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vom: 07.02.2010
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Beiträge · Erzählung über Thailand von Wilfried Stevens
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
Unsere Autoren
Erzählungen von Wilfried Stevens

Die thailändischen Landesfrüchte Mangostane: mangkhut

Saison: April/Mai - September

© Bild von Tini PanthumjindaTrotz ihres Namen hat die Mangostane nichts mit der Mango zu tun. Diese ungewöhnliche 6-9 cm große, apfelförmige Frucht ist in Südthailand und Malaysia beheimatet und gehört zu jenen, die es ebenfalls nur wenige Monate im Jahr gibt. Der Mangostanbaum wird zwischen 15 - 25 Meter hoch und trägt das ganze Jahr über große grüne, spitz elliptische Blätter. Der Baum soll erst nach 12-15 Jahren Wachstum anfangen, Früchte zu tragen. Danach kann ein ausgewachsener Baum zwischen 500 - 1000 Früchte tragen. Unter günstigen Umständen trägt der Baum zweimal im Jahr Früchte. Das dunkelbraune, sehr harte und schwere Holz ist wegen seiner Qualität sehr beliebt.

Ihre ungenießbare Schale ist dunkelrot bis violett und kann fast 1 cm dick sein, so dass der Anteil von Fruchtfleisch geringer ist als bei anderen Früchten. Zudem hat das Fruchtfleisch einen hohen Wassergehalt. Ihr weiches, leicht säuerliches Fleisch ist weiß und in Segmente unterteilt. Der Geschmack ist süßsauer und erinnert etwas Ananas und Aprikose. Mangostanen enthalten Vitamin C und B-Vitamine sowie etwas Kalzium, Kalium und Eisen.

Die Frucht ist im ausgereiften Zustand in fünf Segmenten mit je einem großen Kern unterteilt. Die gelbgrünen bis schwarzen Kerne sind in einer dunkelrosa Unterhaut eingebettet, recht groß und länglich.

Zum Öffnen ritzt man die Schale rundherum mit einem Messer ein. Danach lassen sich die beiden Schalenhälften mühelos lösen. Man sollte beachten, dass der Saft stark färbt. Nach dem Aufbrechen der Schale färbt diese schnell ab. Früchte mit gebrochener Schale sollten Sie meiden, da dass Fruchtfleisch derart empfindlich ist, dass eine noch so kleine Beschädigung der Schale das Fruchtfleisch schnell verderben lässt. Auch gekühlt lassen sich diese Früchte nicht mehr als einige Tage halten.

Wenn man in Thailand selber einkauft, sollte man darauf achten, dass die kleineren Früchte die besseren sind, und meistens gar nicht vom bekannten Fruchtschimmel der größeren Früchte befallen ist. Dieser gelb-grüne Fruchtschimmel befällt nur das weiße Fruchtfleisch und nicht die Schale. Leider gibt es keine exakte Methode, um festzustellen, welche Früchte vom Fruchtschimmel befallen sind.

Mang khut gehört nicht zu den Früchten, woran man sich satt essen könnte. Aber wie bei der Ananas, kann ein übergroßer Verzehr ihre Geschmacksnerven für einige Stunden außer Kraft setzen, und Sie schmecken nichts anderes als Mangostane. Die Hauptanbaugebiete sind hauptsächlich in Südthailand.

Auch die Mangostane ist man am liebsten als Obst. Verwendung findet sie aber auch als Marmelade, Gelee und kandierte Früchte. Eine interessante Variante ist es, das Fruchtfleisch in pürierter Form Eiscreme oder Joghurt beizufügen.

Interessantes: Früher verwendete man den Saft der Schale (Inhaltsstoff Tannin) zum Zubereiten dunkelbrauner bis schwarzer Farbe. In er Rinde des Baumes soll es Wirkstoffe geben, die gegen Ruhr halfen.


© Dieser Beitrag ist geschützt und darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors Wilfried Stevens weder in einer anderen Webseite veröffentlicht, archiviert oder sonst wie öffentlich verwendet werden.

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