Finger weg von Drogen
Zu den Bemühungen der thailändischen Regierung, das Drogenproblem zu lösen, gehören Gegenmaßnahmen wie schwere Bestrafung aller Personen, die gegen das thailändische Drogengesetz verstoßen. Die Strafe richtet sich nach der Art der Drogen, der Menge sowie dem Grad der Gesetzesverletzung.
Allein der sorglose Konsum vermeintlich harmloser Drogen wie sogenannte Thai-Sticks und Magic Mushrooms besonders an den Touristenstränden ruft neuerdings immer häufiger Spitzel und kontrollierende Polizisten auf den Plan. Alleine der Konsum von Marihuana kann mit einem Jahr Gefängnis bestraft werden. Unbarmherzig werden auch Verstöße schwerwiegender Art geahndet.
Beispiele: Für den Besitz von mehr als 100 Gramm Opium können Gefängnisstrafen von fünf Jahren bis zu lebenslänglich verhängt werden. Wer Heroin besitzt oder vertreibt, kann schon ab 100 Gramm mit einer lebenslanger Freiheitsstrafe rechnen. Auf den Schmuggel von Heroin steht die Todesstrafe.
Ausdrücklich gewarnt werden muß auch vor Unbekannten oder zufälligen Urlaubsfreunden, die einen kurz vor der Abreise aus Thailand darum bitten, Briefe oder Päckchen in die Heimat mitzunehmen und sie dort bald nach der Ankunft in einem Postamt aufzugeben. Begründet wird diese Bitte damit, daß der Transport so erheblich billiger, schneller und sicherer sei, denn der thailändischen Post kann man ja sowiso nicht trauen. Aber aufgepasst: Solch eine Gefälligkeit hat schon so manch einem hilfsbereiten, gutgläubigen Zeitgenossen ungewollt zu einem verlängertem Thailandaufenthalt hinter Gitter verholfen. Da jeder erwischte Drogenkurier nichts von der mitgeführten heissen Ware gewußt haben will, wird die thailändische Polizei kaum damit Zeit vergeuden, sich eine abgedroschene Geschichte von Ihnen -ob nun wahr oder unwahr- zum X ten Mal anzuhören. |