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Beiträge · Lung Sen macht sich Gedanken . . .
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
Unsere Autoren
Wilfried Stevens
Volker Klinkmüller
Axel Ertelt
Aus der Provinz
Lung Sen
Michael Steinmetz
Günther Ruffert
Christian Velder
Khun Krut
Willi Kothny
Aktuelle Berichte

Während Lung Sen diese Zeilen am Nikolaustag schreibt, schmückt seine liebe Gaysorn mit den Kindern, die des katholischen Glaubens sind wie auch Lung Sen, den Weihnachtsbaum. Keine Plastiktanne, sondern eine kleine Araukarie, Thailands einziger Nadelbaum neben der Cooks-Tanne. Deutsche Weihnachtslieder erfüllen den Raum, und es ist so richtig heimelig. „…segne den Vater, die Mutter, das Kind…“, erklingt es gerade aus dem Lied „Süßer die Glocken nie klingen“. Das erinnert Lung Sen an die Jugend, als er lernte, dass Maria Jungfrau war. Na gut, den Josef kann man ja Vater nennen, obschon er nicht der Erzeuger war. Wer war es dann, fragte Lung Sen schon damals den Religionslehrer, der die christlichen Geschichten uns Jungen beibringen wollte und sollte.

 

Seit vielen Jahren gibt es mehrere deutsch- und englischsprachige Zeitungen mit Nachrichten zum Geschehen in Pattaya, aber auch landesweit und international. Sport und Gesellschaft werden auch berücksichtigt, und es ist interessant zu lesen, was sich so alles ereignet hat in einer Woche. Auch können die Leser in den meisten Medien ihre Meinung in der Rubrik Leserbriefe veröffentlichen. Es kam, wie es kommen musste: Dies und das wurde beanstandet, manche äußerten sich breit über die unwissenden, unverschämten Thais. Es gab schon mal ein Lob. In einem deutschsprachigen, lokalen Blatt wurde eine „Podiumsdiskussion“ geschaffen, die heute leider nicht mehr existiert. Denn in dieser Rubrik konnte sich jeder noch besser über all‘ das auslassen, was einem hier nicht passt. Die Krone wurde damals aufgesetzt mit dem Thema: Mitspracherecht in der City Hall (Rathaus). Da wurden die Türken, sie müssen ja immer den Kopf hinhalten, als Beispiel aufgeführt, weil sie in Deutschland auf Kommunalebene ein Mitspracherecht hätten.

 

Die Hochsaison hat begonnen. Pünktlich zum Anfang des Monats November strömten wieder Gruppen nach Pattaya. Was für Urlauber aber stiegen aus den Bussen? Überwiegend Asiaten, gefolgt von Feriengästen aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion sowie zahlreiche Urlauber aus Indien. Letztere in so großer Zahl wie noch nie, so dass die Stadtverwaltung ihre Mitbürger aufforderte, doch etwas höflicher zu den indischen Touristen zu sein. Aber wo blieben die Autobusse mit deutschen Urlaubern? Oder aus der Schweiz und Österreich?. Nur in Kleinbussen wurden sie von verschiedenen Veranstaltern wie TUI, Meiers oder Neckermann nach Pattaya gefahren.

 

Viele Urlauber buchen Rundreisen durch Thailand. Es gibt kleine Touren von drei bis fünf Tagen und auch große Reisen bis zu vierzehn Tagen, wobei auch Laos und Kambodscha besucht werden. Viele dieser Fahrten hinterlassen bei den Feriengästen eindrucksvolle Erlebnisse und bleibende Eindrücke. Seien es die herrlichen Landschaften, die verschiedenen Tempel oder die Handwerkskunst – aber auch die Armut. Immer wieder berichten die von einer Rundreise nach Pattaya zurückkommenden Touristen, wie erbärmlich die Leute auf dem Lande leben. Einfache Holz- oder Bambushütten, offen nach zwei oder drei Seiten, zumeist mit einem Blechdach, keine richtige Küche, und manches Mal fehlt sogar das stille Örtchen. „Kein Wunder, dass die Leute in die Städte abwandern“, hören die Reiseleiter von ihren Gästen. Und weiter: „Deshalb gehen wohl so viele in die Prostitution.“ Ein Trugschluss, wie Lung Sen in der letzten Kolumne beschrieben hat. Was aber ist eigentlich:



Viele Stammtischgespräche drehten sich in letzter Zeit um die an den Bars arbeitenden jungen Frauen. Zumeist ging es darum, wie abgebrüht sie sind, dass sie falsche Geschichten über sich erzählen („bin erst seit ein paar Tagen hier“) und wie liederlich und geldgierig sie sind. Freilich auch über den Reiz, den sie auf Männer ausüben. Kaum einer aber weiß, was alle an der Bar oder in Go-Go-Bars arbeitenden Mädchen zu leiden und erleiden haben. Das hat Lung Sen dazu bewogen, einmal über das horizontale Gewerbe zu schreiben. So wie es wirklich ist. Nach über 30 Jahren in Pattaya hat er Einblick in das Geschehen hinter den Kulissen und weiß, was aus den 1977 noch 20-jährigen Mädchen geworden ist. Er kennt ihre Geschichten.



Thailand in der Krise. Nicht nur politisch und wirtschaftlich, sondern auch im Tourismus. Die Sommersaison 2009 war und ist eine der schlechtesten seit 30 Jahren, was die Besucherzahlen angeht. Liegt das wirklich an den Protesten, der Besetzung der Flughäfen oder der Schweinegrippe? Lung Sen meint: nein. Er denkt vielmehr an die lokale Presse, in der gut bebildert das kriminelle Geschehen in Pattaya und um die Stadt herum nachzulesen ist. Diese Berichte werden online weltweit gelesen, ob in Deutsch oder Englisch, und sie vermitteln ein trauriges Bild der Stadt: Morde, Überfälle auf Urlauber, Verhaftung minderjähriger, in einschlägigen Bars „arbeitenden“ Mädchen oder Jungs, und, und, und… Freilich sollte das nicht unerwähnt bleiben. Aber bitte nicht im „Bild“-Zeitungsstil...

