Fremd - gehen!!!
.soll man das? Was man hat, dass hat man. Was man bekommt, weiß man nicht!
Aber wir sind ja alle irgendwie etwas Abenteuerlustig.
Ich hatte mit erlaubt, mit meiner Frau wieder etwas auszuschweifen und eben mal statt in das übliche Thailand, diesmal Sri Lanka aufs Korn zu nehmen.
Man will ja naturgemäß Land und Leute kennen lernen.
Zu einem war ich angenehm überrascht, zum andern leider etwas enttäuscht.
Zum Erholen hat man viel Zeit, und Action muss man echt suchen. AlKool außerhalb der Hotels gibt es nicht überall und dann sozusagen nur hinter vorgehaltener Hand. Ein Kontakt mit einheimischen Frauen wie wir es in den Discos von Europäischer Art kennen, gibt es normal nicht.
Keinesfalls darf man nun alles mit Äpfel und Birnen vergleichen. Jedes Obst hat auch seinen eigenen Geschmack.
Sri Lanka hat eine prächtige Flora und Fauna. Daran gibt es nichts zu rütteln. Auch sind die Strände mit den Sonnenuntergängen traumhaft schön. Was gibt es schöneres, als in den Wellen vor einer paradiesischen Palmenkulisse vor sich hinzuträumen? In diesem Punkt ist Sri Lanka in Asien unübetroffen.
Die Menschen sind nett, lieb und hilfsbereit. In kaum einem anderen Land hatte ich so viel Gastfreundschaft erlebt, wie eben auf Sri Lanka. Wenn man erst einmal Fuß gefasst hat, und in den einheimischen Kreisen verkehrt ist man erstaunt, mit welcher Hingabe man mit Essen, Einladungen Empfehlungen usw. überschüttet wird. Die Gastfamilien, die nicht unbedingt reich sind, überschlagen sich regelrecht, dem Urlauber jeden Wunsch von den Augen abzulesen.
Frauen wirken in zweiter Front eine Nebenrolle. Sie sind als Personal in den Hotels, Behörden Kaufhäusern usw. in der Minderzahl. Die Tee Bars, Arag Shops oder sonstige Treffpunkte Einheimischer (auch Friseur) bleiben religionsbedingt unter Männer.
Natürlich haben wir auch Ausflüge unternommen. Eine Bootsfahrt durch die Dschungellandschaft hat so manche Eindrücke hinterlassen. Riesenechsen (Warane), Schlangen, Wasserschildkröten und ein Krokodil haben wir in freier Natur zu Gesicht bekommen. An Land dann eine unzählige Vielzahl an Gewürzbäumen, Sträucher, duftenden Blättern und viel Obst.
Die südliche Strandregion (um und hinter Galle) ist vom Tourismus schon sehr gut erschlossen. Die guten Hotels bieten jegliche Art von Luxus an.
Das Panorama, wenn man mit dem Auto die Serpentinen um die Teeplantagen in das Hochland fährt, sucht auf dieser Welt seinesgleichen. In der Bergregion mussten wir uns dann sogar wegen der Kälte einen Pullover kaufen.
Leider haben wir dann später in Pinnawella, wegen dem Touristenpreis (Abzocke da von 200 auf 500 S-Rupies angezogen) uns die Elefanten beim Baden nicht mehr angeschaut.
In der Hauptstadt Colombo bekommt man alles, was man sich erhofft. Vom China Restaurant über KFC bis hin zu MC Donald ist alles vorhanden. Die Banken verfügen über ATM Automaten, wo man sogar mit der heimischen Sparkassenkarte (MAESTRO) und Geheimzahl Geld ziehen kann.
Gerne erinnere ich mich an die kleinen Restaurants am Strand. Da sind wir mit Curry-Gerichten, Fisch, Garnelen, usw. zu einem Spottpreis, richtig satt geworden.
Zu den unerfreulichen Dingen gehören einige aufdringliche Schlepper, bzw. Beach - Boys`s die besonders alleinreisenden Damen das Leben erschweren. (oder auch nicht)!
Die dunklen Gassen außerhalb der Unterkunft nicht beleuchtet sind, .und Mosquitos, die auch vor meiner Autan-thearpie keinen Halt machten. Wenn man dann noch kratzt, ist es kein Wunder, dass sich diese kleinen Wunden vergrößern und entzünden. Erst nachdem dann Fieber aufgetreten war, hatte ich mir aus einer Phapmacie die richtigen Medikamente besorgen lassen.
Dann habe ich so einige Touristen bedauert, die "Alles - Inklusive" gebucht hatten, und somit nicht aus der Hotelanlage herauskamen. Wenn man dabei bedenkt, das die Kosten außerhalb der Touristen und Souvenir-Shops sich an den untersten Preisgrenzen bewegen. Auch ist es ein Muss, einmal mit dem Zug die Küste entlang gefahren zu sein.
Erwähnen möchte ich auch, dass meine Frau und ich uns mal ein Waisenhaus von innen angeschaut hatten. Wir werden die dankbaren Augen der 43 Kinder nicht vergessen, denen wir eigens ein besonderes Essen mit Fisch und vieler Beilagen spendiert haben.
Alles in Allem ein Urlaub zum Erholen und abschalten. Man kann viel sehen und unternehmen. Man muss dieses Urlaubsparadies nehmen wie es ist, und nicht alles Vergleichen, oder ändern wollen. Nur dann kann man Sri Lanka genießen.
Wenn jemand Interesse an Digitale Bilder hat, oder einen Film von mir über Sri Lanka sehen will, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzten.
Horst Herrmann |