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Beiträge · Erzählung über Thailand von Wilfried Stevens
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Erzählungen von Wilfried Stevens

Buriram - das Phanom Rung Fest

Buriram - das Phanom RungDer Tempel Prasat Phanom Rung wurde zwischen dem 10.-12.Jahrhundert oben auf der Kuppe des erloschenen Vulkans Khao Phanom Rung (381 m über dem Meer) errichtet, als das Khmer-Reich seinen Höhepunkt hatte. Die erhöhte Lage auf dem Berg symbolisiert das hinduistische Weltbild, den Sitz Shivas auf dem Berg Meru. In dieser Zeit wurde auch das berühmte Angkor Wat im heutigen Kambodscha errichtete und Preah Vihear an der heutigen kambodschanische Grenze vollendet. Es wurde nicht überliefert, welche religiösen Zeremonien hier stattfanden, aber der Tempel war dem Gott Shiva und damit der Sonne gewidmet. Im Zempelinnern gibt es den heiligen Lingam, ein heiliges Objekt der Hindu-Religion.

Nach sechzehn Jahren aufwendiger Restaurierungsarbeiten (1972 - 88) verwandelte man die einstigen Ruinen von Prasat Phanom Rung zu den großartigsten heiligen Khmer Stätten in Thailand. Heute gehört dieser Tempelkomplex zu den ältesten Sehenswürdigkeiten im Nordosten Thailands, und seitdem wird hier das aufwendige Fest gefeiert. Ein prächtig angelegter, 200 Meter langer Aufgang führt zum Hauptgebäude hinauf. Von oben hat man ein unvergesslichen Ausblick über die Landschaften bis hin nach Kambodscha. Der Tempel liegt im Phanom Rung Historical Park, etwa 50 km südlich von Buriram.

Die Baumeister des Tempels Prasat Phanom Rung mögen wohl die selbe Schule besucht haben wie die Baumeister von Angkor Wat und Preah Vihear, oder waren sogar die selben Baumeister. Denn ihre geniale Bauweise ist es zu verdanken, das hier seit 1988 das dreitätige Phanom Rung Fest entstand, das jedes Jahr Tausende Besucher anlockt.

Fest im AlJedes Jahr, meistens in der ersten Kalenderwoche des Monats April, gibt es hier außergewöhnliche Sonnenauf- und -untergänge zu sehen, die manche Einheimische sogar als Wunder bezeichnen. Damit wird dann eine Zeremonie eingeleitet, dessen genaues Datum und Uhrzeit immer von Astronomen vorausberechnet wird, um damit den ersten Festtag zu bestimmen. Dann stehen die Besucher in der Nähe des Hauptgebäude des Tempels, das einen 75 Meter langen Korridor mit insgesamt 15 Türen besitzt. Um 6.00 Uhr morgens, wenn die Sonne aufgeht, beginnt das ungewöhnliches Schauspiel. Der Eingang des Korridors ist so exakt ausgerichtet, das die Strahlen der aufgehenden Sonne auf einer Länge von 75 Metern durch die 15 Türen fallen und den in der Mitte befindliche heiligen Lingam anstrahlen. Manche Besucher bezeichnen es anschließend sogar als göttliches Bauwerk, wenn sie das Schauspiel miterleben konnten. Die Einheimischen nennen das Fest auch "Festival Of The Thousand Year Miracle of the Phanom Rung Grand Shrine" genannt.

Am Nachmittag beginnt dann der große Höhepunkt mit einem farbenreichen Festzug durch die geschmückten Straßen von Buriram. Dabei tragen alle Festzugsteilnehmer traditionelle Kostüme aus der alten Khmerzeit, was ein nachhaltiges Erlebnis für jeden sein wird. Es folgen an allen drei Tagen aufwendige und sehr schöne Tanz- und Musikvorführungen aus der Khmerzeit, und abends Abend eine aufwendige Licht-und. Tonshow im Tempelgelände.

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