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Letzte Aktualisierung: 31.07.2010
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Pulsierend, pochend, hämmernd - Kopfschmerz

Eine Beschwerde, die wohl kaum jemand nicht kennt

Ob daheim oder auf Arbeit: Der Kopfschmerz bleibt. Kopfschmerzen, in der Medizin auch als Cephalgien bezeichnet, gehören mit zu den häufigsten Beschwerden, unter denen der Mensch zum Teil gelegentlich oder auch dauerhaft zu leiden hat. Von kurzzeitigen, leichten Schmerzen im Schläfenbereich bis hin zu unablässigen Beschwerden, die regelmäßig zur Tortur werden, ist einfach alles möglich. Die Schweregrade sind vielfältig, wie auch die Ursachen für das Leiden.

Ob es sich um akute (anfallsweise) Cephalgien handelt oder aber um chronische (stetig wiederkehrende), sie stellen den Leidtragenden jedes Mal neuerlich auf eine Belastungsprobe. Wer von Letzterem heimgesucht wird, dem ist zu empfehlen, ein Kopfschmerz-Tagebuch zu führen, in welchem neben Dauer und Stärke der Schmerzattakken auch die Situation beim Auftreten des Kopfschmerzes aufgeführt werden sollte. Dies kann sowohl dem behandelnden Arzt hilfreich sein als auch der betroffenen Person, denn häufig liegt die Ursache für eine Kopfschmerzattacke bei einem relativ harmlosen Auslöser, den es sich zuerst einmal bewusst zu machen gilt.

Kategorisierung in primär und sekundär

Die Mediziner ordnen den Kopfschmerz weiterhin in zwei große Kategorien ein: Die primären und die sekundären Kopfschmerzen. Bei Ersterem wird der Kopfschmerz als eigenständige Krankheit betrachtet, die relativ häufig oder über einen längeren Zeitraum auftritt, wie dies bei Spannungskopfschmerzen, Migräne oder Clusterkopfschmerzen der Fall ist. Bei der Gruppe der sekundären Cephalgien handelt es sich um Begleiterscheinungen oder Folgen etwaiger Erkrankungen, zu denen Erkältungen, Bluthochdruck und Hirnhautentzündungen gehören können.

Der Kopfschmerz ist allerdings nur selten ein Hinweis auf einen Tumor oder einen Schlaganfall, sondern meist vielmehr das Resultat einer eher schlechten als rechten Lebensweise. Schon ein Mangel an Schlaf oder Flüssigkeit, ein äußerer Druck, wie er beim Tragen eines Helmes entsteht, oder die Zugwirkung des zum Zopf gebundenen Haares können das Leiden auslösen. Auch Alkohol und Nikotin sind „ein Gift für unsere Nerven“ und können für einen Brummschädel sorgen, genauso wie ein Sonnenstich oder Hitzschlag. Es kann ebenfalls nicht schaden, einmal die Packungsbeilagen von Medikamenten zu lesen oder gar seinen Apotheker zu fragen, denn Cephalgien zählen zu den gängigen Nebenwirkungen. So kann auch das Schmerzmittel gegen das Kopfleiden schnell den gegenteiligen Effekt erzielen, als es verspricht.

Stress und psychische Belastungen werden als zwei der häufigsten Ursachen gehandelt und führen schnell zu Spannungskopfschmerzen. Diese entstehen meist aus einer muskulären Verspannung des Nacken- oder Schulterbereiches heraus, deren Ursache nicht nur von Stress herrühren kann, sondern auch von einer Überanstrengung der Augen, falschem Heben, Zähneknirschen oder übermäßigem Nikotinkonsum. Ganz genau lassen sich die Ursachen für solch primäre Kopfschmerzen nicht vorhersagen.

Dementsprechend vielseitig wie die Erscheinungsformen von Cephalgien sind auch die Behandlungsmethoden. Während viele Kopfschmerzen einfach nach relativ kurzer Zeit wieder von allein verschwinden und oftmals nur harmlose Auslöser haben, müssen langandauernde und intensive Schmerzen weiter untersucht werden.

Selbsthilfe oder Arztbesuch

So muss beispielsweise bei chronischen Beschwerden wie einer Migräne langfristig behandelt werden. Bei normalem Kopfschmerz empfiehlt es sich, die Augen für etwa zehn Minuten zu schließen, eventuell die Schläfen zu massieren, Wasser zu trinken und sich bestenfalls schlafen zu legen. Bei der Einnahme von Schmerzmedikamenten sollte der Betroffene Vorsicht walten lassen. Zeigen diese keine Wirkung, sollte nicht überdosiert sondern ein Arzt aufgesucht werden, der gegebenenfalls eines injiziert. Bei akuter Migräne ist es ratsam, einen Neurologen aufzusuchen, um sicherzustellen, dass nicht mehr, wie beispielsweise eine Blutung im Hirn, dahinter steckt, was mit einem MRI schnell festgestellt werden kann. Im Allgemeinen können auch Massagen, Akkupunktur und autosuggestives Entspannungstraining neben behandelnden Methoden für ein besseres Wohlbefinden sorgen.

Wenn sich auch nicht jede Schmerzattacke verhindern lässt, so kann doch vorgebeugt werden. Stress, Alkohol-, Nikotin- und Schokoladenkonsum sollten so gering wie möglich gehalten werden, dafür sollte regelmäßig Sport getrieben werden, wobei auch Entspannungsübungen für den Arbeitsplatz erlernt werden können, die Nackenschmerzen verhindern. Zusätzlich sollte immer für genügend frische Raumluft gesorgt werden. Eine geregelte Einnahme der Mahlzeiten sowie ausreichend Schlaf und die Einhaltung des Schlaf-Wach-Rhythmus, auch am Wochenende, tun Körper und Seele gut.

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Spannungskopfschmerz:

Dauert maximal einige Tage, verschwindet im Regelfall von allein, tritt beidseitig auf, geringe Schmerzen, die die Aktivität kaum einschränken.

Migräne:

Beschwerden treten über längeren Zeitraum attackenweise auf, langfristige Behandlung ist nötig. Symptome: Einseitiges heftiges Kopfweh, Augenschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Brechreiz und Erbrechen.

Cluster-Kopfschmerz:

Einseitig auftretend, sehr starke Schmerzen, schubweises und episodisches Auftreten, kann sich über mehrere Wochen/Monate hinziehen, zwischen den Schmerzepisoden können Monate/Jahre liegen. Begleitende Symptome auf der betroffenen Seite: Tränendes Auge, gerötete Bindehaut, verengte Pupille, Lidschwellung, Schweiß auf der Stirn oder im Gesichtsbereich.

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Unsere Gesundheitskolumne entsteht in Zusammenarbeit mit dem Bangkok Hospital Pattaya (BPH). Die Arbeit zu dem hier veröffentlichten Artikel wurde von Frau Dr. Bakkhaporn, Spezialneurologin für Kopfschmerzen, betreut.

 
 
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