Kontrolleure schaffen ihre Arbeit nicht
Seit einem Jahr müssen grössere Gebäude auf ihre Sicherheit überprüft werden
 |
Staatliche Kontrolleure müssen bewohnte Hochhäuser jedes Jahr aufsuchen.
|
Um die Sicherheit von Hochhäusern, grossen Hotels, Unterhaltungsbetrieben und Fabriken scheint es schlecht bestellt zu sein. Erste Ergebnisse von landesweiten Kontrollen zeigen, dass ein Grossteil der aufgesuchten Gebäude nicht den Vorschriften entspricht. So haben nach Angaben von Bangkoks Stadtverwaltung im Vorjahr erst 200 Gebäude das „Ror 1“-Zertifikat erhalten.
Das Building Control Act ist seit einem Jahr in Kraft. Noch aber zeigen sich viele Besitzer und Manager uninformiert, oder sie wollen die notwendigen Inspektionen und möglichen Auflagen nicht wahrhaben. Dass die Kontrollen nur schleppend vorangehen, hat zwei weitere Gründe: Die Aufsichtsbehörden leiden unter Personalmangel, und die beteiligten Behörden wie Bangkoks Stadtverwaltung oder die landesweiten Tambon Administration Organisations (Or Bor Tor) kennen weder den Gesetzesstext noch ihre Aufgaben.
In Thailand müssen rund 20.000 Gebäude kontrolliert werden, und zwar jedes Jahr. Im Vorjahr konnte die zuständige staatliche Agentur zwar 80 Prozent der in Frage kommenden Häuser aufsuchen, aber nur wenige Eigentümer erhielten das „Ror 1“-Zertifikat.
Nach dem Gesetz müssen kontrolliert werden:
• Über 23 Meter hohe Gebäude, die bewohnt sind oder anderweitig genutzt werden.
• Grössere Gebäude mit mehr als 10.000 qm Nutzfläche.
• Öffentliche Gebäude/Hallen ab 1.000 qm Fläche oder mit einer Kapazität ab 500 Menschen.
• Theater und Showbühnen.
• Hotels mit mehr als 80 Zimmern.
• Entertainment-Betriebe ab 200 qm.
• Condominien bzw. Apartment-Häuser ab 2.000 qm Nutzfläche.
• Fabriken mit mehr als einem Geschoss und ab 5.000 qm Nutzfläche.
• Werbetafeln ab 15 Metern Höhe oder ab 50 qm Fläche, Werbetafeln an Gebäuden ab 25 qm Fläche. |