Für uns Kinder gab es nichts Schöneres, als sich auf Weihnachten, Ostern oder den Geburtstag zu freuen. Vor jedem Fest war die Erwartung groß, und richtige Freude kam auf beim Eiersuchen oder Auspacken der Geschenke. Die Zeit bleibt nicht stehen, dass Alter kommt, und die Feste sind nicht mehr so toll wie früher. Ausnahmen bestätigen die Regel. So auch bei Lung Sen, der kürzlich seinen Geburtstag in fröhlicher Runde mit Freundinnen und Freunden verbrachte. Irgendwie war da auch eine Vorfreude, und am Abend,...

Kamala Sukosol gehört zu den Thais, die Ohren, Augen und Verstand weit geöffnet haben für Ideen und Vorstellungen, die Westler haben. In den 1980er Jahren war sie Präsidentin der Pattaya Hotel Association, denn ihr gehören unter anderem die Siam Hotels & Resorts. Khun Kamala prägte damals die Worte: „Wenn man mit Farang Geschäfte machen will, so muss man wie sie denken.“ Leider hörte kaum einer auf sie, und viele thailändische Hoteliers oder Manager arbeiten weiter nach der ihnen eigenen Mentalität. Das Resultat: unzufriedene Gäste...

Vorurteile zu haben ist schlecht. Jeder weiß es und hat trotzdem diese Urteile im Voraus. Ohne die Materie zu kennen wird entschieden, was gut und schlecht ist. Das Schlimme an dieser Voreingenommenheit ist, dass daran geglaubt wird.

Nehmen wir Pattaya oder ganz Thailand als Beispiel. Sagt jemand in Deutschland wohin seine Reise geht, nämlich nach Thailand, erntet diese Person ein: „Oh je, in das Sexland fährst Du.“ Jene, die solches sagen, waren noch nicht in Thailand oder reden nur das, was sie darüber gelesen, gehört oder im Fernsehen gesehen haben. Oder es sind Männer, die hier nur das Eine suchten und fanden und nun damit prahlen. Aber einmal mit Leuten geredet, die in Thailand Rundreisen gemacht oder das Land auf eigene Faust erkundet haben, so wird erzählt, wie schön das Land ist, wie nett und höflich seine Einwohner. Freilich wird auch berichtet, dass Pattaya tatsächlich ein Ort des horizontalen Gewerbes zu sein scheint....

Zurück in der Stadt mit dem „blütenweißen“ Image, schaute Lung Sen sich erst einmal um, was sich so alles getan hat während der Zeit seiner Ferien in Deutschland. Und das war diesmal nicht viel, eigentlich gar nichts. Die gleichen Baustellen, Lkws mit Beton oder Sand verstopfen die Naklua Road und die Seitenstraßen, die zu den Baustellen führen. Die Bürgersteige weiterhin in desolatem Zustand, ebenso die Strand-Promenade, wenn auch mit ein paar Blümchen verschönert. Stromkabel führen nicht nur über die Straßen und Fußwege, sie reißen oft, hängen dann lose in der Luft oder reichen bis zum Boden. Man muss höllisch aufpassen, um nicht in ein Kabel hinein zu laufen oder zu fahren...

Es kam, wie es kommen musste. Kaum zurück in Pattaya, wurde Lung Sen von vielen Freunden und Bekannten gefragt, wo denn eigentlich Lörrach in Deutschland liegt. Dabei sollte diese Kleinstadt im Markgräflerland in Baden, im südwestlichsten Zipfel Deutschlands, allen bekannt sein. Hier wird die „zarteste Versuchung seit es Schokolade gibt“ hergestellt: Die Milka von Suchard. Und da zu viel Süßes schädlich für die Zähne ist, wird in Lörrach auch „Aronal“ und „Elmex“ produziert, die Zahncremen für den Morgen und den Abend. Weit bekannt sind die Burgfestspiele auf Rötteln, und auch das „Bühneli“ wird gerne besucht mit seinen lustigen Theateraufführungen wie z.B. „Wir hen kei Sex, wir sind vo Lörrach“. Das war ein Riesenerfolg. Auch ist die Stadt der Geburtsort von Ottmar Hitzfeld, und aus dem nicht weit von Lörrach gelegenen Schönau kommt Bundestrainer Joachim Löw...

 

Freilich ist das Leben in Deutschland anders als in Thailand. Deshalb sind ja unzählige Menschen aus den verschiedensten Gründen ausgewandert – nicht nur in das Land des Lächelns. Im vergangenen Jahr sollen es über 350.000 Personen gewesen sein, die neues Glück in einem fernen oder auch nahen Land suchten. Und das sind keineswegs alles Pensionäre, Rentner, die mit ihrer kleinen Rente im Heimatland keine großen Sprünge machen können. Deutschland ist ein teures Pflaster auch für Selbstständige, die ihren Betrieb vergrößern wollen. Als da wären die verschiedensten Auflagen seitens der Behörden, Steuern und immer steigende Nebenkosten...

