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Wo Buddhismus und Kommunismus sich treffen - 30 Jahre Volksrepublik Laos
Auch drei Jahrzehnte nach der Revolution gibt es nur wenig Hoffnung auf Veränderungen in dem heruntergewirtschafteten Land.
Während die ins Alter gekommenen kommunistischen Revolutionäre ihre 30 Jahre alte Herrschaft feiern und argwöhnisch nach irgendwelchen Dissidenten in den Nachbarländern Ausschau halten, lebt die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in grösster Armut, und im ganzen Land gibt es kein einziges Krankenhaus, das diesen Namen verdienen würde, obwohl inzwischen Milliarden von Dollars an ausländischer Hilfe ins Land geflossen sind. 
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Trend zu den verborgenen Winkeln
Um die Zahl ausländischer Besucher zu erhöhen, setzt das Binnenland Laos vor allem auf den Ausbau der Landrouten - und neue Brücken: So ist bei Mukdahan an der thailändisch-laotischen Grenze eine zweite, mächtige Brücke über den Mekong im Bau, die in der zweiten Jahreshälfte 2006 fertig werden und den Zugang zum Süden des Landes erheblich erleichtern soll. Die erste Verbindung zwischen den beiden Ländern war als „Friendship Bridge“ 1993 zwischen Nong Khai und der laotischen Hauptstadt Vientiane errichtet worden. Im Vergleich zu den Nachbarländern bleibt das Land hinsichtlich der Zuwachsraten von Besuchern allerdings eher bescheiden: Wird für das laufende Jahr mit insgesamt fast einer Million ausländischen Touristen gerechnet, so soll diese Zahl bis 2010 auf lediglich 1,5 Millionen steigen, wobei ein Ausbau als Destination für Öko-Tourismus im Vordergrund stehen soll. Tatsächlich richtet sich die Aufmerksamkeit neuerdings nicht mehr allein auf die Hauptstadt Vientiane und die ehemalige Königsstadt Luang Prabang sowie den dazwischen gelegenen Traveller-Stützpunkt Vang Vieng, sondern auch auf die Provinzen. Vermehrten Zulauf verzeichnet vor allem die landesweit kleinste Provinz Bokeo, die ihre Besucherzahl im Vergleich zu den Vorjahres-Monaten um 27 Prozent steigern konnte: Sie ist mit nur fünf Einwohnern pro Quadratkilometer extrem dünn besiedelt gilt als Bestandteil des legendären „Goldenen Dreiecks“. (vk)
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Mehr Touristen - reizvolles Wachstum
Die Anzahl deutscher Touristen in Laos hat sich im ersten Quartal 2005 um 14 Prozent auf insgesamt 5.836 Besucher gesteigert. Damit liegen die Bundesbürger unter den Europäern nach den Franzosen und Briten an der dritten Stelle. Insgesamt hat sich die Anzahl der ausländischen Besucher in den ersten drei Monaten des Jahres um 23 Prozent auf 221.623 gesteigert, wobei über 50 Prozent der Ankömmlinge über den Landweg eingereist sind. Als Brennpunkt der touristischen Entwicklung gilt nach wie vor die ehemalige Königsstadt Luang Prabang mit ihrem buddhistisch geprägten Alltagsleben und einer wertvollen, historischen Bausubstanz aus Tempeln, Geschäftsbauten und Kolonialvillen. Dort hat nun mit dem „Merry Swiss Hotel“, das am Nam Kham-Fluss liegt und acht Standard-Zimmer zu bieten hat, eine weitere Unterkunft eröffnet. Gegenüber der legendären Villa Santi indes hat das gediegene Restaurant „Tamnaklao Cuisine“ seine Pforten geöffnet: Hier können sich bis zu 60 Gäste verwöhnen lassen - zum Beispiel mit der örtlichen Spezialität „Luang Prabang Casserole“, die aus Rind- oder Schweinefleisch mit Gemüse, Omelette und Klebreis besteht. Neuigkeiten gibt es aber auch aus der abgelegenen Provinz Xieng Khuang, die vor allem als „Ebene der Tonkrüge“ bekannt ist. Jenseits des archäologischen Felds wird nun auch eine erlebnisreiche Trekking-Tour angeboten, die insgesamt 22 Stunden dauert und unter anderem zum Tad Nam Kha-Wasserfall, heißen Quellen, verborgenen Höhlen und mehreren Dörfern von Hochland-Völkern führt. (vk)
