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Thai Journal · Tipps und Informationen für Thailand Reisende
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Über Horst Herrmann

Ko Phangan

Auf der Insel Ko Phangan findet man einsame Strände, aber auch eine quirlige Raver-Szene

Ein typisch thailändisches Ferienhaus aus Holz auf einer untouristischen Insel sollte es sein. Reisebüros konnten diesem Wunsch nur bedingt entsprechen, aber unser Computer zu Hause präsentierte das Gewünschte per Mausklick. Über die Keywords "Ferienhaus, Ko Samui, Thailand" auf der Internetsuchmaschine Google wurden die Angebote der einzelnen Ferienhausvermieter auf Ko Samui und auch Ko Phangan ausgegeben.

Unter http://www.Ko-phangan.de/ wurden wir fündig: Ein für Thailand typisches, etwa 80 Quadratmeter großes Holzhaus auf Stelzen mit Küche, Sanitäranlage und zwei Schlafzimmern sowie großem Wohnzimmer mit Terrasse mitten in einer Bananen-Ananas-Plantage (Preis etwa 150 Euro pro Woche).

Die Reise führt über Bangkok mit dem Flugzeug nach Ko Samui und dann weiter mit der Fähre nach Ko Phangan. Das einfache Leben in einem thailändischen Holzhaus inmitten der Natur ist phantastisch, denn die Raumbelüftung ist so konzipiert, dass trotz der tropischen Temperaturen eine Klimaanlage nicht nötig ist.

Der Fußboden des Hauses wird teilweise lattenrostartig und nach unten offen angelegt. So können sich Echsen, Geckos und Spinnen im Haus frei bewegen und das teilweise lästige Ungeziefer vertilgen. Auch das Entsorgen des Mülls geschieht - bis auf die Plastikabfälle - unkompliziert. Der organische Abfall wird einfach im nahen Wald deponiert und stellt für Warane, Hunde, Käfer und Vögel eine Erweiterung des Speiseplans dar.

Die Anmietung eines Allradfahrzeugs oder Mopeds ist für die Erkundung der 25 mal 15 Kilometer großen Insel von Vorteil. Man kann sich auch mit Sammeltaxis preiswert über die Insel chauffieren lassen. Die Qualität der Straßen reicht von Asphalt- und Staubvarianten bis zu monsungeschädigten Urwaldpisten - mit bis zu 30 Prozent Steigung.

Das Ziel aller Straßen sind die Sehenswürdigkeiten der Insel: buddhistische Klosteranlagen, chinesische Tempel, Wasserfälle und die einsamen Strände. Der schönste Strand der Insel ist Hat Yao, übersetzt heißt das "Langer Strand". Er befindet sich an einem vorgelagerten Korallenriff, wo man auch tauchen kann. Dort gibt es, wie an allen anderen Stränden kleine Strandbungalows von unterschiedlicher Größe und Komfort. Manche Strände wie zum Beispiel "Bottle Beach" sind nur mit dem Wassertaxi zu erreichen.

Auch hier befinden sich einfache Unterkünfte. Der große "Hat Rin Beach" ist der Ravergemeinde vorbehalten. Dort finden die mittlerweile bekannten Vollmondpartys statt, wo Gleichgesinnte zu lauter Technomusik drogengeschwängerte Partys feiern. Bestrebungen, dieses Publikum auch an anderen Stränden mit Neumond- und Halbmondpartys anzuziehen, sind im Gange. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob Individualtouristen mit Naturanspruch die Insel weiter bereisen können, oder die Raver die Oberhand über Ko Phangan gewinnen.

(Christiane Buchner-Jockel)

 
 
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