Baht verdienen. Für die Unternehmen und kleine Gewerbetreibende hat die Regierung Steuervergünstigungen und zinsgünstige Kredite beschlossen.
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01-05-10 - Scharfschütze tötete Soldat
Ein Scharfschütze soll am letzten Mittwoch bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Regierungsgegnern in der Nähe des Bangkoker Flughafens Don Mueang den Tod eines Soldaten verursacht haben. Die Autopsie hat ergeben, dass ein Geschoss, aus großer Entfernung abgefeuert, das Gehirn des Mannes durchschlagen hat. Vertreter von vier medizinischen Fakultäten waren an der Autopsie beteiligt.
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03-05-10 - ICG: Politisches System ist zusammengebrochen
Die „International Crisis Group“ (ICG) mit Sitz in Brüssel hat angesichts der anhaltenden Konfrontation zwischen Opposition und Regierung vor einem Bürgerkrieg in Thailand gewarnt. Ohne internationale Vermittlung drohten die Auseinandersetzungen in Bangkok in einen unerklärten Bürgerkrieg umzuschlagen, heißt es in einem Bericht der ICG. Das politische System Thailands sei zusammengebrochen. Die Organisation schlägt als Vermittler eine unabhängige, internationale Kommission vor, angeführt von einer anerkannten Persönlichkeit. Das könnte der Präsident von Ost-Timor sein, der Nobelpreisträger Jose Ramos Horta. Die Regierung hat den Konflikt bisher stets als innere Angelegenheit des Landes bezeichnet und sich eine Einmischung aus dem Ausland verbeten. Die „International Crisis Group“ hat sich als nichtstaatliche Organisation der Verhinderung und Lösung von gewalttätigen Konflikten verschrieben. Keine andere Friedensinitiative weltweit hat auch nur annähernd so viel Einfluss. Ihre Konfliktanalysen werden von zahlreichen Regierungen geschätzt und sind mehrfach in Verhandlungslösungen eingegangen.
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03-05-10 - Massensterben im Storchenreservat
Tausende Klaffschnabelstörche sind in der Provinz Ayutthaya tot aufgefunden worden. Das riesige Ödland im Distrikt Phak Hai ist die Heimat Zehntausender dieser Vögel. Während die Einwohner die Vogelseuche für das Massensterben verantwortlich machen, tippen Behörden auf kontaminiertes Futter wie Wassertiere oder von Landwirten ausgelegtes Gift. Jetzt soll die Untersuchung von toten Tieren entnommenen Proben Gewissheit bringen.
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03-05-10 - Tourismusbranche verlor 7,5 Milliarden Baht
Auf 7,5 Milliarden Baht schätzt die staatliche Tourismusbehörde (TAT) die der Urlauberbranche in den Monaten März und April entgangenen Einnahmen. Wegen der politischen Unruhen trafen im März auf den internationalen Flughäfen Suvarnabhumi, Phuket, Hat Yai und Chiang Mai nur 1,34 Millionen ausländische Touristen ein. Im Jahresvergleich war das ein Minus von 4,6 Prozent. Für April wird das Ergebnis noch schlechter ausfallen. Bisher liegen nur die Zahlen für Suvarnabhumi vor: 680.000 Ausländer bedeuten im Jahresvergleich einen Rückgang um 21 Prozent. Die TAT wird ihre Prognosen für dieses Jahr ändern. Die Agentur war für 2010 von insgesamt 15,5 bis 16 Millionen Ausländern ausgegangen. Im Vorjahr hatten 14,14 Millionen und vor zwei Jahren 14,58 Millionen Ausländer in Thailand geurlaubt.
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04-05-10 - Premier legt Versöhnungsplan vor
Mit einem Versöhnungs- bzw. Friedensplan hofft Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva die Spaltung der Nation zu überwinden und die landesweiten Demonstrationen zu beenden. Noch in dieser Woche will der Premier eine so genannte Road-Map unterbreiten: Änderung der von mehreren Parteien kritisierten Verfassung aus dem Jahr 2007 sowie politische und soziale Reformen. Sie sollen die Armut im Land bekämpfen und ein gerechtere Gesellschaft schaffen. Abhisit schließt nicht aus, dass er das Parlament früher als geplant auflösen wird. Gestern nannte er als möglichen Termin für Neuwahlen den 14. November.
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04-05-10 - Kein Wasser für Übernachtungsgäste
Wegen der anhaltenden Trockenheit haben die Verwaltungen der Nationalparks Phu Ruea in Loei und Phu Hin Rong Kla alle Unterkünfte geschlossen. In den Schutzgebieten herrscht Wassernotstand. Es ist nicht ausreichend Brauchwasser für Übernachtungsgäste vorhanden. Die beiden Nationalparks bleiben aber geöffnet.
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04-05-10 - Demokraten droht Partei-Auflösung
Das Verfassungsgericht hat den Antrag der Wahlkommission zur Auflösung der Demokratischen Partei angenommen. Die Kommission hatte nach wochenlangen Ermittlungen entschieden, dass Thailands älteste Partei Spendengelder in Höhe von 258 Millionen Baht nicht ordnungsgemäß ausgewiesen und staatliche Fördermittel in Höhe von 29 Millionen Baht nicht den Regeln entsprechend verwendet habe. Sollten die Verfassungsrichter Gesetzesverstöße erkennen, müsste die Demokratische Partei aufgelöst werden. Alle führenden Mitglieder einschließlich Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva könnten fünf Jahre kein politisches Amt bekleiden. Eine Entscheidung des Verfassungsgerichts wird erst in einigen Monaten erwartet.
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04-05-10 - Preiswerte Tickets für Inlandsflüge
In diesem Monat können Passagiere der Thai Airways International (THAI) im Inland preiswerter fliegen. Die Staatslinie gewährt im Mai auf Inlandsstrecken erhebliche Preisnachlässe. In der Business-Class sind es 10 Prozent, in der Economy-Class bis zu 20 Prozent. Die Fluggesellschaft hofft so ihre Maschinen besser auszulasten. Wegen der politischen Unruhen haben rund zehn Prozent der Kunden ihre bereits bezahlten Flüge abgesagt, bei den Buchungen meldet THAI erhebliche Einbrüche.
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06-05-10 - Thais jubelten dem Königspaar zu
Für die religiösen Zeremonien zu seinem 60. Krönungstag hat Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej am Mittwoch zum ersten Mal seit Monaten das Siriraj Hospital in Bangkok verlassen. Gemeinsam mit Königin Sirikit fuhr der Herrscher vom Krankenhaus zum Großen Palast. Tausende Thais, die meisten in gelben Polo-Hemden oder T-Shirts, säumten die Straßen, jubelten dem Königspaar zu und riefen: Lang lebe der König! Der thailändische Monarch wird seit September letzten Jahres im Krankenhaus Siriraj behandelt.
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06-05-10 - Ende der Krise in Sicht
Anführer der außerparlamentarischen Opposition “United front for Democracy against Dictatorship” (UDD) haben dem Versöhnungsplan von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva grundsätzlich zugestimmt. Veera Musigkapong kündigte ein Ende der Demonstrationen an – unter der Voraussetzung, dass der Premier einen Termin für den Rücktritt der Regierung und die Auflösung des Parlaments nennt. Die Ankündigung von Abhisit, für den 14. November Neuwahlen anzuberaumen, reicht den „Rothemden“ nicht. Für Wahlen zum Parlament sei nicht die Regierung, sondern ausschließlich die Wahlkommission zuständig. Nach dem mehrwöchigen Machtkampf mit 27 Toten und rund 1.000 Verletzten stehen die Zeichen auf Entspannung.
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06-05-10 - Chulalongkorn Hospital wieder geöffnet
Das in der Vorwoche geschlossene Chulalongkorn Hospital nimmt wieder ambulante und stationäre Patienten auf. Weil über 100 „Rothemden“ die Gebäude nach Soldaten durchsucht, die Demonstranten die Zufahrten zum Spital gesperrt und Fahrzeuge kontrolliert hatten, hatte die Krankenhausleitung nicht mehr die Sicherheit von Patienten und Beschäftigten garantieren können. Das Hospital wurde vorübergehend geschlossen, 129 stationäre Patienten in andere Krankenhäuser verlegt. Diese Patienten bzw. deren Familienmitglieder können entscheiden, ob die Kranken wieder vom Chulalongkorn Hospital aufgenommen werden sollen. In dem Krankenhaus werden täglich bis zu 4.000 Kinder, Frauen und Männer behandelt.
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07-05-10 - Die „Gelbhemden“ fordern Rücktritt des Premiers
Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva hat gestern einen weiteren wichtigen Schritt zur Beendigung der politischen Krise getan. Er kündigte an, das Parlament zwischen dem 15. und 30. September aufzulösen. Neuwahlen könnten am 14. November folgen. Die so genannte Road Map des Premiers findet indessen nicht bei allen politischen und gesellschaftlichen Gruppierungen Zustimmung. Während Sprecher der Wirtschaft die Initiative der Regierung zur Beendigung der landesweiten Demonstrationen begrüßen und bei einer Umfrage von Abac Poll über 60 Prozent der Interviewten Abhisit den Rücken stärkten, lehnt die außerparlamentarische Opposition „People's Alliance for Democracy“ (PAD) eine Vereinbarung mit „Terroristen und Gegnern der Monarchie“ ab. Die „Gelbhemden“ haben Abhisit Vejjajiva zum Rücktritt aufgefordert. Er solle den Weg frei machen für einen qualifizierten Regierungschef.
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07-05-10 - Mehr Flüge auf die Ferieninsel Phuket
Mit Beginn des Winterflugplans 2010/11 wird die Air Berlin ab der Hauptstadt mehr Langstreckenflüge anbieten. Die Zahl der Verbindungen von Berlin nach Phuket wird auf zwei pro Woche steigen. Das teilte ein Unternehmenssprecher der Fluggesellschaft mit.
