+++ Myanmar +++ Myanmar +++
Unberührter Süden
Wer in diesen Breitengraden unterwegs ist, wird kaum auf andere westliche Touristen stoßen. Denn eine Reise in den tiefen Süden Myanmars bedeutet das Vordringen in einen der unberührtesten Winkel Südostasiens! Davon zeugt ein sechsseitiger Artikel in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „Reise & Preise“, der noch echten Seltenheitswert besitzt: Einst zum legendären Suvarnabhumi - dem „Goldenen Land“ - gehörend, verbergen sich in dem schmalen, langen Küstenstreifen nicht nur viele unverbaute Strände, unberührte Inseln und verträumte Orte, sondern auch faszinierende Höhlen-Labyrinthe und bedeutende Heiligtümer des zutiefst buddhistischen Landes. Vielerorts erinnern imposante Bauwerke an längst vergangene Zeiten, aber auch ein bis zu sechs Jahrzehnte alter Fuhrpark aus legendären Willy-Jeeps, bunt bemalten Chevrolet-Lastern und hölzernen Bussen, während historische Routen über die Grenze hinüber in das benachbarte Thailand führen. Parallel zu den Reizen wird die inzwischen erheblich verbesserte, touristische Infrastruktur beschrieben - wie sie sich in Form neuer Hotels, Flugverbindungen, Brücken oder Grenzübergängen manifestiert. Zudem zeugen eine sechsseitige Bestandsaufnahme über Sri Lankas Strände nach dem Tsunami, eine vierseitige Thailand-Geschichte über abgelegene Reiseziele sowie etliche, auf viele Seiten verteilte, exotische Reise-Meldungen von einer erfreulichen Asien-Lastigkeit des bekannten, deutschen Reisemagazins. (vk)
• • •
Baden am Ngwe Saung-Strand
Obwohl am Ngapali-Beach - Myanmars beliebtester Destination für Bade-Urlaub - zur bevorstehenden Hochsaison mehrere neue Hotels eröffnen, könnte es hinsichtlich der Zimmer-Kapazitäten knapp werden. Wer diesbezüglich lieber kein Risiko eingehen und verlockendes Neuland betreten will, sollte sich für ein Strand-Resort am bisher weniger bekannten Ngwe Saung-Beach entscheiden. Hat die Anfahrt aus der Hauptstadt Yangon über den Landweg bisher bis zu acht Stunden gedauert, müssen als Reisedauer zum „Silber Strand“ durch den Bau neuer Straßen und Brücken neuerdings nur noch rund vier bis fünf Stunden einkalkuliert werden. Das Flugzeug indes benötigt für die Strecke - der nahe gelegene Ort Bassein wird dreimal wöchentlich von „Air Bagan“ angeflogen - sogar nur eine einzige Stunde. Am romantischsten ist jedoch die Anreise mit dem komfortablen Fluss-Kreuzer „RV Delta Queen“ durch die Mündung des mächtigen Ayeyarwadys, bei der eine Nacht an Bord verbracht wird. Der 15 Kilometer lange Strand lockt auf rund 14 Kilometern mit weißem Puderzucker-Sand, Schatten spendenden Palmen, vorgelagerten Inseln sowie beschaulichen Fischerdörfern und kleinen Märkten im Hinterland. Erst im Jahr 2000 offiziell für die touristische Entwicklung frei gegeben, können sich neugierige Bade-Urlauber bereits in den ersten komfortablen Boutique-Anlagen - wie dem „Aureum Palace Hotel“, „Treasure Beach Resort“, „Palm Beach Resort“ oder dem erst kürzlich eröffneten „Sunny Paradise Resort“ - einquartieren. (vk)
• • •
Faszinierende Höhlen-Labyrinth
