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Letzte Aktualisierung: 11.06.2011
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Einkauf mit Genuss und Gewinn

Pattaya ist ein überquellender Basar / Markenware und „Made in Thailand“

Pattayas Fachgeschäfte werben mit Fashion und Lifestyle. Die neuesten Mode-Trends für Frauen, Männer und Kinder warten auf Käufer. Es braucht nicht den jährlich von der staatlichen Tourismusbehörde (TAT) beworbenen „Grand Sale“, um Touristen und Thais in die Geschäfte zu locken. Denn in Pattaya ist zu jeder Jahreszeit Schlussverkauf. Der Einzelhandel lockt mit Preisnachlässen bis zu 80 Prozent, wenn auch nur für auslaufende Mode, und hat sich eine Reihe unterschiedlicher Promotion einfallen lassen: Wer kräftig einkauft, bekommt pro Ware höhere Rabatte oder ein Produkt kostenlos, andere Läden offerieren „Cashback“ oder Gutscheine, weitere locken mit einem „Tourist Discount“.

Der wieder erstarkte Euro erleichtert Urlaubern die Kaufentscheidung. Zumal das breite Angebot überwältigend ist: in den Einkaufszentren Central Pattaya Beach, Royal Garden Plaza und Central Festival Center, im Kaufhaus Mike Shopping Mall, der Outlett Mall an der Sukhumvit Road, in den Nachtmärkten wie an der Thepprasit Road, den Fachgeschäften an den Hauptverkehrsstraßen oder den vielen Arkaden mit „Made-in-Thailand-Waren“. Pattaya ist ein überquellender Basar.

Die Preise für Bekleidung klingen für westlichen Ohren wie Musik: Hochwertige Socken oder Slips im 3er-Pack für 100 bzw. 120 Baht, T-Shirts ab 150 Baht, Shorts für nicht einmal 300 Baht, und Jeans kosten gerade Mal 400 Baht. Selbst Fachgeschäfte weltbekannter Marken bieten Preise weit unter denen in Westeuropa: Sport-Lifestyle von Adidas, Ferrari-Kollektionen von Puma, Schuhe von Diesel, ein Kleid von Esprit, Abendgarderobe von Guess, Koffer von Samsonite, eine schicke Hose von Armani oder ein Maßanzug von einem indischen Schneider.

Als Mitbringsel für Familie oder Freunde bieten sich lokale Produkte an: echte Seide, Lackarbeiten, Silberschmuck, Zinnartikel, Muschelschalen, Schnitzereien, Masken, Geisterhäuschen, Musikinstrumente, ein Portrait in traditioneller Thaibekleidung aus einem Ancient-Foto-Studio oder kopierte Gemälde alter Meister aus einer Kunstgalerie.

Es ist längst nicht alles Fälschung, was an Straßenverkaufsständen angeboten wird. Nur zugreifen: Kunsthandwerkliches liegt neben Schnickschnack, echte Ledergürtel neben Souvenirs, Modeschmuck neben Freizeitmode. Da nur Kaufhäuser, Fachgeschäfte und Verbrauchermärkte mit Festpreisen arbeiten, gehört das Feilschen auf den Gehsteigen und Märkten zum Einkauf. Selbst wenn Ausländern der genannte Preis sehr niedrig erscheint, sollten sie handeln. Feilschen ist Teil des Einkaufsvergnügens!

Nicht zu vergessen eine neue Brille. Gestelle renommierter Hersteller und Gläser sind in Thailand um viele Euro preiswerter als in Europa. Und in den Einkaufszentren gibt‘s Schmuckuhren für gerade mal 199 Baht (keine Plagiate).

Beim Antiquitätenkauf sollte man sich an renommierte Fachgeschäfte halten und nie vergessen: Alte und wirklich wertvolle Stücke sind auch in Thailand selten geworden. Die Ausfuhr bestimmter Antiquitäten (z. B. Buddhafiguren oder -bilder, egal ob Originale oder Kopien) oder Kunstobjekte ist nur mit Genehmigung des Departments of Fine Arts erlaubt. Zu einem Problem kann auch der Kauf von Lederprodukten (z. B. Elefant, Krokodil, Schlangen) und Elfenbein werden. Die Einfuhr nach Deutschland unterliegt dem Washingtoner Artenschutzabkommen.

Weltenbürger outen sich. Mit diesem Polohemd zeigt der Mann, dass er überall zu Hause ist. Ausländer können aus Gold gefertigten Schmuck und Edelsteine frei ausführen. Gold wird in 21, 23 und 24 Karat angeboten, wobei 21 Karatgold eher für Armeleutegold angesehen wird. Europäer, die mit einer 18- oder 14-Karat-Goldkette nach Thailand kommen, werden mitleidig belächelt. Thais kaufen ausschließlich 24 Karat.

Gold hat für die Bevölkerung einen besonderen Stellenwert. Es ist neben Statussymbol und Schmuck eine Währung für den Notfall. Kette, Ring und Armreif können jederzeit in jedem Goldgeschäft zu Geld gemacht werden. Ausgezeichnet wird das Gold in Baht (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Landeswährung). Eine goldene Kette kann zum Beispiel zwischen 0,5 und 5 Baht haben. Ein Baht wird derzeit mit fast 22.000 Baht gehandelt.

Neben dem Gold, dessen Preis nicht verhandelbar ist, bieten Geschäfte modische Accessoires und Schmuck von Swarovski sowie Edelsteine an, von denen viele aus dem Lande stammen. Die Provinzhauptstadt Chantaburi im Osten Thailands gilt immer noch als bedeutendes Edelsteinhandelszentrum in Asien. Dort werden Rubine und Saphire veredelt.

Da Schmuck in Thailand preiswerter ist als in Europa, drängt es Urlauber zu den Juwelieren. Erste Regel für den Einkauf: Keine Geschäfte aufsuchen, die von Taxifahrern oder Busfahrern empfohlen werden. Besser: Den Reiseleiter um Rat fragen und nur in eingeführten Fachgeschäften kaufen. Und nicht vergessen: Nur bei einem Zertifikat über die Echtheit des Steins schalten sich Behörden ein, falls sich der Stein als minderwertig und der Kauf als Schwindel herausstellen sollte.

 

 

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