 

Es ist wieder einmal so weit: Auf nach Deutschland, der „alten“ Heimat. Lung Sen sieht es eigentlich so: Heimat ist dort, wo man sich zu Hause fühlt. Und das sind bei ihm sowohl Thailand als auch Deutschland. Erst aber einmal nach Bangkok, eine Übernachtung im feinen Siam City Hotel, das nahe an der Skytrain-Station Phya Thai liegt. Das Überqueren der breiten Sri Ayuthaya Road zur Station – kein Problem. Anders als in Pattaya, stehen an den Zebrastreifen in Bangkok Beamte, die den Verkehr für Fußgänger stoppen. Vom Bahnhof aus fährt Lung Sen zur Soi Nana und geht durch die Soi 11...

 

Hat Lung Sen in der letzten Ausgabe des FARANG über die zweite Ausländer-Generation in Pattaya geschrieben, so hat er sich doch nur auf die zwei schillerndsten Personen bezogen. Kurz erwähnt wurde zwar, dass viele Deutschsprachige sich in den 1980er Jahren niederließen – aber wer waren sie? Wer kennt sie noch und was machen sie heute?

 

Da gab es einen Schweizer, der als Hotelfachschullehrer Ende der 1960er Jahre nach Burma gehen sollte. Irgendwie blieb er aber in Bangkok hängen und bekam eine Stelle als Resident Manager im Oriental Hotel bei Kurt Wachtveitl. Dieser war gerade aus Pattaya gekommen und berichtete, dass dort bald ein neues Hotel eröffnen würde, das Pattaya Palace. Alois X. Fassbind, so der Name des Schweizers, bewarb sich und wurde als Direktor eingestellt. Bald hörte er, dass hinter dem Phra-Tamnak-Hügel ein Hotel errichtet werden sollte, das Royal Cliff Beach Resort. Fassbind bot sich an, bei der Entwicklung mitzuhelfen und dann das Hotel zu leiten. Die Besitzerfamilie Vatanakul unterschrieb mit ihm einen Vertrag, und als der erste Teil des Hotels 1973 eröffnete (das heutige „terrace building“), zog der Schweizer als General Manager ein.

 

Vor ein paar Jahren kam Lung Sens Freund Karl zum ersten Mal nach Thailand. Er wollte es wissen: Sind die Geschichten um die thailändischen Schönheiten wahr oder nicht? Wie ein Schmetterling kostete er den süßen Nektar einmal hier, einmal dort. Nein, auf gar keinen Fall wollte er sich verlieben! Davor hatte man ihn gewarnt, denn das nimmt zu 99 Prozent ein böses Ende. Auch sei die Mentalität sehr unterschiedlich. Es vergehen Jahre, bis sich zumindest eine Toleranz für die Gedankengänge des thailändischen Partners gebildet hat.

 

Vor ein paar Jahren kam Lung Sens Freund Karl zum ersten Mal nach Thailand. Er wollte es wissen: Sind die Geschichten um die thailändischen Schönheiten wahr oder nicht? Wie ein Schmetterling kostete er den süßen Nektar einmal hier, einmal dort. Nein, auf gar keinen Fall wollte er sich verlieben! Davor hatte man ihn gewarnt, denn das nimmt zu 99 Prozent ein böses Ende. Auch sei die Mentalität sehr unterschiedlich. Es vergehen Jahre, bis sich zumindest eine Toleranz für die Gedankengänge des thailändischen Partners gebildet hat.

 

Vor einigen Jahren kam Lung Sen zurück aus den Ferien in Deutschland nach Pattaya. Vieles hatte sich verändert, aber eines fiel ihm sofort ins Auge: Der neue Slogan: „Pattaya – extreme city“. Den sah jeder Anreisende bereits an der Sukhumvit Road, und besonders schön sichtbar und deutlich angebracht waren diese Worte am Bogen, der die Beach Road gleich nach dem Kreisel überspannt. Schon damals machte sich Lung Sen darüber Gedanken, schrieb sie aber nie nieder. Nun, heute ist es so weit, denn der Slogan tauchte zum Pattaya Musik-Festival wieder auf.

 

In einem Monat ist es wieder so weit: Es beginnt das Wasserfest Songkran, das traditionelle thailändische Neujahr. Wieso beginnt es, fragt sich der mit den Sitten des Landes nicht Vertraute? Neujahr ist doch ein fester Tag in allen Ländern. Stimmt. Auch in Thailand ist das so, nämlich am 13. April jedes Jahres. Der Thai aber liebt zu feiern, und die Regierung bewilligt auch den 14. und 15. April als Feiertage.

 

Lung Sen liest gerne. Besonders Sachbücher. So bekam er von einem guten Freund das Buch „Ausser Dienst“, geschrieben von Helmut Schmidt, geschenkt und musste staunen, wie zeitgemäss die Gedanken des Altbundeskanzlers sind. Viele Politiker könnten von diesem bereits 90-jährigen Mann einiges lernen. Schon immer war Lung Sen beeindruckt von seinem Charakter. Er steht zu seiner „Sucht“ des Zigarettenrauchens wie auch zu seiner Politik von 1974 bis 1982. Auch ist er noch heute seiner ersten Liebe und Frau treu – nie geschieden, was erstaunlich ist, denkt man an andere Kanzler und Politiker. Lung Sen liest aber auch immer die thailändische Presse, wie die Bangkok Post und die lokalen Zeitungen, wie die Pattaya Mail und das Pattaya Blatt.

 

In der letzten Ausgabe hatte sich Lung Sen Gedanken über die Politik gemacht. Und sie ist in unserem Gastland ja auch wirklich interessant. Nachdem die „Gelben“ (PAD = Volksallianz für Demokratie) nun ruhig geworden sind, haben sie doch ihr Ziel erreicht und einen Regierungswechsel herbeigeführt, sind nun die „Roten“ (UDD = Union gegen Diktatur) am Demonstrieren. Stellt sich nur die Frage, wo denn die Diktatur sein soll. Selten hatte Thailand einen liberaleren Premierminister als Abisith Vejjajiva. Aber die „Roten“ werfen ihm vor, er sei nur durch die „Gelben“ und das Militär an die Macht gekommen. Tatsächlich sind in seinem Kabinett auch Anhänger der PAD, und der Aussenminister befürwortete sogar die Besetzung der beiden Flughäfen. Aber kennen wir das nicht? Lung Sen muss da an Joschka Fischer denken. Aber lassen wir die Politik.