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Luang Prabang kann verwöhnen
Obwohl an der historischen Bausubstanz der ehemaligen Königstadt Luang Prabang nicht gravierend verändert werden darf, wird mit viel Geschäftssinn und Kreativität emsig an der Verfeinerung der touristischen Infrastruktur gearbeitet. Zu den neuesten gastronomischen Anlaufpunkten zählt die Brasserie „Le Grillon“ an der Lane-Xang-Road, die ihre Gäste mit französischen und amerikanischen Speisen - wie „Croque Monsieur Sandwiches“, Grillgerichten, Hamburgern und frischen Salaten - verwöhnt. In der Nähe des „Sala Prabang Hotels“ hat am Mekong mit der „Lemon Grass Bar“ ein neues, überaus gemütliches Wein-Bistro eröffnet. Wer sich schon morgens mit einem Champagner-Frühstück verwöhnen lassen möchte, sollte sich im „Maison Souvannaphoum Colours of Angsana“ einquartieren, dessen Neubauten mit gediegenen Suiten sowie einem stilvollen Spa nach mehrfacher Verspätung endlich eröffnet werden konnte. Der neue, luxuriöse Spa-Pavillon des „La Residence Phou Vao“ indes wird erst im Oktober fertig sein. Das im Norden des Landes gelegene Luang Prabang gilt mit seinem buddhistisch geprägten Alltagsleben als kulturhistorisches Herz von Laos und besterhaltenste Stadt Südostasiens. Wegen seiner feudalen Villen und arkadengestützten Geschäftshäuser aus der französischen Kolonialzeit sowie den 30 buddhistischen Tempelanlagen, deren Ursprünge teilweise sogar bis zum 15. Jahrhundert zurückreichen, war es von der UNESCO 1995 zum Weltkulturerbe erklärt worden. (vk)
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Busverbindung von Vientiane nach Hanoi
Nachdem es Kambodscha im vergangenen Jahr erstmalig geschafft hat, strebt jetzt auch Laos eine Überschreitung der magischen Grenze von einer Million ausländischen Touristen an. Für 2004 konnte mit der Einreise von rund 800.000 ausländischen Besuchern im Vergleich zum Vorjahr bereits eine Steigerung von rund 26 Prozent erzielt werden. Zurückgeführt wird dieser Erfolg vor allem auf den Ausbau von Flughäfen und Grenzübergängen sowie Visa-Erleichterungen. Nun sollen die Befugnisse der staatlichen Touristenbehörde mit dem Rang eines Ministeriums versehen werden, um ihr größeren Einfluss zu verschaffen. Zur Zeit gibt es in Laos 132 Hotels, 755 Gästehäuser, 518 Restaurants und 62 Reise-Agenturen in Laos. Neue Zeichen wurden zum Beispiel mit der umfassenden Renovierung des „Lao Plaza“-Hotels in der Hauptstadt Vientiane gesetzt, das einst für lange Zeit die erste Luxusherberge des Landes gewesen ist: Außer 142 komfortablen Zimmern stehen dort nun auch ein neu gestalteter, eleganter Ballsaal für bis zu 300 Gäste und ein 120 Personen fassender Konferenzraum mit Hight-Tech-Ausrüstung zur Verfügung. Zu den neuesten Errungenschaften des Fremdenverkehrs zählt aber auch eine 26 stündige Bus-Verbindung zwischen Vientiane und Vietnams Hauptstadt Hanoi. Sie wird drei Mal pro Woche angeboten und kostet pro Fahrt 22 US-Dollar. Zudem ist zwischen den beiden Ländern sogar der Bau einer Eisenbahnlinie im Gespräch. (vk)
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Neue Tierart in Laos entdeckt
Auf einem Markt in Laos haben Wissenschaftler eine bisher unbekannte Tierart entdeckt. Das von den Einheimischen als «Kha-nyou» bezeichnete Nagetier hat kurze Beine und einen dicht behaarten Schwanz, wie die Wildlife Conservation Society (WCS) erklärte. Das Tier sei auf einem Tisch neben verschiedenem Gemüse zum Verkauf angeboten worden, sagte der WCS-Forscher Robert Timmins. «Ich wusste sofort, das ist etwas, was ich noch nie zuvor gesehen habe», berichtete er. 
