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Beiträge · Erzählung über Thailand von Wilfried Stevens
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Erzählungen von Wilfried Stevens

Die thailändischen Landesfrüchte Limette: mahnau

Saison: Januar - Dezember

Die Limette, auch als Limone bezeichnet, gehört neben der Zitrone zu den bekanntesten und am meisten eingesetzten Zitrusfrüchten in Thailand, wobei der Bedarf von Zitronen größtenteils durch Importe gedeckt wird.

Der strauchartige Limetten-Baum wird bis etwa 4 m hoch, ist stark verzweigt, mit fast 1 cm Dornen ausgestattet, trägt kleine ovale Blätter, und blüht praktisch das ganze Jahr über. Ihre Blüten sind die kleinsten aller bekannten Zitrusarten und die Frucht die kleinste der Zitrusfamilie. Die Früchte reifen etwa ein halbes Jahr nach der Blüte, wobei ein ausgewachsener Baum bis zu 1000 Früchte tragen kann.

Ursprünglich soll die Limette in Malaysia beheimatet gewesen sein, wird heute aber heute auf vielen großen Plantagen tropischer Länder angebaut. In früheren Zeiten nahmen Seefahrer, wegen des hohen Vitamin C-Gehalts, große Mengen an Limetten mit, um die Krankheit Skorbut (Vitamin-C-Mangel) vorzubeugen. Das brachte ihr bei den Seeleuten den Spitznamen "Limey" ein.

Die Limette ist gegenüber der Zitrone kleiner und mehr kugelig als eiförmig. Die grüne Schale fühlt sich wie Wachs an, ist aber etwas dünner als die der Zitronen. Die Schale ist deshalb grün, weil sie im halbreifen Zustand geerntet wird. Ausgereifte Früchte haben eine gelbe Schale wie Zitronen.

Das Fruchtfleisch ist sehr saftig, meistens säuerlich und enthält nur wenige Samen. Der Limettensaft hat einen intensiveren Geschmack als Zitronensaft. In Thailand und anderen südostasiatischen Ländern wird der Limettensaft hauptsächlich als Geschmacksbeigabe für unzählige Gerichte verwendet.

In unzähligen Hotelbars und Restaurants gibt es immer Limetten zum Aromatisieren von Getränken. Limetten in Scheiben dienen hauptsächlich als Dekoration diverser Cocktailgläser und Gerichte. Aus Limonensaft kann man aber auch ein sehr erfrischendes Getränk zu bereiten, indem man ihn mit Eiswasser und Zucker vermischt. Auch zum Aromatisieren von Limonaden, Tee, Gebäck und etlichen Gerichten ist die Limone nicht mehr wegzudenken. Beliebt sind auch Marmeladen, Gelees und Sirup. Limonensaft soll, so jedenfalls die Aussage mancher Bewohner, auch gegen Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Rheumatismus und sogar gegen Herzschmerzen helfen.

Manchmal wird die Limette bzw. Limone mit der Kaffirlimone verwechselt. Die Kaffirlimone ist jedoch keine echte Limone. Ihre etwas dickerer Schale gegenüber Limetten hat eine unregelmäßige, blassgrüne Oberfläche und duftet stark nach Zitrone. In Thailand wird die Schale deshalb feingerieben und zum Kochen verwendet. Am beliebtesten sind jedoch die Blätter des Kaffirlimonenbaums. Kleingeschnitten werden sie als Geschmacksbeigabe zu Suppen, Curries, Fisch und Hühnergerichten gegeben.


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