Zwar gibt es jede Woche mittlerweile schon 35 Flüge zwischen Thailand und Myanmar, doch ist der für dieses Jahr erwartete Touristen-Boom in dem vom Tsunami weitgehend verschonten Land bisher ausgeblieben. Mit gerade mal 128.680 Besuchern fanden in den ersten sieben Monaten diesen Jahres sogar rund drei Prozent weniger ausländische Touristen den Weg in Buddahs Zauberland als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Trotzdem schreitet die Entwicklung der touristischen Infrastruktur unaufhaltsam voran - sogar auch im Süden des Landes, der bisher noch endlos weit ab vom touristischen Dreieck Yangon, Bagan, Mandalay und Inle-See zu liegt. In einem Neubau-Flügel des „Parami Hotels“ von Hpa-an zum Besipiel finden sich neuerdings rund ein Dutzend Zimmer, die in diesem verborgenen Winkel Myanmar für rund 15 Euro pro Nacht einen ersten Hauch westlichen Standards bieten können. Traumhaft schön am Thanwlin-Fluss gelegen und mit Felsgruppen inmitten von Reisfeldern umrahmt, läßt der verschlafene Ort Erinnerungen an Vang Vieng in Laos aufkommen. In bis zu 40 Kilometern Entfernung locken zahlreiche, faszinierende Höhlen-Labyrinthe mit geheimnisvollen Tropfstein-Formationen, glasklaren Quellen und buddhistischen Heiligtümern zur Erkundung, während der mühsame, fast zwei Stunden dauernde, vorwiegend über steile Treppen führende Aufstieg zu dem über 1.000 Meter hohen Zwe Kapin-Felsen mit einem sagenhaften Blick über die Region belohnt wird. (vk)
• • •
Moderneres Frühwarn-System
Myanmar will seine Küsten innerhalb der nächsten drei Jahre mit einem eine Million US-Dollar teuren Warnsystem besser vor möglichen Natur-Katastrophen schützen. Wie Chef-Meteorologe San Hla Thaw mitgeteilt hat, sollen damit die bisherigen, vier seismologischen Stationen in den Küstenprovinzen mit neuer Digital-Technik ersetzt werden. Auch die drei Mess-Sationen für Meereswellen sollen modernisiert werden. Obwohl Myanmar in unmittelbarer Nähe zu Thailand liegt, das von der Tsunami-Katastrophe am 26. Dezember schwer betroffen wurde, war es mit nur 61 Todesopfern überraschend glimpflich davon gekommen. An den beliebten Urlauber-Stränden von Ngapali waren keine, im langgestrecken Süd-Zipfel des Landes nur acht Menschenleben zu beklagen gewesen. Erklärt wurde das durch den natürlichen Schutz, den die Küstenregion durch ihre besondere, geographische Beschaffenheit zu bieten hat. Da es in den Wochen nach der Katastrophe kaum in die Schlagzeilen geraten war, hat das ehemalige Burma als Reiseland mit steigenden Besucherzahlen eher profitiert - und ist emsig dabei, seine touristische Infrastruktur weiter auszubauen. Unter anderem gibt es zwei neue „Serenity Hotels“ in Bagan (mit 62 Zimmern) und am Nordostufer des Inle-See (zehn Zimmer, 22 Bungalows), während im November zwei neue „Aureum Palace Hotels“ in Ngapali (mit 42 Villen) und Bagan (73 Zimmern fünf verschiedener Kategorien) eröffnet werden sollen. (vk)
• • •
Erstes Resort im Myeik-Archipel
Erst seit wenigen Tagen besteht die einzigartige Möglichkeit, eine Hotel-Nacht in einem der letzten unentdeckten Winkel Südostasiens zu verbringen: Denn mit dem „Myanmar Andaman Resort“ hat im legendären Myeik-Archipel im Süden von Myanmar ein allererstes Hotel eröffnet! Auf der Insel Fork - und im Bereich von drei herrlichen Sandstränden gelegen - bietet die ökologisch angehauchte, mit landestypischen Materialien errichtete Anlage zehn Superior-Hütten mit Ventilatoren, die in der zweiten Ausbauphase um acht Bungalows mit Klima-Anlagen ergänzt werden sollen. An