Waisenkinder aus Pattaya zu Besuch in Deutschland
Viele helfende Hände ermöglichten den Trip ins „Good old Germany“
Für zwölf Waisenkinder des Pattaya Orphanages ging im Juni 2010 ein Traum in Erfüllung. Mit bürokratischer und finanzieller Hilfe von allen Seiten war es für die fußballbegeisterten Kinder und Jugendlichen möglich, die Tage vom 7. bis 14. Juni in Deutschland zu verbringen. In Erinnerung bleiben ihnen dabei wohl eine Vielzahl aufregender und spannender Erlebnisse, wie sie sie bis dahin noch nie erlebt hatten.
Die Idee zu der Aktion war geboren
Der Einfall zu der Aktion kam Weihnachten 2009. Der Fußballexperte Reiner „Calli“ Calmund, der sich bereits seit vielen Jahren sozial in Asien engagiert, verbrachte, genau wie Ingo Kleinow und Tina Zander von Viktoria Frechen, die Weihnachtszeit in Pattaya. Beim gemeinsamen Essen waren auch die Jungen und Mädchen des Waisenhauses ein Gesprächsthema, und so war die Idee, diesen einen Trip nach Deutschland zu ermöglichen, schnell geboren. Die Theorie war klar, nur die Umsetzung musste noch organisiert und vor allem auch finanziert werden.
Der Bürgermeister zählt wichtige Probleme auf, die er künftig anpacken möchte: Fortschreitende Erosion an den Stränden, ständiges Verkehrschaos, öffentliche Sicherheit, Bevölkerungswachstum, mangelhafte Infrastruktur und Risiken für die Gesundheit von Einwohnern und Urlaubern.
Um Antworten auf Fragen wie „In welche Richtung soll sich die Stadt entwickeln?“ zu finden, haben Experten sich mit dem demographischen Wandel befasst und unterschiedliche Handlungsfelder herausgearbeitet: Dazu zählen neben einem umweltverträglichen Tourismus Bildung und Ausbildung, Kultur, Sport und Freizeit, Gesundheit, Stadtbild und Städtebau, Umwelt und Umweltschutz, Verkehr und Verkehrsanbindung, weiter Wirtschaft sowie Zukunftssicherung mit Wohnen und Arbeit. Während die Dasta (www.dasta.or.th/en/home/index.php) ein Rahmenkonzept mit Empfehlungen vorlegen wird, wird es maßgeblich von den lokalen Politikern und Verwaltungsbeamten abhängen, wie und in welcher Reihenfolge Planungsschritte und Projekte umgesetzt werden.
Pattayas Geschäftswelt ist sich der Bedeutung des Masterplans bewusst. Dennoch hält sie sich mit Kritik nicht zurück: Über die Grundlagen für ein Zusammenleben und einer intensiven Förderung des Tourismus werde in Bangkok entschieden, von externen Beratern. Bürger und Unternehmer der Stadt hätten kaum Möglichkeiten, ihre Ideen, Anregungen und Vorstellungen vom Pattaya der Zukunft einzubringen. Bürgerschaft, verschiedene Institutionen, Vereine und Verbände würden das erhebliche Potential, aber auch nennenswerte Defizite der Stadt, wie die zunehmende Kriminalität, das Drogenproblem oder die negativen Auswirkungen der Prostitution besser beurteilen als so genannte Sachverständige. „Ich bin gespannt, welche Lösungsvorschläge Dasta für diese Probleme hat“, kommentiert der Manager einer Reiseagentur.
Das Tarntawan Place und das Thai Garden Resort zeigten sich unvermittelt dazu bereit, einen Teil der Flugkosten für die jungen Fußballer, die im Pattaya Orphanage in einer heimeigenen Mannschaft spielen, zu übernehmen. Verschiedene Hotels und Firmen aus Deutschland sorgten für Unterkunft, Verköstigung und Mobilität vor Ort. Die Mitarbeiter des Kinderheimes bemühten sich, rasch alle Formalitäten abzuklären, und die deutsche Botschaft stellte kostenfrei die Visa aus. Die Hilfsorganisation Human Help Network traf die nötigen Vorbereitungen für die Ankunft und den Aufenthalt direkt von Mainz aus.
Die Idee war damit umgesetzt und die Tour konnte endlich losgehen. Aufgeregt fieberten die Kinder ihrer ersten Flugreise, ihrer ersten richtigen Reise, entgegen. „Wir wollen den Kindern eine unvergessliche Woche bieten. Sie sind als Waisenkinder in einem armen Land vom Schicksal unglaublich gebeutelt. Jetzt können wir ihnen etwas Wärme und Abwechslung bieten", erklärt Reiner Calmund, der die Gäste aus dem Land des Lächelns im Phantasialand begrüßte.
Achterbahnfahrt im Erlebnispark
Gemeinsam verbrachten sie einen entspannten Tag in dem Erlebnispark, an dem der Prominente für fast jeden Spaß zu haben war. Einzig die Achterbahnfahrt überließ er ganz den Kindern und wartete lieber auf sicherem Boden, anstatt sich in luftigen Höhen den Fahrtwind durch das Haar wehen zu lassen. Die Kinder hingegen genossen sichtlich einfach alles an dem abwechslungsreichen Tag der
Freundschaftsspiel Thai-Deutsch
Am Samstag, dem 12. Juni, nahmen die Waisenkinder auf Einladung von Viktoria Frechen an dem „Sport Mila Cup 2010“ auf der Sportanlage Herbertskaul in Frechen, Nordrhein-Westfahlen, teil. Die Jugendmannschaft der Fußballmannschaft des Pattaya Orphanage durfte an dem Internationalen Jugend-Fußballturnier zwischen dem 12. und 13. Juni mit vor Ort sein und ihr Können auf dem Platz zeigen, wofür am Sonntag, dem 13. Juni, extra ein Freundschaftsspiel gegen eine Jugendauswahl des Viktoria 1919 Frechen e.V. anberaumt worden war.
Doch auf dem Programmplan stand für die Dauer des Aufenthaltes noch weitaus mehr als Fußball zu spielen und das Phantasialand zu besuchen. Ein Besuch des Kölner Doms und ein Blick auf den Rhein sowie eine Besichtigung des Kölner Fußballstadions. Zu letzterem lud die Eintracht Frankfurt persönlich ein und sponserte gleich noch Lunch und für jeden der jungen Besucher ein Trikot. Die letzten Tage ließen Organisatoren und Teilnehmer dann mit Sport und Spaß ausklingen. Neben einem Fußballturnier gab es ein abschließendes Grillfest.
Am Mittwoch, dem 16. Juni, kamen die Kinder wieder gesund und munter im Waisenhaus an, trotz der im Vergleich zu Thailand ziemlich niedrigen Temperaturen in der Bundesrepublik Deutschland.
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