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vom: 07.02.2010
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Beiträge · Erzählung über Thailand von Wilfried Stevens
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
Unsere Autoren
Erzählungen von Wilfried Stevens

Die thailändischen Landesfrüchte Guave: farang

Saison: Das ganze Jahr

Die Frage, die sich jeder stellt, und die keiner genau beantworten kann, ist, warum diese Frucht farang heißt. Der ursprüngliche indianische Name hieß Guayaba und die Frucht wurde bereits von den Azteken und Inkas kultiviert. Dann wurde die Frucht von den Spaniern nach Europa importiert und wurde anschließend u.a. von den Holländern im Raum Indonesien und in Indien angebaut. Danach verbreitete sich der Anbau der Frucht auch auf den Philippinen und im alten Siam. Heute wird die Guave in vielen weiteren tropischen Ländern angebaut, und ist auch, je nach Sorte, unter die Bezeichnungen Feijoas oder Pineapple Guava bekannt.

Der strauchähnliche Guavebaum kann 4-10 Meter hoch werden. Der Guavebaum ist sehr robust und ziemlich anspruchslos. Die Blätter des Baumes sollen zudem antibiotische Eigenschaften haben, und werden noch in einigen tropischen Ländern als Heilmittel eingesetzt. Insbesondere sollen zerkaute Guaveblätter entzündungshemmend gegen Hautjucken, Ekzeme und allgemeines Wundsein helfen.

Auch diese kleine, etwa 5-10 cm große grüne Frucht ist sehr beliebt und wird in Salz oder Zucker getunkt als kleine Zwischenmahlzeit genommen. Das etwa säuerliche, weiße bis rosige Fruchtfleisch enthält zahlreiche Kerne, die man mitessen kann und ist saftig.

Die blassgrüne bis rötliche wachsartige Schale fühlt sich etwas rau an. Bei Vollreife verändert sich die Farbe der Schale in Gelb. Guaven gehören zu den Früchten mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt (300-400mg je 100g Fruchtfleisch). Weiterhin enthalten sie Vitamin A, B12, Eisen, Kalzium und Phosphor. Sie finden auch bei der Herstellung von Säften, Eiscremes und Marmelade Verwendung. Beliebt ist auch die Beimischung zu Fruchtsalaten. Aus Guaven lässt sich aber auch Wein und Likör herstellen.

Beim Essen sollte man etwas auf die kantigen Kerne achten, da sie sich gerne in Zahnhöhlen ansiedeln und nur mit Hilfe eines Zahnstochers beseitigt bzw. ohne Bedenken auch gegessen werden können. Guaven sind übrigens reif, wenn sie sich leicht drücken lassen.


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