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Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Gleich zwei gute Gründe zum Feiern

20 Jahre deutsche Wiedervereinigung und 150 Jahre Thai-Deutsche Beziehungen

In einer feierlichen Zeremonie eröffneten Botschafter Dr. Hanns H. Schumacher (links) und Khun Prasart Vadhayakorn, Sohn des großen Komponisten Peter Veit (rechts), die Ausstellung „150 Jahre thai-deutsche Beziehungen“. Parallel dazu können sich Besucher ab sofort auch zum Thema „20 Jahre deutsche Wiedervereinigung“ informieren. In Deutschland und womöglich in sämtlichen Botschaften der Bundesrepublik laufen die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung bereits auf Hochtouren. Einen Vorgeschmack darauf gibt es ab sofort in der deutschen Botschaft in Bangkok durch eine eindrucksvolle Ausstellung, die vergangene Woche eröffnet wurde. Doch dies war nicht der einzige Anlass, zu dem der Botschafter Dr. Hanns H. Schumacher geladen hatte: In diesem Jahr werden außerdem 150 Jahre Beziehungen zwischen Thailand und Deutschland gefeiert. Auch zu diesem Thema können Besucher eine interessante Ausstellung in den Räumlichkeiten der Botschaft besuchen.

Dr. Schumacher hielt seine Eröffnungsrede vor einem großen Bild der feiernden Menschen auf der Berliner Mauer am 9. November 1989. Er erinnerte an diese historische Stunde und auch daran, dass die Entwicklung in dieser Nacht vor allem einer simplen Kommunikationspanne unter den damaligen DDR-Machthabern geschuldet war.


Nach der offiziellen Eröffnung der beiden Ausstellungen genossen die Gäste bei Wein und kleinen Leckereien den Abend in geselliger Atmosphäre. Den zweiten Anlass des Abends nannte Dr. Schumacher „schlichtweg bemerkenswert“. Es sei außergewöhnlich, dass zwei so weit voneinander entfernt liegende Länder mit unterschiedlichen Kulturen, eine solch lange Zeit der Freundschaft und Partnerschaft feiern könnten. Und er erinnerte an eine besonders „emotionale“ Verbindung zwischen Thailand und Deutschland, die nicht wenige Zuhörer überrascht haben dürfte: Es war Peter Veit, der Sohn eines deutschen Einwanderers und einer in Bangkok lebenden Burmesin, der 1932 die noch heute gültige Nationalhymne Thailands komponierte. Unter dem Namen „Piti Vadhayakorn“, den er von König Vachiravut erhielt, aber mehr noch unter dem Ehrentitel „Phra Chen Duryang“ (Großer Gelehrter der Musik) ist Peter Veit auch heute noch in ganz Thailand bekannt.

Nicht nur deshalb war Dr. Schumacher stolz, den Ehrengast des Abends vorstellen zu dürfen. Khun Prasart Vadhayakorn, der Sohn des großen Komponisten Peter Veit alias Piti Vadhayakorn, eröffnete gemeinsam mit dem deutschen Botschafter die Ausstellung, die zahlreiche Gäste in geselliger Atmosphäre auf sich wirken ließen. Marco Merten von der Presseabteilung der Botschaft zeigte sich am Ende des Abends begeistert: „Wir haben seit Monaten mit viel Engagement und Einsatz an den Ausstellungen gearbeitet. Die allgemeine Resonanz heute Abend war überwältigend. Das freut uns natürlich sehr.“

 
 
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