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Letzte Aktualisierung: 10.05.2010
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El Niño steigert die Waldbrandgefahr

Rangers und deren Helfer schlagen in den Nationalparks Schneisen

Wenn die Brandherde von den Rangers nicht frühzeitig entdeckt werden, droht in den Nationalparks ein flammendes Inferno. Die Leitstelle für die Bekämpfung von Waldbränden erwartet in den kommenden Wochen mehr Flächenbrände. Ursachen sind weniger Blitzschlag und Selbstentzündung, sondern Feuerrodung durch die in der Nähe der Nationalparks lebenden Dorfbewohner. Das heißt: Die meisten Brände werden fahrlässig oder gar vorsätzlich gelegt. Und El Niño, die alle paar Jahre wiederkehrende Klima- anomalie, ist für die derzeitige außergewöhnliche Trockenheit verantwortlich und steigert die Waldbrandgefahr. Wegen ausbleibender Niederschläge bleibt der Index für Brände sehr hoch.

In den letzten fünf Jahren sind nach Angaben der Forstbehörde rund 500.000 Rai (800 Millionen qm!) durch Brände vernichtet worden. Vom 1. Oktober letzten Jahres bis zum 15. März zerstörten Flammen fast 33.000 Rai, fast ausschließlich in den Schutzgebieten des Landes.

Die Forstbehörde hat die Rangers denn auch zu vermehrten Kontrollen und vorbeugenden Maßnahmen aufgerufen. Landesweit werden in den Wäldern Schneisen geschlagen. Rangers und freiwillige Helfer entfernen Büsche, Gras und Laub. So werden die Schneisen zu natürlichen Barrieren, die die Flammen aufhalten oder das Überspringen auf Äste und Sträucher verlangsamen. Rangers und Forstbehörde haben sich zum Ziel gesetzt, in den 73 Millionen Rai großen Nationalparks 3.000 Kilometer Schneisen zu schlagen.

In den 120 Waldbrandstationen versehen rund 5.000 Feuerwehrleute ihren Dienst. Viel zu wenig, wenn ein kleines Feuer sich zu einer Katastrophe ausweitet. Doch die vom Staat bezahlten Rangers bzw. Feuerwehrleute haben unter den Beschäftigten des Öl-Konzerns PTT, der Bangkok Bank und des Agrarkonzerns Charoen Pokphand Group (CP) freiwillige Helfer gefunden. Die Frauen und Männer verlassen ihren Arbeitsplatz in Fabriken und Büros und arbeiten in den Waldgebieten Schulter an Schulter mit Rangers. Natürlich werden die Freiwilligen nicht bei einem flammenden Inferno eingesetzt, sie schaffen aber Schneisen und stehen bei der Aufforstung in der ersten Reihe.

Im Jahr 1994 hatte die damalige Regierung ein umfangreiches Aufforstungsprogramm angestoßen. Auf fünf Millionen Rai sollten Bäume gepflanzt werden. Ein weiteres Programm, auch zum Schutz und Erhalt der natürlichen Artenvielfalt, wurde im Jahr 1996 beschlossen, zum 50. Jahrestag der Thronbesteigung von König Bhumibol Adulyadej.

CP wirbt in seinen Unternehmen nicht nur für Helfer bei der Aufforstung. Der Agrarkonzern stellt auch die erforderlichen Mittel bereit, um auf 110.000 Rai Jungbäume zu pflanzen. Inzwischen wurden im Nationalpark Phuhin Rongkla 34.000 Rai neue Waldgebiete angepflanzt..

 
 
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