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Letzte Aktualisierung: 30.08.2010
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Der etwas andere kulinarische Snack

Insekten schmecken und haben einen hohen Nährwert

Welch ein Genuss: Leckere, knusprige Käfer, frisch frittiert! Für viele Thais eine Delikatesse. Ausländer finden es abscheulich zu essen, was da so kreucht und fleucht. Thais hingegen setzen gerne Käfer und andere Insekten auf ihren Ernährungsplan. „Abgesehen von dem fantastischen Geschmack sind die kleinen Krabbeltiere auch eine gute Quelle für gesunde Proteine“, erläutert Khun Nattawut. Der 39-Jährige stammt aus dem Isaan und hat seinen Stand auf einem Markt in Pattaya. In seiner Heimat, dem Nordosten des Landes, gehören Grillen, Ameiseneier, geröstete Heuschrecken, Wasserkäfer, Seidenwürmer und Larven zu den Leckerbissen.

Es ist kaum zu glauben, aber die meisten Insekten enthalten tatsächlich mehr lebensnotwendige Eiweiße als Fleisch. Heuschrecken sind mit Abstand die besten Protein-Halter.

Sie bestehen bis zu 75 Prozent aus Eiweiß-Stoffen, lassen Huhn (23 Prozent), Fisch (21), Rind (20) und Schwein (17) also weit hinter sich. Dazu kommt, dass der menschliche Organismus Proteine aus Insekten viel besser aufnehmen kann als Nährstoffe aus Fleisch. Deshalb dürfen Würmer, Grashüpfer, Schmetterlinge, Käfer und Larven durchaus auf den Tisch kommen.

Insektenforscher haben herausgefunden, dass Maden bis zu 17 verschiedene Aminosäuren und eine Vielzahl ungesättigter Fettsäuren enthalten, die in der menschlichen Ernährung einen wichtigen Baustein bilden. So kann es nicht verwundern, dass Insekten in weiten Teilen dieser Welt ein fester Bestandteil der Ernährung sind.

Die Bevölkerung im Norden und Nordosten Thailands, bei der Insekten auf dem Speisezettel stehen, ernähren sich deshalb besser als die übrigen Thais, behaupten Gesundheitsexperten. Dorfbewohner hätten den Nährwert erkannt und nutzten ihn als zusätzliche Eiweißquelle.


Auch Touristen sollten Insekten-Snacks für sich entdecken. Sie enthalten mehr lebensnotwendige Eiweiße als Fleisch. Im nördlichen Thailand sollen mehr als 190 verschiedene Insektenarten im Kochtopf oder auf dem Grill landen, darunter auch Bienen, Ameisen, Wespen und Termiten. Mehr als die Hälfte davon sind Käfer, gefolgt von Schmetterlings- und Heuschreckenarten. Vereinzelt essen Thais auch Skorpione, Spinnen, Eidechsen, Geckos, Chamäleons und Kröten – frittiert mit Chilisauce.

Einigen dieser Reptilien werden gar heilende oder aphrodisierende Wirkung zugeschrieben.

Beherzte Touristen sollten die kleinen Tiere für sich entdecken – zumindest probieren. Und Ausländer sollten mit dem Irrglauben aufräumen, in Bangkok und Pattaya würden an den Ständen mit gekochten und frittierten Insekten Kakerlaken, also Küchenschaben, verkauft.


 
 
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