THAI muss sich 34 Milliarden Baht leihen
Staatslinie kämpft ums Überleben und will massiv Kosten sparen
Bevor der Staat der finanziell angeschlagenen Thai Airways International (THAI) Geldspritzen bewilligt, muss die Fluggesellschaft einen detaillierten, langfristig ausgelegten Rettungsplan vorlegen. Das hat Finanzminister Korn Chatikavanij gefordert. Die THAI schreibt seit Monaten rote Zahlen und kann nur bei Aufnahme weiterer Kredite überleben. Dafür soll der Staat Bürgschaften übernehmen.
Um liquide, also flüssig, zu bleiben, benötigt die Staatslinie nach eigenen Angaben 19 Milliarden Baht. Weitere 15 Milliarden Baht sind in diesem Jahr für Umschuldungen vorgesehen. Die langfristigen Kredite sollen bei lokalen Banken aufgenommen werden.
Die acht Tage andauernde Besetzung des internationalen Flughafens Suvarnabhumi und des zweiten Bangkoker Airports Don Mueang durch Demonstranten, Ende November und Anfang Dezember letzten Jahres, kombiniert mit einer weltweiten wirtschaftlichen Rezession hat die Einnahmen der Fluggesellschaft stark reduziert. Die Liquidität der Airline ist durch den
Rückgang der Touristenzahlen in der laufenden Hochsaison um 20 bis 30 Prozent zusätzlich unter Druck geraten.
Die Airline will umgehend die Ausgaben reduzieren. So werden die Vergütungen für Vorstandssitzungen und die
Bonuszahlungen, die sich auf immerhin 12 Millionen Baht im Jahr belaufen, in Zukunft stark beschnitten. Dem Personal werden Überstunden gestrichen, Piloten und Flugbegleiter müssen bei Übernachtungen im Ausland sparen. Experten rechnen beim Sparprogramm mit Minderausgaben von bis zu 2,9 Milliarden Baht.
Transportminister Sopon Zarum schliesst nicht aus, den gesamten Vorstand der THAI auszuwechseln. Er ziehe das ernsthaft in Erwägung, wenn THAI weiterhin kein Geld verdiene. Sollten sich einige Vorstandsmitglieder nicht in der Lage fühlen, die von der Regierung vorgegebenen Ziele zu erreichen, sei er bereit, ihren Rücktritt anzunehmen, sagte der Minister in Bangkok.
• • •
|