Mit den Chinesen kam Opium ins Land
Rama V. und Rama VI. erließen Gesetze gegen Drogenmissbrauch
Drogenhandel hat in diesem Land Tradition. Opium, wohl die erste abhängig machende Droge, ist in Thailand vermutlich erstmals in der Sukhothai-Periode vor rund 600 Jahren aufgetaucht. Das war die Zeit, in der das Land seinen Warenaustausch mit China begann. Damals gab es keinerlei Gesetze, die den Handel und den Genuss von Opium einschränkten oder gar unter Strafe stellten.
Das blieb so bis zum Jahr 1460, als unter der Regentschaft von König Uthong während der Ayutthaya-Periode das erste Gesetz in Verbindung mit einer Droge in Kraft trat. Alle wegen des Gebrauchs von oder des Handels mit Opium Verurteilten wurden mit der Beschlagnahme ihres Eigentums bestraft. Zusätzlich wurden die Familienangehörigen der Straftäter zur Arbeit als Staatssklaven gezwungen. Dem Verurteilten drohten neben Gefängnis Geldbuße und Verdammung.
In den folgenden Jahrhunderten erließen Thailands Könige weitere neue, schärfere Bestimmungen. Dennoch war der Opiumgenuss auffallend weit verbreitet, und zwar nicht nur unter den eingewanderten chinesischen Arbeitern, sondern auch unter der thailändischen Bevölkerung.
Eine ernsthafte Bekämpfung des Drogenmissbrauchs leitete König Rama V. (Chulalongkorn) im Jahr 1907 ein. Zum großen Teil noch heute in Kraft sind Gesetze, die König Rama VI. erließ. Sie regelten Kontrolle und Bekämpfung von Opium und nun auch bereits von anderen Rauschmitteln.
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