Aktivitäten werden Schnorchel-Ausflüge, Kayak-Fahrten oder Trekking-Touren angeboten. Der Transfer erfolgt von Thailands südlichster Stadt Kawthoung, die mit Inlands-Flügen aus der Hauptstadt Yangon oder über das thailändische Rayong erreicht werden kann. Von dort dauert die Anfahrt mit dem Schnellboot des Hotels rund zwei Stunden. Die bisher einzige Möglichkeit, in dem aus insgesamt 800, zumeist unbewohnten Eilanden bestehenden Archipel zu übernachten, bestand bisher auf sogenannten „Liveaboard“-Booten oder in einem Safari-Camp mit Zelten, das aber nur wenige Wochen pro Jahr betrieben wurde. Die insgesamt 36.000 Quadratmeter große, von den Briten früher „Mergui“ bietet eine reizvolle Meeres-Landschaft mit noch weitgehend intakter Umwelt. (vk)
• • •
Internationales Krankenhaus
Die mangelhafte medizinische Versorgung ist bisher für viele Urlauber ein Grund gewesen, mit gemischten Gefühlen nach Myanmar zu reisen - oder sogar ganz davon abzusehen. Doch nun hat in der Hauptstadt Yangon - mit rund einem Jahr Verspätung - ein erstes Krankenhaus mit internationalem Standard eröffnet. Das privat geführte „Pun Hlaing International Hospital“, in das die „Serge Pun & Associates of Myanmar“ rund 16 Millionen Euro hat, liegt auf einem 22.000 Quadratmeter großen Gelände des Hlaing Golf-Clubs und beschäftigt insgesamt 120 einheimische und ausländische Ärzte. In den ersten fünf Jahren soll die Klinik von Mitarbeitern des „Bumrungrad Hospitals“ in Bangkok gemanagt werden, das zu den erfolgreichsten Krankenhäusern Asiens gehört und auf einen Patienten-Anteil von über einem Drittel verweisen kann. Nicht zuletzt deshalb wirbt die neue Klinik mit der Gewähr medizinischen Know-Hows, einer Versorgung durch englischsprachiges Personal sowie hohem Hyginen-Standard. Die meisten Krankheiten bei Tropen-Reisen lassen sich jedoch von vornherein durch rechtzeitige Impfungen, umsichtiges Verhalten (Hygiene und Mückenschutz in den abgelegenen Problemgebieten) sowie vor allem durch den Konsum von ausreichend Flüssigkeit (drei Liter pro Tag) vermeiden. Myanmar, das im Januar 2006 erstmalig das „Asean Tourism Forum“ (ATF) ausrichten wird, erwartet für dieses Jahr rund 750.000 ausländische Touristen. (vk)
• • •
Neue Brücke nach Süden
Auch wenn die offizielle Einweihung noch etwas auf sich warten lassen dürfte: Die Brücke über die Mündung des Thanwlin-Flusses schließt bereits die größte Lücke im Nord-Süd-Verkehr Myanmars. Als landesweit längste Brücke verbindet die Stelzen-Konstruktion Mawlamyaing, das in der britischen Kolonialzeit Moulmein genannt worden ist, mit der am nördlichen Flussufer gelegenen Schwesterstadt Mottama (Martaban), die vor allem von ihrem Hafen geprägt wird und auch den Hauptbahnhof beherbergt. Obwohl die Südküste Myanmars zu den reizvollsten, unberührtesten Winkeln Asiens zählt und mit zahlreichen, kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten aufwarten kann, wurde sie wegen ihrer kümmerlichen Infrastruktur und lästigen Sperrzonen bisher kaum bereist. Nicht zuletzt durch ihre Kolonial-Architektur und etliche Oldtimer-Bussen präsentiert sich Mawlamyaing als größte Stadt des Südens jedoch noch mit einem einzigartigen, historischen Flair. Zudem gilt es als Tor zu den neuen Badezielen bei Setse und Dawei, die zur Ergänzung der bereits an der Westküste etablierten Strände von Ngapali und Ngwe Saung für Ausländer erschlossen werden sollen. Als weitere Sehenswürdigkeiten locken der mit 180 Metern weltgrößte, liegende Buddha bei Mudon und der Meeres-Tempel Yele Paya als wichtiges Heiligtum, das allerding nur von Männern betreten werden darf, sowie Thanbyuzayat als Endpunkt der legendären „Todes-Eisenbahn“. (vk)