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07-05-10 - Gesetz schränkt Demonstrationen ein
Demonstrationen müssen künftig frühzeitig angemeldet werden. Das Kabinett hat ein entsprechendes Gesetz verabschiedet, das Proteste in Wild-West-Manier untersagt. 72 Stunden vor Beginn eines Protestzuges müssen Behörden informiert und die Polizei um die Genehmigung gebeten werden. Demonstranten dürfen weder Zugänge zu öffentlichen Gebäuden noch Krankenhäuser, Schulen und Transport-Terminals blockieren. Sollten Gesetze gebrochen werden, kann die Polizei umgehend ein Gerichtsurteil herbeiführen. Die von der Polizeibehörde vorgeschlagenen Regelungen müssen noch vom Parlament verabschiedet werden.
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07-05-10 - Drogenkurierin droht Todesstrafe
Mit der Todesstrafe muss eine auf dem Flughafen festgenommene Drogenkurierin rechnen. Die 45-jährige Frau von den Philippinen kam aus Peru und landete in einer Maschine der Indian Airlines in Bangkok. In ihrem Gepäck hatte sie 5,4 Kilogramm Rauschgift, ein Mix aus Kokain und Heroin im Straßenverkaufswert von 16 Millionen Baht. Das Pulver befand sich in neun Brotboxen. Die Polizei gab an, sie habe vor der Ankunft der Frau einen Tipp bekommen.
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08-05-10 - Ein Toter und neun Verletzte
Bei einer Schießerei und mehreren Granatexplosionen an der Silom Road in der Nähe des Lumpini-Parks ist in der Nacht zum Freitag ein Polizist getötet worden. Weitere sieben Beamte und zwei Demonstranten erlitten Verletzungen. Der erste Angriff ereignete sich in Bangkok um 22.45 Uhr vor einer Bankfiliale. Von einem Motorrad aus wurden Schüsse auf eine kleine Gruppe von Gegnern der „Rothemden“ abgegeben. Ein Polizist erlag seinen Verletzungen, zwei weitere Beamte und zwei Demonstranten wurden verletzt. Die Polizisten sollten Zusammenstöße zwischen „Rothemden“ und Anhängern der Regierung unterbinden. Drei Stunden später wurden drei Granaten auf einen Kontrollpunkt von Soldaten und Polizisten abgefeuert. Dabei wurden fünf Polizisten verletzt, ein Beamter musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei macht Gegner der Friedensbemühungen von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva für die Anschläge verantwortlich.
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08-05-10 - “Rothemden” wollen Demonstrationen beenden
Die Anführer der außerparlamentarischen Opposition “United front for Democracy against Dictatorship” (UDD) wollen die Massenproteste beenden. Die UDD unterstützt die so genannte Road Map des Ministerpräsidenten. Abhisit Vejjajiva hatte die Auflösung des Parlaments für Mitte bis Ende September angekündigt. Damit wäre der Weg für Neuwahlen im November frei. Heute wollen die „Rothemden“ beraten und verkünden, wann sie die Bangkoker Ratchaprasong-Kreuzung räumen. Die Regierungsgegner erwarten von der Regierung, dass der über Bangkok und angrenzende Provinzen verhängte Ausnahmezustand umgehend aufgehoben wird und die UDD ihren Fernsehsender ungehindert betreiben kann.
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08-05-10 - Central beziffert Verluste auf 1,2 Milliarden Baht
Central Pattana, der Immobilienarm der Central Group, gibt die Verluste wegen der Demonstrationen auf der Kreuzung Ratchaprasong für den Monat April mit 1,2 Milliarden Baht an. Von Schließungen betroffen waren die Einkaufszentren CentralWorld, Zen und Isetan sowie das Centara Grand Hotel. Central Pattana hat die Mietzahlungen der rund 500 Geschäftsinhaber erst einmal ausgesetzt, um Pleiten zu vermeiden. Als Folge der Unruhen erwartet das Unternehmen in 2010 bis zu 15 Prozent geringere Einnahmen als zu Beginn des Jahres prognostiziert.
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10-05-10 - Demonstranten sollen für Abzug festes Datum nennen
Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva hat die “United Front for Democracy against Dictatorship” (UDD) ultimativ aufgefordert, am heutigen Montag endgültig mitzuteilen, wann sie in Bangkok das seit Wochen besetzte Geschäftsviertel an der Kreuzung Ratchaprasong räumen wollen. Sollte die außerparlamentarische Opposition die Blockade nicht umgehend beenden, droht der Premier damit, die für den 14. November geplanten Wahlen zum Parlament abzusagen. Nach den zwei Angriffen in der Nacht zum Samstag in der Nähe des Lumpini-Parks mit zwei getöteten Soldaten und zwölf Verletzten fürchtet der Premier um das Leben der Sicherheitskräfte und Demonstranten. Die UDD hat mehrfach über die so genannte Road Map zur Versöhnung zwischen Gegnern und Anhängern der Regierung sowie über den Abmarsch der Demonstranten beraten. Doch die „Rothemden“ konnten sich bisher nicht einigen und haben sich mehrere Tage Bedenkzeit ausbedungen.
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10-05-10 - Keine Flugplankürzungen nach Westeuropa
Das der Thai Airways International (THAI) vom Vorstand aufgezwungene Sparprogramm trifft nicht die Routen nach Westeuropa. Auf diesen Strecken sind die Maschinen weiterhin ausreichend ausgelastet. Die THAI kürzt den Flugplan oder setzt kleinere Maschinen ein nach Athen, Indien (Mumbai und Delhi) und Dubai. Aufgewertet wurden Verbindungen nach Jakarta, Bali, Sydney, Brisbane und Auckland. Wegen der touristischen Nebensaison und der Unruhen in Thailand verkauft die Staatslinie derzeit erheblich weniger Tickets. Im Monat Mai sind nur gut 50 Prozent der Sitzplätze gebucht. Das Ziel für die Monate Mai und Juni war 70 Prozent.
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10-05-10 - 40 Barmitarbeiter unter Drogeneinfluss
Bei einer Razzia in den Bars der Walking Street in Südpattaya nahm die Polizei 40 Frauen und Männer mit auf die Wache. Deren Urintest hatte Drogenkonsum ergeben. Über 100 Beamte stürmten die Entertainment-Betriebe im Vergnügungsviertel auf der Suche nach Drogen, Waffen und Minderjährige. Rund 500 Personen wurden kontrolliert, die meisten waren Ausländer. Nach Angaben der Polizei waren unter den 40 vorläufig Festgenommenen fast ausschließlich Mitarbeiter von Bars.
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11-05-10 - UDD stellt für Abzug Bedingung
Die außerparlamentarische Opposition hat ihrerseits ein Ultimatum gestellt. Die „United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) will ihre Blockade der Ratchaprasong-Kreuzung im Herzen Bangkoks erst beenden, wenn sich der stellvertretende Ministerpräsident Suthep Thaugsuban für die gewaltsamen Auseinandersetzungen vom 10. April verantwortet. Damals waren bei den Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und „Rothemden“ 25 Menschen getötet und über 800 verletzt worden. Die UDD hat die Polizei aufgefordert, sich für Suthep Thaugsuban einen Haftbefehl ausstellen zu lassen. Ein Regierungssprecher sagte, der stellvertretende Ministerpräsident werde am heutigen Dienstag vor dem Department of Special Investigation aussagen.
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11-05-10 - Demonstranten stoppen Ambulanzwagen
Hospitäler und Rettungsdienste werfen den Demonstranten vor, den Tod von Verletzten und Erkrankten billigend in Kauf zu nehmen. Wächter der “United Front for Democracy against Dictatorship” (UDD) hätten in den letzten Wochen mehrfach Ambulanzwagen gestoppt, sie durchsucht und bis zu einer halben Stunde aufgehalten. Erst mit erheblicher Verspätung hätten die Rettungswagen die Krankenhäuser erreicht. Das Medical Emergency Institut berichtet, die Demonstranten hätten zwei Ambulanzwagen beschädigt und fünf Notarztwagen seien von Bomben getroffen worden.
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11-05-10 - Bangkok Airways mit Urlaubspaketen
Mit Urlaubspaketen will die Bangkok Air Gewinne einfliegen. Ab 15. Mai bietet die Fluggesellschaft Tickets einschließlich Übernachtungen auf den Inseln Samui, Phuket und Chang an. Die Kunden können wählen zwischen Hotels mit zwei bis fünf Sternen. Um die Pakete noch attraktiver zu machen, werden der Transfer von und zum Flugplatz sowie das Frühstück kostenlos sein. Die Sonderangebote gelten bis Mitte Juli. Bangkok Airways meldet für seine internationalen Strecken eine schwache Auslastung und will die Maschinen auf den Inlandsstrecken über die Urlaubspakete füllen.
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11-05-10 - Nok Air mit stattlichem Gewinn
Der durch die politischen Unruhen verursachte drastische Einbruch bei den Passagierzahlen mehrerer Unternehmen hat die Nok Air nicht erreicht. Da die Billigairline Inlandsroute bedient, sind ihre Flugzeuge weiterhin gut gefüllt. Denn 90 Prozent der Passagiere sind Thais. Geschäftsleute und Studenten müssen ihre Ziele erreichen, ebenso Urlauber. So hat Nor Air im ersten Quartal dieses Jahres einen Gewinn in Höhe von 172 Millionen Baht eingeflogen. Bestens ausgelastet sind die Maschinen in den Nordosten und Norden des Landes.
