Oskars Kolumne
Zeitenwende
Oskar ist bei seinen Besuchen im CentralFestival Beach immer wieder aufs Neue überrascht, wie vielen adrett gekleideten und anscheinend wohlhabenden Thais er begegnet. Sie schlendern nicht nur an Geschäften mit teuren Markenwaren und Restaurants mit vorwiegend asiatischer Kost vorbei, nein, sie kaufen ein, essen und trinken. An Wochenenden und Feiertagen sind es überwiegend Bangkoker, die die gepflegte Atmosphäre dieses Einkaufszentrum schätzen.
Wenn vom Touristenzentrum Pattaya die Rede ist, wird vielfach vergessen, dass ein Drittel der Gäste Thais sind. Nicht jene Familien, die samstags und sonntags für einige Stunden den Jomtien anfahren, sondern die breite Mittel- und Oberschicht des Landes. Viele besitzen an der Ostküste Immobilien, und wenn nicht: an Hotels aller Preisklassen mangelt es nicht. Bangkoker kommen mehrheitlich nicht wegen des abwechslungsreichen Entertainments. Familien favorisieren neben Strand-Aufenthalt und feinem Essen lokale Ausflugsziele: wie das hölzerne Heiligtum „Sanctuary of Truth“, den Schwimmenden Markt, den Nong Nooch Garden, den Pattaya Park, das Underwater World, das Ban Sukhawadee in Banglamung…
Bis Mitte der 90er Jahre war die Auswahl bei den Tageszielen ebenso begrenzt und eintönig wie das Shoppen. Und im Süden der Stadt gab es noch keine Fußgängerzone. Oskar kann sich gut erinnern, wie Bangkoker zu ihrer Zerstreuung in Limousinen die heutige Walking Street befuhren. Jung und Alt wollten all das live sehen, was die meisten nur von den Medien her kannten: Pattayas Touristenattraktion im Rotlicht.
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