• • •
Neuer Königspalast für Bagan
Das historische Pagoden-Feld von Bagan, das mit über 2.000 religiösen Bauwerken das größte archäologische Feld der Welt bildet und zu den wichtigsten Touristen-Magneten Myanmars zählt, soll um eine neue Sehenswürdigkeit erweitert werden. Die Regierung möchte die Residenz des einstigen Königs und Reichsgründers Anawathra rekonstruieren, der dort im 11. Jahrhundert das erste Großreich auf burmesischem Boden errichtet hatte! Der Standort des neuen „Arimaddanapura Palastes“ soll möglichst authentisch durch die Untersuchung von Historikern ermittelt werden. Bereits in rund einem Jahr indes soll der 13stöckige, rund 50 Meter hohe „Namyint Tower“ eröffnet werden, dessen Planung wegen seiner imposanten Optik auf erhebliche Bedenken von internationalen Kulturschützern der UNESCO gestoßen war. Dabei handelt es sich um einen in neoklassizistischer Architektur errichteten Aussichtsturm, der auch zur Unterbringung von Seminarräumen, Büros, Souvenir-Shops und Restaurants gedacht ist. Gleichzeitig sollen die meisten der 80 Hotels und Gästehäuser renoviert werden, die in der Region von Bagan insgesamt 2.000 Gäste-Zimmer zur Verfügung stellen. Für dieses Jahr erwartet Buddhas Zauberland - nicht zuletzt, weil seine Küstenregionen von der Natur-Katastrophe der Tsunami-Flutwellen weitgehend verschont geblieben ist - einen Besucher-Boom von rund 750.000 ausländischen Besuchern. (vk)
• • •
Mehr Besucher durch Tsunami
Das bisher erst von vergleichsweise wenigen Ausländern besuchte Myanmar könnte sich nun eines unerwarteten Besucher-Booms erfreuen: Denn im Vergleich zu den Nachbarländern Thailand und Sri Lanka ist Buddhas Zauberland bei der Natur-Katastrophe mit „nur“ rund 80 Todesopfern - darunter keinerlei Touristen - erstaunlich glimpflich davon gekommen! Wohl nicht zuletzt aufgrund der vorgelagerten Korallenriffe sind auch die neuen Urlauber-Resorts an den erst seit kurzem für Ausländer erschlossenen Badestränden Ngapali, Chaungtha und Ngwe Saung verschont geblieben. Touristen berichteten lediglich von ungewöhnlich hohen Wellen, die jedoch keine Bedrohung darstellten. Auch die im Landesinneren gelegenen, kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten von Yagon, Mandalay oder Bagan und der Inle-See können ohne jede Einschränkung bereist werden. Die meisten Opfer sind in der Küstenregion des bisher kaum von Touristen besuchten Ayeyarwady-Deltas zu beklagen. Nach den Tsunami-Flutwellen war dem Militär-Regime unterstellt worden, die wahren Ausmaße der Katastrophe zu verheimlichen. Doch unabhänige Recherchen des Internationalen Roten Kreuzes führten zu einer Bestätigung der amtlichen Verlautbarungen. Nähere Informationen zu den Reisezielen Myanmars lassen sich im Internet unter: www.myanmar-tourism.com finden. (vk)
• • •
Komfortables Stadthotel in Mandalay