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12-05-10 - Ende der Proteste nicht in Sicht
Falls die “United Front for Democracy against Dictatorship” (UDD) nicht umgehend einen Termin für den Abmarsch der Demonstranten nennt, will Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva seine Zusage zur Auflösung des Parlaments und zu Neuwahlen zurückziehen. Ein Regierungssprecher sagte, wenn das Kabinett den Weg für Wahlen freigemacht habe, müssten Kandidaten aller Parteien freien Zugang zu ihren Wahlkreisen haben. Das wäre aber nicht der Fall, wenn die „Rothemden“ landesweit weiter protestierten. Der Premier hatte seinen Fahrplan für Neuwahlen am 14. November am 3. Mai verkündet, die UDD grundsätzlich zugestimmt. Sie nannte aber bisher keinen Termin für die Beendigung der Blockade in der Bangkoker Innenstadt. Gestern verkündete ein Anführer der „Rothemden“, sie würden erst den Heimweg antreten, wenn der stellvertretende Ministerpräsident Suthep Thaugsuban von der Polizei vernommen und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werde. Die UDD wirft Suthep vor, am 10. April den Einsatz von Soldaten und Polizei angeordnet zu haben. Er müsse sich für die 25 Toten und über 800 Verletzten verantworten. Gestern hatte der Politiker im Department of Special Investigation zu den Vorwürfen Stellung genommen. Die UDD fordern aber eine Untersuchung durch die Polizeibehörde.
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12-05-10 - 42 Anschläge in Bangkok und Nonthaburi
Seit Beginn der Massenproteste am 12. März hat es in Bangkok und der angrenzenden Provinz Nonthaburi 42 Anschläge gegeben. 34mal explodierten Granaten, einmal Sprengstoff (TNT) und dreimal Bomben. Bei zwei Attacken wurde geschossen. Ziele waren überwiegend staatliche Gebäude, weiter Wohnhäuser, öffentliche Plätze und Banken. Seit dem 12. März sind bei den Unruhen 29 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten wird mit über 1.400 angegeben.
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13-05-10 - Krise spitzt sich erneut zu
Die Regierung hat ihre Ankündigung, ab Mitternacht den Demonstranten im Bangkoker Geschäftsviertel Ratchaprasong die Strom- und Wasserversorgung sowie die Mobilfunksignale zu unterbrechen. nicht wahr gemacht. Ein Sprecher sagte, betroffen wären ja nicht nur die „Rothemden“, sondern Tausende Einwohner, Schulen, Krankenhäuser und Botschaften. Beim Krisenzentrum hätten am Mittwoch neben vielen Bürgern auch Botschaften gegen den Plan protestiert. Das Krisenzentrum schließt nicht aus, der „United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) später den „Hahn“ abzudrehen und die Belieferung der Demonstranten mit Lebensmitteln zu stoppen. Die UDD hat in den letzten Tagen mehrfach Ultimaten, die Blockade der Ratchaprasong-Kreuzung umgehend aufzugeben, verstreichen lassen. Deshalb steht Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva nicht mehr zu seinem Wort, im September das Parlament aufzulösen und für den 14. November Neuwahlen anzusetzen. Weil sich die Fronten erneut verhärtet haben, haben sich die Hoffnungen auf eine baldige Entspannung zerschlagen. Beobachter rechnen mit einer härteren Gangart der Regierung gegenüber den „Rothemden“.
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13-05-10 - Behörden blockten über 64.000 Webseiten
Seit Verhängung des Ausnahmezustands über Bangkok und angrenzende Provinzen am 7. April haben Behörden täglich 500 Webseiten geblockt. Das Erawan Emergency Centre will nach eigenen Angaben rund 9.000 unliebsame Webseiten aus dem Internet genommen haben. Damit wurden unter der Administration von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva insgesamt über 64.000 der Regierung nicht genehme Websites geblockt.
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13-05-10 - Kein Ende der Hitzewelle
Meteorologen sagen für diese Woche weiter extreme Temperaturen voraus. Landesweit soll das Thermometer in der Spitze 35 bis über 41 Grad zeigen. Unter der Hitzewelle leiden vor allem chronisch Kranke, ältere Frauen und Männer sowie Kinder. Gesundheitsminister Jurin Laksanawisit hat die Risikogruppen aufgefordert, das Sonnenlicht zu meiden, in Häusern und Wohnungen zu bleiben und ausreichend Wasser zu trinken. In den letzten zwei Jahren starben in Thailand sieben Menschen an Hitzschlag. In diesem Jahr sollen nach Angaben von Smith Dharmasaroja, dem Vorsitzenden des National Disaster Warning Centre, 15 Frauen und Männer wegen der hohen Temperaturen einem Herzschlag erlegen sein.
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14-05-10 - In Bangkok eskaliert die Gewalt
Bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten ist in der Nacht zum Freitag ein Mensch getötet worden. Zehn Personen erlitten Verletzungen. Nach Medienberichten sollen Anhänger der „United Front of Democracy against Dictatorship“ (UDD) in der Nähe des Lumpini-Parks in Bangkok Steine auf Soldaten geworfen haben. Die Uniformierten schossen zurück. Wenige Stunde zuvor wurde auf den „roten“ General Khattiya Sawasdipol ein Attentat verübt. Der als „Seh Daeng“ bekannte Offizier wird von der Regierung als "Terrorist" bezeichnet und für einige der Gewalttaten der jüngsten Zeit verantwortlich gemacht. Er liegt mit Schusswunden am Kopf auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Der Schuss soll von einem Scharfschützen abgegeben worden sein. Bei dem Attentat wurden zwei weitere „Rothemden“ verletzt.
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14-05-10 - Ausnahmezustand über weitere Provinzen verhängt
Die Armee hat begonnen, die Demonstranten im Bangkoker Geschäftsviertel Ratchaprasong einzukreisen. Straßen wurden gesperrt, gepanzerte Fahrzeuge fuhren zum Aufmarschgebiet der „Rothemden“. Alle Zeichen stehen auf Sturm. Gestern hat die Regierung den Ausnahmezustand über 15 weitere Provinzen verhängt: Chonburi, Nonthaburi, Samut Prakan, Pathum Thani, Ayutthaya, Udon Thani, Chaiyaphum, Khon Kaen, Nakhon Ratchasima, Si Sa Ket, Chiang Mai, Chiang Rai, Nan, Lampang und Nakhon Sawan. Die Notstandsgesetze galten bereits für Bangkok und Teile von Nonthaburi, Samut Prakan, Pathum Thani, Nakhon Pathom und Ayutthaya. Das Krisenzentrum will verhindern, dass weitere Demonstranten Bangkok erreichen und zu den „Rothemden“ an der Ratchaprasong-Kreuzung stoßen. Geplant ist nach wie vor, die Wasser- und Stromversorgung zu unterbrechen und Fahrzeuge mit Lebensmitteln den Zugang zu verwehren.
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14-05-10 - Deutscher auf Phuket festgenommen
Phukets Immigration hat auf der Ferieninsel einen in seinem Heimatland gesuchten Deutschen festgenommen. Dem 46-Jährigen wird Betrug in großem Umfang beim Verkauf von Ausrüstungsgegenständen für Sonnenkollektoren vorgeworfen. Die deutsche Staatsanwaltschaft gibt den Schaden mit 1,5 Millionen Euro an. Auf der Flucht vor der Justiz reiste der mutmaßliche Betrüger illegal nach Thailand ein. Die Polizei kam ihm über seinen Email-Verkehr auf die Spur. Seine Kumpane sitzen bereits in Haft.
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14-05-10 - Waffen waren für Hamas und Hisbollah bestimmt
Die Mitte Dezember auf dem Bangkoker Flughafen Don Mueang beschlagnahmte Waffenladung war für die Hamas und Hisbollah bestimmt. Das teilte jetzt das israelische Außenministerium mit. Die Lieferung sollte demnach über den Iran oder Syrien die islamitischen Gruppen erreichen. Das aus der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang kommende und in Georgien registrierte Flugzeug war zum Auftanken auf Don Mueang gelandet. Weil die Behörden einen Tipp bekommen hatten, durchsuchten Polizei, Zoll und Immigration die Maschine. Sie fanden rund 35 Tonnen Kriegswaffen, darunter Raketen und Panzerabwehrmunition.
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15-05-10 - Gewalt in Bangkok: Sieben Tote
Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und oppositionellen Demonstranten sind am Freitag in Bangkok mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Weitere 101 sind nach Angaben der Erawan Emergency Unit verletzt worden, darunter sind drei Journalisten. Neun Verletzte liegen im kritischen Zustand auf Intensivstationen. Bangkoks Innenstadt gleicht einer Kriegszone. Soldaten haben die Anhänger der „United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) eingekesselt und gehen gegen die „Rothemden“ vor. Eingesetzt werden gepanzerte Fahrzeuge, Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse. Das Krisenzentrum hat den Soldaten ausdrücklich erlaubt, zur Selbstverteidigung scharfe Munition abzufeuern. Die „Rothemden“ schießen zurück, feuern Raketen und Granaten ab, werfen Molotowcoctails und setzen aus Reifen errichtete Barrikaden in Brand
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15-05-10 - 14-05-10 - Berlin verschärft die Sicherheitshinweise
Das Auswärtige Amt in Berlin hat wegen der erneuten gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Toten und Verletzten die Sicherheitshinweise für Urlauber und Geschäftsleute in Thailand noch einmal verschärft. Es wird dringend von Reisen nach Bangkok abgeraten. Das Auswärtige Amt ruft alle in der Stadt befindlichen Staatsbürger auf, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden. Deutsche sollten sich ständig über die Medien über die weitere Entwicklung informieren. Die Nutzung des Bangkoker Flughafens Suvarnabhumi insbesondere als Transitflughafen für Flüge innerhalb Thailands oder ins Ausland ist derzeit nicht beeinträchtigt. Die Tourismusregionen im Süden des Landes sind von den Demonstrationen derzeit nicht betroffen. Nachdem die Regierung den Ausnahmezustand am 13. Mai auf weitere Provinzen ausgeweitet hat, empfiehlt das Auswärtige Amt, von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in diese Provinzen abzusehen. Betroffen sind vorwiegend die Regionen im Norden und Nordosten des Landes und damit insbesondere auch die Städte Ayutthaya, Chiang Mai, Chiang Rai, Udon Thani und Khon Kaen.
