DTAC startet in Bangkok 3G-Probebetrieb
In der ersten Phase nur in der City und auf einer Analog-Frequenz
Vor Tagen startete DTAC seinen 100 Millionen Baht teuren Probebetrieb der dritten Breitband-Generation (3G) auf seiner 850-Megahertz-Frequenz in der Innenstadt von Bangkok. An der ersten Phase des Versuchs nehmen nur 18 Basisstationen teil, die die Chulalongkorn-Universität, Pantip Plaza, MBK, Siam Square, Sam Yan und Chamchuri Square bedienen sollen. Im Dezember werden weitere 18 Basisstationen in den Außenbezirken von Bangkok hinzukommen. 2.000 ausgesuchte DTAC-Kunden mit Notebook-Computern haben freien Zugang bei dem Versuch, doch ihr Data-Volumen ist auf 5 Gigabytes pro Monat beschränkt.
Theoretisch hat DTAC-3G eine Höchstgeschwindigkeit von 7,2 Mbps, doch praktisch liegt sie nur zwischen 5 und 6 Mbps. Das 3G-Network und die Aircards stammen von der chinesischen Firma Huawei.
Geschäftsführer Tore Johnsen sagte, DTAC ziele in erster Linie auf Wireless-Internet für Notebook-Computer und hoffe, von der steigenden Nachfrage profitieren zu können. Im ersten Halbjahr 2009 verzeichnete DTAC im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 25 Prozent. „Wir glauben, dass der wahre Wert von 3G in der Möglichkeit liegt, den Kunden einen umfassenderen und schnelleren Zugang zum High-Speed-Internet zu bieten, der zur Zeit noch auf Festnetz-Lösungen und WiFi-Hotspots begrenzt ist“, meinte Tore Johnsen.
Die Breitband-Verbreitung liegt in Thailand noch in den Kinderschuhen, nämlich bei nur 2 Prozent, verglichen mit 4 % in Vietnam, 8 % in Malaysia und 24 % in Singapur. Es wird geschätzt, dass in Thailand nur zwischen 9 und 10 Millionen Personalcomputer in Betrieb sind.
DTAC will Networks auf analog 850 MHz, aber auch auf 2100 MHz aufbauen. Doch die Planung erfordert klare Entscheidungen bezüglich Lizenzen und Bedingungen. Und Artikel 22 der Verfassung verlangt die Bildung eines öffentlich-privaten Komitees, das noch gar nicht gegründet wurde.
DTAC sei zuversichtlich, das für dieses Jahr gesteckte finanzielle Ziel von 12 Milliarden Baht nach interner Umstrukturierung und strikter Kostenkontrolle zu erreichen, meinte Tore Johnsen. In der derzeitigen wirtschaftlichen Situation seien die Einnahmen für DTAC nicht unbedingt das Wichtigste.
Die Mobile-Industrie wird seiner Meinung nach erst im letzten Quartal dieses Jahres wieder etwas zulegen können, doch gehe man nur von etwa 3 bis 4 Millionen neuen Verträgen aus, im Vergleich zu 9 Millionen im vergangenen Jahr.
Johnson widersprach Gerüchten, wonach Vodafone darauf abzielt, DTAC zu übernehmen. Seine Firma habe lediglich einen Kooperationsvertrag mit dem britischen Unternehmen abgeschlossen, in dem es um internationale Ausweitung und wirtschaftliche Entscheidungen geht.
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