Erstmals sind ausländische Ruderer am Start
Langbootrennen, Büffelrennen und
Trommelwettstreit am Map Pra Chan
Das 8. Langboot-Rennen am 22. und 23. November auf dem Wasserreservoir Map Pra Chan hat einen internationalen Anstrich bekommen. Erstmals sind ausländische Mannschaften dabei. Ihre Teilnahme zugesagt haben Ruderer aus Burma, Malaysia, Vietnam, Laos, Kambodscha und Singapur. Diese sechs Teams bestehen aus jeweils bis zu zwölf Sportlern. Der Sieger erhält einen Pokal Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn und 50.000 Baht. An die Zweit- und Drittplatzierten gehen 30.000 respektive 20.000 Baht.
Ruderer aus mehreren Provinzen des Landes gehen beim „Pattaya International Long Boat Race Festival 2008“ in den beiden anderen Kategorien an den Start: grosse Boote mit 55 Ruderern und kleinere Boote mit bis zu 30 Aktiven. In der ersten Kategorie winken der erfolgreichen Mannschaft eine Trophäe der Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn sowie 100.000 Baht, für den zweiten und dritten Platz sind es 50.000 bzw. 30.000 Baht. Für die kleinen Boote wurden Preisgelder von 50.000, 30.000 und 20.000 Baht ausgelobt. Die Ausscheidungswettkämpfe sind am Samstag, 22. November, am Sonntag folgen die Endläufe.
Im Beiprogramm können die Zuschauer an beiden Tagen Büffelrennen und einen Klong-Yao-Wettstreit (Trommelwettbewerb) verfolgen. Die Veranstaltung wird zeitweise live im Fernsehen übertragen. Die Ausgaben in Höhe von 3,5 Millionen Baht bestreiten massgeblich die Provinz (2 Millionen) und die Stadt Pattaya (1 Million). Zu den Ausrichtern und Organisatoren zählen weiter die Ruderer- und Kanuvereinigung des Landes, die Marinebasis in Sattahip sowie die Königlich-Thailändische Marine.
Pattayas Touristenattraktion wurde erstmals im November 2001 ausgerichtet. Die Stadt, die Provinz Chonburi, der Stadtbezirk Nongprue und der Unterbezirk Pong sowie die staatliche Tourismusbehörde (TAT) wollen mit dieser Veranstaltung Urlaubern und Residenten eine Jahrhunderte alte Tradition nahe bringen.
Die Geschichte der Langboot-Rennen kann bis in die Zeit der Ayutthaya-Periode zurückverfolgt werden, also rund 600 Jahre. Langboot-Rennen sind seit alten Zeiten populär, als die Wasserwege die einzigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Transportes waren.
Traditionell werden die Langboot-Rennen einmal im Jahr ausgerichtet, hauptsächlich in jenen Provinzen, durch die einer der grossen Ströme Thailands fliesst. Sie sind jedoch nicht auf irgendwelche bestimmten Regionen des Landes beschränkt.
Inzwischen haben sich diese Rennen zum Nationalsport entwickelt. In zahlreichen Provinzen, unter anderem Phichit, Narathiwat, Nakhon Ratchasima, Nan, Phitsanulok, Ayutthaya und Bangkok finden spektakuläre Rennen statt.
Normalerweise werden die Rennboote, die Kanus sehr ähnlich sehen, aus Baumstämmen gefertigt. Sie können bis zu 60 Ruderer aufnehmen, die in Doppelreihen sitzen. Bei den traditionellen Rennen strömen Hunderte von weither angereisten Zuschauern an die Flussufer, um ihre Mannschaften begeistert anzufeuern. Die bekanntesten Rennen sind alljährlich in Phichit, Phitsanulok, Nan, Ang Thong, Pathum Thani, Surat Thani und Ayutthaya.
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