E-Mail-Probleme mit MICROSOFT Outlook
Erkennen, verstehen, einfach selbst lösen
Im ersten Teil dieser Artikelreihe haben wir aufgezeigt, wie man sich eine kostenfreie E-Mail-Adresse bei GOOGLE einrichtet und mittels eines Internet-Browsers Nachrichten, Bilder usw. versendet und empfängt. Der anspruchsvollere Anwender verwendet für seine tägliche Online-Korrespondenz heutzutage Mail-Clients wie MICROSOFT Outlook oder ähnliche Produkte anderer Hersteller, welche empfangene und gesendete Nachrichten zusammen mit Terminen und Kontaktinformationen auch ohne Internetzugriff bereitstellen. Die schrittweise Einrichtung sowie wichtige technische Hintergrundinformationen waren Inhalt des letzten Artikels. Heute wollen wir uns mit - speziell in Ländern wie Thailand - immer wieder auftretenden Situationen befassen, warum ein funktionierendes System auf einmal streikt, was die Hintergründe sind und wie man einfach selbst Lösungen findet.
Ursachen erkennen, Lösungen finden
Im Gegensatz zu Deutschland oder anderen Ländern arbeiten thailändische Internet-Serviceanbieter autonom und sind kaum staatlich reguliert. Das bedeutet, dass Anbieter A bestimmte Daten, die in das Netz von Anbieter B müssen, nicht zwingend weiterleiten muss, da ihm dies Kosten verursacht. Speziell der millionenfache Versand von E-Mails und deren oftmals Megabyte-große Anhänge ist den Gesellschaften ein großes Dorn im Auge. Ein weiteres Problem ist die hiesige, politisch verordnete Zensur und Kontrolle von elektronisch übermittelten Informationen. Seien es E-Mails, Websites, Diskussionsforen oder Video-Streams: praktisch jedes Datenpaket durchläuft bei seiner Reise durch das thailändische Computernetz umfangreiche Filter und wird auf unerwünschte Inhalte überprüft.
Die am häufigsten vorkommenden Fehlerquellen sind schlicht die Anmeldedaten. Im Falle unseres Fantasie-Users „Ingo Lustig“ aus dem Vorartikel lautet der Anmeldename Ingo.lustig@googlemail.com, das entsprechende Passwort sauer+m@cht=lustig. Um sicherzustellen, dass Ingo bei der Anmeldung die richtigen Daten verwendet, besucht er die GOOGLE-Mail-Website und versucht, sich dort anzumelden. Gelingt dies, sind sowohl Anmeldename als auch Passwort korrekt und scheiden als Fehlerquelle aus. Besuchen Sie im Zweifelsfalle die Anmelde-Seite Ihres Mail-Anbieters und testen Sie Ihre Anmeldedaten. Beachten Sie dabei Groß- / Kleinschreibung, die - bei Thai-Notebooks sehr verbreitete - Verwendung der korrekten Tastaturbelegung sowie das Aktivieren des Nummernblocks (Num-Lock).
Haben Sie Ihre Anmeldedaten erfolgreich geprüft, funktionieren jedoch weder Empfang noch Versand Ihrer elektronischen Post, so sind die Namen der Posteingangs- / Postausgangs-Server in Verdacht zu ziehen. Ermitteln Sie diese vorab im Kundendienstbereich Ihres Mail-Anbieters zusammen mit eventuellen Zusatzangaben zur Verschlüsselung oder vom Standard abweichender Port-Nummern. Eine kleine Auswahl an POP3- / SMTP - Servern bekannter E-Mail-Anbieter findet sich zum Beispiel auch unter www.patshaping.de/hilfen_ta/pop3_smtp.htm. Wir erläutern die jeweiligen Vorgehensweisen exemplarisch am Beispiel von MICROSOFT Outlook, Version 2007. Da jedoch die Einstellungen in allen anderen Versionen nahezu identisch sind, lassen sich die Schritte auf andere Ausgaben anwenden. Klicken Sie unter „Extras“, „Kontoeinstellungen“ auf „Ändern“, tragen die Namen der POP3- / SMTP - Server in die entsprechenden Felder ein oder korrigieren diese. Funktioniert der Mail-Empfang einwandfrei, bleiben ausgehende Mails jedoch ohne weiteren Kommentar liegen, so wurde wahrscheinlich nur unter der Karteikarte Postausgangsserver das Häkchen bei „Der Postausgangsserver (SMTP) erfordert Authentifizierung“ vergessen zu setzen. Danach sollte der Versand einer einfachen Test-Mail funktionieren, was man durch Klick „Testnachricht senden“ veranlassen kann.
Wer versendet für mich?
Der zumindest in Thailand kritischste Punkt ist der Email-Versand. Wie bereits erwähnt, weisen thailändische Internet-Anbieter (speziell E-Mail-)Datenverkehr in Netze konkurrierender Unternehmen immer wieder gerne ab. Haben Sie also zu Hause Ihren Internet-Anschluss von der TOT, dann liefert Outlook auf Ihrem Notebook zu versendende Mails z.B. bei smtp.totisp.net ab. Gehen Sie mit diesem Notebook zum Bekannten, der jedoch über die CAT ins Internet kommt, könnte es passieren, dass die CAT den Transport an diese Server verweigert. Leider hilft hier nur nachfragen bzw. ausprobieren, welche SMTP-Server „passen“ könnten. Wir haben daher eine kleine - sicher nicht vollständige - Liste an SMTP-Servern der bekanntesten thailändischen Internet-Anbieter zusammengestellt.
TOT: smtp.totisp.net, smtp.totonline.net
CAT-Telecom: relay.cat.net.th, mail.cat.net.th, mail.cathinet.com
3BB / TT&T: relay2.cat.net.th, smtp.tttmaxnet.com
LOXINFO: mail.loxinfo.co.th
Ganz selten passiert es auch, dass die Anbieter die SMTP - Angaben unverändert lassen, dafür aber die Port-Nummern stillschweigend ändern. Das herauszufinden ist ohne Fachwissen und entsprechende Software praktisch unmöglich. Haben Sie trotz aller Bemühungen keinen Erfolg beim Email-Versand, so kontaktieren Sie entweder den zuständigen Internet-Anbieter oder kommen Sie zu uns ins Büro. Wir versuchen, Ihr Problem schnell und effizient zu beheben.
Abhängig davon, welchen E-Mail-Anbieter Sie gewählt haben, müssen sie gegebenenfalls ein paar Besonderheiten beachten. So ist es beispielsweise bei GOOGLE - Mail erforderlich, den Zugriff via POP3 / SMTP vor Gebrauch explizit zu aktivieren. Die Prozedur ist etwas verborgen: nach erfolgreicher Anmeldung klicken Sie neben Ihrer E-Mail-Adresse auf das Feld „Einstellungen“, dann auf „Weiterleitung und POP/IMAP“ und aktivieren den Zugriff via POP3 im Abschnitt POP - Download. Diverse andere Mail-Anbieter, wie GMX, schränken zudem den POP3-Zugriff zeitlich ein. So können GMX FreeMail - Kunden nur alle 60 Sekunden neue E-Mails abrufen. Kürzere Abholintervalle enden in Fehlermeldungen.
• • •
Computerberatung: Reparaturen von Hard- und Software Tel.: 038-370.633, E-Mail: toni@bts-tech.net.

• • •
|