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15-05-10 - Schweizer Botschaft geschlossen
Die Schweiz hat ihre Botschaft in der thailändischen Hauptstadt geschlossen. Das Gebäude befindet sich in unmittelbarer Nähe des von Demonstranten blockierten Geschäftsviertels. Das Eidgenössische Department für auswärtige Angelegenheiten rät von nicht erforderlichen Reisen nach Bangkok ab. Bei Reisen in ganz Thailand sei aber erhöhte Vorsicht geboten, heißt es weiter in den Reisehinweisen.
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17-05-10 - Das Blutvergießen geht weiter
In Bangkok herrscht Anarchie. Es ist nicht abzusehen, wann das Chaos und die bürgerkriegsähnlichen Zustände ein Ende haben werden. Nach Behördenangaben wurden bei den seit Freitag andauernden Straßenschlachten mindestens 34 Menschen getötet und rund 340 verletzt, darunter vier Journalisten. Soldaten haben die Anhänger der „United Front for Democracy against Dictatorship” (UDD) eingekesselt und von Lieferungen mit Nahrungsmitteln abgeschnitten. Die Armee erklärte das Gebiet um das von den Regierungsgegnern besetzte Geschäftsviertel Ratchaprasong zu einer Sperrzone, in der scharf geschossen wird. Doch die „Rothemden“ wollen nicht weichen, nicht abziehen. Radikale Anführer verbreiten, sie würden bis zum Ende durchhalten und kämpfen. Ein Militärsprecher sagte, gegenwärtig hätte die Armee die Situation unter Kontrolle.
Dennoch ist kaum anzunehmen, dass die Soldaten gegen die verbarrikadierten Demonstranten vorgehen. Denn unter den Tausenden „Rothemden“ sind neben bewaffneten Männern auch zahlreiche Frauen und Kinder. "Wir wollen unsere Stellungen halten und eine Konfrontation vermeiden", sagte Finanzminister Korn Chatikavanij der BBC. Die Armeeführung scheint die Regierungsgegner aushungern zu wollen, und das Centre for Resolution of Emergency hat den Ausnahmezustand über fünf weitere Provinzen erklärt: Ubon Ratchathani, Mahasarakham, Roi Et, Sakon Nakhon und Nong Bua Lamphu. Aus Chiang Mai, Ubon Ratchathani und Phayao werden neue Demonstrationen gemeldet. Dort solidarisieren sich „Rothemden“ mit den eingekesselten Frauen und Männern in Bangkok und fordern ein Ende der Gewalt.
Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva hat erklärt, seine Regierung sei fest entschlossen, die staatliche Ordnung, Ruhe und Frieden wiederherzustellen. Notfalls mit Gewalt. Für die Hauptstadt kündigte der Premier am Sonntag eine Ausgangssperre an. Doch dieser Plan wurde Stunden später verworfen. Fest steht, dass der für den heutigen Montag angesetzte Schulbeginn verschoben wird. Alle 400 Schulen Bangkoks bleiben geschlossen. Ebenso geschlossen bleiben alle staatlichen Ämter.
Inzwischen keimt wieder Hoffnung auf eine friedliche Lösung auf. Ein Anführer der Protestbewegung bietet der Regierung neue Gespräche an. Doch nur unter Bedingungen: Wenn das Militär sich zurückziehe und aufhöre zu schießen, seien die Rothemden zu neuen Verhandlungen bereit, erklärt er. Zudem fordert er die Vereinten Nationen auf, die Rolle eines Vermittlers zu übernehmen.
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17-05-10 - Deutsche Botschaft geschlossen
Wegen der Unruhen bleibt die deutsche Botschaft in Bangkok ab heutigen Montag bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Hauptzufahrtsstraße (Sathorn Road) zur Botschaft ist gesperrt. Ein Konsulardienst für Notfälle für deutsche Staatsangehörige wird in der französischen Botschaft eingerichtet, für die Dauer der Schließung jeweils täglich von 10 bis15 Uhr. Die französische Botschaft befindet sich in der Charoen Krung Road, neben dem Mandarin Oriental Hotel. Visa-Anträge werden zurzeit nicht bearbeitet. Die Botschaft bleibt erreichbar über den Bereitschaftsdienst (+66 81 8456224). Bei Störungen des Mobilfunks wenden sich Deutsche an die Nummer +66 2 2879100, wo man weiter verbunden wird (dies ist der Sicherheitsdienst, der unter Umständen kein Deutsch spricht!). Ende letzter Woche hatte bereits die Schweizer Botschaft die Schließung beschlossen.
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17-05-10 - „Harter Kern gewaltbereiter Rothemden“
Der deutsche Botschafter in Bangkok, Hanns Schumacher, sagte der Deutschen Presseagentur: "In der Innenstadt sitzt ein harter Kern aus 1000 bis 2000 gewaltbereiten Rothemden." Die Regierung habe versucht, mit Fingerspitzengefühl und Zurückhaltung zu agieren. "Das übliche von den Medien verbreitete Bild, der arme Bauer kämpft gegen die Unterdrücker aus Bangkok, das stimmt hier einfach nicht", betonte Schumacher nach einem Bericht der Deutschen Welle.
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17-05-10 - Mehrheit hält Militäreinsatz für notwendig
Bei einer Meinungsumfrage von Suan Dusit Poll befürworteten 51 Prozent der Befragten den Militäreinsatz gegen die Demonstranten. 42 Prozent der Interviewten halten die Entscheidung der Regierung für richtig, den Versöhnungsplan aufzugeben. Die „Rothemden“ hatten den Plan in der Vorwoche begrüßt und später mehrfach für die Regierung unannehmbare Bedingungen gestellt. Befragt wurden Ende letzter Woche in Bangkok und angrenzenden Provinzen 1.387 Frauen und Männer.
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17-05-10 - 27 “Rothemden” müssen ein halbes Jahr ins Gefängnis
In einem Eilverfahren verurteilte ein Distriktgericht 27 Anhänger der „United Front for Democracy against Dictatorship” (UDD) zu einer Haftstrafe von sechs Monaten. Den Angeklagten war vorgeworfen worden, gegen den über Bangkok verhängten Ausnahmezustand verstoßen zu haben. Die Verurteilten waren bei Straßenkämpfen mit Soldaten festgenommen worden. Die Richter ließen keine Kaution zu, die Demonstranten müssen ihre Haftstrafe absitzen.
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18-05-10 - Regierung und Gegner sprechen miteinander
Nach den tagelangen blutigen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten in Bangkok sprechen Vertreter der Regierung und der „Rothemden“ wieder miteinander. Natthawut Saikua, ein Anführer der Demonstranten, hat dem Generalsekretär des Ministerpräsidenten einen Waffenstillstand vorgeschlagen. Korbsak Sabhavasu sagte den Regierungsgegnern, Verhandlungen könnten nur aufgenommen werden, wenn die Demonstranten das besetzte Geschäftsviertel in Bangkok verließen und sich ergeben würden. Am Montag hatte sich die außerparlamentarische Opposition einem Ultimatum der Regierung, bis 15 Uhr die Kreuzung Ratchaprasong zu verlassen, widersetzt. Das Krisenzentrum der Militärs hat Frauen, Kinder und ältere Männer unter den Demonstranten noch einmal aufgerufen, umgehend das besetzte Viertel zu verlassen.
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18-05-10 - Senatoren fordern Waffenstillstand
55 Senatoren haben an Regierung und Demonstranten appelliert, sofort in einen Waffenstillstand einzuwilligen und Verhandlungen über ein Ende der Ausschreitungen aufzunehmen. Beide Seiten sollten sich auf einen Plan zur Versöhnung einigen und den Frieden im Land wieder herstellen. Die hohe Zahl der Toten und Verletzten, heißt es weiter in der Erklärung, schade dem Image des Landes. Die Senatoren halten die Entscheidungen der Regierung, dem Gesetz Geltung zu verschaffen, für richtig, wünschen aber, dass Demonstranten, die Gesetze gebrochen haben, ein faires Gerichtsverfahren bekommen.
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18-05-10 - “Seh Daeng” erlag seinen Verletzungen
Der am letzten Donnerstag von einem Scharfschützen lebensgefährlich verletzte General Khattiya Sawasdipol ist am Montagmorgen im Krankenhaus verstorben. Der als „Seh Daeng“ bekannte Offizier war zu den Demonstranten übergelaufen und wird von der Regierung für mehrere Gewalttaten verantwortlich gemacht. Während eines Interviews mit einem ausländischen Journalisten an der Bangkoker Kreuzung Saladaeng wurde der General am Kopf getroffen und umgehend in ein Hospital eingeliefert. Der 58-Jährige genießt einen legendären Ruf in Thailand, weil er sich in den 70er Jahren gegen die kommunistische Guerilla im Nordosten des Königreichs hervortat. Später wurde "Seh Daeng" zum Anhänger des 2006 von den Militärs gestürzten Premierministers Thaksin Shinawatra. Zuletzt war er Sicherheitschef der „Rothemden“, er organisierte die Verteidigung des seit Wochen besetzten Gebiets.
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18-05-10 - THAI fliegt stattlichen Gewinn ein
Das Sanierungskonzept der Thai Airways International (THAI) hat der staatlichen Fluggesellschaft im ersten Quartal im Jahresvergleich einen um über 36 Prozent höheren Gewinn gebracht. Die Geschäftsführung gibt den Profit mit 10,72 Milliarden Baht an. Die Zahl der Passagiere stieg um fast 18 Prozent, das Frachtgeschäft nahm um über 54 Prozent zu. Der Vorstand hat das Unternehmen nach dem verlustreichen Jahr 2008 auf den richtigen Weg gebracht, will aber für das gesamte Jahr keine Prognose abgeben. Die Folgen der Unruhen seien nicht absehbar.