 

Die Gedanken sind frei – so schreibt Friedrich Schiller. Kein Jäger kann sie erschiessen, heisst es weiter in diesem Gedicht, das später auch ein Lied wurde. Nun, auch die Gedanken von Lung Sen sind frei. Sie gehören ihm. Da kann man dagegen anschiessen, aber es bleiben trotzdem seine Gedanken. Er bringt sie zu Papier, um den Lesern Anstösse zum Mitdenken zu geben. Keineswegs erhebt er den Anspruch, die Meinung der Masse zu vertreten, geschweige denn denkt er für irgend jemand anderen, sondern nur für sich selbst. Auch ist Lung Sen nicht so vermessen zu sagen, dass er immer recht hat. Manche verstehen eben, was er mit den Gedanken zum Ausdruck bringen will, andere jedoch fühlen sich angegriffen oder beleidigt. Das tut Lung Sen leid. Andererseits kann sich nur der angegriffen oder beleidigt fühlen, der sich selbst zu erkennen glaubt in den Sätzen.

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Wieder einmal kam und ging das Fest, welches man das besinnliche nennt: Weihnachten. Was aber ist von der Besinnlichkeit übrig geblieben? Was von „du fröhliche, du selige, Gnaden bringende Weihnachtszeit“? Dass in Europa das christliche Fest, welches an die Geburt Jesus erinnert, längst zum reinen Kommerz geworden ist, weiss ein jeder. Deshalb flüchten viele zu Weihnachten in die Tropen, nach Thailand, in ein Land des Buddhismus.

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Hat Lung Sen in der letzten Kolumne über die Schönheiten der anderen Art in und um Pattaya berichtet, so beschäftigt ihn dieses Mal die gerade überstandene Krise. Abertausende von Demonstranten besetzten zwei Flughäfen und brachten den regulären Linienverkehr zum Erliegen. Wussten sie eigentlich, welchen Schaden sie dem Lande damit zufügten – und nicht zuletzt sich selbst? Gesprochen wird von einem täglichen Verlust von 85 Millionen Dollar, unter Berücksichtigung aller Einnahmequellen. Also Staat, Tourismus und wirtschaftlicher wie privater Sektor.

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Lung Sen musste von einem Freund vernehmen, er sei ein Meckerer. Er schreibe zu viel über Zustände, die nun einmal so sind wie sie sind und nicht von Ausländern geändert werden können. Er wurde angehalten, doch über die schönen Seiten der Stadt zu berichten. Aber wo sind die zu finden? Nun, beim genauen Hinsehen sogar mitten im Stadtgebiet.

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Vor geraumer Zeit liess die Stadtverwaltung verlauten, die Presse in Pattaya möge doch bitte nicht zu viele negative Berichte über die Stadt veröffentlichen. Schliesslich würden die Zeitungen ja nicht nur in Pattaya, sondern via Internet in der ganzen Welt gelesen. Was aber soll stattdessen geschrieben werden? Und vor allem: Wenn nicht negativ berichtet werden soll, dann muss zuerst die Stadt selbst für Ordnung sorgen. Das aber ist bis heute nur in Ansätzen zu sehen, wie zum Beispiel die immer wiederkehrenden Strandsäuberungen anlässlich irgendeines Ereignisses.

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Grosser Aufruhr in der City Hall, dem Bürgermeisteramt der Stadt Pattaya. Da schrieb doch eine belgische Zeitung mit einer Auflage von 300.000 Stück, das entspricht gut und gerne einer Million Leser, dass Pattaya eine „Sex City“ sei. Bürgermeister Ittipol Kunplume will einen Protestbrief verfassen und an die Zeitung senden. Lung Sen hat sich den Artikel übersetzen lassen und muss gestehen, dass hier objektiv berichtet wurde, wenn auch eben nur über das Sexleben in der Stadt.

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Vorbei ist es mit dem geruhsamen Landleben. Wieder zurück in Pattaya, bemerkt Lung Sen, dass sich einiges in Pattaya in nur sechs Wochen getan hat. Da schiessen am Wongamat-Strand Türme in die Luft – die Bauwut treibt neue Blüten –, und das Thai Garden Resort ist kaum wieder zu erkennen. Die kahl geschnittenen Bäume an der Strandpromenade haben ein neues Blätterdach gebildet, aber das Gras ist nach wie vor verdorrt und wird nun ausgerottet. Verbundsteine werden auf dem Sand verlegt und tragen dazu bei, dass ein Bummel über die Promenade den Urlauber ganz schön ins Schwitzen bringt, da die Steine die aufgefangene Sonnenhitze wieder abstrahlen. Nach knapp 30 Jahren wird das „Alt Heidelberg“-Restaurant umgebaut.

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Was soll ich denn in der Provinz? fragen sich viele Residenten in Pattaya. „Da ist doch nichts los. Was soll ich dort den ganzen Tag über anfangen?“ Lung Sen und jene, die schon einmal längere Zeit im Nordosten (Isaan) waren, können über die Unkenntnis dieser Ausländer nur lächeln. Gerade im Isaan gibt es Sehenswürdigkeiten, die sonst in Thailand nicht zu finden sind.

