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vom: 07.02.2010
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Beiträge · Erzählung über Thailand von Wilfried Stevens
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
Unsere Autoren
Erzählungen von Wilfried Stevens

Die thailändischen Landesfrüchte Papaya: malakor

Saison: das ganze Jahr über

© Bild von Tini PanthumjindaUrsprünglich stammt die Papaya aus Mittelamerika, wird aber seit dem 16. Jahrhundert, wie viele andere Früchte, auch in Südostasien angebaut. Die lange, gelbgrün bis orangefarbene Frucht ist bekannt für ihren reichen Gehalt an Vitamin A, C und Kalzium, und ist Förderer der Verdauung, für das dass Enzym Papayotin verantwortlich ist. Wer in Thailand an Durchfall leidet, sollte sie deshalb meiden. Wer umgekehrt an Verstopfung leidet, sollte sie versuchen. Die Papayakerne sollen wiederum eine gegenteilige Wirkung haben. Wie mir einige Thais erklärten, muss man nur täglich einen Teelöffel der bitteren Kerne zerkaut zu sich nehmen, und schon wird ein übler Durchfall erfolgreich bekämpft.

Sie erreicht je nach Sorte eine Größe von 10-30 cm und kann ein Gewicht von 500 - 1000 Gramm erreichen. Papaya gehört zu den preisgünstigsten Früchten und ist fast geruchlos. Sehr beliebt ist Papaya auch als Frühstückshappen oder als Nachtisch zwischendurch. Das Fruchtfleisch, dass einer Honigmelone ähnelt, ist dunkelrosa. In der Mitte der Frucht befindet sich eine kleine Höhle, in der Sie Hunderte schwarze, kugelartiger Samen in einer geleeartiger Substanz finden. Der Geschmack des Fruchtfleisches ist eine Mischung aus Aprikose, Melone und Himbeere.

Eine Papaya ist reif, wenn die Schale vom Grünen ins Gelbe wechselt und auf Fingerdruck etwas nachgibt. In den Plantagen werden sie im harten Zustand, kurz vor der Reife, geerntet und auf den Märkten verkauft. Wenn sie einige Tage im Haus gelagert wird, sind sie genussreif.

Papaya gehört ebenfalls zum festen Bestandteil der thailändischen Küche. Auch zu ihr gibt es eine Fülle von Anwendungen und Rezepten, die ein ganzes Buch füllen könnten. Am geläufigsten sind die grünen Papaya, die beispielsweise in dünne Streifen geschnitten und mit getrockneten Krabben, Knoblauch, Zitronensaft und Chili serviert wird. Das nennt man som tom und ist eine "feurige" Sache. Sehr beliebt ist auch der Salat som tam, wobei nur unausgereifte Papaya-Früchte verwendet werden und ähnlich wie Krautsalat in unzählige dünne Streifen geschnitten wird. Dazu kommen getrocknete Krabben, Knoblauch und viel Chili, dass vorab zu einer vermischten Masse in einem Mörser zerstampft wurde. Ein Obstsalat, bestehend aus Papaya, Wassermelone, Ananas und Bananen, etwas gezuckert und gekühlt, schmeckt wunderbar.

Wegen ihrer leichten Pflege werden Papayabäume auf vielen Privatgrundstücken gepflanzt. Der schnellwachsende Baum kann eine Höhe von bis zu 8 Meter erreichen. Durch die großen, meist siebenlappigen Blätter 30 - 60 cm großen Stielen sieht die Pflanze vom weiten wie eine Palmenart aus.

Kaum bekannt ist bei uns die Hautverträglichkeit der Papaya. So soll das Fruchtfleisch, als Maske direkt auf die Haut aufgetragen, gegen Falten und unreine Haut helfen. Anwenden tut es aber kaum noch einer, da es ja viele Cremes gibt.


© Dieser Beitrag ist geschützt und darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors Wilfried Stevens weder in einer anderen Webseite veröffentlicht, archiviert oder sonst wie öffentlich verwendet werden.

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