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Letzte Aktualisierung: 14.08.2010
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Einzigartige Fischarten im Mekong bedroht

Staudammprojekte haben Auswirkungen für die Naturvielfalt

Die geplanten Talsperren werden zur Stromerzeugung, zur Bewässerung sowie zur Schiffbarmachung des Mekong in den Trockenzeiten gebaut. Im großen Bild die chinesische Xiaowan-Talsperre am Mekong. Besonders die seltenen Riesenfische, wie der Siamesische Riesenkarpfen (kleines Bild), werden durch die Staudämme bedroht. Südostasien boomt, keine Frage. Um den enormen Energiehunger der aufstrebenden Mekong-Länder zu stillen, planen China, Thailand, Laos und Kambodscha die Errichtung von insgesamt elf Staudämmen in den Gewässern der „Mutter aller Flüsse”. Wen wundert es? Die Kapazitäten an der benötigten Ressource Wasser sind gegeben, und die Energiegewinnung durch das Stauen des Flusses könnte außerdem den Bau von Atomkraftwerken als alternative Energieproduzenten ersetzen. In diesem Zusammenhang wurde Energiegewinnung aus Wasserkraft lange Zeit als saubere, kostengünstige, umweltschonende und erneuerbare Energie angesehen und vermarktet.

Die Errichtung von Wasserkraftwerken wird darüber hinaus oftmals damit begründet, dass Wasserkraftwerke, wenn einmal errichtet, geringere Betriebskosten als beispielsweise ein Atomkraftwerk besitzen und sich durch eine lange Lebensdauer auszeichnen. Vor allem Länder, die mit nur knappen Öl-, Gas- und Kohlevorkommen geschlagen sind, nutzen die Kraft des Wassers verstärkt als Energiequelle. Doch die auf den ersten Blick betrachtet umweltschonenden Staudammprojekte stehen schon jetzt in heftiger Kritik.

Ein Riesenfisch bangt um seinen Lebensraum

Denn die Auswirkungen auf die Natur und vor allem auf die im Fluss lebenden Tiere sind enorm. Im unteren Mekong leben mehr riesengroße Süßwasser-Fische als in jedem anderen Strom der Welt. Zu den größten zählen unter anderem der Riesen-Stachelrochen, der eine Größe von fünf Metern erreicht und stolze 600 Kilogramm auf die Waage bringt. Auch der hier beheimatete Riesenwels schafft es auf 350 Kilogramm. Flusslebewesen dieser Größenordnung wäre es nicht möglich, die Staudämme zu überwinden. Schlimmstenfalls könnte gar die Population sinken. Denn durch den Bau der Staudämme werden wichtige Wanderrouten der Riesenfische unterbrochen, die Laichgründe nicht mehr erreichbar. Ebenso könnten die seltenen Irawadi-Flussdelfine könnten durch die Wasserkraftwerke bedroht werden.

Doch auch die 320 Millionen Menschen, die entlang des Mekongs beheimatet sind und zu einem Großteil von der Fischerei und der Landwirtschaft leben, sehen sich in ihrer Zukunft bedroht. Besonders sie sind auf einen intakten sowie vitalen Zustand des Flusses angewiesen.

 
 
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