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Viele Leute sind der Meinung, die Strassen in Thailand wären in den Provinzen in schlechtem Zustand. Wer aber einmal in den Norden oder Nordosten gefahren ist, der weiss, wie ordentlich die Schnell- und grösseren Bundesstrassen ausgebaut sind. Lung Sen brauchte gerade mal acht Stunden, um die 740 Kilometer zu seinem Landgut zu bewältigen. Durch herrlich grüne Landschaften ging es, vorbei an vielen Attraktionen wie Phimai, grösste Khmer-Anlage Thailands im Baustil von Angkor Wat, über das Pu-Pan-Gebirge nach Sakon Nakhon.

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Dass der Verkehr in Pattaya eine Katastrophe ist, darüber sind wir uns alle einig. Aber so schlimm war es auch schon vor 20 Jahren! Damals gab es zwar nicht so viele Autos, aber auch wenige Strassen.

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Mit grossem Interesse verfolgte Lung Sen den Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha. Der begann bereits im Mai, als Kambodscha eine alte Khmer-Tempelanlage namens Preah Vihear, die Thais nennen sie Phra Viharn, als Weltkulturerbe anmelden wollte.

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Pattaya wird allgemein als das grösste Beach Resort Asiens bezeichnet. Es rühmt sich, einen internationalen Standard zu haben. Was aber ist ein Resort überhaupt? Die World Trade Organisation (WTO) definiert ein Resort folgendermassen: „Eine Tourismusdestination, die relativ abgeschlossen ist und eine grosse Spanne von Einrichtungen und Dienstleistungen, speziell diejenigen für Erholung und Entspannung, Lernen und Gesundheit bietet.” Das alles trifft auf Pattaya heute nicht mehr zu, sondern nur auf bestimmte Hotels in der Stadt wie das Marriott oder das Dusit Thani. Aber auch zu Recht nennen sich so das Sunset Park Resort oder das Pinnacle Grand Resort. In diesen Häusern findet der Gast alles, was die WTO sich unter einem Resort vorstellt. Aber die Stadt Pattaya?

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Oh je! Da ist Lung Sen in der letzten Kolumne ein grosser Fehler unterlaufen, der sicher den Thailändisch sprechenden Lesern aufgefallen sein wird. Er erklärte das Wort „mai”, das tatsächlich brennt, neu, Seide, aber auch Holz heissen kann und zudem die Frage- und Verneinungsform ist. Jedoch steht „mai” nicht für Knie, weiss oder Fusspilz. Das ist das Wort „kao”, das des Weiteren auch Berg oder Reis bedeuten kann, eben je nach Betonung. Auch bei dem Satz „Hast Du schon gegessen = gin kao leo” hätte das letzte Wort besser „leau” geschrieben werden sollen. Denn „leo” heisst zu Deutsch schnell. Es ist wirklich schwierig, die Tonalsprache der Thais richtig in unser phonetisches Alphabet zu übertragen.

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Das Ehepaar Müller hat schon viele Länder dieser Erde bereist. Fast jedes europäische Land hat es besucht. Dann ging es nach Afrika, Südamerika und in die Karibik. Von Miturlaubern hörte es von einem exotischen Land in Asien: Siam oder auch Thailand genannt. Da Müllers noch nie in Asien waren, machten sie sich schlau über dieses Land, lasen Reiseberichte, sahen im Fernsehen Sendungen über Thailand und begeisterten sich immer mehr für dieses Fleckchen Erde, das den Übernamen „Land des Lächelns” trägt. Über die TUI buchten sie eine Rundreise und anschliessend einen Badeaufenthalt am Jomtien-Strand in der Nähe von Pattaya.

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Vor kurzem schrieb Lung Sen über Terror, den Motorradfahrer, Bahtbusse oder überlaute Karaoke-Bars verursachen. Dazu gab es in der letzten Ausgabe des FARANG einen Leserbrief, in dem ein Leser seine Ansicht darüber mitteilte. Lung Sen hat mit Interesse die andere Meinung gelesen und sich gefreut, durch seine Kolumne zum Nachdenken angeregt zu haben. Genau das ist ja sein Wunsch: Er macht sich seine Gedanken, und die müssen und sollen ja nicht für alle die richtigen sein.

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Nun ist die Wahl zum Bürgermeister von Pattaya, bei einer Wahlbeteiligung von knapp 50 Prozent, zu einem Ergebnis gekommen, das viele erwartet hatten. Ittipol Khunpluem bekam mehr Stimmen als seine zwei prominenten Gegenkandidaten, und die beiden anderen zur Wahl stehenden Kandidaten unbedeutend wenig Stimmen. Von nun an kann es ja nur noch bergauf gehen, sprich: besser werden!

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Schwarz auf weiss stand es in der Zeitung: Während des Songkran-Festes durfte kein Wasser auf primären und sekundären Strassen Pattayas gespritzt werden. Die Polizei griff zurück auf ein Gesetz aus dem Jahre 1992. Das besagt: Jeder hat eine Strafe zu zahlen oder kommt in Haft oder beides, wenn er den Strassenverkehr gefährdet.

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Terroranschläge, Tote und Verletzte, Terroristen gefangen genommen - wann immer der Fernseher eingeschaltet wird, werden wir mit solchen Nachrichten bombardiert. Was aber heisst Terror überhaupt? Angst und Schrecken verbreiten, Panik hervorrufen, die ordentliche Gesellschaft stören - das hat Lung Sen in einem Buch gelesen.

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Hoch geht es her in der Presse über den blauen Dunst. Ob in Artikeln, die das neue, striktere Gesetz verteidigen, aber zum Teil auch in Frage stellen, oder in Leserbriefen, die überwiegend das strenge Rauchverbot kritisieren und ablehnen. In Pattayas Lokalen sind die Meinungen der Wirte ebenso gespalten. Einige folgen den Buchstaben des Gesetzes, andere wiederum lassen sogar zu, dass sich Gäste eine Zigarette im klimatisierten Restaurant anstecken.

