Flugangst
Sie sind noch nie geflogen und haben natürlich ein mulmiges Gefühl. Und dann so ein langer Flug von ca.: 11 Stunden bis man in Bangkok oder sonst wo landet.
Kennen Sie das Gefühl als Beifahrer in einem PKW dabeizusitzen, und versuchen Sie dann auch mit zu bremsen?
Genau das sind die Leute, die mit so einem mulmigen Gefühl in den Flieger einsteigen.
Da können Sie ja noch nicht einmal bremsen. Diese Gedanken spielen sich alleine im Gehirn ab.
Dabei sollen Flugzeuge statistisch gesehen zu den sichersten Verkehrsmittel der Welt gehören.
Die Wahrscheinlichkeit, einen Flugzeugabsturz zu erleben ist geringer, als sechs Richtige im Lotto zu bekommen.
So annähernd 75.000 mal könnte man um die Erde fliegen, ohne dass etwas passiert. Zitat vom: Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt.
Die Fahrt zum Flughafen dagegen ist viel gefährlicher.
Meistens sind es aber die Angstzustände der Passagiere, die sich mit diesem sehr mulmigen Gefühl in den Maschinen befinden.
Es sind nicht nur alleine die Turbulenzen, bzw. Geräusche vom Fahrwerk, die diese Angstzustände im Flieger erzeugen. Auch das Vibrieren, abheben und jedes fremde Geräusch.
Schon beim Starten geht es los! Die Maschine beschleunigt bis auf 300Std Km und hebt in einem fast 20 Grad Winkel Richtung Wolken ab. Ganz schlimm haben es da die Passagiere in den letzten Reihen . Das Gefühl, das ganze Passagierabteil einsehen zu können, und dann noch hilflos miterleben müssen, wie die Maschine auf der Landebahn mit dem Wind schlingert und letztendlich ruckartig abhebt.
Einige Fluggäste bekommen Muskelverspannungen, Schweißausbrüche, panische Angstzustände bis hin zur eskalierenden Übelkeit.
Aber es ist alles normal! Der Pilot muß bei der Beschleunigung den Gegenwind aussteuern. Nach dem Abheben rumpelt es unter den Füssen der Passagiere, da das Fahrwerk eingezogen wird. An die Triebwerkgeräusche gewöhnt man sich allerdings sehr schnell. Sobald dann die Flughöhe von ca: 10000-15000 Metern erreicht ist, lässt das Schubgeräusch nach und es kann zu einem ruhigen entspannten Flug kommen.
Ein neues Problem ist nun die Sicht auf die Tragflächen, die sich bewegen und abzubrechen drohen.
Bei schlechtem Wetter sind Turbulenzen bzw. Luftlöcher nicht auszuschließen. Und wenn man dann noch in eine Gewitterfront hineingerät, kann das Flugzeug schon mal ganz schön wackeln und etliche Meter absacken. Auf den Bordcomputern im Cockpit wissen die Piloten aber schon vorher, ob es Turbulenzen gibt.
Solche Luftlöcher, bzw. Luftwirbel werden aber durch die Elastität der Tragflächen ausgeglichen. Dafür müssen die Tragflächen biegsam und elastisch sein, damit diese nicht abbrechen.
Sobald das Anschnallzeichen erlischt, können Sie beruhigt sein. Ob Sie sich nun abschnallen oder nicht, bleibt dann jedem selbst überlassen.
Dann kommt es zur Landung.
Das Flugzeug legt sich zur Seite, die Geschwindigkeit nimmt ab.
Die Panik, bzw. das Herzrasen bricht wieder durch. Die Reiseflughöhe, bzw. Geschwindigkeit nimmt ab. Um sicher Landen zu können, müssen manchmal mehrere Warteschleifen geflogen werden.
Die Landeklappen werden geöffnet und kurz vor der Landung fährt das Fahrwerk mit lautem Summen aus. Dabei der starke Schub der Triebwerke, die ab und zu aufheulen. Nun der Ruck des Aufsetzens. Die ganze Maschine beginnt zu flattern, rattern und zu schliddern. Hinzu kommt das starke Abbremsen. Wir sind endlich gelandet. Vor Freude fangen sogar einige Passagiere an zu klatschen.
Alles verlief nach Plan.
Denken Sie bitte daran, daß Piloten auch nur Menschen sind, die diesen Beruf nun einmal für sich gewählt haben. Piloten fliegen Hauptberuflich das halbe Leben lang und wollen auch einmal wie wir in Rente, bzw. Pension gehen. |