Oskars Kolumne
Zwei Seiten
Oskar weiss jetzt: Die stadtweite Barszene und die Liebesdienste stehen ganz im Dienst der Allgemeinheit. Denn Pattayas vielschichtiges, oftmals auch bizarres Entertainment erfüllt eine wichtige soziale Funktion.
Auf eine entsprechende Definition stiess Oskar in John Burdetts Thriller „Der buddhistische Mönch“: „Ein Mädchen aus dem Isaan kommt einsam, verängstigt und arm hier … an, ein westlicher Mann mittleren Alters, einsam, verängstigt und reich. Die zwei sind die beiden Seiten einer Münze. Der Club … erleichtert lediglich das unausweichliche Zusammentreffen der beiden, stellt Bier und Musik sowie gegen ein geringes Entgelt für ein paar Stunden ein Bett zur Verfügung. … weswegen das Arrangement so gut als Ausdruck natürlicher Moral und bodenständigen Kapitalismus funktioniert.“
Recht hat er, der in Hong Kong lebende Autor. Denn auf die Frage, ob Bars und deren Personal Bedürfnisse befriedigen oder unter Schmuddelgeschäft fallen, haben Soziologen längst eine Antwort gegeben: Prostitution und Bordelle fangen Gewalt und Aggression ab.
Übrigens: In Deutschland nehmen täglich 1,2 Millionen Männer sexuelle Dienstleistungen in Anspruch.
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