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Es gibt kaum etwas Schöneres, als mit Freunden/innen und guten Bekannten zusammen zu sein. Da werden Gedanken ausgetauscht, über Gott und die Welt diskutiert und freilich auch Witze erzählt. Die Stimmung ist besonders gut, wenn ein Geburtstag gefeiert wird. So gerade geschehen in „Ina’s Bistro” in der Soi Potisan.

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Lung Sen hört immer wieder, wie auf die Deutsche Botschaft geschimpft wird, weil sie Visaanträge für Thais ablehnt, die von deutschen Bürgern eingeladen wurden, Deutschland zu besuchen. Das so genannte Schengen-Visum gilt für alle Länder der EU und wird auch von der Schweiz anerkannt.

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Dass unsere Gastgeber einen anderen Gedankengang haben als Europäer, sollte jedem Feriengast und Residenten aufgefallen sein. Manches Mal sind die Wege des Denkens der Thais für uns schwer nachvollziehbar.

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Dieses Jahr wurde das chinesische Neujahrsfest ohne grosse Veranstaltungen eingeläutet. Zwischen dem 5. und 7. Februar gab es nur die traditionellen Drachen- und Löwentänze und chinesische Akrobatik. Alles Weitere wurde abgesagt, aus Respekt vor dem Tode der Schwester des Königs, Galayani Vadhana.

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Wer kennt die Menschen, zählt die Namen, die alle schon nach Pattaya kamen? In dieser Kolumne denkt Lung Sen über Leute nach, die einst in Pattayas deutschsprachiger Gemeinde sehr bekannt waren. So fragt er sich: Was macht eigentlich der Eugster, René? Nachname zuerst, da es ein Schweizer ist und in der Schweiz der Nachname zuerst gesprochen wird.

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Ende letzten Jahres war in den Medien zu lesen: Ab 1. Januar wird die Beach Road über das Wochenende zur Fussgängerzone. Und Busse dürfen ihre Gruppen nicht mehr an der Strandstrasse aussteigen lassen, um zu den Booten zu gelangen, die sie auf die vorgelagerten Inseln bringen.

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Vorurteile zu haben ist schlecht. Jeder weiss es, und jeder hat dennoch diese Urteile im voraus. Ohne die Materie zu kennen wird entschieden, was gut und schlecht ist. Das Schlimme an dieser Voreingenommenheit ist, dass man daran sogar glaubt.

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In einem Leserbrief in der FARANG-Ausgabe Nr. 25 wird doch glatt behauptet, es gäbe keine ausgeschilderten unterschiedlichen Preise für Weisshäutige und Thais. Der werte Leser muss doch etwas blind sein, denn an vielen Kassen stehen die unterschiedlichen Preise sogar in Englisch, meistens jedoch nur die „höheren Preise“. Jene für die Thais sind in deren Schrift und Zahlen verfasst. Unterschiedliche Preise werden nicht nur von Privatleuten gemacht, sondern auch von staatlicher Seite, wie in der Bangkok Post zu lesen war: In den meisten Nationalparks wurden die Eintrittspreise für Ausländer gesenkt. Der bisher verlangte Obolus von 400 Baht für die Erwachsenen und 200 Baht für Kinder wurde glatt halbiert. Und Thais zahlen als Erwachsene 40 Baht und Kinder 20 Baht. Lung Sen hat nichts gegen diese Preis-Politik, die auch in anderen Ländern, z.B. Ungarn, zu finden ist.

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Lung Sen berichtete vor kurzem über die Verkehrshindernisse in Pattaya, die geschobenen Garküchen und die Motorräder mit Beiwagen. Aber es gibt ja noch so viele mehr. Da sind die Busse, die an der Strandstrasse anhalten, um Leute aussteigen zu lassen, die auf die vorgelagerten Inseln geschippert werden. Sie behindern den Verkehr und verpesten die Luft mit Abgasen, da der Motor nicht abgeschaltet wird. Parken die Busse links, so parken Autos rechts an der Strasse, um Waren für die Liegestuhlvermieter oder Touristenboote auszuladen. Kaum ein Durchkommen.

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Reden ist Silber – Schweigen ist Gold. Das haben wir schon als Kinder gelernt. Aber halten wir uns auch heute noch daran? Bei einem Bummel durch mehrere deutsche Lokale innerhalb einer Woche musste Lung Sen feststellen, dass Reden an den „Stammtischen“ gross geschrieben wird. Man muss sich nur in die Nähe setzen und kann bestens mithören. Ohne etwas zu sagen, erfährt man auf diese Art ganz schön viel und bekommt nicht zuletzt einen Einblick in die Mentalität der Urlauber und Residenten.

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Ist es gewagt, ein international bekanntes Seebad mit Städten in der Provinz zu vergleichen? Lung Sen meint nein. Da sind viele Parallelen, aber auch Unterschiede, weil Pattaya als Stadt mit mehreren Hunderttausenden Einwohnern und grossen Einnahmen durch den Tourismus allen anderen Städten überlegen, gar ein Vorbild sein sollte, was die Infrastruktur anbelangt.

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Zwei Wochen wieder in Pattaya, zwei Wochen voller Begrüssungsstress und Arbeit. Viel hat sich in den neun Wochen Abwesenheit nicht verändert. Aus der Provinz kommend, fiel ihm zuerst der dichte Verkehr auf. Scheint noch mehr zugenommen zu haben, denn für die letzten 30 Kilometer bis zur Stadtmitte brauchte er eine geschlagene halbe Stunde.

