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Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Job-Sharing auf Botschafterposten

Ehepaar vertritt die Schweiz in Thailand, Laos und Kambodscha

Vertreten die Schweiz ab August als Botschafter in drei asiatischen Ländern: Christine Schraner Burgener und Christoph Burgener. Das gab es in der Geschichte der Schweizer Diplomatie noch nie: Zum ersten Mal teilt sich ein Ehepaar einen Botschafterposten. In diesem Monat wurden Christine Schraner Burgener und Christoph Burgener vom Schweizer Bundesrat für die kommenden vier Jahre zu Botschaftern für die Länder Thailand, Laos und Kambodscha ernannt. Das Diplomaten-Duo wird seinen Dienst ab Mitte August antreten.

Dabei wird das Aufgabengebiet der beiden nach Ländern aufgeteilt, um die diplomatischen Gepflogenheiten einzuhalten: Die 46-Jährige wird für Thailand zuständig sein, ihr 47-jähriger Gatte für Laos und Kambodscha. So teilt es das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit. Dessen Mediensprecherin Nadine Olivieri bestätigte, dass dies das allererste Mal ist, dass eine Botschafterstelle von zwei Personen wahrgenommen wird. Diese Art des Jobsharing dürfte sogar weltweit eine Neuheit sein. Der einzige ähnliche Fall betrifft ein britisches Ehepaar, das sich den Botschafterposten in Sambia teilt – dies allerdings im halbjährlichen Wechsel. Für das aktuelle Schweizer Modell musste indes keine zusätzliche Stelle geschaffen werden. Bislang wurden die Interessen der Schweiz auch in den beiden Nachbarländern Thailands vom Botschafter in Bangkok wahrgenommen.

Für die Burgeners ist es nicht das erste Mal, dass die beiden sich einen Posten teilen. Im Jahr 1997 arbeiteten sie gemeinsam als Botschaftsräte in der irischen Hauptstadt Dublin. 2001 leitete das Ehepaar dann die Sektion Menschenrechte im Außendepartement in Bern.

Natürlich würden verschiedene Leute das Modell auch kritisch beäugen, sagt Christoph Burgener, „jedoch hat die Schweiz eine innovative Außenpolitik, die bestens mit unserem modernen und aufgeschlossenen Image übereinstimmt. Wir können es kaum erwarten, mit der Arbeit zu beginnen“.

Die Vorbereitungen des Ehepaars auf den neuen Posten bestanden bisher aus dutzenden Treffen mit Schweizer Organisationen, die Interessen in Thailand vertreten und einem Schnell-Kurs in Thai. Zudem gab es Einweisungen in spezielles Krisenmanagement, beispielsweise bei Naturkatastrophen wie dem Tsunami im Jahr 2004.

Das gesamte Team des FARANG heißt die kommenden Botschafter herzlich willkommen und wünscht einen guten Start in Thailand!

 
 
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