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Die rätselhaften Steinkrüge
Phone Savanh (auch Phonsavanh) ist die kleine Verwaltungshauptstadt der Provinz Xieng Khouang, die auch als die südlichste Provinz Nordlaos bezeichnet wird. Mit etwa über 7.000 Einwohnern ist Phone Savan eine sehr kleine und unauffällige Ortschaft, die über einigen Geschäften, Restaurants, Hotels und Gästehäuser sowie über einen kleinen Flugplatz verfügt. Den Ort und die Provinz selber erreicht man am besten und am sichersten per Flugzeug ab der Hauptstadt Vientiane. 
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Xekong will auf die touristische Landkarte
Die Grenzen in Südostasien sind wieder einmal etwas durchlässiger geworden. In der südlaotischen Provinz Xekong (Sekong) ist vor kurzem der Grenzübergang Dot-Ta Vang für den internationalen Tourismus nach bzw. von Vietnam geöffnet worden. Das soll dazu beitragen, den Tourismus in diesem abgelegenen Winkel Südostasiens zu fördern und später als eine wichtige Zwischenstation für den Ost-West-Korridor von Myanmar über Thailand und Laos bis nach Vietnam ausgebaut werden, mit dessen Fertigstellung Anfang 2006 gerechnet wird. Die nur 20.000 Einwohner zählende Provinzhauptstadt Xekong liegt an den Ausläufern des Bolaven-Plateaus und wird vom namensgebenden Xekong - mit 320 Kilometer der sechstlängste Fluss des Landes - begrenzt. Bisher nur ein schmuckloses Verwaltungszentrum, könnte der Ort künftig als Ausgangspunkt für Touren in das dicht bewaldete Hinterland dienen. Wichtiger ist aber die geographische Bedeutung für Touristen, die von/nach Vietnam reisen wollen. Denn von der Grenze ist es nicht mehr weit bis nach Da Nang an der Küste, das nicht nur wunderschöne Strände zu bieten hat, sondern auch mehrere, in der Nähe gelegene Stätten des Weltkulturerbes - wie den mittelalterlichen Hafenort Hoi An, die mystische Cham-Residenz My Son oder die ehemalige Kaiserstadt Hue und natürlich den stets umnebelten, legendären Wolken-Pass. (vk)
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Neue Wildwasser-Wege
Reichlich Romantik, Spaß und Abenteuer versprechen die Reiserouten, mit denen sich das Binnenland Laos über seine zahlreichen Flüsse erkunden lässt. Immerhin bietet sich dafür eine Wasserfläche von insgesamt 6.000 Quadratkilometern an! Derartige Touren können sogar schon in der Hauptstadt Vientiane beginnen, wo zum Sonnenuntergang romantische Schiffsfahrten auf dem Mekong angeboten werden. Im Norden des von buddhistischen Traditionen und noch viel ursprünglicher Natur geprägten Landes bieten sich vor allem regelmäßig verkehrende, komfortable Kabinenkreuzer und im Süden ein romantisches Kreuzfahrtschiff an, um über längere Abschnitte des insgesamt rund 4.200 Kilometer langen Stroms zu den wichtigsten, kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten - wie der ehemaligen Königsstadt Luang Prabang oder den Tempelanlagen von Wat Phou - vorzudringen. Rafting-Touren auf dem Nam Ngum zum Beispiel, zu denen meist von Vang Vieng aus gestartet wird, sind neuerdings teilweise auch durch die Sonderzone von Xaisomboun möglich, die Ausländern als militärisches Sperrgebiet bisher nicht zugänglich gewesen ist. Zu den schönsten Möglichkeiten zählt eine Bootsfahrt über den Nam Hinboun, der durch eine atemberaubende Karstlandschaft mäandert und durch die rund sechs Kilometer lange Tham Kong Lo-Höhle führt. Doch gibt es auch immer mehr sportlich-erlebnisreiche Wildwasser-Touren, die teilweise von internationalen Experten aus Amerika, Japan und Nepal ausgetüftelt werden. (vk)
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Romantische Nächte am Flussufer
