Vom Ferrari bis zur Siam Ocean World
Mit Siam Paragon hat in Bangkok ein neues Einkaufsparadies eröffnet
Der Kampf um den Kunden ist voll entbrannt. Noch bevor die vollklimatisierten Kaufhäuser und Einkaufszentren der Hauptstadt beim Weihnachts- und Neujahrsgeschäft Gewinne machten, hatte es in den Kassen der Werbeagenturen und Medien bereits kräftig geklingelt. Mit einem Rekordbudget für Anzeigen und TV-Spots, Shows und dem Einsatz von Stars und Sternchen machten die Shopping-Center auf sich aufmerksam. Und zwar vor dem 9. Dezember: Denn an diesem Tag eröffnete mit dem Siam Paragon Bangkoks feinste Einkaufsadresse.
Das weltoffene Bangkok will mit den teuren Einkaufsstrassen der Region konkurrieren. Hong Kong hat seine Causeway Bay, Singapur seine Orchard Road und die thailändische Hauptstadt ein Kilometer langes Einkaufsparadies im Stadtteil Siam Square-Ratchadamri-Sukhumvit. Dem Siam Discovery Center folgen Siam Center, Siam Square, Siam Paragon, Central World, Gaysorn, Amarin Plaza, Erawan, Central Chidlom, The Emporium.
Hier sind inzwischen eine wachsende Anzahl internationaler Marken vertreten: Prada, Gucci, Diesel, Rifle, Anne Klein, Louis Vuitton, Hermes, Charles Jourdan sowie Kose und Evisu aus Japan. Asiens Wirtschaftswachstum macht’s möglich, aber auch wohlhabende Kunden aus Europa, Australien und den USA suchen die Top-Lagen auf. In Bangkok sind längst nicht mehr nur Made-in-Thailand-Waren und Imitate gefragt.
Kaufhäuser und Shopping Malls haben Milliarden in Umbauten und Renovierungen investiert. Sie wollen mit der Luxus-Plaza Siam Paragon Schritt und ihre Stammkunden bei der Stange halten. Das Kaufhaus Central Department Store hat 700 Millionen Baht ausgegeben, beim Emporium waren es 500 Millionen Baht, das Siam Center nennt 350 Millionen Baht, die Gaysorn Plaza hat neue Luxusboutiquen eingerichtet, und Central World will seine umfangreiche Umgestaltung Mitte kommenden Jahres abschliessen.
Bangkoks Einkaufs-Highlight heisst aber Siam Paragon. Siam Piwat, ein Joint-venture zwischen der Mall Group und den Betreibern von Siam Center und Siam Discovery, haben mit 15 Milliarden Baht einen Konsum-Tempel mit einer Verkaufsfläche von 500.000 qm geschaffen. Das Management übertreibt nicht, wenn es den “One-Stop-Service” im grössten Einkaufszentrum Südostasiens hervorhebt. Gemeint ist damit: Im Siam Paragon ist so gut wie alles erhältlich: Autos wie Ferrari oder Lamborghini, Waren von rund 250 weltbekannten, aber auch lokalen Markenfirmen, Kaufhaus, Supermarkt, 4.000 Parkplätze, Restaurants, Food Hall und Entertainment. Dazu zählen 16 Kinos mit 5.500 Sitzplätzen und 52 Bowlingbahnen.
Ein Knüller ist der Marine Park, der grösste Südostasiens. Die Siam Ocean World mit einem Pool, in dem Kinder nach Fischen greifen können, weiter mit einem 4D-Theater, Regenwald und Korallenriffen hat allein eine Milliarde Baht gekostet. Auf 10.000 qm mit Panorama-Blick können 30.000 Meeresbewohner 400 verschiedener Arten hautnah bestaunt werden. Das Grossaquarium ist von 9 bis 22 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 450 Baht, Kinder 280 Baht.
Die Eröffnung des Siam Paragon und die weltweite Vermarktung des Rama 1/Ploenchit/Ratchadamri-Areals ist ein weiterer wichtiger Schritt, Bangkok als Fashion City bekannt zu machen. Die Regierung und namhafte Bekleidungshersteller wie Fly Now, Senada, Grey und Sretsis wollen Mode Made in Thailand nicht nur im Lande verkaufen sowie nach Europa und in die USA exportieren. Thailändisches Design soll langfristig neben der Haute Couture aus Paris, Mailand, New York und Berlin auf dem Laufsteg bestehen.
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