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19-05-10 - „Rothemden“ wollen verhandeln
Die Demonstranten haben Verhandlungen zugestimmt. Vertreter von 55 Senatoren haben in der Nacht zum Mittwoch mehrere Stunden mit den Anführern der „United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) gesprochen. Die UDD hat den Senatssprecher Prasobsuk Boondej als Vermittler akzeptiert. Ziel der Gespräche mit Regierungsvertretern ist, die seit Tagen anhaltende Gewalt in Bangkok zu beenden. Allerdings beharrt die Regierung darauf, dass die „Rothemden“ den besetzten Stadtteil Ratchaprasong umgehend räumen. Seit Freitag letzter Woche sind bei den Straßenkämpfen 36 Menschen gestorben und 284 verletzt worden. Davon werden noch 98 in Krankenhäusern behandelt.
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19-05-10 - Urlaubsbranche verliert 100 Milliarden Baht
Nach Einschätzung des Tourism Council of Thailand werden die Einnahmen der Tourismusbranche in diesem Jahr wegen der blutigen Unruhen um 100 Milliarden Baht geringer ausfallen. Erwartet werden höchstens12 bis 13 Millionen ausländische Touristen. Im Vorjahr urlaubten im Königreich 14,4 Millionen Ausländer, rund 3 Prozent weniger als in 2008.
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19-05-10 - Deutsche Botschaft warnt vor Zuspitzung der Lage
Die deutsche Botschaft in Bangkok appelliert an alle in der Hauptstadt lebenden Staatsbürger, in ihren Wohnungen zu bleiben und die Medien zu verfolgen. In einem Schreiben an die auf der so genannten „Deutschenliste“ aufgeführten Landsleute heißt es weiter: „Das thailändische Außenministerium und auch das Militär haben uns heute erneut vor einer möglichen Zuspitzung der Lage in der Innenstadt gewarnt. Der konsularische Notdienst in der französischen Botschaft wird zunächst für heute eingestellt.“
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19-05-10 - Ausgangssperre in Bangkok
Über ganz Bangkok wird in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (20.Mai) eine amtliche Ausgangsperre verhängt, die von 20.00 bis 6.00Uhr besteht. Touristen, die Bangkok über den Flughafen verlassen, müssen unbedingt ihren Pass und ihr Flugticket auf sich tragen. Die ergriffenen Maßnahmen dienen zur Kontrolle der gegenwärtigen Situation, da die Einschätzung zur Sicherhalt in der Stadt noch unklar ist. Die Deutsche Botschaft rät Besuchern und Einwohnern Bangkoks, vorerst in den Wohnungen zu verbleiben und diese, wenn nötig, nur mit großer Vorsicht zu verlassen.
Staatliche Behörden sind berechtigt, ihre Aufgaben in den Bereichen mit Zugangsbeschränkung durchführen, Die Ausgangssperre wurde von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva verordnet um Ruhe und Ordnung wiederherzustellen.
In Bangkok sind zur Stunde mehrere Gebäude in Brand. Darunter befinden sich das Einkaufszentrum CentralWorld in Ratchaprasong, Siam Theater am Siam Square, dem Paragon Shopping Center sowie Niederlassungen von Geschäftsbanken in unmittelbarer Nähe. Ebenso brennt Gebäude vom Channel 3, der Sender wurde eingestellt.
Die Botschaften rufen zu äusserster Vorsicht auf und bitten Residenten und Urlauber sich an die Ausgangssperrzeiten zu halten.
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20-05-10 - Nach der Aufgabe der „Rothemden“:
Bangkok gleicht einem Schlachtfeld
Militante Regierungsgegner wollen nicht aufgeben und haben am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag in Bangkok mehrere Gebäude besetzt, Feuer gelegt, Molotowcocktails geworfen, Sachschaden in Milliardenhöhe verursacht und in der Innenstadt für ein Chaos gesorgt. Menschen bangten und rannten um ihr Leben. Zur Sicherheit von Bürgern und Touristen verhängte die Regierung über Bangkok, angrenzende Städte und mehrere Provinzen im Norden und Nordosten ein Ausgehverbot. Es galt von 20 Uhr bis 6 Uhr am heutigen Donnerstag.
Die Armee ging kompromisslos gegen gewaltbereite Anhänger der „United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) vor. Obwohl nachts in einigen Stadtteilen weiter schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und militanten „Rothemden“ tobten, erklärte ein Sprecher des militärischen Krisenzentrums am Donnerstagmorgen, sie hätten die Lage unter Kontrolle. Ausgelöst wurden die gewalttätigen Auseinandersetzungen durch die Ankündigung der UDD-Führer, die wochenlangen Demonstrationen zu beenden und sich der Polizei zu stellen. Hunderte Hardliner akzeptierten den Rückzug nicht und riefen zu Gewalttaten auf.
Die Chronologie:
In den frühen Morgenstunden des Mittwoch rückten Tausende Soldaten mit gepanzerten Fahrzeugen auf das von den "Rothemden" seit Wochen besetzte Gebiet in der Innenstadt vor. Begleitet von schweren Feuergefechten überrollten Panzer die Barrikaden aus Reifen und Bambusstöcken. Die Sicherheitskräfte brachten mehrere zuvor von den „Rothemden“ besetzte Bereiche in der Innenstadt unter ihrer Kontrolle.
Gegen 13.15 Uhr erklärte Jatuporn Promphan die Demonstration und Besetzung des Geschäftsviertels Ratchaprasong für beendet und forderte die „Schwestern und Brüder“ auf, nach Hause zu fahren. Weitere Proteste würden zu mehr Verlusten unter den UDD-Anhängern führen.
Eine halbe Stunde später erschienen mehrere Anführer auf der Polizeistation an der Rama I Road. Darunter waren Jatuporn Promphan, Kwanchai Praipana, Natthawut Saikua, Wiphuthaleng Phattanaphuthai und Nisit Sinthuprai. Sie sollen wegen Verletzung des Ausnahmezustands angeklagt werden. Die Anführer wurden später zu einer Polizeibasis in Hua Hin gebracht.
Verärgerte und mit der Aufgabe der Blockade nicht einverstandene „Rothemden“ warfen gegen 15 Uhr Molotowcocktails und Granaten in das Einkaufszentrum CentralWorld und zündeten vor den Eingängen Reifen in Brand. Demonstranten brachen in das Gebäude ein und legten Brände. Weil die Feuerwehr wegen der radikalen und bewaffneten Regierungsgegner und mehrerer Scharfschützen nicht anrücken konnte, breiteten sich die Flammen schnell aus. Inzwischen drohen Teile des Gebäudes einzustürzen.
Andere UDD-Anhänger stürmten das Gebäude des TV-Kanals 3 und zündeten auf dem Parkplatz abgestellte Fahrzeuge an. Der Fernsehsender unterbrach sein Programm und sendete nur noch sein Logo. Die Belegschaft brachte sich in Sicherheit.
Die Stadtverwaltung meldete bis zum späten Abend 27 größere Brandstiftungen. Darunter waren das Siam Theatre, das Einkaufszenztrum Zen, das Hotel Century Park, die Hauptverwaltung des Stromversorgers Metropolitan Electricity Authority, ein Kino am Siam Square, die Bibliothek der Bangkoker Börse, der Verbrauchermarkt Big C an der Rajdamri Road, Teile des Centara Grand Hotels und mehrere Bank-Filialen. Einige Gebäude brannten bis auf die Grundmauern nieder. Stundenlang standen dicke Rauchwolken über der Hauptstadt.
Aus Angst vor Übergriffen verließen Journalisten der beiden englischsprachigen Zeitungen Bangkok Post und The Nation ihre Redaktionsräume. Zuvor hatten Demonstranten angekündigt, gegen lokale Medien und deren Mitarbeiter vorzugehen.
Gegen Abend gab das Erawan Emergency Medical Centre die Zahl der Opfer bekannt: 7 Tote und 81 Verletzte. Medien berichten indessen von 16 Toten. Darunter ist der 48-jährige italienische Fotograf Polenghi Fabio. Er wurde auf der Kreuzung Sarasin in den Bauch geschossen und erlag wenig später seinen Verletzungen. Unter den Verletzten sind drei weitere ausländische Journalisten und eine Ausländerin.
Seit dem letzten Freitag haben die Unruhen mindestens 44 Menschen das Leben gekostet. Die Zahl der Verletzten liegt bei rund 150.
Als Reaktion auf das Ende der Massendemonstrationen in Bangkok zogen Tausende “Rothemden“ in Khon Kaen, Udon Thani, Mukdahan, Ubon Ratchathani und Chiang Mai, der Hochburg des gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra, durch die Straßen zu den Verwaltungsgebäuden. Sie durchbrachen Polizeisperren, setzten auch hier Gebäude in Brand und drangen in Rathäuser ein. Ihre Forderung: Umgehende Auflösung des Parlaments und Neuwahlen.
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20-05-10 - Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Nordthailand ab
Das Auswärtige Amt in Berlin hat seinen Sicherheitshinweis für Thailand verschärft. Neben Bangkok rät die Behörde nun auch von Reisen in den Norden und Nordosten des Landes dringend ab. Dort herrscht seit dem 13. Mai wie in der Hauptstadt der Ausnahmezustand, durch den Demonstrationen der „Rothemden“ verhindert werden sollen. Betroffen sind laut Berlin auch touristisch interessante Städte wie Ayutthaya, Chiang Mai und Chiang Rai.
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Notfallnummer der Schweizer Botschaft:
In sehr dringenden Fällen kann die Botschaft auch unter den üblichen Telefonnummern erreicht werden, oder über die folgenden Mobile-Nummern, die 24 Stunden im Betrieb sein werden:
Tel.: 02 797 7986 , 081 822 4921 , 089 776 1214 , 084 016 2172
Die Büros der Botschaft an der Wireless Road sind bis auf weiteres geschlossen. Die Schweizerische Botschaft in Bangkok kann in WIRKLICH NUR dringenden Fällen der folgenden provisorischen Anlaufstelle kontaktiert werden: c/o Siam City Cement Column Tower, 7th Fl. 199 Ratchadapisek Rd. Bangkok 10110 (Nähe Kreuzung Asok-Sukhumvit). Dieses Büro ist bis auf weiteres täglich von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Bitte nehmen Sie mit diesem Büro nur in DRINGENDEN Fällen Kontakt auf. Routinemässige Visaanfragen können vorübergehend nicht bearbeitet werden.
