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Letzte Aktualisierung: 26.03.2010
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Sicherheitsrisiko Moppel-Passagiere

Diskussion über Fettgebühren im Flugzeug

Man weiß nicht, ob das Bild echt ist. Doch es zeigt, dass viele Fluggesellschaften ihre Not haben mit übergewichtigen Fluggästen. Foto: www.flightglobal.com Was sich zuerst wie eine lustige Zeitungsente liest ist kein Witz, sondern ernste Realität: So manche Fluggesellschaft hat ihre Not mit XXL-Gästen an Bord und stellt Überlegungen über spezielle „Fett-Gebühren“ für Moppel-Passagiere an.

Kürzlich wurde die Debatte über eine mögliche Extra-Gebühr für übergewichtige Flugreisende neu entfacht. Eine Flugbegleiterin der American Airlines veröffentlichte auf www.flightglobal.com, einem Blog für Flugreisende, ein Foto, das einen äußerst Übergewichtigen in der Economy Class einer Boeing des amerikanischen Fluganbieters zeigt. Sie wollte mit diesem Foto die Problematik verdeutlichen, wie schwer es sein kann, besonders fettleibige Passagiere in der „Holzklasse“ ihrer Fluggesellschaft unterzubringen.

Bei der diskutierten Extra-Gebühr soll es sich um keine Schikane oder Diskriminierung handeln. Es geht in erster Linie um ein handfestes Sicherheitsrisiko, das von ungünstig platzierten Moppel-Passagieren ausgeht. Denn wenn der Mann tatsächlich während des gesamten Fluges wie auf dem oben gezeigten Foto saß, würde es sich um einen groben Verstoß gegen geltende Sicherheitsregeln handeln.

Die Pressestelle der American Airlines ließ kürzlich verlauten, dass nicht bestätigt werden kann, ob die Aufnahme tatsächlich von einer Mitarbeiterin der Fluggesellschaft geschossen wurde. Jedoch wird intensiv der Frage nachgegangen, ob gegen eine der strengen Sicherheitsvorkehrungen verstoßen wurde. Denn der amerikanische Fluganbieter besteht normalerweise darauf, dass Passagiere in Übergröße zwei Sitze buchen. Das Problem ist jedoch, dass viele Flugreisende ihre Plätze online buchen, was eine Kontrolle im Vorfeld unmöglich macht.

Auch der irische Billigflieger Ryanair sorgte Anfang des Jahres für Schlagzeilen, als man das Konzept um eine so genannte „Fat Tax“ für schwergewichtige Passagiere den Medien präsentierte. Aufgrund „politischer Unkorrektheit“ und massiver Proteste wurde die Idee jedoch schnell wieder verworfen. Bei mehreren amerikanischen Fluggesellschaften hingegen, unter anderem United Airlines sowie bei acht weiteren Fluganbietern, ist eine „Fett-Gebühr“ schon heute gang und gäbe. Angeboten werden spezielle Extra-Sitze für Schwergewichtige, die nicht zwischen die Armlehnen eines Standardsitzes passen. Ist der Flieger nicht bis auf den letzten Platz überbucht, bekommen Betroffene das Geld für den zweiten Sitz zurückerstattet.

Björn Jahner

 
 
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