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Thailand Info  · Vermischte Informationen, Berichte und Reportagen
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Kokosnüsse sind gefährlich

Weltweit sterben daran mehr Menschen als an Haien

Dieser Gecko hat überlebt. Was ist erfrischender als eine eisgekühlte Kokosnuss am Strand? Damit die Dinger einem dort nicht gefährlich werden können, lässt die Stadtverwaltung von Pattaya sie jeweils wegschneiden, wenn sie noch ganz klein sind. Sicher ist sicher. Hotels verfahren auch so. Der Schreibende weiss übrigens für einmal ganz genau, von was er redet. Im Urlaub auf Koh Samui, das ja ursprünglich einmal wegen seiner vielen Kokosnüsse bekannt war, lag er friedlich lesend unter einer Kokospalme. Irgendwann verlegte er sein Badetuch um etwa einen Meter nach links. Keine halbe Stunde später fiel eine Nuss genau auf die Stelle, wo vorher sein Kopf war. Zufall oder Schicksal? Wer weiss da schon Bescheid? Dass er diese Kopfnuss überlebt hätte, glaubt er nicht.

Der Mann hat ebenfalls überlebt. Kokosnüsse können es bis auf 4 Kilos bringen. Wenn sie dann von einem Baum, der 25 Meter hoch sein kann, fallen, entwickeln sie eine Geschwindigkeit von etwa 80 Stundenkilometer, laden sich also mit einer enormen kinetischen Energie auf. Pro Jahr sterben weltweit mindestens 150 Personen an fallenden Nüssen, das hat ein kanadischer Professor ermittelt. Das sind 15 Mal mehr Tote als Haien zum Opfer fallen. Der Professor hält zudem die Dunkelziffer für sehr hoch, da sich die meisten Ereignisse in abgelegenen Gegenden und auf fernen Inseln ereignen. Ein Australischer Tüftler, dessen Mutter auf Tahiti eine Nuss den Fuss stark lädiert hat, erfand ein raffiniertes Auffangnetz, bei dem die Nüsse automatisch in einen Korb fallen.

So weit wollte ein Bekannter nicht gehen. Er hat einen Thai Nachbarn kurzerhand mit dem Entfernen beauftragt. Behende stieg dieser in Schwindel erregende Höhen und schnitt die Dinger kurzerhand weg. Ein grosser Blumentopf ging bei der Aktion in Bruch. Die zirzensisch anmutende Aktion zog diverse Schaulustige aus dem Quartier an, die dabei so genannte Maulaffen feil boten. Mit den Nüssen fiel übrigens ein riesiger Gecko herunter, der zunächst ziemlich geschockt und scheintot liegen blieb, sich später aber verdünnisierte. Achtung, eine letzte Warnung: Diese grossen Geckos können kräftig zubeissen. Die Thais sagen, dass sie sich so lange fest beissen, bis es kräftig zu donnern beginnt. Das könnte in dieser Jahreszeit etwas dauern.

Quelle: http://der-farang.com/

 
 
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