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Beiträge · Lung Sen macht sich Gedanken . . .
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Weitere Gedanken von Lung Sen...

Lung Sen macht sich Gedanken . . .

Bei diesen Preisen muss man speisen.

Die Gedanken sind frei – so schreibt Friedrich Schiller. Kein Jäger kann sie erschiessen, heisst es weiter in diesem Gedicht, das später auch ein Lied wurde. Nun, auch die Gedanken von Lung Sen sind frei. Sie gehören ihm. Da kann man dagegen anschiessen, aber es bleiben trotzdem seine Gedanken. Er bringt sie zu Papier, um den Lesern Anstösse zum Mitdenken zu geben. Keineswegs erhebt er den Anspruch, die Meinung der Masse zu vertreten, geschweige denn denkt er für irgend jemand anderen, sondern nur für sich selbst. Auch ist Lung Sen nicht so vermessen zu sagen, dass er immer recht hat. Manche verstehen eben, was er mit den Gedanken zum Ausdruck bringen will, andere jedoch fühlen sich angegriffen oder beleidigt. Das tut Lung Sen leid. Andererseits kann sich nur der angegriffen oder beleidigt fühlen, der sich selbst zu erkennen glaubt in den Sätzen.

Lung Sen macht sich Gedanken über das, was er sieht, erlebt hat oder auch erzählt bekam. Er macht sich Gedanken über seine Mitresidenten, aber auch über die Lebensumstände in Thailand und speziell in Pattaya. Über die Politik und die Geschichte. Einfach über alles, was ihm in den Sinn kommt. Wahrheit tut weh. Das sehen wir an den Politikern, die immer nur von schönen Dingen reden, das sagen, was der Bürger hören will. Derjenige aber, der unverblümt spricht oder schreibt, ist nicht gerne gesehen. Dabei ist nur der dein wirklicher Freund, der dir die Wahrheit ins Gesicht sagt. Freilich sollten manche Wahrheiten besser nicht gesagt oder beschrieben werden, da sie eigentlich gar keiner hören oder lesen will, denn sie sind unbequem.

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Unbequeme Wahrheit

Vor geraumer Zeit machte sich Lung Gedanken über die Bahtbusse und rief einen Sturm der Entrüstung hervor. Er weicht keinen Millimeter ab von dem was er schrieb und wundert sich noch heute, dass diese Gedanken, die Wahrheit, nie richtig begriffen wurden. Wenn einem Bahtbusfahrer ein Ziel gesagt wird, so ist der Fahrpreis Verhandlungssache. Je nach Entfernung liegt der Preis bei bis zu 300 oder 400 Baht. Dieser ausgehandelte Fahrpreis gilt dann für eine oder auch mehrere Personen. Steigt man jedoch ein, ohne ein Ziel zu sagen, so kostet das pro Person 10 Baht bei einer Fahrt auf einer geraden Strecke, egal wie weit. In den Bahtbussen hing lange Zeit im Sitzraum ein Schild, auf dem in Thai zu lesen war, dass der Fahrer für solch eine Strecke bis zu 10 Baht verlangen kann. Und da in Thai geschrieben, können die Ausländer nur die „10“ lesen, zahlen also 10 Baht. So kommt es, dass Thais mitunter weniger als 10 Baht zahlen.

Noch immer aber beharren viele Residenten darauf, wie ein Thai behandelt zu werden. Will heissen, dass sie den Thai-Preis zahlen wollen. Ist das nicht widersinnig? Sie sind nun mal Farang, auch wenn sie schon seit Jahren in Pattaya leben. Auch Lung Sen zahlt 10 Baht – sogar gerne! Wo auf der Welt kann man denn so preiswert kilometerlange Strecken fahren? Wer das nicht einsieht, dem ist nicht mehr zu helfen. Diese Leute sollten einmal nach Phuket oder Samui gehen, um zu erfahren, wie preiswert wir hier transportiert werden. Auf den Ferieninseln gibt es auch ein Preissystem. Nur ist die Höhe der Fahrpreise mit denen in Pattaya nicht vergleichbar. Es sind halt „Qualitätstouristen“ auf Phuket und Samui…

