Der Stern und sein soziales Engagement
Vor 100 Jahren wurde der erste Benz König Chulalongorn übergeben
Mercedes-Benz spielt in der lokalen Automobilindustrie seit nunmehr 100 Jahren eine führende Rolle. Der erste Luxuswagen mit dem Stern kam im Jahr 1905 ins Königreich Siam. Das Auto war von König Chulalongkorn bestellt worden und das erste königliche Automobil in der Geschichte des Landes. In diesem Benz liess sich der damalige Herrscher zu den öffentlichen Zeremonien und seinen Ausflugszielen chauffieren.
Heute, seit der Fusion von Daimler-Benz und Chrysler im Jahre 1998, spielt der neue Konzern DaimlerChrysler in Thailand eine dominierende Rolle. Das Unternehmen verfolgt vielfältige Geschäftsfelder wie die Montage von Autos in Thailand und die Einfuhr von Fahrzeugen der Marken Mercedes-Benz, Chrysler und Jeep. Darüber hinaus werden kommerziell genutzte Fahrzeuge, Busse und Lastwagen, vertrieben. Vor allem die Marken Mercedes-Benz und Jeep geniessen bei den Thais hohes Ansehen.
Die Region Südostasien ist für DaimlerChrysler ein zentraler Zukunftsmarkt. Der Konzern trägt den weit überdurchschnittlichen Wachstumsperspektiven der Region durch ein umfangreiches Engagement vor Ort Rechnung, das von einem breiten Vertriebsnetz über eine Regionalholding bis zur Errichtung von Montage- und Produktionsstätten reicht. Wie überall in der Welt übernimmt der Konzern auch am thailändischen Standort soziale Verantwortung.
Eingebunden in die vielfältigen Projekte sind die Mitarbeiter der DaimlerChrysler Thailand bis hin zu den Auszubildenden, die im Rahmen eines sozialpädagogischen Trainings mithelfen, Schulen im ländlichen Raum zu bauen –eine Initiative, die der „National Primary Education Commission“ die Note „ausgezeichnet“ wert war.
Ein weiterer Ausdruck des Engagements von DaimlerChrysler in Thailand sind mehrere landwirtschaftliche Lehrprojekte („Royal Chitralada Projects“), in deren Rahmen beispielsweise eine solarbetriebene Anlage zur Früchtetrocknung und -verarbeitung errichtet wurde. Ziel dieses Teilprojekts ist es, tropische Früchte haltbar zu machen, die im Überfluss vorhanden sind, um somit die Er- nährung der ländlichen Bevölkerung auch in schlechten Zeiten zu sichern. Die Anlage, die die Universität Hohenheim nahe Stuttgart gemeinsam mit der thailändischen Silpakorn Universität entwickelt hat, wurde 1999 aus Anlass des 72. Geburtstages des thailändischen Königs Bhumibol Adulyadej in Betrieb genommen.
Die Technik eignet sich insbesondere für kleine und mittlere Industriebetriebe im ländlichen Raum, wo bislang 50 Prozent der Früchte verrotten mussten. Trockenfrüchte sind in Thailand ein beliebter Snack und finden auch auf dem Weltmarkt Abnehmer. |