Notfallnummer der deutschen Botschaft:
Allen Deutschen, die sich - auch nur vorübergehend - in Thailand befinden, wird eine Eintragung in die Deutschenliste empfohlen. http://www.bangkok.diplo.de/Vertretung/bangkok/de/04/Deutschenliste/Deutschenliste.html
Die Botschaft ist zur Zeit in der Sathorn Road geschlossen. Bitte versuchen Sie nicht, die Botschaft zu erreichen. Ein Konsulardienst für Notfälle für deutsche Staatsangehörige wird in der französischen Botschaft eingerichtet, für die Dauer der Schließung jeweils täglich von 10-15 Uhr. Die französische Botschaft befindet sich in der Charoen Krung Road, neben dem Mandarin Oriental Hotel. Visa-Anträge können zur Zeit nicht bearbeitet werden. Die Deutsche Botschaft bleibt erreichbar über den Bereitschaftsdienst, Tel.: 081 8456224. Bei Störungen des Mobilfunks wenden Sie sich bitte an die Nummer 02-287 9100, wo man Sie weiterverbinden kann (dies ist der Sicherheitsdienst, der unter Umständen kein Deutsch spricht!).
Während der Dienstzeit (9-15 Uhr) stehen für telefonische Auskünfte zur Verfügung (Mobil- und Festnetznummern können zeitweilig gestört sein): Herr Duppel (politische Lage und Gefährdungseinschätzung) Tel.: 02 287 9024 und 085 259 7742
Notfallnummer der Österreichischen Botschaft:
Aufgrund der gegenwärtigen Sicherheitslage in Bangkok wurde der Dienstbetrieb wegen der in unmittelbarer Nähe der Botschaft stattfindenden Unruhen auf ein Minimum reduziert. Die Botschaft ist unter Tags über Soi Suan Plu und andere Nebenstraßen erreichbar. Für den Parteienverkehr (Visa-Neuanträge) bleibt die Botschaft geschlossen. Bereits bearbeitete Anträge werden allerdings von 07.30-15.00 Uhr auf telefonische Anfrage ausgehändigt. Es werden vorläufig keine Neuanträge angenommen (außer in Notfällen). Die Mitarbeiter der Botschaft können von 07.30 - 15.00 Uhr (Ortszeit Bangkok i.e. 02.30 - 10.00 Uhr österr. Zeit) erreicht werden, Tel.: 02 303 6257 DW 32 bzw. 41. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Konsularnotdienst für Österreicher, erreichbar unter der thailändischen Rufnummer Tel.: 081 903 6516, eingerichtet worden. Derzeit Keine Erreichbarkeit via e-Mail.
Beachten Sie weiter die Webseiten der Tagespresse:
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20-05-10 - Ausgangssperre in Pattaya gilt vorerst bis Sonntag Die am Mittwoch, 19. Mai, über Bangkok verhängte Ausgangssperre wurde noch am selben Abend um 20.15 Uhr auch auf Chonburi/Pattaya ausgeweitet und gilt derzeit in 23 von 76 Provinzen.
Voraussichtlich bis zum 23. Mai dürfen sich Passanten zwischen 21.00 und 5.00Uhr nicht mehr auf den Straßen aufhalten. Alle Geschäfte, Restaurants und Bars schließen zu den Zeiten der Ausgangssperre, gemäß der Vorschrift.
Touristen, die Thailand über den Flughafen verlassen wollen, müssen unbedingt ihren Pass und ihr Flugticket bei sich tragen. Gemäß des Pressesprechers der Regierung sind auch weiterhin Fahrten innerhalb der Ausgangssperre zum Flughafen möglich. Die deutsche Botschaft hingegen informiert, dass die Ausgangssperre auch für Touristen, die über den Flughafen Bangkok ausreisen wollen, ohne Ausnahme gilt.
Die ergriffenen Maßnahmen dienen zur Kontrolle der gegenwärtigen Situation, da die Einschätzung zur Sicherhalt in der Hauptstadt und deren unmittelbaren Umgebung noch unklar ist. Die Deutsche Botschaft rät Besuchern und Einwohnern Bangkoks, vorerst in den Wohnungen zu verbleiben und diese, wenn nötig, nur mit großer Vorsicht zu verlassen.
Besondere Vorsicht ist in den folgenden Provinzen geboten:
Bangkok, Nonthaburi, Samut Prakan, Pathum Thani, Nakhon Pathom, Ayutthaya, Chonburi, Chiang Mai, Chiang Rai, Lampang, Nakhon Sawan, Nan, Khon Kaen, Udon Thani, Chaiyaphum, Nakhon Ratchasima, Si Sa Ket, Ubon Ratchathani, Maha Sarakam, Roi Et, Nong Bua Lampoo und Sakon Nakhon.
Beachten Sie bitte auch die Erreichbarkeit der Botschaften
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21-05-10 - Anführer fordert ein Ende der Gewalt
Mit Veera Musigapong hat einer der prominenten Anführer der außerparlamentarischen Opposition an die „Rothemden“ appelliert, aufzugeben und sich der Polizei zu stellen. Auch am Donnerstag griffen militante Regierungsgegner Sicherheitskräfte an. In mehreren Stadtteilen waren Schusswechsel zu hören. Das militärische Krisenzentrum vermutet, dass sich noch Tausende „Rothemden“ in Bangkok aufhalten, darunter Hunderte gewaltbereiter Männer. Die Regierung stellt Busse bereit, mit denen die Frauen. Männer und Kinder kostenlos in ihre Provinzen befördert werden. Veera Musigapong sagte, für die Anhänger der „United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) bestehe keine Gefahr, sie seien Patrioten, liebten das Land, seien aber gegen eine Diktatur und forderten die Rückkehr zur Demokratie. Der Anführer zeigte sich geschockt über die hohe Zahl der Opfer und bedauerte die Ausschreitungen der letzten Tage. Veera Musigapong hatte sich gestern gemeinsam mit Weng Tojirarkan in Polizeigewahrsam begeben.
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21-05-10 - Sechs Tote im Tempel
Auf dem Gelände des Bangkoker Pathumwanaram-Tempels fanden Sicherheitskräfte sechs Tote. Nach Medienberichten sollen die Leichen Schusswunden aufweisen. Das Centre for Resolution of Emergency Situation hat eine Untersuchung eingeleitet, wer die fünf Männer und eine Frau getötet haben könnte. In dem Wat hatten sich vor dem Sturm der Soldaten auf die Barrikaden der „Rothemden“ Tausende Demonstranten, vornehmlich Frauen, Kinder und ältere Menschen, zurückgezogen. Nach Einschätzung des militärischen Krisenzentrums sollen sich im Tempel auch militante Regierungsgegner versteckt und von dort aus operiert haben. Mit den sechs Toten aus dem Tempel wurden seit dem letzten Mittwoch bei den Ausschreitungen nach Angaben des Erawan Emergency Medical Centre 15 Menschen getötet und weit über 100 verletzt. Seit dem Beginn der Proteste Mitte März kamen mindestens 75 Menschen ums Leben, darunter zwei ausländische Journalisten. Mehr als 1.800 Menschen wurden verletzt.
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21-05-10 - Brände verursachten zweistelligen Milliardenschaden
Der durch Brandstiftung militanter Demonstranten am Mittwoch und Donnerstag landesweit angerichtete Schaden erreicht nach Einschätzung von Experten einen zweistelligen Milliardenbetrag. Ingenieure der Stadtverwaltung sagten nach einer ersten Ortbesichtigung, Teile des Luxus-Einkaufszentrums CentralWorld, das Shoppingcenter Center One, Big C Rajdamri und das Siam Theatre müssten abgebrochen werden. Die Flammen hätten die Struktur der Gebäude beschädigt. Die Brände konnten nicht rechtzeitig gelöscht werden, weil die Feuerwehrleute um ihre Sicherheit fürchteten und wegen der bewaffneten „Rothemden“ die Brandstellen nicht erreichen konnten. In der Hauptstadt gingen 36 Gebäude in Flammen auf, in Khon Kaen, Ubon Ratchathani und Udon Thani die Verwaltungen der Provinzen. In Bangkok wurden alleine 17 Bank-Filialen in Brand gesteckt. Darüber hinaus wurden über 300 Fälle von Vandalismus bekannt. Zerstört wurden Schaufensterscheiben, Telefonzellen, Bushaltestellen sowie eine Reihe von Verkehrs- und Hinweisschildern.
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21-05-10 - Fast kostenlose Tickets bei AirAsia
Die Billigairline-Gruppe AirAsia bietet für den Zeitraum 3. Januar bis 8. Mai 2011 eine Million Sitze fast kostenlos an. Gebucht werden muss per Internet unter www.airaisa.com bis zum 23. Mai nach dem Motto: Wer zuerst kommt, fliegt mit! Die Tickets gibt`s für 130 Strecken in 20 Ländern, auch für die Tochtergesellschaft Thai AirAsia. Die Passagiere haben aber für die Nebenkosten aufzukommen wie Flughafengebühr. Für jeden Sektor auf Inlandsstrecken sind es weitere 207 Baht, auf internationalen Routen je Sektor 800 Baht. Mit den fast kostenlosen Tickets verzichtet die Gruppe auf Einnahmen in Höhe von zwei Milliarden Baht, glaubt aber, über Gebühren für Dienstleistungen und bezahltes Essen die finanzielle Lücke zu schließen.