Schon die legendären Schriftsteller Rudyard Kipling, Somerset Maugham und George Orwell waren einst dem Charme dieser Stadt erlegen. Heute bildet Mandalay mit der Hauptstadt Yangon und dem Pagodenfeld von Bagan das touristische Dreieck Myanmars, das von fast allen Besuchern des Landes bereist wird. Doch hier - in der zweitgrößten Stadt des Landes, die mit ihrem Flair der untergegangenen Monarchie, imposanten Tempelanlagen und der religiösen Handwerkskunst als spirituelles Herz Myanmars gilt - halten sie sich durchschnittlich am längsten auf! Dafür wurde jetzt mit dem „Mandalay City Hotel“ eine weitere, komfortable Unterkunfts-Möglichkeit geschaffen. Mitten im Zentrum an der 26. Straße - zwischen der Einmündung 82. und 83. Straße - gelegen, hat es seinen Gästen 50 gut ausgestattete Superior- und 14 Deluxe-Zimmer zu bieten sowie ein Business-Center, Internet-Service, Miet-Fahrräder und einen Arzt auf Abruf. Mindestens genauso viel Zeit wie zur Erkundung von Mandalay sollte allerdings auch für Ausflüge in die Umgebung einkalkuliert werden, wo jede Menge Sehenswürdigkeiten locken: pittoreske Hinterlassenschaften längst versunkener Königreiche, mit Pagoden und Klostern übersäte Hügeln, kleine Weltwunder und Kuriositäten, faszinierende Landschaften oder auch bunte Märkte mit einem ursprünglichen, bäuerlichen Alltagsleben. (vk)
• • •
Viele neue Flug-Verbindungen
Die burmesische Hauptstadt Yangon wird von „Bangkok Airways“ neuerdings täglich aus Bangkok angesteuert und von „Myanmar Airways International“ (MAI) mit einer MD 82 zwei Mal pro Woche an Hongkong angebunden. Durch eine Code-Sharing-Vereinbarung mit „PB-Air“ wird „Thai Airways International“ (THAI) die thailändische Hauptstadt mittwochs und sonnabends an Bagan anbinden, das seinen Besuchern mit rund 2.000 Tempel-Ruinen das größte, archäologische Feld der Welt bieten kann. Von dort wird die private Fluggesellschaft “Air Mandalay” in der kommenden Hochsaison aufgrund ihres modifizierten Inland-Flugplans nach Heho fliegen, das am idyllischen Inle-See mit den legendären Beinruderern gelegen ist, aber auch zum Küstenort Thandwe (Sandoway), der das Tor zur neuen Bade-Destination Ngapali-Beach ist, so dass sich kulturhistorische Erkundungstouren auf einfache Weise mit erholsamen Badetagen an Myanmars Küste abrunden lassen. Für das vergangene Jahr kann das Land der Pagoden auf einen relativ starken Besucheranstieg verweisen, der jedoch überwiegend auf mehr Tagesbesucher aus den Nachbarländern Thailand und China zurückzuführen ist. Nur etwa ein Drittel der insgesamt gezählten 600.000 ausländischen Touristen stammten aus dem Westen, wobei die Deutschen noch vor den Amerikanern, Franzosen, Briten und Italienern die Spitzenposition belegten. (vk)
• • •
Buddhas Zauberland als Trend-Ziel
Die touristische Infrastruktur Myanmars, das derzeit als Trend-Ziel gehandelt wird und sich einer erheblich gesteigerten Nachfrage erfreuen kann, verbessert sich durch die Eröffnung und Erweiterung zahlreicher Hotels. Das zeigt sich vor allem auch in eher abgelegenen Landesteilen - wie im norburmesischen Putao, das auf rund 400 Metern Höhe liegt und erste Ausblicke auf die schneebedeckten Berge des Himalayas zu bieten hat: dort lassen die Gründer von „Balloons over Bagan“ mit dem Öko-Resort ’The Lodge“ bis zum Oktober 2005 zwölf Bungalows im afrikanischen Safari-Stil entstehen. Als Aktivitäten sollen unter anderem Begegnungen