An diesem nationalen Feiertag Gedenken die Thais der Gründung der Chakri-Dynastie vom 6.April 1872 durch König Rama I., der von 1782 bis 1809 regierte. Gleichzeitig feiert die Hauptstadt Bangkoks Geburtstag. Nach der Zerstörung von Ayuthaya 1767 durch die Burmesen, wurde die Hauptstadt hierher verlegt. Der ehemalige Militär- und Handelsstützpunkt Ban Kok (Olivendorf) verwandelte sich aufgrund seiner günstigen strategischen Lage innerhalb kurzer Zeit in eine blühende Stadt mit Palästen und großen buddhistischen Bauwerken. Aus dem einstigem malerischen Dorf ist in der Zwischenzeit eine sehr bewegte Weltstadt geworden. Der Mittelpunkt der Feierlichkeiten am Chakri-Tag ist der heiligste Wat des Königreiches, das Wat Phra Keo im Königpalast-Bezirk, wo sich der Smaragd-Buddha befindet.
An diesem Tag ist das Pantheon, ein Gebäude in der Nähe des Grand Palace, für die Öffentlichkeit zugänglich. Es beherbergt die lebensgroßen Statuen der Chakri-Könige. Wer die Statuen der Monarchen näher betrachten möchte, muss an diesem Tag auch Geduld haben, denn das Pantheon zieht an diesem Tag wie ein Magnet riesige Menschenmengen an. Ein anderer Festplatz befindet sich an der Nordrampe der Memorial-Brücke, wo eine gigantische Statue von Rama I. steht. Bis spät in die Nacht feiern die Thais den Gründer der Chakri-Dynastie. Kerzenlichtprozessionen am Abend läuten das fröhliche Volksfest ein.