Nördlich des wichtigsten, laotischen Touristenziels Luang Prabang lockt eine neue, besonders romantische Unterkunft: nach ihrer offiziellen Eröffnung stehen in der „Kamu Lodge“, die direkt am Mekong-Ufer liegt und sich mit einer dreistündigen Schiffsfahrt aus der ehemaligen Königsstadt erreichen lässt, 20 mit Solar-Energie versorgte Safari-Zelte zur Verfügung! Diese sind jeweils 16 Quadratmeter groß, verfügen über zwei Doppel-Betten, ein aus Stein errichtetes Badezimmer sowie eine kleine Terrasse. Als Gemeinschafts-Räume stehen zwei traditionelle Restaurants und eine Terrassen-Bar zur Verfügung. Zweitägige Pauschaltouren mit Anreise und Übernachtung werden ab Luang Prabang für 70 bis 90 US-Dollar angeboten. Der bisher wichtigste Anlaufpunkt für Flussreisen durch den Norden von Laos ist der kleine Ort Pakbeng, der sich - auf der halben Strecke zwischen Houay Xai (Grenzübergang nach Thailand) und Luang Prabang gelegen - vor allem zur Übernachtung für Reisende aus/nach Thailand anbietet. Dort ist in den letzten Jahren außer der stilvollen, luxuriösen „Luang Say Lodge“ (rund 45 US-Dollar), die direkt am Mekong-Ufer liegt, eine Vielzahl an Unterkünften und Restaurants für Individual-Touristen entstanden. Mit der für Mitte Juli geplanten Eröffnung der „Pakbeng Lodge“ werden 20 weitere Zimmer zur Verfügung stehen. Als eine weitere, romantisch am Ufer des Nam Xong liegende Anlage hat in Vang Vieng das „Xavoh Riverside Bungalows“ - auch Ban Sabai Resort“ genannt - eröffnet. Die zehn Doppel-Zimmer kosten zwischen 24 und 34 US-Dollar. Der 155 Kilometer nördlich der Hauptstadt Vientiane gelegene Traveller-Knotenpunkt liegt als wichtigster, laotischer Traveller-Knotenpunkt auf dem Landweg nach Luang Prabang und ist für seine seine idyllische, landschaftliche Einbettung inmitten bizarrer Fels-Formationen beliebt. (vk)
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Kette aus Kolonial-Villen
Knarrende Holzdielen, filmreife Baldachin-Betten, romantische Verandas und vielleicht sogar ein knisternder Kamin: Das Wohnen in sorgsam restaurierten Kolonialbauten erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das gilt vor allem für die ehemalige, laotische Königsstadt Luang Prabang, die von der UNESCO als „besterhaltenste Stadt Südostasiens“ geschützt wird. Neben schon länger mit historischem Ambiente erfolgreichen Unterkünften - wie der „Villa Santi“ und „Auberge le Calao“, dem „Sayo Guesthouse“ und „Hotel Souvannaphoum“ - das Boutique-Hotel „Sala Prabang“ eröffnet, in dem die Gäste stilvoll zwischen Natursteinwänden und Teakholzmöbeln wohnen können. Der Besitzer hat lange als Architekt in Australien gearbeitet und mit Kollegen die kleine, aber charmante Hotelkette „Auberges Sala Laos“ gegründet. Weitere Kolonialvillen wurden am mittellaotischen Hinboun-Fluss (Sala Hinboun), im südlaotischen Savannaketh (Sala Savanh) und bei Pakse (Sala Done Khong und Sala Done Khone) hergerichtet. (vk)
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Neuer Führer zu unentdeckten Zielen
Erstmals ist in der Reihe der bekannten, orangefarbenen Stefan-Loose-Handbücher, die neuerdings vom Kölner DuMont-Verlag herausgegeben wird, ein eigener Laos-Reiseführer erschienen. Das 22,95 Euro teure Werk bietet auf 400 Seiten sorgfältig recherchierte, aktuelle Informationen, 42 detailliert aufbereitete Landkarten und Stadtpläne sowie zahlreiche, interessante Themen-Exkurse wie über die nachhaltigen Auswirkungen des Vietnamkriegs, ökologische Probleme oder in Laos gedrehte TV-Romane. In den regionalen Teilen haben sich die Autoren - der Berliner Journalist