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Letzte Aktualisierung: 14.06.2010
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Schlaganfall – Schnelle Hilfe kann Folgeschäden verhindern

Wenn der Körper Warnsignale sendet, wird es Zeit hinzuhören

Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung kann das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, nicht verhindern aber senken. Plötzliche Gleichgewichtsstörungen, starke Kopfschmerzen, mit einem Mal fühlen sich die Fingerspitzen wie ertaubt und das Sprechen fällt ohne erkennbaren Grund schwer? Dies können die ersten Anzeichen dafür sein, dass dem Betroffenen eventuell ein Schlaganfall bevorsteht. Unzählige Bezeichnungen, wie Gehirnschlag, Apoplex, Hirninfarkt oder Insult hat die Medizin für diese besonders gefährliche Form der Durchblutungsstörung. Ein Indiz für die Allgegenwärtigkeit in der heutigen Gesellschaft, in der Stress, zu wenig Bewegung und fehlerhafte Ernährung zum Alltag gehören.

Die entscheidenden drei Stunden danach

Doch was ist zu tun, wenn einen der Hirnschlag trifft? Erste Priorität hat in diesem Fall die Fahrt ins Krankenhaus, denn oft führt zu langsames oder spätes Handeln zu einer Lähmung. Diese kann sich, je nach betroffener Region des Gehirns, in der der Insult erfolgt, auf einzelne Körperteile, eine Körperhälfte oder gar den gesamten Körper erstrecken. Zu den möglichen Folgeschäden zählen allerdings auch Sprach-, Sicht-, Gleichgewichts- und Gedächtnisstörungen, die unter Umständen auch irreparabel sein können. Wer innerhalb der folgenden drei Stunden, nachdem der Schlaganfall erlitten worden war, im Hospital von einem Spezialneurologen behandelt wird, der hat auch gute Chancen, nach einigen Tagen des Aufenthaltes wieder als geheilt nach Hause zurückkehren zu können.

Geschieht dies nicht, und die schnelle Reaktion bleibt aus, so hat der Patient mitunter viele Tage oder Wochen der Rehabilitationsphase vor sich, in denen er Wille und Motivation zeigen muss, um gegen die Folgen des Gehirnschlags, der (partiellen) Lähmung, zu arbeiten und seine Lebensqualität wieder zu verbessern. Die Wahrscheinlichkeit einer Komplett-Heilung ist bei zu später Einlieferung verschwindend gering.

Risikofaktoren gezielt minimieren

Zu der Risikogruppe, einen solchen Apoplex zu erleiden, zählen vor allem Personen, die über 50 Jahre alt sind, Blutdruckprobleme oder zu hohes Cholesterin haben sowie Diabetiker. Zur Risikogruppe zählen ebenfalls Raucher, die Generation 50+ und diejenigen, welche bereits einen Schlaganfall erlitten haben oder aber in deren Familie vermehrt Fälle eines solchen Apoplex aufgetreten sind. Treffen ein oder mehrere Punkte auf den Gesundheitszustand oder aber auch des familiären Umfeldes auf eine Person zu, so raten Ärzte an, einige präventive Maßnahmen zu ergreifen. Raucher sollten, wenn möglich, das Rauchen ganz aufgeben oder die konsumierte Menge zumindest deutlich drosseln. Dies beugt nicht nur einem Insult vor, sondern kommt dem Körper ganzheitlich zu Gute. Weiterhin kann die Reduktion des Gewichts vorbeugend wirken. Das Abnehmen sollte jedoch nicht nur über die Ernährung geschehen, sondern im Zusammenwirken mit Sport. Wer den Puls täglich etwa eine halbe Stunde lang über einhundert steigen lässt, lebt nach Angaben der Mediziner deutlich gesünder. Sofern eine genauere Kenntnis über die Risikofaktoren erwünscht ist, sollte ein Neurologe aufgesucht und zu Rate gezogen werden. Dieser kann seinem Patienten dann eventuell mit blutverdünnenden Medikamenten helfen oder aber weitere Untersuchungen wie die Magnetresonanztomographie (MRT) oder die Magnetresonanzangiographie (MRA) veranlassen. Dabei dient das MRT zur diagnostischen Darstellung von Struktur und Funktion sowohl des Gewebes als auch der Organe im Körper, wohingegen beim MRA die Blutgefäße, zu denen Venen und Arterien zählen, dargestellt werden.

Aller Vorsorge zum Trotz lässt sich jedoch keine Garantie dafür aussprechen, dass es nicht doch zu einem Schlaganfall oder dem Boten eines solchen, der Streifung kommt.

Die Notfallnummer: 1719

Unsere Gesundheitskolumne entsteht in Zusammenarbeit mit Ärzten des Bangkok Hospital Pattaya. Die fachlichen Informationen im Artikel fußen auf dem kompetenten Wissen der Mediziner.

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Streifung:

Es kommt zu vorübergehenden Lähmungen, Sehstörungen, Sprechstörungen und Bewusstseinsstörungen, die im Schnitt nicht länger als einen Tag währen. In den 48 Stunden bis drei Monaten nach einer solchen Streifung besteht ein hohes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.

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Kurztest – Diagnose Schlaganfall:

Durch die Erkennung der Schlüsselsymptome eines Hirnschlags noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes, können Sie eigens eine Diagnose stellen und diese dem Rettungsteam mitteilen.

Fordern Sie den Betroffenen dazu auf,

• einen vorgesprochenen Satz zu wiederholen (gelingt dies noch?)

• zu lächeln (einseitig verzogen durch Lähmung?)

• die Arme mit den Handflächen nach oben zu heben (sinkt ab und dreht sich bei einer Lähmung)

 
 
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