mit den dort lebenden Lisu- und Kachin-Stämmen, nächtliche Floßfahrten auf dem Ayeyarwady oder Tages-Expeditionen mit Kajaks und Mountain-Bikes angeboten werden. Durch Neubauten seine Gäste-Kapazitäten erweitern möchte das bisher nur über acht Luxus-Zimmer verfügende „Golden Sunrise Hotel“. Es liegt in der Nähe des Golden Felsens von Kjaiktiyo, der - rund 130 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Yangon gelegen - zu den drei wichtigsten Heiligtümern des tiefgläubigen, buddhistischen Landes zählt. Um acht Junior-Suiten, von denen sich ein phantastischer Ausblick auf den Ayeyarwady und die Ruinenlandschaft der Pagoden eröffnen soll, vergrößert sich das „Bagan Hotel“, dessen Personal darüber hinaus zweimonatige Intensivkurse in Deutsch und Englisch absolviert hat. Das bekannte „Lake View Resort“ am Inle-See indes will seine Gäste künftig mit Aroma-, Kopf- und Fuß-Reflex-Massagen in einem eigens dafür angelegten, exotischen Blumengarten verwöhnen, während mit dem „Paramount Inle Resort“ insgesamt 28 weitere Hotelzimmer westlichen Standard verfügbar werden sollen. (vk)
• • •
Golfen im Goldenen Dreieck
Es hat sich noch längst nicht herumgesprochen, aber Myanmar ist nicht nur das Land der Tempel und Pagoden, sondern auch ein Golfer-Paradies. Da die Militär-Machthaber und die Oberschicht - nicht zuletzt durch den Einfluss der britischen Kolonialmacht - eine Vorliebe für das Rasenball-Spiel entwickelt haben, ist in fast jedem größeren Ort ein Golfplatz zu finden! Diese sind überaus preiswert und dürfen auch von Ausländern bespielt werden - insofern sie ordentlich gekleidet sind. Dafür besonders beliebt ist der im Bergort Pyin U Lwin liegende „Maymyo Colf Club“ (10 US-Dollar inkl. Ausrüstungs-Verleih) oder der mitten im Pagodenfeld von Bagan liegende Golfplatz, der vom Flair der umliegenden, insgesamt 2.230 Ruinen aus dem 11. bis 13. Jahrhundert geprägt wird. Nun haben sich auch im Goldenen Dreieck verlockende Möglichkeiten eröffnet, dem weißen Sport zu frönen: nur zehn Minuten Fahrtzeit von der thailändischen Grenze bietet sich der charaktervoll angelegte „Regina“-Golfplatz bei Tachilek an, der sich gleichermaßen zum Bespielen von Anfängern und Profis eignet. Besonders gut erreichbar ist er von dem neu eröffneten „Anantara Resort“, das auf der thailändischen Seite mit ungeahntem Komfort und einem wunderbaren Blick auf das Dreiländer-Eck aufwarten kann. Es wurde von dem Star-Architekten Bill Bensley auf einem Berg errichtet, verfügt über 90 Luxus-Zimmer, ein eigenes Elefanten-Camp, Kochschule und Wellness-Oase. In der unmittelbaren Umgebung bieten sich zwei weitere Golfplätze an: der von Robert Trent Jones Jr. entworfenen 18-Loch-Platz „Santiburi“, der zu Thailands besten Spielstätten gezählt wird und die Anlage „Waterford“, die beim Spielen spektakuläre Ausblicke auf die Bergwelt von Chiang Rai ermöglicht. (vk)
• • •
Weltkulturerbe als Netzwerk
