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Beiträge · Erzählung über Thailand von Wilfried Stevens
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Erzählungen von Wilfried Stevens

Die thailändischen Landesfrüchte
Rambutan: ngoh

Saison: Mai - Oktober

Die ersten Kultuvierungen soll es in Malysia gegeben haben, aber so genau weiss das niemand. Auf malayisch bedeutet Rambutan so viel wie haarig. Der Rambutanbaum braucht viel Regen und kann zweimal pro jahr Früchte tragen. Der immergrüne, strauchartige Baum kann eine Höhe von bis zu 10-20 Meter erreichen. In Thailand sind die niedrigen 3-4 Meter hohen Rambutan-Sträuche beliebt, da hier ein abernten leichter ist.

RambutanRambutan bei uns auch unter dem Namen Zwillingspflaume bekannt. Die empfindliche Schale ist gefeldert, rubinrot und jedes kleine Feld mit feinen, gelben, roten oder grünlichen weichen Stachelhaaren überzogen, die sich leicht kräuseln. Die Schale ist am bestens zu entfernen, wenn man sie kurz anschneidet. Ihre Form ist rundlich-oval und kann einen Durchmesser von 5 cm erreichen; so wie etwa Aprikosen. Es ist eine der begehrtesten Obstsorten des Landes, und als Rambutan-Fan kann ich dem nur zustimmen.

Zwillingspflaumen sind süß und saftig, das Fruchtfleisch ist weiß und weich und ähnelt dem der Litschi. Das Fruchtfleisch enthält viel Vitamin C, Eisen, Kalzium und Kalium. Deshalb ist Rambutan auch unter dem Spitznamen haarige Litschi bekannt. Der relativ große Kern ist sehr bitter, so dass man sich hüten sollte hinein zu beißen.

Die Früchte werden oft auch büschelweise verkauft. Beim Kauf von Büscheln sollte man beachten, dass Ameisen ebenfalls Rambutan-Fans sind. Bei älteren Früchten verfärben sich die Stacheln schwarz!

Unmengen an Rambutan werden als Konservenobst in alle Welt exportiert. Große Anbaugebiete gibt es in Chantaburi und in den Südprovinzen wie Surat Thani sowie in weiten Teilen Malaysias. Rambutan hält sich nur wenige Tage. Am besten schmeckt Rambutan gekühlt. Die Variation, Rambutan mit Ananasstücken gefüllt, schmeckt ebenfalls sehr gut. Große Mengen werden auch zu Marmelade, Gelee und Früchtetee verarbeitet. Beliebt ist auch der Rambutan-Likör.

Wieder ist es die ländliche Volksmedizin, die sich an die Heilkräfte des Rambutan-Strauches erinnert. So soll ein Wurzelsud zum Senken von Fieber geeignet sein und Breiumschläge aus den Blättern gegen Kopfschmerzen helfen. Aus der Rinde kann ein Mittel gewonnen werden, dass bei Verletzungen der Zunge zusammenziehend wirkt.


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