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22-05-10 - Ausgangssperre für Pattaya aufgehoben
Das Centre for the Resolution of Emergency Situation (CRES) hat am Freitag gegen 20.45 Uhr die Ausgangssperre über Pattaya aufgehoben. Der Beschluss trat umgehend in Kraft. Als Begründung hieß es, eine Ausgangssperre im Touristenzentrum treffe Urlauber und Tourismusindustrie in ungewöhnlich harter Weise. Vor Tagen hatte das CRES eine Ausgangssperre über Bangkok und 23 Provinzen verhängt, darunter auch Chonburi mit der Stadt Pattaya.
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22-05-10 - Deutsche Botschaft will Montag wieder öffnen
Die Deutsche Botschaft in Bangkok wird voraussichtlich am kommenden Montag (24. Mai) für den Publikumsverkehr wieder geöffnet sein. Bis dahin wollen die Behörden die Sperrung der Sathorn Road aufheben. Die Wiedereröffnung ist aber von der weiteren Entwicklung der Sicherheitslage abhängig. Für die Visastelle gelten in der nächsten Woche von Montag bis Donnerstag verlängerte Öffnungszeiten bis 14 Uhr. Weitere Infos, auch für alle Thais, deren Besuchstermin ausgefallen ist, unter www.bangkok.diplo.de. Die Deutsche Botschaft bleibt erreichbar über den Bereitschaftsdienst (+66 81 8456224).
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22-05-10 - Zahl der Fluggäste hat sich halbiert
Bangkoks Flughafen Suvarnabhumi ist als Luftfahrtkreuz zu allen Kontinenten von den Unruhen besonders betroffen. Die Zahl der an- und abreisenden Passagiere ist um mehr als die Hälfte gefallen. In den letzten Tagen waren es nur noch zwischen 55.000 und 60.000. Starteten und landeten vor Wochen noch täglich 750 Maschinen auf dem Airport, so sind es derzeit nur noch gut 650. Die Thai Airways International und die Billigairline Thai AirAsia melden eine Sitzplastzauslastung von nur noch bis zu 60 Prozent. Mehrere internationale Fluggesellschaften haben Streichungen in ihrem Flugplan angekündigt. Denn fast 50 Länder haben Reisewarnungen herausgegeben, nicht nur für Bangkok, sondern auch für ganz Thailand. Dass Urlaubsziele wie Hua Hin, Cha-am, Phuket, Krabi, Koh Samui und Pattaya weiterhin sicher sind, verschweigen viele Medien. Führende Vertreter der Industrie und der Tourismusbranche sagen voraus, dass die Folgen des neuerlichen Blutbades gravierender sein werden als nach der einwöchigen Besetzung beider Bangkoker Flughäfen Ende 2008. Es würde viele Monate, wenn nicht weit über ein Jahr dauern, bis Investoren und ausländische Urlauber wieder Vertrauen in Thailand fassten.
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22-05-10 - Soforthilfe für kleine und mittlere Betriebe
Mit einer Soforthilfe in Höhe von fünf Milliarden Baht will die Regierung den von den Unruhen betroffenen kleinen und mittleren Betrieben einen Neustart erleichtern. Berechtigt sind alle Unternehmen, die unter den Demonstrationen und Gewaltakten der „Rothemden“ gelitten haben. Am kommenden Dienstag will das Finanzministerium während der Kabinettssitzung um weitere Gelder bitten und auch Steuererleichterungen vorschlagen.
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24-05-10 - Abhisit ruft zur Versöhnung auf
Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva hat zur nationalen Versöhnung aufgerufen. In fünf Schritten will der Premier das gespaltene Land zur Normalität führen. In einer Fernsehansprache sagte er, wichtiger als die Wiederherstellung der Infrastruktur und der Aufbau von Gebäuden sei es, die seelischen Wunden zu heilen und die Eintracht unter den Thailändern wiederherzustellen. Sein Plan zur Versöhnung umfasst Medienreformen und den Abbau sozialer und wirtschaftlicher Ungleichgewichte. Sein Friedensangebot beinhaltet Gespräche mit allen politischen Parteien und Gesellschaftsschichten einschließlich gewaltfreier „Rothemden“. Experten rechnen indessen mit einem Wiederaufflammen der Proteste und steigender Gewaltbereitschaft, auch mit Attentaten aus dem Untergrund. Ein Regierungssprecher ergänzte, vorgezogene Neuwahlen seien nach wie vor möglich, das hänge aber von Fortschritten im nationalen Versöhnungsprozess ab. Regulär stehen Wahlen nicht vor Ende 2011 an.
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24-05-10 - Nächtliche Ausgangssperre verlängert
The Centre for Resolution of Emergency Situation hat die Ausgangsperre über Bangkok und 23 weitere Provinzen bis zum Dienstagmorgen verlängert. Sie gilt am heutigen Montag ab 23 Uhr bis 4 Uhr. Über eine weitere Verlängerung wird das Krisenzentrum aufgrund der Sicherheitslage täglich befinden. In Bangkok und angrenzenden Provinzen hat die Armee 33 Checkpoints eingerichtet.
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24-05-10 - Thailändischer Film gewinnt Goldene Palme
Zum erstenmal ging die Goldene Palme nach Thailand. Überraschend gewann der Film „Onkel Boomee“ ("Lung Boonmee Raluek Chat") des Regisseurs Apichatpong Weerasethakul beim Filmfestival in Cannes die begehrte Auszeichnung. Der 39-Jährige nahm den Preis entgegen und dankte seinen Eltern, die ihn als Kind mit ins Kino genommen hatten. In seinem Film erzählt Apichatpong Weerasethakul in vielen Traumsequenzen von einem todkranken Mann, der die letzten Tage seines Lebens bei seiner Familie auf dem Land verbringen will. Dort erscheinen ihm seine tote Frau und sein verschollen geglaubter Sohn. Mit ihnen begibt er sich auf eine Reise zu dem Geburtsort seines ersten Lebens.
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24-05-10 - Deutsche Botschaft wieder geöffnet
In Bangkok wurde die Sperrung der Sathorn Road – an der sich die Deutsche Botschaft befindet – aufgehoben. Somit bietet die Landesvertretung ab sofort wieder den normalen konsularischen Service an. Weitere Informationen im Internet unter www.bangkok.diplo.de oder telefonisch unter (0066-2) 287 9000.
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25-05-10 - Schlechte Prognose für den Tourismus
Die blutigen Unruhen in Bangkok haben in der Tourismusindustrie Pattayas tiefe Spuren hinterlassen. Vor allem jene Hotels, die sich auf asiatische Urlauber eingestellt haben, mussten in den letzten Wochen erhebliche Einbußen hinnehmen. Neben Chinesen aus der Volksrepublik, Hong Kong, Taiwan und Singapur sagten auch Koreaner und Japaner ihre Thailandreise ab. Schlagartig sank die Belegungsquote in den Hotels aller Preisklassen. Die Prognosen für die kommenden Monate lassen eine grottenschlechte Nebensaison erwarten – wie im Vorjahr! Nach Einschätzung des Beratungsunternehmens Nexus Property werden Pattayas Vier- und Fünf-Sterne-Hotels im Jahresdurchschnitt nur zu etwa 50 Prozent ausgelastet sein – nach 54,3 Prozent in 2008 und 54 Prozent im Vorjahr. Die höchsten Belegungsquoten gab`s in diesem Segment im Jahr 2002 mit 73,2 und in 2006 mit 71,6 Prozent.
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25-05-10 - Versicherungen kommen nicht für alle Schäden auf
Auf bis zu 50 Milliarden Baht wird der Sachschaden durch Brandstiftung und Vandalismus in Einkaufszentren und weiteren Gebäuden beziffert. Während bedeutende Unternehmen wie Central Pattana (Shoppingcenter CentralWorld) und die französische Casino Group (Big C Ratchadamri) ihrer weitestgehend zerstörten Gebäude gegen alle Risiken versichert haben, stehen andere Unternehmen vor dem Nichts: Ihre Versicherungsverträge schließen Ausschreitungen, zivilen Aufruhr und Terrorismus aus. Geschäftsleute ohne eine Zusatzversicherung müssen für ihre Schäden selbst aufkommen oder auf die finanzielle Unterstützung des Staates bauen.
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25-05-10 - 150 Milliarden Baht Schaden durch Unruhen
Der für wirtschaftliche Fragen zuständige stellvertretende Ministerpräsident Trairong Suwannakhiri schätzt den durch die Unruhen entstandenen Schaden für die Wirtschaft auf rund 150 Milliarden Baht. Dadurch könnte das Bruttoinlandsprodukt zwischen 1 und 1,5 Prozent geringer ausfallen. Vom Rückgang betroffen wären vor allem der private Konsum und die Investitionen (jeweils minus drei Prozent) und der Tourismus (minus 10 Prozent). Die Regierung werde alle Hebel in Bewegung setzen, um das Image Thailands als sicheres Reiseland wiederherzustellen.
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25-05-10 - Ausgangssperre soll bis zum 31. Mai gelten
Das Centre for the Resolution of Emergency Situation (CRES) möchte die Ausgangssperre für Bangkok und 23 Provinzen bis zum 31. März verlängern. Sie soll jeweils von Mitternacht bis um 4 Uhr gelten. Der Vorschlag soll heute vom Kabinett abgesegnet werden. In Bangkok gilt die Ausgangssperre bereits seit dem 19. Mai. Wer sich an die Anordnung nicht hält, muss mit einer Haftstrafe von zwei Monaten auf Bewährung sowie einem Bußgeld von 2.000 Baht rechnen.
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26-05-10 - Thaksin wird wegen Terrorismus gesucht
Auf Antrag der dem Justizministerium direkt unterstellten Polizeibehörde Department of Special Investigations hat ein Kriminalgericht einen Haftbefehl für den gestürzten Ministerpräsident Thaksin Shinawatra erlassen. Die Anklage lautet auf Terrorismus. Die Spezialeinheit glaubt, ausreichend Beweise zu haben, dass der ins Ausland geflüchtete Ex-Premier per Handy und Videobotschaft zu Gewalt und Aufruhr aufgerufen hat. Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva hofft, über den neuerlichen Haftbefehl wegen Terrorismus die Auslieferung des bereits wegen Machtmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilten Milliardärs betreiben zu können.