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Niemand, der jemals auf dem Land längere Zeit gelebt hat, kann nachempfinden, wie die Ruhe und Gemütlichkeit den Charakter beeinflusst. Der Stadtbewohner wird nach einer Eingewöhnungsphase vom gestressten zum friedlichen Mensch. Die ganze Umgebung in einem Dorf trägt dazu bei, die zerrütteten Nerven zu beruhigen.

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Abwärts geht’s. Aus der Provinz kommend, landet Lung Sen zum ersten Mal auf dem neuen Flughafen Bangkoks, Suvarnabhum(i). Das ‚i’ in Klammer, denn es wird nicht ausgesprochen, kommt aber in der Thaischrift vor. Was für ein Palast aus Glas, Stahl und Beton! Der erste Eindruck ist überwältigend. Vor allem deshalb, weil die Wege so lang sind und eine richtige Ausschilderung, wie der Fluggast von der Ankunft Inlandsflüge zum Check-In für Auslandsflüge gelangt, völlig fehlt. Also zuerst ins Hauptgebäude.

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Lung Sen sitzt gemütlich auf der Terrasse der ‚Braustube’ in der Naglua Road. Wenige Gäste. Umso mehr Betrieb auf der Strasse. Der Verkehr rauscht vorbei. Auch ein Moped braust vorbei mit 4 Thais drauf, 2 Erwachsene, 2 Kinder. Ohne Helm. Der Fahrer verliert plötzlich die Kontrolle und das Fahrzeug schlingert in ein parkendes Auto. Sturz und gleich darauf Verletzte, zum Glück nur leicht. Was hätte passieren können, wäre er in den Gegenverkehr gerutscht...?

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Es ist kurz nach 4 Uhr morgens und der Kikeriki der Hähne beginnt und weckt Lung Sen aus seinem Schlaf. Herrlich! Einfach umgedreht und bei dem Naturgeräusch wieder einschlafen. Um 5.30 Uhr tönt Musik aus den Lautsprechern des Dorfes, die an hohen Masten angebracht sind. Aha, der Bürgermeister hält eine Ansprache. Es geht um eine Art Tagesprogramm für die Gemeinde.
Dann ertönt das manchen bekannte „Pok Pok Pok“ aus der Küche. Die liebe Gaysorn bereitet das „Frühstück“ zu, nämlich Som Tam, den scharfen, aber leckeren Papayasalat. Halb sieben dann wird der Fernseher angeschaltet, und Lung Sen geht zur Kaffeemaschine, setzt neu an. Danach ab ins Bad zum Duschen, und um Punkt 7 Uhr sitzt er am Tisch im Wohnzimmer und schlürft genüsslich den Morgenkaffee. Kurz danach erhält er den „Wai“ (thailändischen Gruss) von den Kindern, die vom Schulbus abgeholt werden.

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In der Stadt Pattaya wurde vor drei Jahren der Bürgermeister gewählt. Da gab es geschätzte 250.000 Einwohner, jedoch nur etwas mehr als 120.000 Wahlberechtigte. Das liegt daran, dass Thais sich bei einem Wohnsitzwechsel nicht ummelden müssen. Anders als hier lebende Ausländer. Die müssen alle 90 Tage auf die Immigration-Behörde, um den Wohnsitz zu bestätigen oder halt einfach, um zu zeigen, dass sie noch leben. Die Bürgermeisterwahl war ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Erst drei Monate nach dem Urnengang, die Stimmen wurden wieder und wieder gezählt, stand Niran Watanasasathorn als Sieger fest. Was hatte dieser ehrenwerte Mann nicht alles vor der Wahl versprochen!

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Warum denn in die Ferne schweifen, das Schöne liegt so nah - frei nach einem deutschen Dichter. In der letzten Ausgabe des FARANG berichtete Lung Sen über einige nahe liegende Attraktionen und setzt hier seine Erkundungen fort. Für zehn Baht pro Person kann der Urlauber die Central Road hinauffahren bis zur Einmündung in die Sukhumvit. Wenn er dort die Strasse überquert und nach rechts mit dem Verkehr geht, kommt er vorbei an der Busstation nach Norden und Nordosten. Gleich danach folgt ein unscheinbares Haus mit dem Namen „Bottle Museum“.

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Am Donnerstag, dem 5. Juli, gab es am Nachmittag einen Regensturm. Dieser dauerte zwar nur eine gute Stunde, verursachte aber Chaos in der Stadt. Lung Sen musste von Nord-Pattaya zum Phra-Tamnak-Hügel und fuhr wie gewohnt über die Third Road. Er kam bis zur Senke und musste dort links abbiegen, denn die von ihm schon oft beschriebene Falle für Motorisierte stand einen Meter unter Wasser. Am Waisenhaus vorbei gelangte Lung Sen zur Sukhumvit Road. Oh weh! Stau Richtung Thepprasit Road vom Mini Siam an. Die Senke bei der Polizeistation vor der South Pattaya Road war auch mit Regenwasser voll gelaufen. Also über die North Pattaya Road zur Beach Road. Und da ging ab Soi 1 auch nichts mehr.

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Vor ein paar Jahren kam Lung Sens Freund Michael zum ersten Mal nach Thailand. Er wollte es wissen: Sind die Geschichten um die thailändischen Schönheiten wahr oder nicht. Wie ein Schmetterling kostete er den süssen Nektar einmal hier, einmal dort. Nein, auf gar keinen Fall wollte er sich verlieben! Davor hatte man ihn gewarnt, denn das würde zu 99 Prozent ein böses Ende nehmen. Trotzdem geschah es, es erwischte ihn wie so viele andere auch.