Jan Düker und die in Bangkok lebende Sprachwissenschaftlerin Annette Monreal - neben Fahrradtouren auf Bootsfahrten spezialisiert: zum Beispiel auf dem Nam Ou von seiner Quelle bis zur Mündung in den Mekong bei Luang Prabang oder über den Nam Hinboun im noch unbekannten, reizvollen Zentrallaos, der durch die gerade erst für den Tourismus geöffnete, 6,3 Kilometer lange Tham Kong Lo-Höhle fließt. Im Süden wird unter anderem ein Besuch des verborgenen Tad Katamtok-Wasserfalls empfohlen, der mit 100 Metern einer der höchsten Südostasiens ist. (vk)
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Höhlen-Heiligtum entdeckt
Das noch weitgehend in seiner Ursprünglichkeit bewahrte Laos ist überraschend um eine spektakuläre Sehenswürdigkeit reicher geworden. In der Nähe des 18 Kilometer von der Distriktstadt Thakhek entfernt liegenden Dörfchens Nakhangyang (Süd-Provinz Khammouan) ist eine bislang unbekannte Felsenhöhle mit über 200 historischen Manuskripten und Buddha-Figuren entdeckt worden, die zwischen fünf und 60 Zentimetern groß sind! Seitdem strömen täglich bis zu 5.000 Einheimische herbei, um dem neuen Heiligtum mit Gebeten, Geldscheinen, Blumen, Kerzen, Räucherstäbchen, parfümiertem Wasser zu huldigen, doch mischen sich bereits die ersten ausländischen Touristen unter die bunte Pilgerschar. Auftrieb hat der spirituelle Besucherverkehr in dieser Region bereits vor wenigen Monaten erhalten, als ein rund 20 Kilogramm schwerer Pilz im Dschungel gefunden worden ist. Zu verdanken ist der Höhlenfund dem 50 Jahre alten Reisfeld-Bauern Bounnong: er hatte Fledermaus-Schwärme beobachtet, die die 30 Meter über der Erdoberfläche in einer Felswand liegende Höhle bevölkern. Als er diese erkletterte, um die Tiere zu zählen, mochte er seinen Augen nicht trauen und dachte einige Zeit sogar, dass es sich bei dem sensationellen Fund nur um einen Traum handeln muss. Die lokalen Behörden haben entschieden, die buddhistischen Schätze vorerst an ihrem angestammten Ort zu belassen, um mehr Touristen in ihre 16.000 Quadratmeter große Provinz zu locken. Khmmouan verfügt über drei Naturschutzgebiete mit einem spektakulären Karstgürtel, der sich über 200 Kilometer Länge von der Nationalstraße 8 bis nach Vietnam erstreckt. (vk)
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In Bussen über den Mekong
Die meisten Laos-Besucher reisen aus dem nordostthailändischen Nong Khai ein und müssen dabei die 1994 errichtete „Brücke der Freundschaft“ über den Mekong in einem engen Minibus überqueren. Das soll sich nun zum zehnjährigen Jubiläum durch die Einrichtung einer öffentlichen Verkehrsverbindung ändern! Ab Mitte diesen Jahres sollen - gegen den Widerstand des örtlichen Transport-Gewerbes - jeden Tag klimatisierte, 45sitzige Busse aus Nong Khai und der rund 70 Kilometer entfernten Provinzhauptstadt Udon Thani bis in die laotische Hauptstadt Vientiane und zurück fahren. Dabei wird der Mekong überquert, der hier mit seinen braunen Fluten die Grenze bildet. Für die 24 Kilometer lange, halbstündige Strecke ab Nong Khai werden 30 Baht (ca. 60 Cent) verlangt, die Tickets ab Udon Thani kosten 80 Baht (ohne Grenzkontrollen rund eine Stunde Fahrtzeit). Bisher noch nicht verwirklicht werden konnte der oft zitiere Plan, das thailändische Schienennetz über die Mekong-Brücke mit einem Schienenstrang nach Vientiane zu erweitern. Wenn der neue Pendelverkehr erfolgreich ist, sollen auch Verbindungen aus Khon Kaen und Bangkok eingerichtet werden. Eine weitere Busstrecke ist für den Süden im Gespräch und soll Touristen von Ubon Ratchathani über den Mekong ins laotische Pakse bringen. (vk) |