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Letzte Aktualisierung: 24.09.2011
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Friedliche Revolution und Mauerfall

Zum Tag der deutschen Einheit / Teilung existiert noch in vielen Köpfen

Jubel in Berlin: Am 22. Dezember 1989 wurde auch der Grenzübergang am Brandenburger Tor in Berlin geöffnet. Seitdem können Fußgänger das geschichtsträchtige Tor wieder passieren. Der Tag der deutschen Einheit ist laut Einigungsvertrag vom 31. August 1990 ein gesetzlicher Nationalfeiertag zur Erinnerung an die Wiedervereinigung in Deutschland. Der Einigungsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik trat am 3. Oktober 1990 in Kraft. Darin wurde unter anderem die Staatsauflösung der DDR und deren Beitritt zur Bundesrepublik geregelt. Die Wiedervereinigung wird seitdem am 3. Oktober in ganz Deutschland mit einem Gedenktag gefeiert.

Millionen Menschen erlebten die Wiedervereinigung – ob live oder über Rundfunk und Fernsehen – mit dem Hissen der Nationalflagge der Bundesrepublik, dem Spielen der deutschen Nationalhymne, einem strahlenden Feuerwerk und dadurch, dass der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker die neuen Gesetze vorlas. All dies ereignete sich vor dem Reichstagsgebäude in Berlin.

In der Nacht vom 9. auf 10. November 1989 wurde aus dem einst geteilten Deutschland wieder ein vereintes Land. Die Mauer, die Ost- und West-Berlin getrennt hatte und somit zahlreiche Familien und Freunde teilte, wurde eingerissen. Vielen Menschen stellt sich heute – über 20 Jahre nach diesem geschichtsträchtigen Ereignis – die Frage: Wieso kam auf einmal der Umschwung?

Ausschlaggebend für die Grenzöffnung war eine Kundgebung, bei der die Bürgerinnen und Bürger der damaligen DDR Reisefreiheit gefordert hatten. Führende SED-Politiker in Ostdeutschland erkannten, dass die Menschen nicht mehr im eigenen Land gehalten werden konnten. Ein Gesetz musste verabschiedet werden, um der heimlichen Massenflucht der DDR-Bürger vorzubeugen. Zum damaligen Zeitpunkt konnte zwar niemand ohne Probleme von Ost- nach Westberlin ausreisen, ohne erwischt zu werden, jedoch war es möglich, über das Ausland in die Bundesrepublik auszureisen. Jedem sind hier noch die Bilder von überfüllten deutschen Botschaften in Prag, Warschau und Budapest vor Augen, über die die Menschen damals versuchten, nach Österreich – und somit folglich in die Bundesrepublik zu gelangen.In den DDR-Medien wurde die neue Verordnung am 9. November so interpretiert, als könnten die Bürger ohne Probleme in den Westen ausreisen. Diese Medienpolitik veranlasste zahlreiche Ostdeutsche, zu den nahen Grenzübergängen zu fahren, um endlich die Freiheit zu genießen.

Die friedliche Revolution in den Monaten zuvor und der Mauerfall waren praktisch unveränderlich für die regierenden Politiker von Ost und West. Man möge nicht daran denken, was passiert wäre, hätte die DDR-Regierung weiterhin mit strenger Hand versucht, die Menschen von der Ausreise aufzuhalten.

In den folgenden Monaten lockerten sich die Gesetze im Osten, und von der strengen SED-Politik war langsam nichts mehr zu spüren. Viele Bürger, die aus der DDR in den Westen ausgereist waren, konnten wieder in ihre alte Heimat in den Osten zurück und endlich nach den freien westdeutschen Gesetzen leben. Zwar hatten die Bürger der ehemaligen DDR nun viele Freiheiten, aber auch zahlreiche Pflichten, denen sie folgen sollten.

Der Vereinigungsprozess an sich dauerte Jahrzehnte. Wirtschaftliche, strukturelle und politische Änderungen mussten vorgenommen werden. Schwierigkeiten bei der Angleichung von Ost an West wurden schnell deutlich. Die zurückgebliebene Wirtschaft in der ehemaligen DDR brach schlichtweg vollständig zusammen. Ostdeutschland musste vom Westen wieder aufgerichtet werden.

Die Teilung existiert leider noch heute in vielen Köpfen der Menschen, die gerade in der geteilten Zeit Deutschlands aufgewachsen sind. Was in einigen Monaten per Gesetz vollzogen wurde, bedarf bis heute eindringlicher Arbeit bei jedem Einzelnen, um ein einheitliches Deutschland wahr werden zu lassen.

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