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26-05-10 - Ausgangssperre bis Freitag verlängert
Nur bis kommenden Freitag hat die Regierung die über Bangkok und 23 Provinzen verhängte Ausgangssperre verlängert. Das Centre for the Resolution of the Emergency Situation (CRES) hatte bis kommenden Montag vorgeschlagen. Das Ausgehverbot gilt von Mitternacht bis 4 Uhr.
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26-05-10 - Hotels für Gäste wieder geöffnet
Die von der wochenlangen Besetzung des Geschäftsviertels Ratchaprasong in Bangkok betroffenen Hotels haben wieder geöffnet oder werden in den nächsten Tagen die ersten Gäste begrüßen. Dazu zählen das InterContinental, Amari Watergate, Pathumwan Princess, Dusit Thani, Four Seasons, Grand Hyatt Erawan, Arnoma, Indra Regent und Central Plaza. Die meisten dieser Hotels hatten seit April geschlossen und hohe Verluste hinnehmen müssen.
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27-05-10 - Hilfe für Mitarbeiter und kleine Geschäfte
Mit einem milliardenschweren Hilfspaket unterstützt die Regierung die von den Unruhen betroffenen Beschäftigten und Unternehmen. Alle derzeit arbeitslosen Frauen und Männer erhalten sechs Monate lang jeweils 7.500 Baht, wenn sie bisher in die Sozialversicherung einbezahlt haben. Mitarbeiter ohne Sozialversicherung sollen den Betrag drei Monate erhalten. Größere Unternehmen im Geschäftsviertel Ratchaprasong bekommen aus einem 417-Millionen-Baht-Topf Gelder, um ihre Beschäftigten den Monatslohn zu zahlen. Weitere 444 Millionen Baht stehen zur Unterstützung von Besitzern kleinerer Betriebe und Geschäfte zur Verfügung. Die Zahl der Arbeitslosen wird mit über 30.000 angegeben, die Zahl der zerstörten Geschäfte auf über 2.100.
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27-05-10 - Neue Standorte für Händler
Die Blockade der „Rothemden“ in Bangkoks Innenstadt, mehr noch die Brandstiftungen und mutwilligen Zerstörungen haben Tausende Gewerbetreibende um ihre Existenz gebracht. Damit sie so schnell wie möglich wieder Waren verkaufen und ihren Lebensunterhalt bestreiten können, schaffen Handelsministerium und Stadtverwaltung eine neue Einkaufsmeile: eine ein Kilometer lange Walking Street jeweils freitags bis sonntags entlang der Silom Road. Zudem stellt die Central Retail Corporation ein 1.500 qm großes Areal am Supermarkt Tops Udomsuk kostenlos zur Verfügung. An beiden Standorten sollen Händler ihre Stände aufbauen, die diese an der Kreuzung Ratchaprasong, an der Pratunam Road und am Victory Monument verloren haben. Eine weitere Walking Street ist an der Ratchaprasong geplant für den Amazing Thailand Grand Sale von Anfang Juni bis Ende August sowie für weitere Veranstaltungen wie „We Love Ratchaprasong“, „The Great Taste of Bangkok“, „Thai World Gourmet Food Festival“ und für den Countdown zu Silvester.
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27-05-10 - Ausländische „Rothemden“ festgenommen
Zwei mit den „Rothemden“ sympathisierende Ausländer sind festgenommen worden. Dem Australier Conor David und dem Engländer Jeff Savage wird vorgeworfen, gegen den über Bangkok und einige Provinzen verhängten Ausnahmezustand verstoßen zu haben. Beide wurden auf den Bühnen der Demonstranten gesichtet. Dort haben sie auch zu den Regierungsgegnern gesprochen. Der in Pattaya lebende Engländer soll zudem am Brandanschlag auf das Einkaufszentrum CentralWorld beteiligt gewesen sein. Jeff Savage bestreitet das vehement. Ein Verstoß gegen den Ausnahmezustand kann mit einer Haftstrafe von zwei Jahren geahndet werden.
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27-05-10 - Zwei Tote bei Bombenanschlägen
Bei zwei Bombenexplosionen in Yala sind zwei Menschen ums Leben gekommen und 52 weitere verletzt worden. Drei schweben in Lebensgefahr. Die Sprengsätze waren in Motorrädern versteckt und vermutlich per Handysignal zur Explosion gebracht worden. Die Anschläge gehen auf das Konto der Separatisten. Seit dem Ausbruch der Gewalt in den südlichen, zumeist von Muslimen bewohnten Provinzen sind mehr als 3.700 Menschen umgekommen.
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28-05-10 - AirAsia verschenkt 10.000 Tickets
Um den Tourismus in Thailand wieder anzukurbeln, verschenkt die Billigarline AirAsia 10.000 Flugtickets. Das Unternehmen mit seiner thailändischen Tochtergesellschaft Thai AirAsia verzichtet so auf Einnahmen in Höhe von 10 Millionen Baht. Gebucht werden kann ab heute im Internet (www.airasia.com), die Flüge müssen zwischen Juni und August angetreten werden. Bezahlt werden muss allerdings die Flughafengebühr. Das Angebot gilt nur für Ausländer, nicht für Thais.
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28-05-10 - Höhere Einkommen und soziale Reformen
Mehr soziale Gerechtigkeit durch Reformen und höhere Einkommen für Land- und Hilfsarbeiter soll der Etat des kommenden Jahres bringen. Die Regierung hat den Haushaltsentwurf über 2,07 Billionen Baht verabschiedet. Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva sagte vor den Medien, die Schere zwischen den wohlhabenden Bürgern und der einkommensschwachen Bevölkerung klaffe weit auseinander. Er verwies auf eine Statistik aus dem Jahr 2008: Danach haben 20 Prozent der reichsten Thais ein 12,7mal höheres Einkommen als die als arm geltende untere Bevölkerungsschicht. Und daran habe sich seit dem Jahr 1986 nichts geändert!
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28-05-10 - Weitere Brücke über den Mekong
Im Jahr 2012 soll eine vierte Brücke über den Mekong den jetzigen Fährverkehr zwischen Chiang Khong in der Provinz Chiang Rai und Houay Yay in der laotischen Provinz Bokeo ersetzen. Finanziert wird das mit 1,5 Milliarden Baht berechnete Bauwerk von Thailand und China. Die Brücke wird Teil des Highway 3 sein und soll Tourismus, Handel und Transport ankurbeln.
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28-05-10 - Mehr als 300 „Rothemden“ in U-Haft
Über 300 Anhänger der außerparlamentarischen Opposition sitzen in Untersuchungshaft. 100 warten im Bangkoker Remand Prison, weitere 200 in Provinzhaftanstalten auf weitere Verhöre und womöglich ein Gerichtsverfahren. Ihnen wird u.a. vorgeworfen: Verstoß gegen den Ausnahmezustand, Brandstiftung, Körperverletzungen und Vandalismus. Die beiden inhaftierten Ausländer, der 49-jährige Brite Jeff Savage und der 30-jährige Australier Conor David Purcell, sitzen in Bangkok in U-Haft.
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29-05-10 - Ausgangssperre aufgehoben
Die am 19. Mai über Bangkok und 23 weitere Provinzen verhängte nächtliche Ausgangssperre wurde am Samstag, 29. Mai, die nach der Eskalation der Unruhen in Bangkoks Straßen vor über einer Woche verhängt worden war, wieder aufgehoben. Die Lage sei nach Angaben von Sicherheitskräften wieder unter Kontrolle. Der Ausnahmezustand bleibt jedoch weiterhin bestehen.
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31-05-10 - Königspaar Gastgeber für Bon-Kai-Bewohner
Die über 1.000 Bewohner des Bangkoker Stadtviertels Bon Kai an der Rama IV Road haben in den letzten Wochen besonders unter dem Aufruhr und dem Kampf zwischen Soldaten und „Rothemden“ gelitten. Als die Sicherheitskräfte den Demonstranten Strom und Wasser abstellten, standen auch die Hausbewohner ohne Elektrizität und Brauchwasser da. Jetzt hatte das National Council on Social Welfare im Auftrag des Königspaares die Bewohner zu einem kostenlosen Essen und medizinischer Untersuchung eingeladen. Frauen, Männer und Kinder konnten sich die Haare schneiden lassen, Handwerker reparierten Schäden an Häusern, für die Senioren gab`s Decken. Mit seiner Initiative hatte das Herrscherpaar nach den schrecklichen Erlebnissen die Moral der Bürger heben wollen.
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31-05-10 - THAI senkt auf Inlandsstrecken Ticketpreise
Auf elf inländischen Strecken gibt die Thai Airways International (THAI) Preisnachlässe von durchschnittlich 20 Prozent. Die Business-Tickets sind einen Monat gültig, die der Economy-Klasse zwei Wochen. Die Flüge müssen bis zum 30. Juni angetreten werden. Ein Flug von Bangkok nach Chiang Mai (hin und zurück) kostet in der Business-Class 10.580 und in der Economy-Class 5.190 Baht, auf der Strecke Bangkok-Phuket sind es 12.220 bzw. 6.330 Baht.
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31-05-10 - Wiederaufbau des Kaufhauses dauert ein Jahr
Bis zu einem Jahr werden die Arbeiten am Wiederaufbau des teilweise zerstörten Gebäudekomplexes CentralWorld dauern. Am 19. Mai war das Einkaufszentrum in Bangkoks Stadtmitte in Brand gesetzt und von militanten Demonstrationen erheblich beschädigt worden. Das Kaufhaus Zen mit seinen 10.000 qm Verkaufsfläche muss von Grund auf sieben Stockwerke neu errichtet werden. Als gering werden die Schäden in dem 22-stöckigen Büro- und Hotel-Turm bewertet. Dort ist das Centara Grand Hotel untergebracht.
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