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Pattaya ist zu teuer

Welches Restaurant Lung Sen auch besucht, immer wieder klagt der Wirt über die anderen Lokale mit ihren Billigpreisen. Und tatsächlich existiert zwischen den deutschen Lokalen ein wahrer Preiskampf. Man unterbietet sich mit Tellergerichten ab 99 Baht und sogar mit Buffets zum gleichen Preis. Andere Lokale verlangen 119 Baht für ein Tellergericht mit Salat und wieder andere bieten Jumbo-Schnitzel an zum Preis von 150 Baht. Das alles sind Preise, wie sie in der Heimat nicht mehr zu finden sind. Trotzdem schimpfen die Unverbesserlichen auf die „hohen Preise“. Sie sagen, wir sind ja hier nicht in Deutschland. Richtig. Aber der Meckerer begebe sich doch einmal auf den Markt, um festzustellen, wie teuer alles im Einkauf geworden ist. Kaum einer bedenkt, dass der Wirt ja auch noch die Strom- und Wasserrechnung, die Miete, das Personal etc. bezahlen muss. Auf der anderen Seite sieht Lung Sen, dass Lokale wie „Bruno’s“ oder „Swiss Paradise“, „Casa Pascal“ oder „Alt Heidelberg“ gut besucht sind, obschon die Preise auf einem anderen Niveau liegen. Es gibt eben Gäste in jeder Preisklasse, und nur Folgendes macht ein Lokal voll: Gutes Essen, gemütliche Atmosphäre, gut eingespieltes, effizientes Personal und nicht zuletzt der persönliche Kontakt von Wirt zu Gästen. Sitzt dieser nur in seiner Ecke, begrüsst seine Gäste nicht, geht nicht an den Tisch, um zu fragen, ob es denn geschmeckt hat, so muss sich dieser nicht wundern, wenn die Kundschaft ausbleibt. Je besser das Essen, je freundlicher der Service plus die Betreuung durch den Wirt, das bringt Kundschaft! Da spielen Preise für Essen und Trinken keine Rolle mehr.

Warum ist das „PIC Kitchen“ zumeist leer? Warum kaum Gäste im „Zeppelin“, das mittlerweile sogar seine Türen geschlossen hat? Weil sich dort niemand um die Kundschaft kümmert. Lung Sen geht auch lieber in ein Lokal, wo man mal mit dem Wirt ein Schwätzchen halten kann. Nicht die Gäste, der Wirt muss für eine behagliche Umgebung Sorge tragen. Wenn Lung Sen an die „Dekorationen“ in manchen Kneipen denkt, dann wundert er sich nicht, dass keiner lange sitzen bleibt oder gar wiederkommt. Und genau die Wirte solcher Lokale sind es, die dann anfangen zu stöhnen und den Grund überall suchen, nur nicht bei sich selbst.

Da wird dann über die Leute gelästert, die vor oder hinter Supermärkten sitzen und dort essen und trinken. Oder in kleinen, von Thais betriebenen Billiglokalen. Warum sitzen sie denn dort? Nein, nicht (nur) wegen der Preise. Hier ist man unter sich, kann gemütlich reden, was eben in manchen Lokalen wegen eines „unfreundlichen Wirtes“ nicht möglich ist.

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Lung Sen denkt

Das Preisgefüge in Pattaya ist vollkommen in Ordnung. Die Auswahl an Speiselokalen eine riesige Palette für jeden Geldbeutel. Doch einigen Gastwirten sei geraten: sich regen bringt Segen. Wer dieses nicht beherzigt, wird es kaum zu Höherem bringen.

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Quelle: http://der-farang.com/

 
 
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