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Letzte Aktualisierung: 30.08.2010
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Der Blutzuckerspiegel im Auf und Ab - Diabetes Mellitus

Wenn den Betroffenen das körpereigene Insulin nach und nach ausgeht

Das Prüfen des Blutzuckerspiegels dient zur Kontrolle, und damit die Betroffenen sowohl Menge als auch Art der täglichen Ernährung bestimmen können. Es ist eine der Volkskrankheiten schlechthin: Diabetes Mellitus. Bei dieser chronischen, sprich permanent andauernden Stoffwechselkrankheit müssen die Betroffenen nicht nur darauf achten, was und wieviel sie essen, sondern auch wann sie die Nahrungsmittel zu sich nehmen sowie auf die Zusammenstellung einer Mahlzeit. Vernachlässigen darf der Diabetiker diese Punkte nicht, denn dann kann ihm schnell zu viel oder aber zu wenig Zucker in die Zellen schießen.

Speziell verantwortlich für Diabetes Mellitus ist das in der Bauchspeicheldrüse produzierte Insulin, beziehungsweise das Fehlen dieses Hormons. Das Insulin regelt die Zucker-aufnahme aus dem Blutstrom in die Zellen, und wenn der Körper zu wenig davon produziert oder aber die Produktion dieses wichtigen Hormons ganz einstellt, so kann der Zucker nicht mehr in die Zellen gelangen, und der Blutzuckerspiegel steigt über den Normalwert an. Es kommt zu einer sogenannten Hyperglykämie, dem Überzucker im Blut, welche im Gegensatz zu der Hypoglykämie steht, bei der der Blutzuckerspiegel unter den normalen Wert sinkt.

Das Krankheitsbild des Diabetes Mellitus wird gemäß seiner Ursache zum einen in die zwei bekannten Kategorien des Typ 1-Diabetes und Typ 2-Diabetes unterteilt. Dem Auftreten des ersten Erscheinungsbilds kann der Erkrankte nicht vorbeugen. Meist wird Typ 1-Diabetes durch eine Virusinfektion ausgelöst oder aber immunologisch vermittelt. In einer Vielzahl von Fällen spricht die Medizin auch von einem idiopathischen Auftreten, dessen Ursache also nicht ermittelbar ist. Häufig tritt die Diabetes des ersten Typs unvermittelt und in der Kindheit oder auch Jugend auf. Diese Autoimmunkrankheit bewirkt, dass die insulinproduzierenden Zellen nach und nach abgebaut werden und immer weniger oder sogar gar kein körpereigenes Insulin mehr hergestellt wird.

Bei Typ 2-Diabetes verhält es sich umgekehrt. Hier wird in der Bauchspeicheldrüse zu viel Insulin produziert, wodurch sich eine Resistenz gegenüber diesem Hormon entwickelt. Dieser Form des Diabetes kann von den Betroffenen jedoch entgegengewirkt werden, da sie nicht im Erbgut verankert ist, sondern durch eine ungesunde Lebensweise entsteht. Wer ausreichend Sport treibt sowie Übergewicht und Überernährung vermeidet und sich gesund ernährt, kann präventiv an der Stabilität seines Blutzuckers arbeiten.

Während die Weltgesundheitsorganisation (kurz: WHO) die Anzahl der Typ 1-Diabetiker als relativ konstant oder nur leicht zunehmend beschreibt, so verzeichnet die WHO, dass die Zahl der an Typ 2-Diabetes Erkrankten seit Ende des Zweiten Weltkrieges deutlich zugenommen hat.

Weiterhin gibt es noch zwei Formen der Diabetes-Erkrankung. So kann Diabetes auch während der Schwangerschaft auftreten, welche sich allerdings nicht auf das Kind überträgt und in 90 Prozent der Fälle nach dem Gebären des Kindes wieder abklingt. Weiterhin kann Diabetes Mellitus auch genetisch übertragen werden oder durch andere Krankheitsverläufe, wie Pankreatismus bedingt werden.

Folgekrankheiten der Diabetes Mellitus können beispielsweise Durchblutungsstörungen der kleinen Blutgefäße in den Nieren sein. Weiterhin wird die Entstehung eines Schlaganfalles, eines Herzinfarktes sowie einer arteriellen Verschlusskrankheit begünstigt.

Zur Prävention von Diabetes oder der Verschlimmerung der Krankheit empfiehlt es sich, unter anderem den Alkoholkonsum möglichst gering zu halten oder gänzlich zu unterlassen und Nahrungsmittel mit einer langsamen Resorptionsgeschwindigkeit zu sich zu nehmen, wie Kohlenhydrate, Gemüse und Hülsenfrüchte. Diese Lebensmittelgruppe sorgt, anders als beispielsweise Weißmehlprodukte und Obst, für ein langsames Einsickern des Zuckers in das Blut und damit auch für einen stabilen Blutzuckerspiegel, der keine auffälligen Schwankungen in seinen Werten aufweist. Ausschließlich auf die in der Werbung viel gepriesenen Diätprodukte zurückzugreifen ist jedoch überflüssig, da diese in den seltensten Fällen halten, was dem Käufer versprochen wird.

Tina Oerlecke
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Hyperglykämie

Symptome können sein:

Vermehrter Harndrang, starkes Durstgefühl, juckende Haut, Abgeschlagenheit, chronische Infektionen, Gewichtabnahme, Sehstörungen, Bewusstlosigkeit.

Ursachen können sein:

Zu viel oder falsch gegessen, zu geringe Menge Insulin gespritzt, Tabletteneinnahme vergessen, Aufregung und die damit verbundene Adrenalin-Ausschüttung (dem Gegenspieler des Insulins), akuter Stress, im Anschluss an diverse Krankheiten.

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Hypoglykämie

Symptome können sein:

Zittern, Krämpfe, Heißhunger, Schweißausbruch, Unruhe/Herzklopfen, Bewusstlosigkeit.

Ursachen können sein:

Zu geringe Aufnahme von Kohlenhydraten, Auslassen von Mahlzeiten oder Zwischenmahlzeiten, zu hohe Menge Insulin gespritzt, körperliche Überanstrengung, Alkoholkonsum.

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Unsere Gesundheitskolumne entsteht in Zusammenarbeit mit dem Bangkok Hospital Pattaya (BPH). Die Arbeit zu dem hier veröffentlichten Artikel wurde von Frau Dr. Kansiree Pariyakorn, Spezialärztin für Diabetes, betreut.

 
 
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