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Thai Journal · Tipps und Informationen für Thailand Reisende
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Inhaltsverzeichnis
Über Horst Herrmann

Verhaltenstipps für den Touristen

Die ständig steigenden Besucherzahlen Thailands beeinflussen neben der Natur und Urbanisierung des Landes natürlich auch die soziologischen Entwicklungen. Deshalb sollte man sich vor einem Thailandbesuch über die Mentalität und die sozialen Regeln der Thais im täglichen Umgang miteinander informieren. Grundsätzlich sind die Thailänder sehr freundliche, höfliche und hilfsbereite Menschen mit einer gesunden Mischung aus Neugier und Zurückhaltung. In abgelegenen und touristisch weniger erschlossenen Gebieten zeigen sie sich Fremden gegenüber eher scheu. Ein erster Kontakt ist stets mit einem Lächeln zu finden. Nicht umsonst nennt man Thailand auch das „Land des Lächelns". Dieser Ausdruck findet bei vielen Situationen und Anlässen Anwendung: als Dank, zur Konfliktvermeidung, zur Entschuldigung und zur Erheiterung. Ein Lächeln kann auch Verlegenheit aus- drücken. Insgesamt gesehen kann man in Thailand mit einem Lächeln (nicht „Grinsen") viele Probleme meistern. Überhaupt ist Ruhe und Besonnenheit in Thailand sehr wichtig. Wer unbeherrscht auftritt und womöglich noch laut wird, schreit oder seine Körpersprache nicht im Zaume hält, verliert sein Gesicht. Nach thailändischem Glauben setzt die menschliche Unbeherrschtheit den Zorn der Götter frei, und diese strafen dann alle Beteiligten. So ist es leicht vorstellbar, daß mit dem Gesichtsverlust auch die letzten Sympathien verspielt werden.

Sein Gesicht kann man aber auch verlieren, wenn man unpassende Kleidung trägt. Saubere arm- und kniebedeckende Kleider, die bei den Frauen freilich nicht transparent sein sollten, gehören in Thailand zum guten Ton und werden insbesondere von den „reichen" Ausländern als selbstverständlich erwartet.

Thailänder haben eine gesunde Mischung aus Neugier und Zurückhaltung.

Grundsätzlich sind die Schuhe bereits vor dem Haus auszuziehen. Damit hält man unnötigen Schmutz von der Wohnung fern, der die guten Hausgeister vergraulen würde. Gleiches gilt auch für alle Tempelanlagen. Schwarze Kleidung steht in Verbindung mit dem Tod und findet in Thailand ausschließlich bei Beerdigungen Anwendung!


Das „Wai" ist die in Thailand übliche Art der Begrüßung, denn das

Händeschütteln ist in vielen asiatischen Ländern ursprünglich unbekannt. (Da viele Krankheiten durch Schmierinfektionen übertragen werden, findet das seine Berechtigung.) Das Falten der Handflächen geschieht zwischen Brust und Stirnhöhe und wird vom „Guten Tag", dem thailändischen „sawadee" begleitet, je höher der Wai angesetzt wird, desto respektvoller wird er dargeboten. Da nun die soziale Stellung zu grüßender Thais nur schwer einschätzbar ist und zusätzlich oftmals die Einschätzung des thailändischen Gegenübers hinsichtlich unseres „Gesellschaftsranges" nicht auszumachen scheint, verzichtet man am besten auf ein wei und grüßt mit einer Kombination aus freundlichem Lächeln und höflicher Verneigung. Damit liegt man immer richtig und stößt keinen
Thailänder mit einem zu niedrig oder zu hoch angesetzten wei vor den Kopf. In der täglichen Kommunikation werden die Hände außer zum wei nur sehr zurückhaltend eingesetzt. So ist es zum Beispiel sehr verpönt, mit den Fingern auf jemand zu zeigen. Ebenfalls gilt es als ungezogen, bei einer Unterhaltung wild zu gestikulieren oder nach dem Bedienungspersonal zu klatschen und zu schnippen. Mann und Frau gehen in
Thailand auch nie händchenhaltend spazieren, was andererseits bei Gleichgeschlechtlichen durchaus des öfteren zu beobachten ist und als Zeichen der Freundschaft gilt.

Anzumerken sei noch, daß Mönchen mit höchstem Respekt zu begegnen ist. Da Frauen für die Mönche tabu sind, sollten sie sich nicht neben einen Mönch setzen und ihn auf keinen Fall berühren! Heiligen und religiösen Symbolen, wie Buddha-Figuren, ist ebenfalls respektvoll gegenüberzutreten. Außerhalb jeglicher Kritik steht das thailändische Königshaus. Es ist absolut unpassend, sich darüber despektierlich zu äußern oder gar Witze zu machen. Der König ist oberster Repräsentant und zugleich religiöses Oberhaupt des Landes. Er wird von weiten Teilen der Bevölkerung verehrt, und man erblickt überall die Porträts des Königpaares. Da der König auch die Geldscheine ziert, sollte man sich hüten, auf einen zu treten, dies könnte von manchen Thailändern übel genommen werden.

 
 
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