Rajaprabha Stausee – das Süsswasser-Krabi
Spektakuläre Felsformationen, eine Flora und Fauna wie bei 1001 Nacht, eine Seenlandschaft über 165 Quadratkilometer und das alles weitgehend unberührt. Das gibt es im touristisch erschlossenen Süden Thailands tatsächlich noch. Was die wenigsten Touristen zwischen Koh Samui im Osten und Phuket an der Westküste wissen ist, dass im Khao Sok Nationalpark ein Stausee mit gigantischen Ausmaßen liegt. Den Bodensee könnte man eineinhalb Mal hineinpacken. Von Koh Samui aus lässt sich diese Naturschönheit, nur 60 Kilometer westlich von Suratthani, in wenigen Stunden erreichen
Der Damm ist im Auftrag von Bhumibol Adulyadej gebaut und im Jahr 1986 fertig gestellt worden. Anschließend wurde das Tiefland des Regenwaldes weitflächig geflutet und gilt heute als wichtigstes Schutzgebiet und Ökosystem im Süden Thailands.
Die Kalksteinklippen ragen bis zu 1000 Meter hoch in den Himmel und bilden bei einer Bootsfahrt auf dem Stausee eine spektakuläre Kulisse – fast wie im Film ‚ Herr der Ringe’. Ein Bad in den kühlen Fluten des blitzsauberen Gewässers ist wie der Sprung in einen Jungbrunnen. Manche bezeichnen diese Gegend als das Süsswasser-Krabi’. Die Ähnlichkeit mit der bizarren Felsenwelt vor der Küste Krabis und Phangna’s ist frappierend.
Der Eintritt in den Nationalpark kostet 200 Baht, Kinder bezahlen die Hälfte. Eine private Bootstour liegt bei ca. 1.500 Baht. Dafür können die bis zu acht Fahrgäste über mehrere Stunden lang die Natur genießen und in der Mitte des Sees in einem schwimmenden Restaurant mit urigen Wasserbungalows verweilen. Das Essen dort ist ausgezeichnet und preiswert.
Zu erreichen ist der Khao Sok Nationalpark problemlos. Von Suratthani aus geht die Route 60 Kilometer westlich Richtung Phuket auf der Bundesstrasse 401 bis Khao Wong. Dort ist die Zufahrt zum Staudamm gut ausgeschildert.
Sam Gruber
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