Flugsicherheit: Nord-Asien vorne
Die Nachricht von der Katastrophe schockte die Menschen Anfang diesen Monats rund um den Globus: Der Airbus A330-200 der französischen Fluggesellschaft Air France war vor der brasilianischen Küste abgestürzt, die 228 Menschen an Bord der Maschine fielen allesamt dem Unglück zum Opfer. Es sind Meldungen wie diese, die uns in Erinnerung rufen, dass das Fliegen im Laufe der Jahrzehnte zwar immer sicherer geworden ist, die immer modernere Technik aber wohl dennoch nie eine hundertprozentige Sicherheit garantieren kann.
Der Branchenverband der Fluggesellschaften IATA hat kürzlich eine aktuelle Flugsicherheitsstatistik veröffentlicht. Danach kamen im Jahr 2008 weltweit 502 Passagiere bei Flugunfällen ums Leben. Die IATA rechnete aus: Pro Million Flugpassagiere seien 0,13 Todesopfer zu beklagen, dies sind nur noch halb so viele wie im Jahr zuvor. Insgesamt verunglückten im vergangenen Jahr 109 Verkehrsflugzeuge, dies waren neun mehr als im Jahr 2007. Dabei endeten 23 Unfälle tödlich, drei mehr als 2007. Die aktuellen Zahlen basieren auf den internen Unfalldaten der 230 IATA-Fluggesellschaften, die 93 Prozent des internationalen Luftverkehrs repräsentieren.
Eine weitere interessante Statistik liefert der IATA-Bericht hinsichtlich der Flugsicherheit in den verschiedenen Teilen der Welt. So ist das Fliegen offenbar nirgendwo gefährlicher als in den GUS-Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Dort ist die Gefahr, bei einem Flugzeugunglück ums Leben zu kommen, 7,9-mal höher als im weltweiten Durchschnitt. In der Statistik wurden alle Unfälle berücksichtigt, bei denen das Flugzeug komplett zerstört oder so schwer beschädigt wurde, dass eine Reparatur nicht mehr in Frage kam. Die sicherste Region in Sachen Flugsicherheit ist demnach Nord-Asien (0,00 Unfälle pro 1 Million Flüge), vor Europa (0,42), Nordamerika (0,58), Asien und Pazifik (0,58). |