Die Anbindung Myanmars über den Luftweg an das Nachbarland Thailand hat sich entscheidend verbessert. Als dritte thailändische Fluggesellschaft verkehrt die erfolgreiche, private Fluggesellschaft „Bangkok Airways“ neuerdings jeden Tag mit einer 125-sitzigen Boeing 717 zwischen Bangkok und der burmesischen Hauptstadt Yangon. Die Tickets für den rund einstündigen Flug werden zum Einführungspreis von 5.000 Baht (rund 100 Euro) verkauft und sollen später 8.080 Baht kosten. Damit ist „Asia`s Boutique Airline“ der erste Schritt in das straff von einer Militär-Junta regierte Myanmar gelungen. Alsbald sollen auch die ehemalige Königsstadt Mandalay sowie das Pagoden-Feld von Bagan angeflogen werden, um diese beiden Destinationen mit den Ruinen Thailands einstiger Hauptstadt Sukhothai, der ehemaligen, laotischen Königsresidenz Luang Prabang, der alten Kaiserstadt Hue in Vietnam und Kambodschas Wahrzeichen Angkor Wat zum „Mekong World Heritage Network“ zu verbinden. 2003 waren fast 190.000 Besucher mit 2.831 Flügen über den Luftweg nach Myanmar eingereist - davon rund 120.000 über Bangkok und 24.000 aus Singapur. (vk)
• • •
Über Land nach Myanmar
Was früher unmöglich oder mit viel lästiger Bürokratie verbunden war, erscheint neuerdings fast schon als Selbstverständlichkeit: nach der Abschaffung des Zwangsumtauschs von 200 US-Dollar und der Einführung eines 30 US-Dollar teuren Online-Visums www.visa.gov.mm ist es neuerdings möglich, auch für 25 US-Dollar mit einem „Visa on Arrival“ über die Flughäfen von Yangon und Mandalay einzureisen. Zudem wurde die Einreise über den Landweg aus Thailand erheblich vereinfacht: wer vom nordthailändischen Mai Sai über Tachilek nach Myanmar einreisen will, kann sich vor Ort für 500 Baht bzw. 15 US-Dollar eine zweiwöchige Aufenthalts-Genehmigung für die Grenzregion einstempeln lassen oder für 30 US-Dollar ein vier Wochen geltendes Visum, mit dem man auch in andere Teile des Landes weiterreisen kann, um es an einem beliebigen Grenzpunkt wieder zu verlassen! Von Tachilek bieten sich als neue, reizvolle Reiseziele vor allem die geschäftige Handelsstadt Kengtung (rund 170 Kilometer) oder Mong La in der Grenzregion zu China an. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Besucher, die auf dem Landweg einreisten, in 2003 auf 600.000 Besucher verdoppelt. (vk)
• • •
Kreuzfahrt-Terminal für Yangon
Nachdem sich die Anbindung Myanmars über den Land- und den Luftweg verbessert hat, wird das Land der Pagoden auch bald auf dem Wasserweg leichter erreichbar werden: Noch in diesem Jahr will eine südkoreanische Firma damit beginnen, am Nanthida-Hafen - nahe der Hauptstadt Yangon - ein Terminal für Kreuzfahrtschiffe zu errichten. Wenn das rund 20 Millionen teure Projekt 2006 realisiert ist, können dort bis zu 300 Meter lange Traumschiffe abgefertigt werden. Zu der geplanten Anlage gehören ein Hotel mit 80 Suiten, einem Ballsaal, Wellness-Anlagen, Restaurants und einem Duty-Free-Shop. Die Investoren wollen unter anderem einen Luxusliner leasen, der mit 300 Passagieren zwischen Yangon und der malaysischen Insel Penang verkehren soll. Das Bereisen des Landesinneren auf dem Wasserweg indes kann bereits auf eine jahrzehntelange Tradition zurückblicken und eröffnet ständig neue Möglichkeiten: So wird inzwischen auch ein neuer Schnellboot-Service von Sittwe nach Mrauk U angeboten, das einst Zentrum eines der mächtigsten Königreiche Myanmars gewesen ist. Benötigten konventionelle Flussfähren bisher rund acht Stunden, so lässt sich die Strecke mit dem neuen, nur sieben Passagiere fassenden, aus Japan stammenden Boot jetzt in nur noch zweieinhalb Stunden zurücklegen. (vk)
• • •
Online-Visa für 30 US-Dollar
