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Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Pinocchio-Haus gibt Kindern neue Hoffnung

Heim Casa di Pinocchio Unterkunft für unterprivilegierte Kinder in Bangkok eröffnetMan hätte beinahe glauben können, dass eine Walt Disney Attraktion nach Bangkok gekommen sei, als der Gouverneur der Stadt, Apirak Kosayodhin, im vorigen Monat das Pinocchio-Haus offiziell eröffnete.

Die Bewohner des Heimes Casa di Pinocchio helfen sich gegenseitig, eine Nachahmung der weltbekannten Pinocchio-Marionette zu basteln.

Aber Casa die Pinocchio ist in Wirklichkeit ein Heim für sozial benachteiligte Kinder, die, wie die hölzerne Marionette Pinocchio, zum Leben erweckt, und zum Zusammenleben mit anderen erzogen werden sollen. Das Heim ist eine Initiative der italienischen Casina City, die 95.000 Euro spendete, die sie für diesen speziellen Zweck von Wohltätigkeitsorganisationen der Europäischen Union erhalten hatte.

Auf einem 800 Quadratmeter großen Grundstück im Stadtbezik Thung Si Kan gelegen, besteht Pinocchio-Haus aus einem zweistöckigen Gebäude mit zwei Schlafsälen für Jungen und Mädchen, Spiel- und Unterhaltungsräumen, sowie besonderen Einrichtungen für behinderte Kinder.

Die Stadtverwaltung von Bangkok (BMA) hat selbst eine Million Baht aus Spenden aufgebracht, um die Innendekorationen vorzunehmen.

Das Zentrum steht unter der Oberaufsicht des Schulbüros der Stadt. Der Name wurde offensichtlich dem klassischen Meisterwerk der Kinderliteratur, Pinocchio’s Abenteuer, entnommen, das von dem italienischen Schriftsteller Carlo Collodi geschrieben wurde.

„Pinocchio ist eine hölzerne Marionette, die von einem Holzschnitzer zum Leben erweckt wurde. Der Charakter ist ein Symbol, jemandem das Leben zu schenken und ihn dann etwas über das Leben zu lehren“, sagte Srisakul Watanawiboon, ein Projekt-Koordinator des städtischen Schulbüros.

„Mit diesem Projekt ermöglichen wir unterprivilegierten Kindern, ein besseres Leben zu führen. Es sind keine perfekten Kinder, und einige von ihnen haben bereits Fehler begangen, aber wir sind bereit, ihnen eine zweite Chance zu geben“.

Die Direktorin des Schulbüros, Piengjai Visarutratana, sagte, ihre Dienststelle habe mit der Hilfe der Pimarnvit Schule in Bang Lampu 13 Kinder jener Schule im Alter zwischen 6 und 13 Jahren für das Projekt ausgewählt.

Die Kinder leben bereits seit September - man könnte sagen, versuchsweise - in dem Heim. Bedienstete der Asiatisch-Europäischen Vereinigung unterstützen und trainieren Lehrer für die Ausbildung der Jugendlichen, während Psychiater der BMA den Kindern als Berater zur Verfügung stehen.

Die Direktorin der Schule, Lalita Laopanich, sagte, die ausgewählten Kinder seien die meist benachteiligten der Schule. „Sie sind Waisen, sie sind arm und haben absolut keine Manieren“, sagte sie.

So wie alle anderen Kinder, gehen die Kinder des Pinocchio-Hauses wochentags zur Schule, aber an Wochenenden betreiben sie gemeinschaftliche Aktivitäten wie Malen, Zeichnen und Gartenarbeit. Das Hauptziel dieser Aktivitäten ist, die Kinder zu lehren, mit anderen zusammenzuleben, sagte Lalita. Viele von ihnen haben das Heim bereits lieben gelernt.

„Ich bin gern hier. Es herrscht eine gute Atmosphäre. Wir haben ein schönes großes Gelände mit vielen Bäumen. Das Essen ist erstklassig. Ich wünschte, ich könnte für immer hier bleiben“, sagte der 11-jährige Krisada Chakrabatra.

Krisada musste nicht zweimal darüber nachdenken, ob er dem Programm beitreten wolle. Der Junge hat keine Eltern mehr und war von einem guten Samariter adoptiert worden.

Dem neun Jahre alten Chaitas Vorachin gefällt es im Pinocchio-Haus ebenfalls gut, aber er vermisst seine Eltern und seine früheren Freunde. Er hat sich dem Programm angeschlossen, weil sein bester Freund das tat.

Die beiden Jungen aber meinen, dass dem Heim noch etwas fehle, denn es hat keine Bücherei und kein Musikzimmer. Piengjai sagte in diesem Zusammenhang, dass das Heim nicht als ein Daueraufenthaltsort, sondern eher als eine Zwischenstation gedacht sei.

Die Kinder werden drei Monate dort verbringen, und in dieser Zeit sollen sie an Aktivitäten teilnehmen, die ihnen helfen sollen, sich besser in der Welt zurechtzufinden.

„In unserem Land gibt es eine Menge unterprivilegierter Kinder. Wir wollen, dass möglichst viele von ihnen zu uns kommen, um die Grundlagen für ein selbständiges Leben zu erlernen“, sagte sie.

„Wenn alles gut geht, werden wir bald ein Pinocchio-Haus 2, 3, 4 und so weiter haben“, fügte sie hinzu.

 

 

 
 
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