4 User Online
   
 
 
thailand-property-gate
http://www.pictures-thailand.com/
http://www.tropicalgardenlounge.com/
http://www.der-farang.com/?article=books
http://www.der-farang.com/
http://www.swisshelpingpoint.com/
easythai.de - Von Auswandern bis Zivilrecht...
http://www.nongapartment.com/
http://farang-magazin.com/kleinanzeigen/neue-inserate-lesen/
http://farangtaxi.com/
http://www.easy-abc-th.com/
http://www.berlin.myfarang.com/
http://farang-magazin.com/index.php?adclick=15
http://www.eidi-homestay.com/
 
Nachrichten · Die neusten Nachrichten aus Thailand
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
Weiterführende Seiten
Aktuelle Nachrichten

Damm gegen die ultimative Katastrophe

Globale Erwärmung soll mehr Stürme und hohen Wellengang bringen

Szene aus „The Day After Tomorrow“ – ein Katastrophenfilm mit umweltpolitischen Ambitionen. Ein technisches Wunderwerk soll Bangkok retten. Dr. Smith Dharmasaroja vom National Disaster Warning Council schlägt den Bau eines Damms im Golf von Thailand vor. Das Bauwerk könnte sich von Pattaya oder dem Fluss Bang Pakong bei Chachoengsao bis zum Badeort Cha-am spannen und verhindern, dass verheerende Stürme und der ansteigende Meeresspiegel die Hauptstadt und die Küsten angrenzender Provinzen überfluten.

Dr. Smith verweist auf die Erfahrungen Hollands mit dem Hochwasserschutz und auf die Sturmflutwehr in Rotterdam (Maeslant Barrier). Der Experte hält die Errichtung eines Schutzwalls von der West- zur Ostküste für machbar. Die Kosten für das sieben Meter aus dem Meer ragende Wehr schätzt er auf 15 Milliarden Baht, die Bauzeit auf fünf Jahre. Auf dem Damm könnten Motorisierte von Pattaya nach Cha-am fahren. Somit würden beide Touristenorte von der Investition profitieren.

Bedenken wegen der hohen Ausgaben wischt Dr. Smith beiseite: „Ein Jahr Bauzeit kostet nicht mehr als eine neue Skytrain-Linie. Doch damit würden wir Bangkok und unser Leben retten“, zitiert das der Bangkok Post beigelegte Guru-Magazin den Sachverständigen.

Die Hauptstadt sackt ab. Jedes Jahr mehrere Zentimeter. Und das seit Jahren. Eine Ursache sind die vielen elektrischen Pumpen, mit denen Grundwasser gefördert wird. Die Regierung hat zwar im Jahr 2002 eine strikte Kontrolle angeordnet, doch mit wenig Erfolg. Grundwasserspiegel und Stadt sinken weiter. Die zunehmende Bebauung ist ein weiterer Faktor. Nach einer Studie von Dr. Seree Supharathid waren im Jahr 1975 noch 60 Prozent des Stadtgebietes unbebaut. Heute sind es nur noch 25 Prozent. Bei heftigen Regenfällen und den jährlichen Überschwemmungen versickert das Wasser kaum noch. Es schießt förmlich über Flüsse und Kanäle in den Golf von Thailand und fehlt als natürlicher Brauchwasservorrat.

Ein weiteres Problem ist der ansteigende Meeresspiegel. Dr. Seree geht vor Bangkok und den Küsten Samut Prakans, Samut Sakhons und Samut Songkrams von jährlich ein bis zwei Zentimeter aus. Nach weiteren Berechnungen des Professors für das Ingenieurwesen an der Rangsit-Universität verliert das Königreich durch Erosion im Jahr Küsten auf zehn Meter Länge.

Dr. Smith will nicht als Katastrophen-Guru verstanden werden, wenn er eindringlich vor den Folgen der globalen Erwärmung mit einem höheren Meereswasserspiegel warnt. Er sagt für die nächsten Jahre mehr tropische Stürme mit heftigen Winden, verheerenden Niederschlägen und einem viele Meter hohen Wellengang voraus. Wenn der Staat keine Vorsorge treffe, werde Bangkok künftig jeden Tag durch die Flut zweimal überschwemmt, werde die Hauptstadt ein Venedig sein. Für spätestens 2050 erwartet er die Katastrophe.

Katastrophenstimmung verbreitet ebenfalls das Asia Institute of Technology`s Water Engineering and Management. Nach dessen Modellrechnung könnte der Meeresspiegel in den nächsten 50 Jahren um einen bis fünf Meter ansteigen. Das Hochwasser würde 30 Küstenprovinzen treffen und der Wirtschaft schweren Schaden zufügen. „Die Sukhumvit Road in Bangkok müsste um zwei Meter höher gelegt werden, wollte die Stadt ständige Überschwemmungen vermeiden“, sagt ein Instituts-Mitarbeiter. Die alte Königsstadt Ayutthaya im Historischen Park und der Grand Palace in der Hauptstadt stünden ständig unter Wasser.

Die angekündigte Katastrophe wird kein Naturereignis von dem Ausmaß sein, wie es Roland Emmerich in seinem bombastischen Film „The Day After Tomorrow“ schildert. Der deutsche Regisseur behandelt die Gefahren und Folgen der globalen Erwärmung und zeigt fiktive dramatische Veränderungen des Weltklimas auf. In seinem Streifen aus dem Jahr 2004 wird die Erde von Tornados, Flutwellen und Hagel heimgesucht. New York ertrinkt im Wasser, die gesamte Nordhalbkugel vereist…

 
 
zum Seitenanfang  
 
Copyright © 1999 - 2012  [ Matt Productions Co., LTD - FARANG Media ] Alle Rechte vorbehalten Impressum | Sitemap