Nach der Abschaffung des Zwangsumtausches von 200 US-Dollar hat sich die Militär-Junta von Myanmar etwas Neues einfallen lassen, um den Tourismus zu fördern: Unter der Internet-Adresse www.visa.gov.mm kann für die Einreise über die internationalen Flughäfen von Yangon oder Mandalay ein Online-Visum beantragt werden. Dabei muss zu den konventionellen Visa-Gebühren von 20 US-Dollar ein Aufschlag von 10 US-Dollar bezahlt werden. Unterdessen setzt sich vor Ort allmählich der Euro - bis vor kurzem noch relativ unbekannt, nur ungern und unterbewertet umzutauschen - als beliebteste Devisen-Währung durch! Insgesamt waren im 2003 mit 205.610 Ausländern 5,34 Prozent weniger Besucher ins Land gekommen als im Vorjahr, was aber angesichts des Irak-Krieges, der Lungenseuche SARS und der erneuten Verhaftung von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi als durchaus gutes Ergebnis zu werten ist. Dabei stellten die Deutschen mit 13.341 Besuchern die größte Gruppe westlicher Touristen dar, während die Österreicher ihren Anteil sogar um fast 32 Prozent auf 4.756 Besucher steigerten. (vk)
• • •
Faszinierender Riesen-Buddha
Das Land der Tempel und Pagoden kann neuerdings mit einer weiteren Touristenattraktion der Superlative aufwarten: Bei Mudon - nur wenige Kilometer von der historischen Hafenstadt Mawlamyaing (Moulmein) im Süden Myanmars - ist der mit einer Länge von 180 Metern und einer Höhe von acht Stockwerken größte liegende Buddha der Welt entstanden! Begonnen worden war mit dem Bau des „Zinathukha Yan Aung Chanta“ bereits im Dezember 1991. In 182 Räumen werden Statuen, Reliefs und Gemälde die Entwicklung und Bedeutung des Buddhismus veranschaulichen, während Medikationskammern zur Entspannung einladen. Obwohl sich die gewaltige Skulptur, die eine Robe aus rostbraunen Keramikfliesen erhalten wird, außen noch mit einem dichten Netz Stahlstreben präsentiert, lädt innen schon Vieles zur Erkundung ein. Endgültig beendet werden sollen die Arbeiten im Jahr 2008. Spätestens dann wird dieser liegende Buddha mit der Shwedagon-Pagode in Yangon, dem Goldenen Felsen von Kyaiktiyo und der Mahamuni-Statue in Mandalay zu den wichtigsten buddhistischen Heiligtümern des Landes zählen. (vk)
• • •
Im Flieger nach Monywa
Das 136 Kilometer und drei Auto-Stunden nordwestlich von Myanmars zweitgrößter Stadt Mandalay gelegene Monywa ist neuerdings auch mit dem Flugzeug erreichbar. Vorerst von „Air Mandalay“ nur aus Mandalay angeflogen, soll die 300.000 Einwohner zählende Stadt später fest in die Route Yangon-Mandalay-Monywa-Bagan-Yangon eingebunden werden. Erweitert haben sich auch die bisher begrenzten Unterkunfts-Möglichkeiten: mit dem „Win Unity“ wurde ein erstes Luxushotel eröffnet! Stehen in der an einem See gelegenen Bungalow-Anlage vorerst nur - ausgestattet mit TV, Mini-Bar und IDD-Telefon - 16 Zimmer zur Verfügung, sollen es später bis zu 70 werden. Der Besuch der am Chindwin gelegenen Stadt lohnt sich vor allem wegen der einzigartigen, bunten Thanboddhay-Pagode, die zwischen 1939 und 1951 errichtet und mit fast 600.000 Buddha-Statuen ausgeschmückt worden ist. Als Tagesauflug lassen sich aber auch die Höhlen von Hpo Win Daung besuchen, in denen sich eine Vielzahl von Buddha-Darstellungen aus Sandstein und Wandmalereien befinden, die teilweise noch aus dem 14. Jahrhundert stammen. (vk)
|