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Thai Journal · Tipps und Informationen für Thailand Reisende
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Inhaltsverzeichnis
Über Horst Herrmann

Pattaya Anfang der 80.er!

Paul, ein 35 jähriger aus Gelsenkirchen war 1983 zum ersten Mal in Pattaya. Es kam wie es kommen mußte. Schon am 3. Tag hatte er die große Liebe gefunden. Sie hieß Däng und arbeitete gerade erst einmal 2 Wochen überhaupt an einer Bar. Paul war für sie der 3. Farang. Da beide fast kein Englisch sprachen, verstanden sie sich doch erstaunlich gut. Däng las Paul buchstäblich jeden Wunsch von den Lippen ab. Tagsüber wurde immer was unternommen. Auf einer Bootstour wurde Paul buchstäblich alle 30 Minuten neu eingecremt, massiert und immer fürsorglich von Däng bedient. Jeden Abend gingen sie immer zu der Bar, wo Dängt arbeitete.

Eines Tages, die letzte 4. Woche war gerade für den verliebten Paul angefangen, schlenderten sie verliebt und händchenhaltend durch South Pattaya. Er spielte mit dem Gedanken, seine Däng irgendwie nach Germany mitzunehmen. Beide gingen gerade beim Mike Jewelery vorbei, als sie einen offenen Pritschenwagen in der Soi 15 sahen, auf denen sich einige junge Thai-Damen befanden. Drum herum standen eine Mehrzahl männlicher Personen, die wohl alle zur Polizei gehörten. Ein Mann mit einem Pullover kam auch direkt auf Däng und Paul zu, und gab Däng auf Thai zu verstehen, daß Sie auch auf dem Wagen Platz nehmen sollte. Däng wurde am Handgelenk festgehalten, und auf dem Wagen geholfen. Paul war sichtlich verdutzt. Da kam ein Herr mit einem sehr bunten Seidenhemd, auch ein Deutscher, auf Ihn zu, und sagte Ihm, das dieses eine Polizei Razzia sei, die gegen die Prostitution vorgehen. Seine Frau, mit der er in Germany verheiratet ist, und gerade hier Urlaub machen, sitzt auch mit auf den Wagen. Alle Proteste haben von Ihm bisher nichts genützt. Er solle doch zu der Polizeistation, die damals hinter Naklua lag, hinkommen. Die Thai-Damen saßen, meist mit dem Kopf nach unten, als der Wagen sich in Bewegung setzte. Paul und Däng schauten sich noch flüchtig an. Däng hatte Tränen in den Augen. Wutentbrannt lief Paul mit dem Herrn zurück zu der Bar, und erzählten aufgeregt der Mamasan, was soeben passiert sei. Mittlerweile war es schon nach 23.00UHR. Alle anderen Mädchen dieser Bar redeten auf Mamasan ein, was im Detail aber nicht verstanden wurde. Jetzt wurde Paul erklärt, daß das die Masche der Polizei ist, Geld zu machen. Entweder sie bleiben bis zu 3 Wochen in dem Gefängnis, oder werden vorher für viel Geld freigekauft. Man entschloß sich, gemeinsam zu dieser Polizeistation zu fahren. Man stieg gemeinsam mit noch einem Gast, der allerdings schon etwas getrunken hatte, aber sich voll für die Sache einsetzen wollte in ein Taxi, und fuhr zu der Polizeistation, die für Pattaya zuständig war. Dort belehrte man die Mamasan,daß alle Mädchen weiter nach Cholburi zur Personalienfeststellung weiterbefördert wurden.

Sie fuhren weiter, als sie weit nach Mitternacht diese Polizeistation fanden. Man stieg die Holztreppe herauf. Ein Polizist saß hinter einem Schreibtisch, den die Mamasan ansprach. Noch eine Treppe höher sah man einen vergitterten Käfig, hinter denen sich alle Mädchen, die auch auf dem Wagen saßen, befanden. Lauthals brüllte nun der Gast, den wir von der Bar mitgenommen hatten, den Polizei Menschen in einem guten Englisch an; was denen überhaupt einfällt. Er ist Deutscher Staatsbürger, und werde ein Faß aufmachen, wenn man nicht unverzüglich die Mädchen, besonders Däng freilassen würde. Damit erreichte er nun gerade das Gegenteil. Sie schalteten auf Stur. Ein Polizist erwiderte Ihm auch in einem sehr guten Englisch, daß er sich besser geschlossen halten solle, wenn er nicht auch festgehalten werden wollte. Auch der Herr, der mit seiner Lady verheiratet war, wurde unter allen Protesten zur Zurückhaltung bewogen. Erst am anderen Morgen, wenn der Polizeioberst kommt, wird weiter entschieden, was passiert. Auch alle weiteren Versuche Däng mitzunehmen blieben Zwecklos. Auch als Paul den Beamten 10000Baht anbot, wurde für diese Nacht alles abgeblockt. Nach weiteren erfolglosen Protesten fuhr man zu der Bar zurück, wo man noch bis zum Morgengrauen diskutierte und reichlich Maekong trank. Die Stimmung war ja nicht berauschend. Paul ist dann auch in sein Hotel gefahren und versuchte einzuschlafen. Am Abend fuhr Paul abends wieder zur Wiking-Bar, wo Ihm Mamasan erklärte, daß Sie gerade wieder auf der Polizeistation war, um Däng abzuholen. Der Polizei Oberst hat nur die verheiratete Dame gegen einen größeren Betrag freigelassen. Sie sollte in zwei Tagen wiederkommen, und 30000Baht mitbringen. Bis dahin wären dann alle Personen registriert.

Für Paul brach eine Welt zusammen. Wie konnte er das auch verstehen? Beide haben ja nichts gemacht. Jedenfalls gab Paul am nächsten Tag der Mamasan 20000Euro. Sie sollte alles versuchen, seine Däng freizukaufen. Am übernachten Tag bekam Paul in seinem Hotel einen Telefonanruf . Es war Däng. Sie durfte die Polizeistation für 25000Baht verlassen, und sei in einer Stunde an der Bar.

Sofort zog sich Paul an, und fuhr an die Bar. Wenig später kam die Mamasan und Däng um die Ecke, die sofort auf Paul zulief, und Ihn fest in die Arme nahm. Beide hatten Freudentränen in den Augen. Für die restlichen 2 Urlaubstage brauchte Paul an Mamasan keine Auslöse bezahlen.

 
 
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