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Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Politiker fordern Ausbau von U-Tapao

Pattayas Flugplatz wird als Alternative zu Suvarnabhumi gesehen

Pattayas Flughafen kann stündlich nur bis zu 400 Passagiere bewältigen. Als U-Tapao Ende November letzten Jahres nach Schliessung der beiden Bangkoker Airports Suvarnabhumi und Don Mueang für Zehntausende gestrandeter Touristen als Ausweichflugplatz herhalten musste, herrschte auf dem Militärgelände Chaos. Pattayas Airport nennt sich zwar „internationaler Flughafen“, wird aber diesem Anspruch nicht gerecht.

Das eingeschossige Terminal mit vier Check-in-Schaltern, einem Gepäckband, zwei X-Ray-Maschinen, sechs Schaltern für Immigration und Zoll sowie die weitere Ausstattung ähneln eher einem Provinzflugplatz. Deshalb wollen Pattayas Stadtväter „ihren“ Airport aufwerten. Langfristig, so fordern lokale Politiker, soll der von der Marine betriebene Flugplatz ausgebaut und seine Kapazität erhöht werden.

Unterstützung erhält Pattaya von Luftfahrtexperten. Sie schliessen, aus vielerlei Gründen, nicht nur wegen neuer Demonstrationen, eine erneute Sperrung der Bangkoker Flughäfen nicht aus und sehen U-Tapao als Alternative. Der Navy-Airport liegt nur rund 150 Kilometer von der Hauptstadt entfernt und ist über Motorway und Highway schnell erreichbar. Bereits vor dem Bau von Suvarnabhumi war U-Tapao als Ersatz für Don Mueang im Gespräch. Befürworter führten die Kosten ins Feld. Für den neuen internationalen Flughafen mussten im ersten Bauabschnitt 150 Milliarden Baht zur Verfügung gestellt werden. U-Tapaos Erweiterung wäre erheblich preiswerter gekommen. Allerdings hätte die Regierung eine Schnellbahnverbindung von Bangkok nach Sattahip finanzieren müssen. Letztlich scheiterte der Vorstoss an der zu grossen Entfernung von U-Tapao zur Hauptstadt.

Bei „U-Tapao, Pattaya International Airport“ ist aktuell nur die Landebahn „international“. Gebaut während des Vietnam-Krieges für die amerikanischen B-52-Bomber, hat die Start- und Landebahn eine Länge von 3.505 Metern bei einer Breite von 60 Metern. Somit können auf U-Tapao alle Verkehrs- und Frachtmaschinen landen, einschliesslich der riesigen Jumbojets.

Obwohl die Marine in den letzten Jahren in das 2.610 qm grosse Terminal investiert hat, kann der Airport stündlich nur bis zu 400 Passagiere bewältigen. Bei einer ankommenden Maschine dürfen es nicht mehr als 200 bis 300 Fluggäste sein. Boeing-747-Jets können zwar landen, aber das Auschecken der Fluggäste einschliesslich des Gepäcks würde Personal und Kapazitäten überfordern.

In Sattahip starten und landen nur wenige zivile Maschinen. Während der touristischen Hochsaison sind es täglich nur 20 bis 30. Neben Charterflugzeugen mit russischen Urlaubern ist es die private Bangkok Airways, die ihre Kunden auf die Koh Samui bringt. Don Mueang und Suvarnabhumi bewältigen indessen bis zu 900 Flugbewegungen und 150.000 Passagiere.

Und: Seit der Einweihung von Suvarnabhumi hat U-Tapao für die Ostküste an Bedeutung verloren. Es wird schwer werden, am Rad der Geschichte zu drehen.

Pattayas Stadtrat geht es nicht allein um die Förderung des Tourismus. Politiker sehen für die aufblühende Industrie der Ostküste eine Chance, ihre Produkte auf kürzestem Weg zum Abnehmer zu bringen. Also sollte der Airport nicht nur mehr ausländische Urlauber bringen, sondern auch für Frachtmaschinen fit gemacht werden.

Gespräche zwischen der Stadt, der Royal Thai Naval Air Division, des Department of Civil Aviation und der Airports of Thailand könnten den Durchbruch bringen. Pattaya hofft auf die Zustimmung der neuen Regierung und auf einen langfristig angelegten Finanzierungsplan.

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