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Letzte Aktualisierung: 26.07.2010
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Mindestlohn reicht kaum zum Leben

Anhaltende Landflucht lässt Zahl verarmter Stadtbewohner explodieren

Die verarmte bäuerliche Bevölkerung stellt die meisten auf dem Bau beschäftigten Frauen und Männer. Als Hilfsarbeiter bekommen sie oft nur den Mindestlohn. Die Politik der Regierung zielt auf drei Schwerpunkte: Wirtschaftsförderung, Ausbau der Infrastruktur und Sozialleistungen für einkommensschwache Familien. Die bereits beschlossenen und geplanten Wohltaten haben einen schwergewichtigen Grund: Mittellose und sozial benachteiligte Menschen, vor allem aber die Landbevölkerung, sollen erkennen, dass nicht nur der gestürzte Minis-terpräsident Thaksin Shinawatra und seine Gefolgschaft zur Überwindung von Armut und Notlagen staatliche Unterstützung gewähren.

Die starren wirtschaftlichen und sozialen Strukturen haben maßgeblich den Riss in der Gesellschaft verursacht und zu den Demonstrationen in den Monaten März bis Mai beigetragen. Die Menschen im bevölkerungsreichen Nordosten des Landes, auch in anderen Regionen, stellen Forderungen. Sie wollen endlich teilhaben am wirtschaftlichen Aufschwung Thailands.

Denn bei Lohn und Gehalt klafft die Schere zwischen den wohlhabenden Bürgern und der einkommensschwachen Bevölkerung weit auseinander. Nach der Statistik aus dem Jahr 2008 haben 20 Prozent der reichsten Thais ein 12,7mal höheres Einkommen als die als arm geltende untere Bevölkerungsschicht. Daran hat sich seit dem Jahr 1986 nichts geändert. Obwohl der Staat die Armut erfolgreich bekämpft hat.

Galten vor einem Vierteljahrhundert noch 45 Prozent der Bevölkerung als arm, so sind es inzwischen nur noch neun Prozent.

Seit 1997 ist die Zahl der in der Landwirtschaft Beschäftigten von 45 auf 39 Prozent gesunken. Als Folge der Landflucht stieg die Zahl der ungelernten Arbeitskräfte von 24 auf 29 Prozent. „Das bedeutet auch, Millionen verarmter Landbewohner sind heute verarmte Stadtbewohner“, hat Finanzminister Korn Chatikavanij erkannt.

Hilfsarbeiter bilden die untere Einkommensschicht. Der gesetzlich festgelegte Mindestlohn pro Tag liegt je nach Provinz zwischen 151 und 206 Baht. Am wenigsten verdienen Frauen und Männer in Phayao, Phichit und Phrae, gut 50 Baht mehr sind es in Bangkok und der angrenzenden Provinz Samut Prakan. Diese Löhne reichen den meisten Familien nicht für einen angemessenen Lebensunterhalt.

Hier liegen die Wurzeln zu Forderungen nach einem verbesserten Einkommen, aber auch für weitere politische Unruhen.

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Todestag der Prinzessin Srinagarindra

Die Mutter von König Bhumibol Adulyadej erkrankte im Juni 1995 am Herzen und wurde in jenes Krankenhaus eingeliefert, in dem sie in vergangenen Zeiten einmal selbst gearbeitet hatte. Am 18. Juli starb die damals 94-Jährige an Herzversagen. Bekannt war Prinzessin Srinagarindra vor allem für ihre Gutherzigkeit und ihre aktive Arbeit in Projekten zur Unterstützung sowie Förderung von Medizin, Erziehung und Bildung.

 
 
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