Zerplatzter Urlaubstraum: Thai-Knast statt Badeferien
Fataler Fehler: Österreicher hat versehentlich Munition im Gepäck
Es sollte ein erholsamer Urlaub unter der Sonne Thailands werden. Doch was dann passierte, damit konnte keiner rechnen. Einem Österreicher drohten in Thailand 20 Jahre Haft, da in dem Reisegepäck des Jägers und Hobbyschützen Waffenmunition gefunden wurde.
Keine Probleme beim Sicherheitscheck
Schon seit 30 Jahren fliegt der Pensionär nach Thailand. Er schätzt vor allem die güns-tigen Lebensunterhaltskosten sowie die traumhaften Strände im Süden des Königreiches. Diesmal wollte er einen entspannten Aufenthalt auf der Ferieninsel Phuket verbringen. Ein günstiges Flugangebot war schnell gefunden. Routiniert aufgrund seiner langjährigen Thailand-Erfahrung, durchquert der 67-Jährige ohne Beanstandungen die Sicherheitskontrolle am Flughafen Franz Josef Strauß in München und steigt in den Flieger Richtung geliebtes Tropenziel.
Doch am internationalen Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok angekommen, wird sein Gepäck erneut gecheckt, da er ohne Zeit zu verlieren den Anschlussflug nach Phuket antreten will. Als aus seiner Tasche fünf Revolver-Kugeln heraus kullern, packt den Sportschützen der blanke Schrecken. Er muss beim Leeren seiner Reisetasche, in der er daheim Schusswaffen aufbewahrt, diese Munition übersehen haben.
Der pure Horror: 20 Jahre Thai-Knast
Ein fataler Fehler: Das Sicherheitspersonal des Flughafens fackelt nicht lange und sperrt den verdutzten Urlauber umgehend ins Gefängnis. Dem vergesslichen Sportschützen drohen nun 20 Jahre Thai-Knast, sofern er keine gültigen Waffendokumente vorweisen kann. Er besticht einen der Aufseher, um die Botschaft anzurufen. Freunde des Österreichers erklären sich bereit, eine Kaution zu bezahlen. Der Rentner wird auf freien Fuß gesetzt. Da der konsularische Dienst seine Waffendokumente aus Österreich besorgen kann, erfolgt auch die Gerichtsverhandlung zu Gunsten des Urlaubers. Nach einer einmaligen Strafzahlung von 300 Baht darf der Unglücksrabe in seine Heimat ausreisen. Eines ist sicher, dieser Urlaub wird ihm wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Nur eine Sache versteht der Jäger aus Neulengbach bei St. Pölten nicht: Warum hat beim Sicherheitscheck in München keiner die Patronen entdeckt? Dies hätte ihm sicherlich viel Ärger erspart. Trotzdem hat der Sportschütze angekündigt, wieder nach Thailand zurückzukehren. |