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Für Lung Sen gibt es nichts Schöneres, als mit guten Freundinnen und Freunden zu plaudern. Ein Abendessen macht die Unterhaltung noch feiner. So geschehen am 4. Juni im Casa Pascal. Der Anlass war der Geburtstag von Ina Buschhüter, der Wirtin des „Berliner Bistro 2“, wo jeden Sonntag die Blasmusik zum fast schon legendären Frühschoppen aufspielt. Ina war die perfekte Gastgeberin, Pascal hatte die kulinarischen Genüsse mit Liebe zusammengestellt.

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Wir Ausländer sind ja einiges gewöhnt in Thailand. Dass es hier nicht so ist wie zu Hause, das müsste längst jedem Residenten und Urlauber aufgefallen sein. Das ist ja auch der Grund, warum Deutschland, die Schweiz oder Österreich verlassen wurden. Würden hier Zustände herrschen wie daheim, dann hätten wir ja gleich in der Heimat bleiben können. Dennoch gibt es Dinge, wo selbst der Thai den Kopf schüttelt und sich fragt: Was soll denn das?

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Wieder einmal mehr musste Lung Sen vernehmen, Pattaya sei ein grosses Bordell. Wohin man auch geht, immer wieder Bier-Bars, gefüllt mit leicht bekleideten Mädchen, die keine Frage offen lassen, warum sie grade dort sind. Und nicht nur drin, nein, auch draussen.

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Nun ist es angekündigt worden: Die Stadt möchte ein Parkhaus bauen. Sogar in ungemein günstiger Lage, nämlich unter dem Sportplatz der Schule 8. Diese liegt an der Kreuzung Süd Pattaya- und Second Road. Also ganz nahe an dem, was man das Zentrum von Pattaya nennen kann. Einige Stockwerke tief soll gebaut und der Sportplatz gar unterirdisch neu errichtet werden.

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Noch nie gab es zum Songkran-Fest ein Verkehrschaos wie in diesem Jahr. Stossstange an Stossstange bewegte sich der Verkehr von Bangkok aus in Richtung der Seebäder Bang Saen, Pattaya und Rayong. Geschlagene 5 Stunden war Lung Sen am 12. April unterwegs und sah wieder einmal mehr Unfälle, die bei aufmerksamer Fahrweise hätten vermieden werden können.

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Nur wenigen ist OTOP bekannt. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich „One Tambon – One Product“ oder zu Deutsch: „Eine Gemeinde – Ein Produkt“. Ins Leben gerufen wurde diese Initiative vom ehemaligen Premierminister Thaksin Shinawatra. Die ländlichen Gemeinden wurden aufgefordert, vermehrt das herzustellen, was in ihren Dörfern seit Jahrhunderten angefertigt wurde.

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Müllabfuhr

Wenn Lung Sen sich Gedanken macht, so ist es seine Ansicht der Dinge, seine Meinung. Nicht jeder muss die gleiche Meinung haben; hat sie auch nicht. Das ist gut so, denn nur auf diese Art und Weise kommt es zu Diskussionen. Die Leser der Kolumne werden angeregt, über die Gedanken des Lung Sen nachzudenken und sich so ihre eigene Meinung zu bilden oder zuzustimmen.

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Der Abschied

Vor zwei Wochen sass Lung Sen bei dem allseits beliebten Frühschoppen mit Blasmusik im “Berliner Bistro 2” bei Ina und Ralf. Abschied wurde gefeiert, denn am nächsten Tag ging es nach Koh Samui. Das Wetter war trüb, die Stimmung gut. Plötzlich knattert etwas Rotes auf der Strasse, und ein rund vier Meter langer Tuk Tuk parkt neben dem Grill mit den Haxen. Mein Freund Heiner brach fast in Tränen aus.

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Bahtbusse

Noch fahren die Busse - so lautete die Überschrift in einer Ausgabe des FARANG. Das bezog sich auf die Busse nach Bangkok. Was aber ist aus Pattayas Linienbussen geworden? Stolz wurden drei Linien angekündigt, die rote, grüne und gelbe Linie. Alle wichtigen Strassen sollten damit befahren werden. Jedoch der Fahrtbeginn verzögerte sich immer wieder, und endlich im November letzten Jahres fuhren zuerst die grünen, dann die roten Busse. Lung Sen berichtete in einer früheren Kolumne über diese komfortablen, sauberen und preiswerten Verkehrsmittel.

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Weihnachten in Thailand

Wieder einmal kam und ging das Fest, welches man das besinnliche nennt: Weihnachten. Was aber ist von der Besinnlichkeit übrig geblieben? Was von „du fröhliche, du selige, Gnaden bringende Weihnachtszeit“?

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Pattaya's Naklua Road Soi 33

Wie jedes Jahr hörte Lung Sen der Rede des Königs am Tag vor seinem Geburtstag andächtig zu. Natürlich hat er nicht alles verstanden und die Rede später in der „Bangkok Post“ nachgelesen, denn das Thai des Hofes ist nicht einfach zu verstehen.

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zu Loy Krathong

Pünktlich zu Loy Krathong, dem Lichterfest in diesem schönen Lande, endete die Regenzeit am 16. November. So wie es die Bauernregel der Thais sagt. Es begann die kühle Jahreszeit, und der Kronprinz wechselte in Wat Phra Kaew die Robe des smaragdenen Buddha.

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Bauboom in Pattaya

Dass in Pattaya ein Bauboom sondergleichen herrscht, fällt nicht nur Residenten, sondern auch Urlaubern auf, die vor sechs oder mehr Monaten hier die Ferien verbrachten.

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Lung Sen hat alle Provinzen dieses Landes besucht. Das heisst aber nicht, dass er alle Orte kennt. Jede Provinz hat ihre Sehenswürdigkeiten, und es ist unmöglich, diese alle zu besuchen. Lange ein weisser Fleck auf Lung Sens Landkarte war die Elefanteninsel, Koh Chang.

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